Übernahmen: Xing kauft kununu – Haufe schluckt SemiGator

Nach dem millionenschweren Doppelpack in Sachen Finanzierungen am Montag (siehe: “GetYourGuide und Paymill sammeln Millionensummen“) einfolgt am Dienstag eine Doppelübernahme: Zunächst einmal übernimmt das Hamburger Business-Netzwerk Xing (www.xing.com) die Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu (www.kununu.com). Bereits […]

Nach dem millionenschweren Doppelpack in Sachen Finanzierungen am Montag (siehe: “GetYourGuide und Paymill sammeln Millionensummen“) einfolgt am Dienstag eine Doppelübernahme: Zunächst einmal übernimmt das Hamburger Business-Netzwerk Xing (www.xing.com) die Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu (www.kununu.com). Bereits seit Anfang 2001 machen die beiden Unternehmen gemeinsame Sache: Mitglieder des Business-Netzwerkes können seitdem direkt in den Unternehmensprofilen Arbeitgeber-Bewertungen aufrufen, die auf kununu von aktuellen und ehemaligen Firmenangehörigen sowie Bewerbern abgegeben wurden. Zudem übernimmt die Haufe Gruppe die Weiterbildungsplattform SemiGator (www.semigator.de).

“Wir sind froh, mit der Haufe Gruppe einen idealen strategischen Investor für Semigator gefunden zu haben. Das schon aus eigener Kraft stark wachsende Geschäftsmodell wird hier seine Erfolgsgeschichte zukünftig deutlich ausbauen können”, sagt Jörg Mertens, Geschäftsführer der Verlagsgruppe Handelsblatt (VHB). Das Medienhaus war vier Jahre Minderheitsgesellschafter bei Semigator. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Der kaufpreis von kununu ist dagegen bekannt: Mit Vertragsunterschrift zahlt Xing an die Verkäufer zunächst circa 3,6 Millionen Euro. In Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren, insbesondere der Umsatz- und der EBITDA-Entwicklung von kununu in den Jahren 2013 bis 2014, können bis Februar 2015 maximal weitere Zahlungen in Höhe von insgesamt circa 5,8 Millionen Euro erfolgen”. Zusammen wäre dies knapp 9,4 Millionen Euro. Was für den deutschsprachigen Raum schon ein größerer Exit ist.

Zuletzt stieg kununu Florens Eblinger, Geschäftsführer der Personal- und Managementberatung Eblinger & Partner, kununu ein. kununu ging 2007 an den Start – inzwischen wirtschaftet das 30-köpfige Unternehmen profitabel – siehe auch: “kununu schreibt schwarze Zahlen – Umsatz kratzt an der Millionen-Grenze“. Neben Eblinger waren Vinzenz Treytl und The MediaLab bisher Gesellschafter des Unternehmens. “Unsere nunmehr rund zweijährige Kooperation hat bewiesen, dass die Bündelung unserer Kräfte für beide Seiten einen äußerst positiven Effekt hat. Gemeinsam können wir mehr, sind schneller und erreichen mehr Kunden. Wir wollen eine neue Ära für den Karrieresektor und für die Jobsuche einläuten, in der Arbeitgeberbewertungen die neue Währung des Employer Brandings sind”, sagt kununu-Macher Martin Poreda. Xing wiederum will mit dem Kauf seine Position im Wachstumsmarkt Social Recruiting “deutlich stärken”. Grandios in diesem Zusammenhang ist das Video, mit dem kununu die Übernahme feiert (siehe oben). Eingefädelt wurde der Deal von GP Bullhound – es ist die erste Transaktion des noch jungen Deutschland-Büros von GP Bullhound.

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Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Ja, und der neue Name für Xing steht auch schon fest: Xununu. Oder King. So richtig einig war man sich wohl noch nicht… http://personalmarketing2null.de/2013/01/08/xing-ubernimmt-kununu-und-heisst-ab-sofort-xununu-oder-king



  2. Frommer Karl

    Weiß jemand wie viel XING gezahlt hat?

  3. Das sind ja mal gute News für die Betreiber anderer Arbeitgeber-Bewertungsportale wie http://www.meinpraktikum.de – Zeigt, dass sie auf das richtige Pferd setzen…

    @Frommer Karl: was für ein Troll bist du denn? Viel ausführlicher als “Der kaufpreis von kununu ist dagegen bekannt: Mit Vertragsunterschrift zahlt Xing an die Verkäufer zunächst circa 3,6 Millionen Euro [...] Zusammen wäre dies knapp 9,4 Millionen Euro.” geht es wohl nicht.

  4. Kann es sein, dass es dann in Summe 5,8 Mio € sind, oder sind die zwei Summen seperat zu sehen!
    3,6 bis max 5,8 Mio €.?

    Auf alle Fälle herzlichen Glückwunsch vom http://www.Spirofrog.de Team!

  5. Nicht schlecht die Übernahme.
    Tauchen dann die Bewertungen der Unternehmen direkt im Xing-UI auf oder bleibt das “getrennt”?

    Cheers
    Anton

  6. Wow, das hätte ich von Kunununununnu nicht gedacht, Respekt!

  7. Pingback: 10 Jahre Xing: Ein Jubiläum in Tweets – plus IPO-Präsentation von 2006 #xing10y :: deutsche-startups.de

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