
Doppelschlag von ProSiebenSat.1: Die Münchner TV-Sendergruppe investiert über ihre Beteiligungstochter SevenVentures in die Fashion Community Stylight (www.stylight.de) und Outstore (www.outstore.de), einem E-Commerce-Marktplatz für Outdoor-Fashion und -Zubehör. “Wir sind sicher, dass wir die Businessmodelle unserer neuen Partner Stylight und Outstore mithilfe unserer Mediapower zu signifikanten Zuwachsraten verhelfen können. ProSiebenSat.1 ergänzt mit den Partnerschaften sein Portfolio um strategisch vielsprechende Geschäftsfelder und setzt seinen digitalen Wachstumskurs damit konsequent fort”, sagt Christian Wegner, Vorstand Digital & Adjacent der ProSiebenSat.1 Group.

Seit dem Start im Jahre 2008 wandelte sich das Münchner Start-up Stylight von einer modischen Meta-Suchmaschine zur Fashion Community. Mit den Stylight Boards, einer Art Sammelseite für den eigenen Style, zündete die Jungfirma, die inzwischen über 50 Mitarbeiter beschäftigt, kürzlich die nächste Entwicklungsstufe. “Unser Ziel war und ist es unseren Usern beim Suchen und Entdecken von Fashion zu helfen. Den Such-Part haben wir über die letzten Jahre bereits stark verbessert und vereinfacht. Für das Entdecken von Artikeln fanden wir die bisherigen Ansätze wie Polyvore einfach zu umständlich. Auch bei Pinterest finden wir es schade, dass man seiner Inspiration nicht wirklich folgen kann, da die meisten Links ins Nirvana gehen. Genau hier setzen wir mit den Stylight Boards an, die gerade live gegangen sind”, sagte Stylight-Mitgründer Benjamin Günther (siehe Foto oben, 2.v.r) kürzlich im Interview mit deutsche-startups.de – siehe “‘Wir wollen die größte Fashion-Community werden’ – Benjamin Günther von Stylight“. Zu den Investoren der Jungfirma gehören bisher Holtzbrinck Ventures, auch an ds beteiligt) und Tengelmann Ventures. “ProSieben ist unser absoluter Wunsch-Investor. Denn das Medien-Unternehmen hat gezeigt, dass es das Online-Business exzellent versteht und nach vorne treiben kann. Wir sehen das starke Engagement von ProSieben als eindrucksvolle Bestätigung für unsere Strategie“ sagt Günther. SevenVentures investiert Media-Volumen und frischem Kapital im hohen Millionen-Bereich in das Unternehmen.

Nach etlichen Monaten Vorbereitungszeit ging Outstore, das zweite neues Investment von SevenVentures, im September des vergangenen Jahres an den Start. “Es war immer schon unser Wunsch, das Thema Outdoor um die Variante E-Commerce-Marktplatz zu ergänzen. Dieses Marktsegment bietet sowohl eine große Auswahl von Angeboten und Händlern, als auch eine sehr dynamische Nachfrage“, sagte Mitgründer Johannes Altmann damals. Seit dem Start bietet Outstore nach eigenen Angaben “über 30.000 Produkte verschiedener Händler an”. Zum Start konnten Altmann und sein Mitstreiter Michael Munz direkt auch einige Investoren verkünden: Neben RI Digital Ventures investierten auch der Medienmanager Stephan Thurm und Friedrich Wehrle “einen insgesamt sechsstelligen Betrag in das Unternehmen” mit Sitz in Miesbach. Mit SevenVentures kommt nun ein weiterer bekannter Name hinzu.
Im Fokus: Alle Finanzspritzen und Exits in der Internetbranche gibt es in unserem Deal-Monitor


Seminare









Syseleven
Kommentare
Fünf Dinge an denen man ein sterbendes Unternehmen erkennt:
1. Neue Produkte die niemand will
2. Abwegige Investitionen in branchenfremde Geschäftsfelder
3. Umsätze aus dem Hauptgeschäft fallen um 30% in den letzten 5 Jahren.
4. Gründen einen Startupaccelerator.
5. Kopieren im Anschluss selbst die Geschäftsmodelle jener Firmen.
So wie es aussieht wäre Pro7 ein guter Kandidat. Hat jemand sich mal deren Jahresumsätze angesehen? Wäre sicher interessant zuerfahren, ob sie finanziell in der Klemme stecken.
Comment by mike 31. Januar 2013 @ 11:46Über ProSiebenSat.1 kann man sich hier ausführlich informieren:
http://www.prosiebensat1.com/de/investor-relations/aktie/stammdaten
Kommentar von Alexander Hüsing 31. Januar 2013 @ 11:51Macht euch mal über Prosieben keine gedanken ihr loser!
Comment by Frank 31. Januar 2013 @ 12:50@outstore
Wäre interessant zu wisen ob der Marktplatz auf einem Shopsystem basiert oder komplett neu geproggt wurde.
Die Produktbeschreibungen scheinen DC zu sein und nur reingescrappt. Damit wird man auf lange Sicht im Bereich SEO sicher nicht glücklich. Ich würde die Produktseiten daher wohl aktuell auf noindex stellen.
Comment by Karsten 31. Januar 2013 @ 13:25Gute Pressearbeit, Frank! Wenn du noch übst, darfst du eines Tages auch sinnvolle Beiträge verfassen.
Comment by mike 31. Januar 2013 @ 14:55Schade, dass die auffälligsten Kritiken und “schlausten” Kommentare immer anonym verfasst werden ;-)
Comment by Michael Krause | onchestra 31. Januar 2013 @ 15:09Was heißt “hoher Millionen-Bereich” bei stylight? 7-stellig? 8-stellig? 9-stellig? Im Interview im Dezember war noch von 100-Millionen Euro Außenumsatz und Internationalisierung finanziert aus dem Cash-Flow die Rede, wozu sind da jetzt ein paar Milliönchen nötig (wenn man mal von 7-stellig ausgeht)?
Comment by Thomas 31. Januar 2013 @ 21:57@Karsten: sollte Amazon dann auch alle Detailseiten auf noindex setzen? Nur weil sie die Produktbeschreibung des Herstellers nutzen?
Comment by Dirk Schornstein 01. Februar 2013 @ 13:15