etventure brütet Ideen von Unternehmen aus – aber auch eigene Konzepte

Die Firmenschmiede etventure (www.etventure.com) ist schon seit rund zwei Jahren im Markt unterwegs, trotzdem aber noch nicht so bekannt wie andere – viel jüngere – Inkubatoren. Zeit dies zu ändern, denn das Konzept […]
etventure brütet Ideen von Unternehmen aus – aber auch eigene Konzepte

Die Firmenschmiede etventure (www.etventure.com) ist schon seit rund zwei Jahren im Markt unterwegs, trotzdem aber noch nicht so bekannt wie andere – viel jüngere – Inkubatoren. Zeit dies zu ändern, denn das Konzept von etventure ist spannend. Zumal sich das Konzept von Philipp Depiereux, Philipp Herrmann und Christian Lüdtke (Ex-Scoyo) deutlich von anderen bekannten Inkubatoren unterscheidet. Das Trio sieht seine Kernkompetenz darin, “innovative Geschäftsansätze im Online- und Mobile-Bereich zu identifizieren und durch strukturierte Produktentwicklung zu testen”. Dabei bauen sie zum einen Unternehmen in Eigenregie auf und zum anderen als Auftragsarbeiten für andere Unternehmen.

“Firmen fördern Innovationen oft auf Grundlage theoretischer oder Verbraucher-­Studien gestützter Annahmen“, sagt Lüdtke, der den Geschäftsbereich für Corporates bei etventure führt. “Wir hingegen entwickeln nutzerzentrierte Produktideen.” Bereits seit Mai dieses Jahres arbeitet etventure bzw. der Ableger etventure business ignition, der sich um das Thema Dienstleistung für Geschäftskunden kümmert, mit dem Verlag für die Deutsche Wirtschaft zusammen. Aus der Zusammenarbeit sind bisher die beiden Projekte Meine Firmenwebseite (www.meine-firmenwebseite.de) und Profiantwort (www.profiantwort.de) entstanden. Meine Firmenwebseite ist eine Plattform, die es kleinen und mittleren Unternehmen ermöglicht, ohne Vorkenntnisse und eine professionelle Webseite zu erstellen. Profiantwort wiederum eine Online-Plattform, die es Menschen ermöglicht, ihr spezifischen Fachwissen als Profi zu vermarkten. etventure will seine Kunden bei diesem Inkubator für Unternehmensideen rundherum versorgen – von “der Idee bis zum validierten Produkt”. Bei Bedarf hilft das Unternehmen auch beim Aufbau des Unternehmens. Gerade für diverse kleinere Medienhäuser und Großunternehmen könnte dieses Konzept spannend sein, denn erfahrungsgemäß liegen bei vielen Firmen viele gute Ideen in der Schublade. Denn Unternehmen fehlt aber meist das Wissen, diese kostengünstig und zeitnah umzusetzen.

Mehrere eigene Konzepte stehen bereit

Daneben werkelt das 25-köpfige etventure-Team, das in Berlin, Hamburg und München sitzt auch fleißig an eigenen Konzepten. In den Startlöchern stehen aktuell die Dienste 360report (www.360report.org), eine Plattform zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten, buypackaging (www.buypackaging.com), eine Plattform für Ausschreibungen von Verpackungsmaterialien, recoward (www.recoward.com) eine Couponing-Lösung für den stationären Einzelhandel, und contactinbox (www.contactinbox.com), ein Tool für das Management persönlicher Kontakte. Schon umgesetzt haben die etventure-Macher das Kundenbindungstool kundenapp (www.kundenapp.de) und das Feedbacktool 123rate (www.123rate.com). Mit diesem können Nutzer “schnell und einfach Feedback einholen”. Anwendungsbeispiele sind Reden und Präsentationen auf Veranstaltungen, Meetings im alltäglichen Berufsleben sowie professionelle Dienstleistungen.

Mit kundenapp haben Unternehmen die Möglichkeit, ihren Kunden ein Kundenbindungsprogramm in Form einer Stempel- und Kundenkarten-App anzubieten. “Ziel von kundenapp ist es, einen Mehrwert durch die Interaktion zwischen Unternehmen und Kunden zu schaffen“, sagt Hendrik Ette, Geschäftsführer von kundenapp. Auf ein vergleichbares Konzept setzt beispielsweise auch 10stamps (www.10stamps.de). Die digitale Stempelkarte soll bei kundenapp aber erst der Anfang sein: “Das digitale Kundenbindungsprogramm ist der erste Schritt zu weiteren Visionsthemen wie Feedback per Smartphone, Mobile Payment und anderen Interaktionen zwischen Kunden und POS.“ Wie dies funktionieren soll, zeigt das Element Direktnachrichten. Für 9 Cent pro Empfänger können Restaurants beispielsweise alle ihre Gäste über Sonderaktionen informieren.

Der Inkubator für eigene und fremde Ideen scheint somit gut aufgestellt zu sein. Und: Das Team steckt offenbar voller nützlicher Ideen. Im laufenden Jahr will das Unternehmen mit seinen vielen kleinen Ideen und dem Geschäftskundenbereich einen Umsatz in Höhe von 2,5 Millionen Euro erwirtschaften.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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