Mit eReserve mal eben Termine bei lokalen Dienstleistern per App abmachen

Situationen wie diese kennt jeder: Die Zeiten, in denen einem einfällt, dass man dringend mal wieder einen Friseurtermin vereinbaren muss, liegen garantiert außerhalb dessen Öffnungszeiten. Und wenn man sowieso bei der Auto-Reparatur-Werkstatt seines […]
Mit eReserve mal eben Termine bei lokalen Dienstleistern per App abmachen
  • Von Elke Fleing
    Freitag, 1. Februar 2013
  • 9 Kommentare
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Situationen wie diese kennt jeder: Die Zeiten, in denen einem einfällt, dass man dringend mal wieder einen Friseurtermin vereinbaren muss, liegen garantiert außerhalb dessen Öffnungszeiten. Und wenn man sowieso bei der Auto-Reparatur-Werkstatt seines Vertrauens in der Gegend ist und schnell einen Termin für den Ölwechsel abmachen will, sind die bestimmt alle gerade in der Mittagspause. So was nervt. Und den lokalen Unternehmen geht so manche Einnahme verloren, weil der Kunde sich dann eben anderweitig entscheidet. Dank eReserve (www.ereserve.biz) gehen die Kunden vielleicht weiter regelmäßig zu ihrem Stamm-Frisör oder der Autowerkstatt, mit der sie bisher zufrieden waren.

Oder noch weiter gedacht: Vielleicht wechseln Kunden zukünftig sogar zu den lokalen Anbietern, die ihnen den Service von eReserve bieten.

Denn mit dieser App kann ein Kunde 24/7 Termine mit den Unternehmen vereinbaren. Voraussetzung natürlich, dass die Unternehmen eReserve nutzen.

eReserve funktioniert für den Nutzer einfach und gratis: Der Nutzer scannt einen QR Code mittels einer beliebigen QR Code App auf seinem Smartphone und wird durch diesen Code direkt weitergeleitet auf eine mobile Website, wo er dann seine Daten eingeben und unter den als frei angezeigten Terminen einen auswählen und verbindlich buchen kann. Zusatznutzen für den User: Der vereinbarte Termin wird automatisch in den eigenen Kalender eingetragen – gehen Aufpreis, den der anbietende Dienstleister zahlt, sogar in Outlook.

Den QR Code kann der anbietende Dienstleister als Kunde von eReserve zur Verfügung stellen und auf seiner Website, seiner Eingangstür, auf Flyern oder wo auch immer gut sichtbar platzieren.

Dem Dienstleister erleichtert eReserve die Terminplanung, indem alle Termine gleich in die computergestützten Terminplaner eingetragen werden – so denn vorhanden – so dass keine doppelte Arbeit durch manuelles Übertragen entsteht.

Bezahlt wird per monatlicher Flatrate plus einmaligen Einrichtungsgebühren für den Service an sich und den Outlook-Connector. Dabei gibt ein Professional-Paket für 49 Euro pro Monat und ein Premium-Modell für 99 Euro monatlich, das eine komplette Mobile App für das Dienstleistungsunternehmen enthält. Das noch existierende Basis-Modell, bei dem pro Buchung gezahlt wird, soll in Kürze wieder eingestellt werden.

Interessant ist eReserve für lokale Dienstleister wie Nagelstudios, Kosmetikstudios, Friseure, Ärzte, Reifenhändler, Fahrschulen, Autohäuser, Tanzschulen, Steuerberater, Freizeiteinrichtungen, Restaurants oder alle anderen Dienstleister, mit denen Termine fest vereinbart werden müssen.

Gründerin und bisher alleinige Betreiberin von eReserve ist die Münchenerin Karolin Bierbrauer, die die Geschäftsidee durch eigene schlechte Erfahrungen mit der Erreichbarkeit von Dienstleistern hatte.

Die Haken und Ösen chronologischer Terminplanung und -vereinbarung via App

Schwierig dürfte der Einsatz von eReserve für die Dienstleister werden, deren Angebot keinem grundsätzlich abgesteckten zeitlichen Rahmen folgt, sondern deren Dienstleistungen einfach individuell unterschiedlich lang dauern. Klar, eine 45-minütige Trainerstunde in einem Sportstudio kann problemlos über eReserve reserviert werden.

Aber schon bei einem Friseurtermin kann das schwierig werden. Mal eben Spitzen schneiden geht ratzfatz, während ein Komplettprogramm waschen, schneiden, färben … ziemlich lange dauert. Wie soll der Kunde einschätzen können, wie lang der von ihm geblockte Slot sein muss?

Und: Friseure, Ärzte usw. hüpfen von Kunde zu Kunde, von Patient zu Patient: Während die Farbe in die Haare einzieht oder bis die Spritze beim Zahnarzt zu wirken beginnt, warten die Kunden, während sich der Friseur bzw. Zahnarzt schon dem nächsten Kunden/Patienten widmet. Ein Dienstleister hat also oft mehrere Kunden gleichzeitig ‘in Arbeit’ – diese ‘Doppelbuchungen’, die aber für den reibungslosen Ablauf in einer Praxis oder einem anderen Dienstleistungsunternehmen ganz wichtig sind, lassen sich mit einem solchen Reservierungssystem nicht managen.

Es gibt einen weiteren Punkt, der Dienstleister oder Kunden mit Terminvereinbarungen per App vielleicht nicht glücklich werden lässt: In sehr vielen Fällen ist eine Terminvereinbarung zwischen Anbieter und Kunde nicht nur ein Austausch von Daten und Uhrzeiten. Fast immer hängt eine Beratung damit zusammen – und sei sie auch noch so minimal. Hier zum Beispiel eine simple Tischreservierung in einem Restaurant:

“Sie möchten einen Tisch für Mittwoch, 19.00 Uhr für 3 Personen bestellen? Gern, kein Problem, ich reserviere auf den Namen Müller.” Hier wäre der Informationsaustausch mittels Reservierungs-App zu Ende.

Tatsächlich läuft das aber auch oft so: “Mittwoch, 19.00 Uhr für drei Personen? Möchten Sie einen Tisch am Fenster oder ist Ihnen das nicht wichtig? – Wir haben nämlich an diesem Abend eine größere Gruppe hier, so dass es an den Fenstertischen ziemlich laut werden könnte. – Das macht Ihnen nichts aus? Fein, dann reserviere ich Ihnen einen Tisch am Fenster.” Solch ein Austausch bekommt eine App dann eben doch nicht hin.

Dennoch: Für Dienstleister, bei denen Terminvereinbarungen ohne diese organisatorischen Haken oder kommunikativen Ösen funktionieren, ist eReserve sicher ein prima Kundenbindungs- und vielleicht sogar Akquise-Instrument.

Elke Fleing

Elke Fleing aus Hamburg ist Beraterin für Start-ups und KMU. Sie berät ihre Kunden zu Unternehmens-Positionierung, ihrer PR und der Unternehmenskommunikation. Operativ ist Elke Fleing als Texterin, Web-Designerin und Trainerin tätig. Folgerichtig widmet sie sich auch hier vor allem Tools und Themen, die der Erfolgs-Maximierung von Unternehmen dienen.



  1. Deutsche Telekom

    Ich nutze für sowas, das gute alte Telefon! Ist doch viel netter, persönlichen Kontakt zur Sekretärin oder Sprechstundenhilfe zu haben!



  2. Alex

    Ein weiterer Anbieter von inzwischen Hunderten unter den Terminvereinbarern.

  3. Ich erlaube mir mal meine Meinung hier zu posten:

    1. Der Innovationsgrad ist niedrig. Das muss nicht unbedingt schlecht sein.

    2. Es gibt andere Anbieter am Markt. Das muss auch nicht unbedingt schlecht sein.

    3. Es scheint ein Lean Startup zu sein, d.h. dahinter steckt noch nicht sehr viel Funktion. Auch nicht schlecht. Ein Testballon eben.

    Relevant ist nur eines: Zahlungswillige Kunden zu bekommen, die genau solch ein Problem haben. Möglicherweise auch das finden einer guten Nische, deren komplexe Terminplanungsprobleme bisher nicht zufriedenstellend gelöst wurden, deshalb wohl auch die Nennung diverser Tätigkeiten.

    Es gibt nur ein Problem: Customer Validation.

    So eine MVP-Webseite ist schön und gut, aber die typische Kundschaft liest nicht auf dieser Website (DS) mit, sondern ist unternehmerisch tätig. Der einzige Vertriebsweg ist daher Telefon, Mail, Kontakte und sprichwörtliches Klinkenputzen bei den Leuten vor Ort. Ich hätte mit der “Promotion” auf DS daher lieber gewartet, bis mein Geschäftsmodell die ersten Kunden gefunden hat und es ans Skalieren geht.



  4. c

    #1 alex, zeig mir mal eine liste mit nur 25 deutschen Terminvereinbarern. bei 50 bist du gut und bei 100….

    #2 roland, schöner beitrag. sehe ich ähnlich. bleibt aber immer noch das problem, welches hier schön beschrieben wurde: zusatzinfos & variable bearbeitungszeiten der termine – gibt es da schon lösungen oder ansätze?



  5. Mike

    wer hat denn noch eine dot biz domain heutzutage?



  6. Jettsetter

    An den Autor noch, der Schreibstil ist wirklich schrecklich und kligt wie ein Amateurtext. Vor allem folgende Passage:

    “Aber schon bei einem Friseurtermin kann das schwierig werden. Mal eben Spitzen schneiden geht ratzfatz, während ein Komplettprogramm waschen, schneiden, färben … ziemlich lange dauert. Wie soll der Kunde einschätzen können, wie lang der von ihm geblockte Slot sein muss? “



  7. mike

    LOL, was für eine Startupidee. Wenn ihr Das als Hobbyprojekt, kostenlos anbietet, eine tolle App mit nativer Programmierung anbietet und 30% Marktanteile erreicht, so dass mein Friseur und Hundetrainer nebenan das auch benutzt, DANN und auch nur DANN habt ihr etwas halbwegs nützliches gebaut, dass ich unter besonderen Bedingungen nutzen könnte und dann auch nur wenn es für mich kostenlos ist. So gering ist eure erzeugte marginale Wertschöpfung.



  8. Sathish

    Lol was fur eine startupidee. wenn ihr das als hobbypoject kostenlos anbitete eine tolle app mit nativer porgrammuerung anbietet und 30% marktanteile errrichent so sdass mein friseur und hundertrainer nabenan das auch benutxt dann und auchr nur dann habt ihr etwas halbwegas dass auch DAnn and auch nur dann habt ihr etwas hajbwegs dass ich unter desonadass nutzen konnete und nur wenn es fur mich kostenlos es so gering ist eure

  9. Mike: Keine Ahnung. Bei mir hat .biz irgendwie einen Spam- und Illegal-Charakter.

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