Ada’s Avenue schließt die Pforten – Schmuck-Start-up stellt Geschäftsbetrieb ein

EXKLUSIV In den vergangenen Wochen brodelte die Gerüchteküche in Sachen Ada’s Avenue (www.adas-avenue.com), einem Social Selling-Start-up für Modeschmuck. Sogar Spekulationen um eine Insolvenz des Unternehmens, dass von Rheingau Founders unterstützt wurde, machten die […]
Ada’s Avenue schließt die Pforten – Schmuck-Start-up stellt Geschäftsbetrieb ein
  • Von Alexander Hüsing
    Montag, 19. November 2012
  • 17 Kommentare
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EXKLUSIV In den vergangenen Wochen brodelte die Gerüchteküche in Sachen Ada’s Avenue (www.adas-avenue.com), einem Social Selling-Start-up für Modeschmuck. Sogar Spekulationen um eine Insolvenz des Unternehmens, dass von Rheingau Founders unterstützt wurde, machten die Runde. Diese Gerüchte bewahrheiteten sich aber zum Glück nicht. Vor allem Mitgeldgeber Mountain Partners soll kein Interesse mehr an Ada’s Avenue gehabt haben. Bis zuletzt wurde offenbar an einer weiteren Finanzierungsrunde und somit an einer Lösung für den Weiterbestand des jungen Unternehmens gearbeitet . Leider ohne Erfolg: Nach Informationen von deutsche-startups.de stellt das Start-up seinen Geschäftsbetrieb ein.

“Wir haben mit einem unglaublich motivierten, kreativen und erfahrenen Team ein überzeugendes Produkt, im Fashion und IT-Bereich geschaffen, haben es aber leider nicht geschafft in diesem umkämpften Markt die nötige Traktion herbeizuführen”, sagt Gründer Henning Daut, der Ada’s Avenue gemeinsam mit Lukas von Ingelheim und Alexa Patricia Schlenter gegründet hat. Zu den Wettbewerbern von Ada’s Avenue gehören unter anderem weitere Online-Offline-Shoppingkonzepte wie Juvalia & You (www.juvalia.de) und Pippa&Jean (www.pippajean.com). Ada’s Avenue positionierte sich als “Online-Boutique für Schmuck”. Nutzerinnen konnten über die Plattform im Direktvertrieb “außergewöhnlichen Modeschmuck” verkaufen. Trotz großem Presserummel konnte das Unternehmen “die wirtschaftlichen Erwartungen” nicht erfüllen.

Ein erster Rückschlag für das zuletzt aufblühende Home Shopping-Segment. Ein Online-Unternehmen, einen Vertrieb mit unabhängigen Gastgeberinnen und eine Schmuck-Kollektion zu stemmen, scheint aber offenbar nicht so einfach, wie gedacht.

Im Fokus: Infos über Start-ups, die es nicht mehr gibt, finden Sie in unserem Special Offline

Artikel zum Thema
* Homeshopping-Parties: Direktvertrieb trifft E-Commerce
* Home-Shopping ist kein neues Shopping-Genre, eher ein neuer Marketing-Trend

Alexander Hüsing

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Alfred

    Da werden noch weitere folgen, dieses ganze Partykonzept ist einfach ein an den Haaren herbeigezogenes Geschäftsmodell, dass kein Mensch braucht. Der Markt besteht (so scheint es) ausschließlich in den Köpfen einiger visionären Berilnhipster und Unternehemsnpräsentationen (ebenso wie die ganzen Square Klone in Deutschland, die werden folgen).

  2. Pearfection.de wäre auch noch als Mitbewerber zu nennen, die waren glaube ich die ersten die dieses Konzept schon 2006 nach Deutschland brachten

  3. Pearfection ist aber kein Direktvertrieb für Beraterinnen etc.



  4. Roman

    @Alfred Besser kann man es nicht ausdrücken.

    Wobei Ada’s und auch die anderen sehr schön gemacht sind – das Konzept leuchtet mir nicht ein. Vor allem da man Schmuck wirklich an jeder Ecke und in allen Preisklassen findet.



  5. Energiesparer

    Was ist denn das für ein Businessplan, wenn ein Start-Up, das nach 5 Monaten noch nicht zündet, sofort wieder raus aus dem Spiel ist.
    Sollte man sich nicht 1-1,5 Jahre Zeit nehmen. Es gibt sicherlich Firmen, die nach einem Monat vor lauter Hype schon nicht mehr wissen, wohin mit dem Geld, aber üblicherweise dauert das ein bisschen länger. Vllt sollten sich auch mal die Investoren an die Nase fassen, in so einen Business Plan zu investieren… Ich finde schnell hochziehen und schnell verkaufen nicht unsympathisch, aber das so schnell die Puste ausgeht, ist schon eher ungewöhnlich?!



  6. Nacho Vidal

    Wie steht es denn um Juvalia? Wie man schön von der S-Bahn Alexanderplatz sehen kann, ist das Springstar Office fast leer. Habe gehört, dass die eine Reihe Stylisten gekündigt haben. Und die Geschäftsführer haben auch gewechselt..



  7. Peter

    Juvalia ist tot / kurz vor Cashout

  8. Social-Shopping insgesamt ist wohl noch ganz am Anfang der Experimentierphase.



  9. Hermann

    Ich glaube der ganze Markt ist sehr schwierig zu erfassen. Die Jungs und Mädels von Stella, Pippa und Juvalia können sich da noch auf einen langen Kampf einstellen.

  10. Pingback: Pippa&Jean übernimmt Juvalia :: deutsche-startups.de

  11. Inzwischen ist Ada’s Avenue doch zum Insolvenzfall geworden.

    Über das Vermögen der Ada’s Avenue GmbH, Ohlauer Straße 43, 10999 Berlin wurde am 07.12.2012 um 12.00 Uhr das Insolvenzverfahren eröffnet.

    Schade, dass dies vom Unternehmen nicht sauber kommuniziert wurde.



  12. Zonen-Gaby

    Ist auch eine Frage des Timings. Im Onlineschmucksegment sind die Customer Acquisition Costs mittlerweile riesig und paar dicke Fische im Markt, da brauchst Du als Newcomer und No-Brand exrem tiefe Taschen. Die Plätze sind da im Grunde vergeben.

  13. @ Alfred
    kennst du Tupperware, Amway, Pierre Lang, Vorwerks Küchenfee, Hara, usw.
    Da werden Mrd. über Party umgesetzt.
    Dann guck dir die Webseiten und frag dich ob das schon “digitalsiert” ist.
    Und dann komm noch mal wieder und denk über dein Kommentar nach.



  14. Geldschrank

    @Insolvenz: Man kann sich das Zusammenspiel hier richtig gut vorstellen – ein paar Karrierebürschchen von der WHU machen einen Business Plan und schreiben da rein, dass sie 20% Marktanteil aller in D lebenenden Frauen von 18-49 Jahren mit ihrem Konzept anstreben, und jetzt wollen sie die Mio. zum “Skalieren” *brüll und Lach*
    @Sascha: Oh ja, das erklärt dann wohl die reihenweise in die Insolvenz gehende Startups. Der Unterschied zwischen Vorwerk, Tupperware und Ada’s Avenue ist wohl, dass die Gründer damals ein paar Prototypen gebaut haben und ein überschaubares Budget investierten, dann an jeder verdammten Haustür geklingelt haben und ihre Produkte verkauft haben. Danach wurde dann evtl. mal finanziert als der Proof-of-concept bereits da war. Heute werden hunderttausende Euros für Design, Onlinemarketing, teures Büro in Mitte etc. pp. ausgegeben, bevor nur ein Euro Umsatz gemacht wurde. Sorry ihr Karrierebürschchen, so läuft das nicht.
    @allgemein: Presserummel sagt überhaupt nichts über den Unternehmenserfolg aus. Typisch Hipster, denken weil in ein paar Online-Blogs über sie geschrieben wird, wären sie jetzt “Unternehmer”. Sorry so läuft das nicht. Erst wird Business gemacht (UMSATZ + GEWINN!!) und dann kann ja auch mal die Presse drüber schreiben.



  15. Miguel

    @Geldschrank dem ist nichts mehr hinzuzufügen. WHU Wannabe Hipster University.



  16. @Geldschrank

    @Geldschrank: Doch einen Kommentar habe ich noch, zu der ansonsten perfekten Auflistung.
    Die WHU-Bürschchen halten den Rest der Welt für blöd. Gestalten ein Produkt, was weder sie selber noch ihre Freundinnen je nutzen würden – weil’s ja schließlich an “die Konsumentinnen” da draußen gerichtet (und denken dabei an 19-23 jährige unerfahrene Mädchen, die bei Schmuck und Basteln leuchtende Augen kriegen. Die Sorte liebes Mädchen halt, die auch bei ihren Start-Up-Gründerheldengeschichten vor Ehrfurcht im Boden versinkt, weil sie nichts davon versteht).



  17. jens

    Was ganz witzig ist das hier auf whu Buben rum gehackt wird, soweit mich nichts täuscht sind es ubrigens keine whuler .. Aber irgendjemand diese Dinger immer finanziert, fragt man sich doch vielleicht eher was das für deppen sind die in jede Witz Idee Geld rein werfen bzw diese Art von deutschem “Unternehmertum” fördern! Davon mal ganz abgesehen ist die Selbstständigkeit nunmal immer riskant und es kann ja nicht nur erfolgsgeschichten geben, bei einem der es schafft fahren 10 gegen die wand!

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