ProSiebenSat.1 startet Accelerator-Programm

ProSiebenSat.1 baut sein Engagement in Sachen Start-ups weiter aus: Nach SevenVentures, dem Venture-Arm des Münchner Unternehmens, startet nun der ProSiebenSat.1 Accelerator (www.p7s1accelerator.com). Die entsprechende Website ging am gestrigen Montag ins Netz. Mit diesem […]
ProSiebenSat.1 startet Accelerator-Programm
  • Von Alexander Hüsing
    Mittwoch, 23. Januar 2013
  • 10 Kommentare
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ProSiebenSat.1 baut sein Engagement in Sachen Start-ups weiter aus: Nach SevenVentures, dem Venture-Arm des Münchner Unternehmens, startet nun der ProSiebenSat.1 Accelerator (www.p7s1accelerator.com). Die entsprechende Website ging am gestrigen Montag ins Netz. Mit diesem Förderprogramm will sich die Sendergruppe für Unternehmen öffnen, die sich im Gegensatz zum Media-for-Equity-Programm, in einer frühen Phase befinden, auch B2B-Konzepte sind willkommen. Frisch ausgebrütete Start-ups mit Konzepten aus der Medienbranche, können sich ab sofort für die Teilnahme bewerben. Bis zu sieben Start-ups sollen im Accelerator-Programm pro Halbjahr Platz finden.

“Gründergeist wird in Deutschland noch zu wenig gefördert: Jungen Unternehmern stellen sich viele Hürden in den Weg, die den Eintritt ins Geschäftsleben unnötig erschweren. Als Land der Ideen benötigen wir aber eine Kultur, die unternehmerischen Mut und Engagement fördert und belohnt. Mit dem Accelerator-Programm möchten wir einen Beitrag dazu leisten, dass die deutsche Medienbranche auch künftig Innovationstreiber bleibt und sich damit erfolgreich dem internationalen Wettbewerb stellen kann”, sagt Christian Wegner, Vorstand Digital & Adjacent der ProSiebenSat.1 Group. Die Start-ups erhalten von ProSiebenSat.1 eine Anschubfinanzierung in Höhe von 25.000 Euro, werden von Mentoren geschult und können Räumlichkeiten in der Zentrale der TV-Gruppe in Unterföhring beziehen. Networking-Veranstaltungen und ein Demo-Day runden das Accelerator-Programm ab.

Details zu den finanziellen Details findet man auf der Website. Dort heißt es: “Bei Aufnahme ins P7S1 Accelerator-Programm werden jedem Start-up Startkapital in Höhe von 25.000 Euro für die Gründungsphase zur freien Verfügung gestellt. Finanztechnisch erlangt die ProSiebenSat.1 Group durch die Bereitstellung des Startkapitals unabhängig von der Höhe des Unternehmenswerts eine Beteiligung in Höhe von 5% an jeweiligen Unternehmen auf Basis von Equity Proceeds bzw. einer Exit Participation”. Bleibt noch ein Blick auf die Bewerbungsmodalitäten: ProSiebenSat.1 sucht – wie oben geschrieben – Konzepten aus der Medienbranche. gemeint sind damit unter anderem Themen wie Games, Video, Music, Apps, Social Discovery und Advertising Technology – eben alles, was im weitesten Sinne zu ProSiebenSat.1 passt. E-Commerce geht selbstverständlich auch immer.

Viele neue Möglichkeiten für junge Gründer

Schön zu sehen, dass immer mehr etablierte Unternehmen jungen Gründern eine Chance geben wollen. Auch die Telekom stattete ihren Inkubator hub:raum bekanntlich im vergangenen Jahr ebenfalls mit einem Accelerator-Pogramm aus. Ende Januar findet in Berlin der erste DemoDay des hub:raum Accelerators statt. Telefónica schickte sein Startup-Programm Wayra im vergangenen Jahr ebenfalls in Deutschland auf die Reise. Ebenfalls zu nennen wäre dann noch der German Silicon Valley Accelerator, eine Initiative, die vom Bundeswirtschaftsministerium mit 2,5 Millionen Euro gefördert wird. Es gibt somit immer mehr gute Möglichkeiten für junge Gründer, den Start in die Szene mit guter Unterstützung vorzubereiten. Hoffentlich sind diese vielen Programme keine Eintagsfliegen, denn die deutsche Szene braucht eine nachhaltige Struktur, die auch in schlechten Jahren funktioniert.

Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Peter North

    Oh look how comes late to the party…

  2. Mit den Resourcen hätten sie sich besser bei Wayra, YouIsNow oder VentureStars mit einbringen sollen!



  3. DerGuteKönig

    Zu denken, dass die Begriffe “Prosieben” und “Acceleration” zusammenpassen ist ungefähr so, als ob man eine Koalition zwischen der CDU und den Linken vorschlägt, nämlich vollkommen abwegig. Bisher hat sich kaum ein Spieler durch mehr Zögern und Langsamkeit im Markt hervorgetan als Sevenventures! Da dürfte sich ja wohl alle im Markt(inkl. Wayra, YouIsNow, VentureStars und viele mehr) einig sein. Das Eingehen von Risiken liegt dem Unternehmen ungefähr so nah wie der nordkoreanischen Führung die Einführung von flächendeckenden Internetzugängen (ohne dass ich dabei Prosieben mit Nordkorea gleichsetzen möchte). Bisher konnte die Mannschaft da nur eines gut: Vollkommen risikofrei nicht gebuchte, teilweise absolut unattraktive und wertlose Werbeplätze an ahnungslose Startups verscherbeln. Glaube nicht, dass sich das durch so eine mickrige Konzern-Initiative ändern wird.



  4. Chris

    Kein Mensch mit StartUp-Erfahrung/Gründer im Team bei denen. Sorry, wie sollen die Startups helfen, wenn sie selbst nie eines gegründet haben?

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  6. Mike

    Es geht am Ende ums Geld und Reichweite. So ein kleiner Gameschuppen, der ein weiteres Angry Burds auf den Markt bringen will, oder eine weitere Party und Datingplatform sind an sich wenig innovativ, müssen nur vertrieben werden und genau dabei hilft ProSieben mit seiner hohen Reichweite bei 35+. Wer Arzttermine an Rentner verkaufen will, sollte da eher mit ARD und ZDF Equity of Advertisement Deals machen.

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