Fundstück: Re-Commerce in Deutschland

Re-Commerce boomt in Deutschland – zu diesem Ergebnis kommt auch Sempora Consulting. In einer repräsentativen Online-Befragung von 1.041 Konsumenten im August 2012 untersuchte das Unternehmen das Verhalten und die Einstellungen von Konsumenten zum […]
Fundstück: Re-Commerce in Deutschland
  • Von Alexander Hüsing
    Mittwoch, 5. Dezember 2012
  • 8 Kommentare
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Re-Commerce boomt in Deutschland – zu diesem Ergebnis kommt auch Sempora Consulting. In einer repräsentativen Online-Befragung von 1.041 Konsumenten im August 2012 untersuchte das Unternehmen das Verhalten und die Einstellungen von Konsumenten zum Thema „Kauf und Verkauf von Secondhand-Ware“. Das Ergebnis: 53 % der befragten Verbraucher gaben an, innerhalb der vergangenen 12 Monate Secondhand-Ware (Ausnahme: Kraftfahrzeuge und Immobilien) gekauft zu haben. Bei den 18 bis 34 Jährigen betrug dieser Prozentsatz sogar 6 5%. Im Vergleich hierzu gaben 45 % der Befragten an, in der gleichen Zeit mindestens ein gebrauchtes Produkt verkauft zu haben.

Betrachtet man aktive Re-Commerce Konsumenten, sind Bücher (54 %) und Kleidung (46 %) die am meisten gekauften Secondhand-Produkte. Weitere häufig gekaufte Produktkategorien sind CDs (31 %), DVDs (26 %), Computer und Konsolenspiele (23 %) sowie Spielzeuge und Möbel. Die am meisten verkauften Secondhand-Produkte sind wiederum Bücher (46 %) und Kleidung (44 %) gefolgt von Unterhaltungselektronik. Für 85 % der Re-Commerce Verkäufer war „entrümpeln“ der primäre Grund für den Verkauf von gebrauchten Waren. Am zweithäufigsten wurde genannt, dass gebrauchte Ware gezielt verkauft werde, um Geld zu verdienen (65 %).

79 % der Befragten konnten mindestens einen Anbieter für den Verkauf von Secondhand-Ware benennen. Hierbei wurden eBay (61 %) und Amazon (35 %) mit Abstand am häufigsten genannt; gefolgt von Momox, reBuy und hood.de sowie weiteren Re-Commerce Anbietern. Für die reinen Re-Commerce-Dienste besteht somit noch viel Nachholbedarf – und somit viel Wachstumspotenzial.

Im Fokus: Weitere lesenswerte Artikel zum Thema gibt es in unserem Special Re-Commerce

In der Rubrik Fundstück präsentiert deutsche-startups.de in unregelmäßigen Abständen sehenswerte Fotos, Videos, Grafiken und Präsentationen mit start-up-relevantem Hintergrund. Wer entsprechendes Material für uns hat, kann uns dieses gerne mailen – wenn uns das Fundstück zusagt veröffentlichen wir es gerne.

Im Fokus: Weitere sehenswerte Bilder und Videos gibt’s in unserem Special Fundstücke

Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. “gefolgt von Unterhaltungselektronik.”

    Wo folgt U-Elektronik? Weder bei gekauft, noch bei verkauft sehe ich welche. Computer und Mobiltelefone sind für mich keine. U-Elektronik sind Fernseher, Stereoanlagen, Blu Ray Player, Digi TV Receiver. …

    “Für die reinen Re-Commerce-Dienste besteht somit noch viel Nachholbedarf – und somit viel Wachstumspotenzial. ”

    Das mag sein. Aber warum sollte man sein Zeugs an Ankaufsbuden verkaufen, wenn es auf ebay oft wesentlich mehr gibt. Arbeit ist es auch nicht arg viel mehr. Ich habe schon im letzten Jahrtausend Videospiele per Internetseite angekauft. Aber mit dem aufkommen von Alando/ebay haben die Verkäufe an mich schlagartig nachgelassen. Leider auch die Käufe bei mir.



  2. Roccolino

    Die Umfrage soll ja angeblich repräsentativ sein. Es gibt gut 67 Millionen Erwachsene in Deutschland. Demnach hätten mehr als 35 Millionen Deutsche (=53%) in den letzten zwölf Monaten Gebrauchtwaren gekauft. Mehr als 35 Millionen. Selbst, wenn man nur “Onliner” zählt, käme man auf annähernd 30 Millionen.

    Leute, das ist Quatsch!

    Quelle: Gesunder Menschenverstand



  3. steve

    also nach der rechnung kann dein menschenverstand nicht gesund sein. sone milchmädchen rechnungen gehen vielleicht, wenn du eine tolle idee hast und sie irgendwelchen VC vorstellst..

  4. Roccolino: Wenn man 1-mal im Jahr auf einen jährlichen Innenstadtflohmarkt geht und dort 1 Buch für 1 Euro kauft, dann zählt man auch schon als Gebrauchtwarenkäufer. Interessant wäre eine Einteilung nach Umsatz gewesen.

    Interessanter finde ich das 65 % Geld verdienen wollen. Wurde das nicht etwa mit Geld bekommen verwechselt. Um Geld verdienen zu können muss man nämnlich sein Zeugs billiger einkaufen als man es verkauft. Wo kaufen den diese ganzen Gebrauchtwaren-Händler ihr Zeugs? Da müssen ja die Preise bei ebay regelrecht explodieren und auf den Flohmärkten müssen ja schon Kämpfe um jede muffige Bücherkiste stattfinden oder haben die alle Ankaufsportale?

    “repräsentativen Online-Befragung”
    Wie macht man den so etwas? Und wer hat noch nicht bei Online-Umfragen mal was falsches angeklickt?

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  6. by Anonymous

    ReCommerce ABZOCKE
    und die Deutschen unterstützen die großen noch !!!!!!!

    ReCommerce hört sich gut an ist aber in keinem Fall eine lohnende Angelegenheit für die Verkäufer.
    Sie bekommen auf ihre Bücher, CD´s, DVD´s ect. immer nur ein unverbindliches Angebot bzw. den Höchstpreis der unterschiedlichen ReCommerce Anbieter angezeigt, was aber am Ende tatsächlich ausgezahlt wird kann dann schon eine böse Überraschung sein.

    Beispiel:
    Anieter XY berrechnet ab 20,00 Euro Verkauswert keine Versandkosten und zahlt ihnen für 30 gebrauchte Artikel (Bücher/CD´s) 21,00 Euro.
    Anbieter XY wird natürlich nach Empfang alle Artikel kontrollieren und findet bei 4 Büchern min. Mängel (das können auch Eselsohren sein), und bei einer CD einen kleinen Kratzer (CD funktioniert 1A und läuft auch ohne Springer ect. durch).
    Der Anbieter wird ihnen für diese kleinen Mängel z.b. 3,00 Euro vom VK abziehen, dann wären wir noch bei 18,00 Euro VK.
    Allerdings werden die Versandkosten erst ab 20,00 Euro übernommen und somit bekommen sie nochmals 6,90 Euro (DHL Paket) abgezogen, sprich unterm Strich bleiben dann noch 11,01 Euro für 30 Artikel.



  7. Geldschrank

    @Anonymous: Sei doch froh, dass dir der Anbieter den alten Kram überhaupt noch abnimmt. Was hättest du denn sonst damit gemacht? Auf den Müll geschmissen?
    -> Dann hättest du ohnehin Müllgebühren zahlen müssen!
    .
    Außerdem: Wenn du wegen solcher Peanuts rummachst, machst du eh etwas falsch im Leben…

  8. Ohh … schon wieder das böse A-Wort. Die Deutschen machen eher mit, beim schnell schreien, daß etwas Abzocke ist. Gebrauchtwarenhandel ist keine Abzocke, sondern freie Marktwirtschaft; mit der sowieso immer mehr Leute in der BRD ein Problem haben. Niemand wird gezwungen an diese Buden etwas zu verkaufen und von denen etwas zu verkaufen. Darf ich ABZOCKE schreien, wenn ich etwas für 11 Euro anbiete, aber jemand will nur 9 Euro bezahlen?

    Evt. Preisabzug wird oft schon gerechtfertigt sein. Ich habe früher viel Unterhaltungsmedien auf ebay gekauft. Was manche da als “sehr guter” Zustand beschrieben haben, daß wäre bei mir oft mit Müh und Not gerade mal als akzeptabel durchgegangen.

    Die Ankaufspreise richten sich nunmal nach Angebotsmenge und die Wahrscheinlichkeit wie schnell man es verkauft und was andere Händler für das Teil verlangen. Vieles ist nunmal im Musik, Bücher, Filme, Spiele-Bereich wertlos. Da kann man halt nicht viel bezahlen. Der aktuelle Neuwert ist auch oft unrelevant, weil was nützt es, wenn ein Fachbuch zum Beispiel 80 Euro kostet, es sich aber fast nicht verkaufen lässt. Da kann man nunmal keine 30 Euro zahlen, wenn man es dann 2 Jahre an der Backe hat und in der Zeit es vermutlich 3 mal ankauft. Da macht man nämlich Verlust.

    Schau doch einfach mal vorher bei ebay und Amazon vorbei, um dem aktuellen Verkaufswert deiner Waren zu ermitteln. Ich habe auch schon vieles weggeworfen, weil die Verkaufspreise einfach lachhaft sind.

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