Glossybox sammelte bisher imposante 55 Millionen Euro ein

Das Berliner Start-up Glossybox (www.glossybox.de), ein Birchbox-Klon aus dem Hause Rocket Internet, will offenbar die versammelte Konkurrenz schocken: In einer der üblichen Jubel-Erfolgsmeldungen, in der die Jungfirma sich mit 2 Millionen verschickten Boxen […]
Glossybox sammelte bisher imposante 55 Millionen Euro ein
  • Von Karl Müller
    Montag, 17. Dezember 2012
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Das Berliner Start-up Glossybox (www.glossybox.de), ein Birchbox-Klon aus dem Hause Rocket Internet, will offenbar die versammelte Konkurrenz schocken: In einer der üblichen Jubel-Erfolgsmeldungen, in der die Jungfirma sich mit 2 Millionen verschickten Boxen zum Weltmarktführer in Sachen Beautyboxen erklärt, verkündet das Unternehmen ganz nebenbei, dass man in den eineinhalb Jahren seit der Gründung bisher 55 Millionen Euro an Risikokapital eingesammelt habe. Zu den Investoren von Glossybox gehören neben Rocket Internet noch Access Industries, Holtzbrinck Ventures und Kinnevik. Glossybox ging im März des vergangenen Jahres an den Start.

Das Glossybox-Vorbild Birchbox startete in den USA Ende 2010 und sammelte bisher von Accel Partners, Harrison Metal, First Round, Forerunner Ventures, und Lerer Ventures 12 Millionen US-Dollar ein. Längst machen sich die beiden Wettbewerber direkt Konkurrenz: Glossybox ist in den USA unterwegs und Birchbox seit der Übernahme von JolieBox in Frankreich. Ansonsten ist Glossybox auch in Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel, Italien, Japan, Kanada, Korea, den Niederlanden, Österreich, Polen, Spanien und Schweden aktiv. International will Birchbox dem ungeliebten Konkurrenten weiter Konkurrenz machen: An einer Übernahme war man bisher nicht interessiert.

“Wir beschäftigen über 300 Mitarbeiter”

“Seit der Gründung von Glossybox vor eineinhalb Jahren ist viel passiert: Unternehmen und Produktpalette sind schnell gewachsen, wir beschäftigen über 300 Mitarbeiter und sind mittlerweile in 15 Ländern aktiv. Rund um den Globus ergänzt Glossybox die Beauty-Cases der 200.000 Kundinnen und Kunden. Dass wir jetzt die zweimillionste Glossybox verschicken konnten, ist ein schöner Meilenstein kurz vor Ende eines sehr erfolgreichen Jahres. Wir erwarten auch für das Jahr 2013 ein weiterhin dynamisches Wachstum. Bereits jetzt können wir sagen, dass wir mit Glossybox einen neuen Standard geschaffen haben, wie Menschen neue Beauty-Produkte entdecken und wie Beauty-Marken innovationsfreudige Zielgruppen erreichen können”, sagt Glossybox-Macherr Charles von Abercron.

Bei aller ungewohnter Offenheit aus dem Hause Glossybox kehren die Startupper doch einige Irrungen und Wirrungen der vergangenen eineinhalb Jahre unter den Teppich. Neben der Probenbox experimentierte Glossybox in dieser Zeit auch mit der Glossybox Style, also Schuhen, Taschen und Accessoires im Abo, herum. Die Adaption von Shoedazzle trug die Jungfirma allerdings schnell wieder zu Grabe. Offenbar kam das Projekt nicht gut an. Auch die petiteBox, eine “monatliche Überraschungsbox für schwangere Frauen und junge Mütter”, verschwand schnell wieder in der Versenkung. Momentan bietet Glossybox 5 verschiedene Themen-Boxen an – darunter auch einmalige Boxen mit Schwerpunktthemen wie beispielsweise Schwangerschaft. Und selbstverständlich sollte niemand vergessen, dass Glossybox bei diesem Wachstumstempo weiter kräftig rote Zahlen schreibt.

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  1. meier

    55 millionen? wann soll das geld jemals zurück kommen?

    also rechnen wir mal ein bissl:
    1 GB kostet 15€ ( seit kurzem aber wurscht )
    2 millionen boxen = +30 millionen umsatz.
    300 mitarbeiter ( a average 20K / Jahr ) = – 12 millionen
    produktion der Box ( 2€ pro box schätze ich mal, ist aber wahrscheinlich mehr! ) = – 4millionen
    produkte = 0€ aber sicher auch erst seitdem hohe Zahl an Kunden vorhanden ist, und man ist immens von der Gnade der Hersteller abhängig!
    office + hardware + website = 1 million

    = 13 millionen ( – Steuern etc. = 8 millionen Profit )

    diese berechnung ist ohne Marketing kosten was in diesem fall höchstwahrscheinlich der grösste Kostenfaktor ist aber gut
    sagen wir mal irgendwann kennt jeder Glossybox. ( mir ist auch klar das Zahlungsgebühren, Anwalts, Buchhaltung etc.. und tausende
    weitere kosten nicht drinnen sind..)

    In der jetztigen Situation würde es also 10 JAHRE dauern bis das investment wieder drinnen ist – Ohne Gewinn!
    Exit an Birchbox? Wohl kaum, die sind doch viel zu klein!

    Und das alles für ein “Trend” Konzept bei dem es um ein paar schampoo pröbchen geht?



  2. Toto

    Ein riesen Luftschloss, aber man muss halt bedenken wer dahinter steckt. Die haben Kontakte zu wirklich jedem und dementpsrechend werden die das auch verkauft bekommen, wenn auch die Frage ist mit wieviel Profit. Denke der wird nicht so hoch ausfallen, wie sonst.



  3. Geldschrank

    Ich denke nicht, dass das über mehr als 3-5 Jahre läuft, irgendwann langweilt einen das doch, immer so eine Box zu bekommen.
    Momentan ist der Hype halt da und es funktioniert, aber über Jahrzehnte eine Box zu beziehen ist illusorisch.
    Aber JA – ICH SAG EUCH JETZT WAS:
    Es wird so laufen wie immer bei den Samwers: 55 Mio. Funding, das heißt die Kiste wird für mind. 200 Mio. verkloppt.
    UND ZUM KÄUFER SAGE ICH SCHON JETZT: DU IDIOT ZAHLST 200 MIO. DIE DU KOMPLETT ABSCHREIBEN WIRST. UND ABERCRON UND KONSORTEN MACHST DU ZU MULTIMILLIONÄREN!!

  4. “In der jetztigen Situation würde es also 10 JAHRE dauern bis das investment wieder drinnen ist – Ohne Gewinn!”

    An der Börse gibt es doch auch massig Unternehmen, wie zum Beispiel ebay, Amazon und Google, mit einem KGV von über 10. Hast du in deiner Rechnung eigentlich die Versandkosten drin. Der Preis ist nämlich inkl. Wenn die nur 3 Euro betragen, dann sind das schon 20 % von 15 Euro VK. Die Produkte kosten also angeblich 0 Euro. Sind das ALLES nur billige Proben? Wird wohl so sein, da ich gerade mal nach ein paar Produkten geamazonet habe. Wer will dann aber monatlich für irgendwelche Produktproben Geld bezahlen oder doch Vollversionen? Die Fotos auf den Seiten erwecken zumindest den Eindruck man bekomme Vollversionen. Naja, bei Vollversionen wird es dann bald jede Menge privatgewerblicher Verkäufer auf ebay geben, die den Inhalt dann verkaufen.



  5. meier

    @Rainer Safferthal -Sie haben recht, das ist auch vollkommen berechtigt bei Firmen wie Amazon, Google und Ebay, aber Glossy damit zu vergleichen ist wie Ron Jeremy mit Porno-Klaus auf eine ebene zu stellen.

    Reine Geldverschwendung, abgesehen davon kann ich kaum glauben das diese summe richtig ist, das jemand wie O.Samwer so eine hohe Summe in das Unternehmen steckt, sonst wäre er nicht da wo er heute ist.

  6. Ein KGV war aber sogar dreistellig. Bei solchen Geschäftsmodellen wie Glossybox frag ich mich immer, was passiert wenn Big Player wie Amazon so eine Box anbieten. Amazon kann so etwas auch über lange Zeit mit Verlust verkaufen, dann kann Glossybox und Co. einpacken. Ich habe mir die Webseite gründlich angeschaut, aber mir ist unklar was man wirklich bekommt. 5 Produktproben, 5 Vollversionen, 5 kleine Vollversionen, 1 billige Vollversion und 4 Proben, … Keine Ahnung. Vermutlich hat Geldschrank recht, daß es in ein paar Jahren die Kunden langweilt und dann auch keine neuen Kunden nachwachsen. Vermutlich ein Hype-Theme so wie Ü-Ei-Figuren, Diddl-Blätter, Pokemon-Glitzerkarten, …! Alles mitgemacht, von einen Tag auf den anderen waren diese Hypes ausgelutscht.

  7. an alle Neider möchte ich nur eins sagen äääääääääääääätsch GLOSSYBOX IST GEIL, ERFOLGREICH und wir lieben diese Company also schleicht euch.



  8. Martin F.

    “da wo O.Samwer heute ist” – ehrlich gesagt, sind die Herren Samwer bei allem Know-How nicht in der Lage Unternehmen aufzubauen, die Gewinn bringen. Weder Zalando (und alle die Lamodas und Dafitis der Welt), noch Groupon, noch Wimdu, noch Glossybox, noch sonst irgendwas von denen schreibt Gewinne. Es ist einfach nur eine Finanzpyramide wo entweder Dummkopf X das Ganze kauft ODER mehrere Dummköpfe (Börse). Wer als letzter aussteigt, ist halt der Dumme.

    Da ist kein Neid von meiner Seite, da ich selber aus einer alten wohlhabenden kaufmännischen Familie komme, sonder nur die Feststellung, dass die Samwers nicht mit ehrbaren Kaufleuten zu tun haben. Es ist ausgeklügelter Betrug. Positiv daran ist, dass es viele viele tolle Jobs geschaffen hat und viele Mitarbeiter reicher gemacht hat.

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