12 Alternativen zu Instagram – Missverständnisse bezüglich der neuen AGB zum Anlass genommen

Das Netz tobt. Die Foto-Community Instagram ändert Mitte Januar 2013 seine AGB. Und irgendwer hat als Erster diese Änderungen so verstanden, dass Instagram sich das Recht nimmt, alle Nutzerfotos zu verkaufen und dass […]
12 Alternativen zu Instagram – Missverständnisse bezüglich der neuen AGB zum Anlass genommen
  • Von Elke Fleing
    Mittwoch, 19. Dezember 2012
  • 4 Kommentare
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Das Netz tobt. Die Foto-Community Instagram ändert Mitte Januar 2013 seine AGB. Und irgendwer hat als Erster diese Änderungen so verstanden, dass Instagram sich das Recht nimmt, alle Nutzerfotos zu verkaufen und dass Facebook seinen Service Instagram in eine Bildagentur verwandeln will – und gegen all dies Infame könne sich der Nutzer nicht wehren. Brrrr, das stimmt alles nur zum Teil. Richtig ist, der Nutzer kann sich gegen die Änderung der AGB nicht wehren – das kann man bei keinem Händler oder Diensteanbieter. Voll normal. Falsch ist der Rest.

allfacebook.de stellt den Sachverhalt im Artikel Die neuen Instagram AGB ein Skandal? Nicht wirklich… denn es werden keine Fotos “verkauft” richtig und auch Neunetz und der Blogger Christian Rieger: Ich bin ein wenig ungehalten… Bei dem wiederum es weitere Verweise auf Artikel zum Thema gibt.

Nichtsdestotrotz überlegen ja jetzt – oder auch unabhängig von der AGB-Änderungsgeschichte – vielleicht einige, Instagram gegen einen anderen Dienst oder eine Kombination aus verschiedenen anderen auszutauschen. Auswahl gibt’s ja reichlich. Nehmen wir also das ganze Trara zum Anlass, mal einige Alternativen vorzustellen.

Nicht jede Foto-App hat eine eigene Community und umgekehrt: Nicht jede Foto-Community bietet Werkzeuge zum Bearbeiten der Bilder

Wobei unterschieden werden muss zwischen echten Foto-Netzwerken – wie Instagram eines ist – und Foto-Apps, mit denen Bilder verwaltet und mit Filtern, Rahmen usw. versehen werden können. Nicht jedem ist die Community so wichtig wie tolle Bild-Bearbeitungsfunktionen und andere wollen auf jeden Fall eine funktionierende Community und verzichten dafür lieber auf ein paar Foto-Filter.

Und die reinen Foto-Apps wiederum sollte man sich noch daraufhin angucken, wie einfach oder schwierig das Teilen der Bilder auf Twitter, Facebook & Co. ist. Aber wie auch immer – es ist sicher für jeden etwas dabei, auch wenn – mal wieder – einige der vorgestellten Services nur ein Betriebssystem bedienen (seufz…). Hier sind 12 fabulöse Foto-Communitys und Foto-Apps:

Foto-Apps mit eigener Community

Streamzoo

Kostenlose Apps für iOS und Android mit vielen Effekten, Filtern und Rahmen. Das Spielkind in uns wird – wie zum Beispiel bei Forsquare auch – angesprochen, indem verschiedene Badges erworben werden können.

Großer Vorteil gegenüber Instagram: Während dort jedes Foto zwangsläufig quadratisch ist, kann man das Bildformat hier frei wählen.
Schwierig ist es, in der Community Bekannte zu finden, eine Vorschlagsliste der Facebook- oder Twitter-Kontakte fehlt leider (oder ich hab sie noch nicht gefunden). Dafür kann man mit Hashtags nach Themen suchen. Hat ja auch was…

EyeEm


Berliner Start-up, das kostenlose Apps für iOS, Android und Windows Phone bietet. Das Finden von ‘Freunden’ in der Community ist durch Vorschlagslisten einfach, Filter und Rahmen können gesetzt werden und Fotos können nach Schlagwörtern oder Orten sortiert werden. Das Handling finde ich persönlich etwas umständlich, aber das ist vielleicht nur Gewöhnungssache.
Mehr zu EyeEm zum Beispiel bei den mobilfunkexperten

Flickr

Sicher die älteste Foto-Community unter den hier genannten. Und die mit Abstand größte. Aber: Look and Feel kommen immer noch ein bisschen 90er daher. Inzwischen gibt’s aber immerhin eine iOS- und eine Android-App – beide sogar mit Filtern.
Das Teilen der Fotos ins Social Web funktioniert über Sharing-Knöpfe, wobei man bei Flickr Google+ -Pages anscheinend noch nicht kennt ;-) – Aber der Dienst, der lange auf deutlich absteigenden Ast war, scheint sich zu bemühen, den Anschluss an moderne Zeiten zu finden.

Vorsicht aber in Sachen Urheberrechte: Flickr gehört jetzt Getty Images. Und dort versteht man in Sachen Urheberrechts-Verletzungen bekanntlich keinen Spaß…

PicYou

Kostenlose App nur für iOS, recht übersichtliche Community, Bilder können mit Filtern versehen werden. Geteilt wird über Facebook und Twitter, wo geliked und kommentiert werden kann.

Molome

Hier gibt’s neben der Community, die über Badges wieder der Gamification Tribut zollt, kostenlose Apps für Android, BlackBerry, MeeGo und Symbian. iOS ist wohl in Arbeit. In den Beschreibungen auf der Website sind die Filter-Funktionen gut versteckt – es gibt sie aber. Ebenso wie Rahmen und Sticker.

Tadaa

Gibt’s bislang nur für iOS, gilt aber so manchem schon als ernstzunehmende Konkurrenz für Instagram, sieh zum Beispiel Vorgestellt: Tadaa Photo App – Der Instagram-Killer.

Foto-Apps mit Sharing-Funktion, aber ohne eigene Community

pixlr-o-matic

Enorm vielfältig ist dieser kostenlose Dienst: Es gibt ihn als Web-Anwendung oder als App für iOS und Android, Facebook, als Air-Version und als Chrome-AddOn.

Mit 100 Filtern und über 200 Rahmen plus zig Overlays kann man sich bei der Gestaltung der Fotos – neu hochgeladenen oder bereits in der Galerie archivierten – gründlich austoben.

Nachteil: Man vertrödelt sehr leicht unglaublich viel Zeit damit, weil man alle möglichen Kombinationen ausprobieren will – aber jetzt kommen ja die Weihnachtstage – da hat man ja Zeit ;-)

Snapseed

Enorm gut, kostenlose Bildbearbeitung für Android und iOS mit sehr gutem Ruf. Die iPad-App wurde 2011 sogar zur App des Jahres gewählt. Viele Filter, die auch noch weiterbearbeitet können, wenn sie schon auf ein Bild angewendet wurden. Und es gibt sie als Desktopanwendung für Windows und Mac. Geteilt werden können die Inhalte über Facebook, Twitter, E-Mail, Google+ usw.

Aviary

Erstaunlicher Weise selten genannt wird in ähnlichen Linksammlungen Aviary, das es als Web-Anwendung, für iOS, Android und Windows Phone 7 gibt. Viele Effekte, Filter und Sticker bis hin zur Möglichkeit, auf dem Bild zu malen oder Text einzufügen, bietet der Dienst. Das alles in der gratis-Version.

Für professionelle Zwecke, die dann allerdings finanziell kräftig zu Buche schlagen, gibt es White-Label-Lösungen und einiges mehr.
Sharing-Optionen habe ich allerdings auf Anhieb keine gefunden…

Nur kurz erwähnt seien hier drei Apps, die es jeweils nur für ein Betriebssystem gibt:

Foto-Apps nur für iOS

Camera+

0,79 Euro, deutlich mehr Bearbeitungsmöglichkeiten als zum Beispiel mit Instagram (aber keine Community)

Hipstamatic

kostenlos

Foto-App, nur für Android

Vignette

2 Euro, nur für Android, viele Bildbearbeitungsmölichkeiten, Teilen auf Twitter, Facebook und Co. direkt aus der App heraus möglich.

Elke Fleing

Elke Fleing aus Hamburg ist Beraterin für Start-ups und KMU. Sie berät ihre Kunden zu Unternehmens-Positionierung, ihrer PR und der Unternehmenskommunikation. Operativ ist Elke Fleing als Texterin, Web-Designerin und Trainerin tätig. Folgerichtig widmet sie sich auch hier vor allem Tools und Themen, die der Erfolgs-Maximierung von Unternehmen dienen.

  1. Schön, dass die Welt wieder in Ordnung ist, nachdem Instagram “zurückgerudert ist” indem die AGB etwas genauer erläutert wurden!

    Anyway.. Molome ist mir zu sehr Micky Maus – Streamzoo macht da schon einen besseren Eindruck. Denke auch, dass die Badges gut ankommen.

  2. Pingback: Duell der Web-Fotodienste: Flickr meets Twitter meets Instagram meets EyeEm | Fashion Insider

  3. Pingback: Wochenrückblick 51/2012 | Kristine Honig

  4. Pingback: EyeEm dreht mit 6 Millionen frischem Kapital an entscheiden Schrauben zum – auch kommerziellen – Erfolg :: deutsche-startups.de

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