Cleap: “Bargeldlos los!” – mobiles Bezahlen per QR-Code

Cleap (www.cleap.de) ist ein neues, mobiles Bezahlsystem, das auf QR-Codes basiert. Der Betreiber AppClouds aus dem wunderschönen Münster möchte mittelfristig das Portemonnaie in den Ruhestand schicken und bietet dazu sowohl für Privatkunden als […]
Cleap: “Bargeldlos los!” – mobiles Bezahlen per QR-Code

Cleap (www.cleap.de) ist ein neues, mobiles Bezahlsystem, das auf QR-Codes basiert. Der Betreiber AppClouds aus dem wunderschönen Münster möchte mittelfristig das Portemonnaie in den Ruhestand schicken und bietet dazu sowohl für Privatkunden als auch Partner entsprechende Apps für Android, iOS und Windows Phone an. Jeder Nutzer authentifiziert seinen Einkauf mit seinem persönlichen QR-Code, den die App für ihn erzeugt. Als zusätzliche Funktionen bietet cleap noch das Versenden von Geld von Privat zu Privat sowie eine Übersicht über Ein- und Ausgaben an.

AppClouds ist mit seinem mobilen Bezahlsystem “cleap” seit Oktober in der Betaphase, die noch bis Ende des Jahres läuft. Der ausgeschriebene Name deutet an, worum es geht: “cleap” steht dabei für “cashless electronic advanced payment”. Der Dienst will das Mitführen eines Portemonnaies zum Bezahlen überflüssig machen, die Art und Weise der Bezahlung ist dabei auf QR-Codes und einen elektronischen Zahlungsdienstleister wie zum Beispiel Paypal ausgerichtet. QR-Codes kennen viele Smartphone-Nutzer wahrscheinlich als Verweis auf eine Website, ein Video oder andere Kurzinformationen. Im Fall von cleap wird das Handy mit dem entsprechenden QR-Code zum Bezahlinstrument, da jeder Nutzer seinen eigenen Code erhält.

Zielkunden sind einerseits Privatkunden und natürlich auch Partnerfirmen aus Hotellerie und Gastronomie oder Einzelhändler verschiedenster Art. Bis zum Start im ersten Quartal 2013 ist der Dienst kostenlos, danach fallen für Partner Transaktionsprovisionen an. Die cleap-App ist kostenlos erhältlich, es werden Android, iOS und Windows Phone unterstützt.

Der Ablauf ist simpel

Die Funktionsweise des Bezahlsystems über die cleap-App ist schnell erklärt:

1. Der Kunde hat sich die cleap-App bereits auf sein Smartfon geladen und für den Zugriff eine PIN-Nummer vergeben

2. In einem teilnehmenden Geschäft wählt der Nutzer das Produkt und zeigt an der Kasse den eigenen QR-Code vor

3. Diesen QR-Code scannt der Händler mit seiner cleap-Service-App ein und nach einer kurzen Prüfung über das Internet wird der Kaufpreis über den Zahlungsdienstleister abgewickelt

Weitergehende Funktionen und die “digitale Stempelkarte”

Die cleap-App vereint mehrere Funktionen in sich: Zunächst kann damit der Bezahlvorgang vollzogen werden, weiterhin können Privatpersonen untereinander Geld versenden. Sowohl Privatkunden als auch Händler finden darüber hinaus eine Übersicht über Geldein- und Ausgänge, bestehende Kassensysteme müssen dafür nicht verändert werden, da ein letztendlicher Abgleich manuell vonstattengeht. Durch die Art und Weise, wie die App funktioniert, wird sie zu einer Art “digitaler Stempelkarte” und ein Loyalitätsprogramm entsteht. Torben Simon Meier von cleap meint dazu: “Mit der Kombination aus mobilem Bezahlen und Loyalitätsprogramm sind wir Vorreiter. Im Bezahlmarkt ist diese Kombination daher einzigartig.”

Die Firma AppClouds, die auch die App “CabDriver” entwickelt, wurde von Meier zunächst eigenfinanziert gegründet, seit Sommer 2012 ist noch ein Business Angel mit an Bord. Aktuell sucht AppClouds nach weiteren Investoren, um das Geschäft zu skalieren, das Ziel für das kommende Jahr soll die bundesweite Verfügbarkeit des Dienstes sein. An Mitbewerbern sind Paypal (www.paypal.com), Sqwallet (www.sqwallet.de) aus Hamburg und PayCash (www.paycash.eu) aus Luxemburg zu nennen, die teilweise auch mit QR-Codes arbeiten. Ansonsten arbeiten bekanntlich auch payleven (www.payleven.de) und SumUp (www.sumup.de) am Thema Mobile Payment.

Cleap App - Deutsche Start-ups

Es gibt genügend mobile und Internet-Nutzer, die bereits auf elektronische Zahlung setzen und ihr Portemonnaie für das Bezahlen von Produkten im Internet schon lange nicht mehr zücken. Warum sollte das nicht auch beim Einzelhändler oder im Restaurant funktionieren – sollten sie die Bezahlung per cleap denn anbieten.

Kommt beruflich aus den Bereichen der Mediengestaltung und der Betreuung demenziell erkrankter Menschen. Seit Ende 2012 ist er freier Journalist mit dem Schwerpunkt Start-ups, interessiert sich aber auch für E-Reading und Open Source.



  1. Nicolas

    Super Sache, sowas kann ich mir als Händler gut vorstellen.



  2. Susanne

    Wo kann ich denn damit bezahlen? Gibt es schon viele Geschäfte, die das anbieten?



  3. Tobias

    Können ich den QR Code auch ausdrucken (vorher) und dem Händler dann einfach unter die Nase halten?

  4. Bei uns in Düsseldorf könnt ihr bereits mit cleap bezahlen :)



  5. Dieter

    “Es gibt genügend mobile und Internet-Nutzer, die bereits auf elektronische Zahlung setzen und ihr Portemonnaie für das Bezahlen von Produkten im Internet schon lange nicht mehr zücken.”

    Hmmm verstehe ich nicht: ja ich zücke mein Portemonnaie für das Zahlen im Internet auch nicht mehr…. eigentlich hab ich das im Internet noch nie gemacht.

    “Warum sollte das nicht auch beim Einzelhändler oder im Restaurant funktionieren – sollten sie die Bezahlung per cleap denn anbieten.”

    Weil der Einzelhändler oder das Restaurant die Zahlmethode nicht unterstützt, Kredit- oder Geldkarten aber schon.

    Wo genau ist der Unterschied zur Kredit-/Geldkarte ?



  6. Insider

    Moin,

    ist mir noch zu unflexible und erfordert, dass Händler die Ap auch installiert ahben müssen… kompliziert und erfordert Akzeptanz. Besser wäre, ich gebe in die App meinen zu bezahlenden Betrag ein. Die App generiert einen Barcode, den jede bisher bstehende Kasse auch schon ohne Zusatzinstallationen scannen kann (ALDI, etc) Der Händler muss nicht aufrüsten, die Ap kann mit einer PIN NR durch die Bank verifiziert werden, ich kann selber mein Konto für Abbuchung hinterlegen und per Tan verifizieren, etc. Das funktioniert mit jedem Telefon, auf dem ich eine App installieren kann…und der Händler mus rein gar nichts investieren….natürlich fällt dabei das Loyalityprogramm weg, aber es geht ja um das einfach bezahlen und nicht das streuen seiner Daten….



  7. Hubertchen

    Wie hoch sind die Gebühren für Händler?
    Kann der Endkunde seine Buchung rückgängig machen und wenn ja wie lange nach Kauf geht das?
    Wer trägt im Rückbuchungsfall das Riskiko und die Beweislast?
    Welche Gebühren fallen für so eine Rückbuchung an und wer trägt diese?
    etc. etc. etc.

    Es bleiben zu viele Fragen unbeantwortet um sich ein Bild der Lage zu machen.

  8. Vielen Dank an die vielen konstruktiven Kommentare. Anbei einige Antworten auf gestellte Fragen zu cleap.

    @Susanne: cleap startet regional im Frühling 2013 in Münster, Westfalen. Es wird vorab für ein flächendeckendes System aus Dienstleistern und Gastronomen gesorgt um die mobile Bezahlung und das Loyalitätssystem von cleap erfolgreich anbieten zu können.

    @Dieter: Der Unterschied zur EC- und Kreditkarte ist der bereits erwähnte, das Portmonee Zuhause lassen zu können und mobiles Treueguthaben zu sammeln. Beides geht mit der EC- und Kreditkarte zum heutigen Zeitpunkt nicht. Das Smartphone wird zu 99% aller Personen stets bei sich getragen, somit steht der mobilen Bezahlung über das Smartphone mithilfe von cleap nichts im Wege. Ausserdem greift das Loyalitätssystem in der Applikation bei jedem Einkauf bei den verschiedenen Dienstleistern und sorgt somit ebenfalls für die Möglichkeit Rabattkarten wie beispielsweise “Payback” etc. in Zukunft daheim lassen zu können und lästige Bankengänge für Bargeld der Vergangenheit angehören.

    @Hubertchen: Vielen Dank für deine konstruktive Kritik. Weitere Informationen zu diesem Thema werden vorab des Rollouts fundiert geklärt werden um die bestmögliche Sicherheit auch auf Seiten der Dienstleister für Transaktionen und vermeintliche Rückbuchungen zu gewährleisten. Die Transaktionsgebühren werden deutlich unter bereits bestehenden Systemen liegen. Leider können wir aufgrund von Wettbewerbsvorteilen zum heutigen Zeitpunkt noch nicht weiter ins Detail gehen. Wir bitten daher noch um ein wenig Geduld und Verständnis.



  9. Miguel

    Im Prinzip finde ich die Idee ja nicht schlecht. Für mich ist es aber nur ein netteres Frontend für Paypal – und man spart sich Hardware wie es bei den anderen, derzeit entwickelten Dongle-basierten Lösungen der Fall ist. Soweit ich informiert bin nutzt die App Paypal als Paymentprovider für beide Seiten (Händler + Kunde). Damit sollte jedem klar sein: es ist nur eine Frage der Zeit wann (nicht: ob, sondern nur: wann) Paypal selbst mit einer ähnlichen Lösung ums Eck kommt. Spätestens dann verliert die App jeden Nutzen. Und der liegt heute lediglich darin, die Eingabe von Preis, eindeutiger ID für den Zahlungsvorgang (Zuordnung Ware->Kunde->Bezahlung) und Sender/Empfänger zu vereinfachen. Das geht heute schon – mit Paypal auch mobil: Im Geschäft nennt mir der Verkäufer einen Preis fürs Produkt. Und seine Paypal-Email. Dann überweise ich per Paypal und der Händler bekommt sofort die Bestätigung auf sein Smartphone, dass ich bezahlt habe… No magic at all.

  10. Wenn so etwas von SOFORT überweisung kommt, dann verliert auch Paypal seinen Nutzen. Wozu den Umweg über Paypal, wenn es auch direkt von Bank zu Bank geht? Für den Händler sind die Gebühren auch günstiger.



  11. Dieter

    Es gibt 3 Dinge ohne die kein erwachsener Mensch in Deutschland aus dem Haus geht:
    – Schlüssel (100%)
    – Portemonnaie (99%)
    – Smartphone (80%)

    Erfindet noch den Ausweis und den Führerschein fürs Smartphone und den Smartphone-Türöffner und ich schleppe nur noch eine Smartphone mit mir rum ;-)



  12. mike

    Die Jungs tun einem fast schon Leid. Wieder mal Zeit wegen schlechter Recherche verplempert. BaFin für die Teenager? Welcher Offlinehändler unterstützt schon Paypal, die Inlandstranskaktionskosten sind noch höher als bei CC, geschweige davon dass jeder Blumenladen EC Zahlungen akzeptiert. Paypal wird seine API bald überarbeiten und sein eigenes Bezahlsystem auf dem Markt bringen und Drittanbietet ausschließen.



  13. Miguel

    Zitat mike “Paypal wird seine API bald überarbeiten und sein eigenes Bezahlsystem auf dem Markt bringen und Drittanbietet ausschließen.” – da bin ich ganz Deiner Meinung. Q.E.D.



  14. Geldschrank

    “Erfindet noch den Ausweis und den Führerschein fürs Smartphone und den Smartphone-Türöffner und ich schleppe nur noch eine Smartphone mit mir rum ;-)”
    Und dann ist dein Akku mal leer, und du kannst nicht mehr bezahlen, kommst nicht mehr ins Haus rein und darfst kein Auto mehr fahren. Viel Spaß!

  15. Pingback: Cleap: Mobile Payment & Loyalty ab Q1 2013 | WALLY | Scoop.it



  16. Markus

    Wenn PayPal API genauso sch***** ist, wie alles APIs, die PayPal so anbietet (und genauso sch***** dokumentiert ist), haben kleine Teams alle Chancen in diesem Bereich zu wirken. Siehe z.B. auch Stripe. Die sind nicht umsonst Kometenhaft gewachsen – ich hoffe nur, dass Stripe schnell nach Europa kommt und nicht die Paymill Samwer Bude kaufen muss, weil die schon zuviel Marktanteile gesammelt haben. :)

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