Mit Silp vom neuen Job gefunden werden

Anmelden, zurücklehnen und vom Traumjob gefunden werden. Das ist eine coole Vorstellung. Silp (www.silp.com) will es möglich machen. Die Facebook-Job-Plattform gleicht Stellenangebote auf Facebook mit Interessen von Facebook-Nutzern ab. Das Züricher Start-up ist […]
Mit Silp vom neuen Job gefunden werden

Anmelden, zurücklehnen und vom Traumjob gefunden werden. Das ist eine coole Vorstellung. Silp (www.silp.com) will es möglich machen. Die Facebook-Job-Plattform gleicht Stellenangebote auf Facebook mit Interessen von Facebook-Nutzern ab. Das Züricher Start-up ist Mitte August online gegangen und hat nach drei Wochen bereits 1.000.000 User, obwohl noch keine Jobs vermittelt werden. Ein Gründer von Silp ist Wuala-Gründer Dominik Grolimund. “Silp gleicht Jobs mit Interessen und dem sozialen Netzwerk ab, um die besten Jobangebote zu finden“, erklärt Grolimund. Dazu meldet sich der User mit seinem Facebook-Konto an. Silp importiert die beruflichen Daten und der User hat die Möglichkeit, weitere Fähigkeiten und Interessen anzugeben.

User melden sich mit Facebook-Konto an und Silp filtert Daten aus verlinkten Online-Profilen

Danach braucht der Nutzer nichts mehr tun. Silp filtert weitere User-Daten aus verlinkten Online-Profilen wie Twitter, Blogs, LinkedIn, GitHub u.a. und der User kann auf Jobangebote warten. Arbeitgeber können Stellenangebote schalten und mit Silp schauen, ob in ihrem erweiterten Netzwerk jemand auf eine Stelle passen könnte. Auch Freunde können sich gegenseitig Stellenangebote vorschlagen, sodass Jobs durch das Netzwerk wandern, bis sie zum passenden Kandidaten kommen. „Wir haben uns für Facebook entschieden, weil Jobempfehlungen nur gemacht werden, wenn Leute einem nahestehen. Wir glauben, dass echte Freunde eher auf Facebook als auf Xing zu finden sind“, erläutert Grolimund. Wenn ein passender Kandidat für einen Job gefunden wurde, wird der User per E-Mail informiert. Silp verspricht, dass durch ihren Matching-Algorithmus, Nutzer nur Jobangebote bekommen, die zu ihnen passen.

„Die Kerntechnologie von Silp bildet der Matching-Algorithmus, das ist der unsichtbare Teil von Silp in den wir bisher die meiste Arbeit gesteckt haben und auf den wir besonders stolz sind“, erzählt Grolimund. Die Idee zu Silp hatten Grolimund und die Mitgründer Jonas Kamber, Daniel Schlegel und Christian Felder im Dezember 2011. Die vier waren zum Brainstorming gemeinsam nach San Francisco gereist. Grolimund ist nicht nur Gründer sondern auch Investor: Er finanziert Silp mit dem Geld aus dem Verkauf von Wuala. Silp ist für User kostenlos. Arbeitgeber zahlen für die Dienstleistung; da ist noch nicht sicher, ob diese pro Vermittlung, pro Klick oder pro Jobanzeige zahlen sollen. Für Recruiter ist die Leistung noch in Bau; diese wird auf jeden Fall kostenpflichtig sein.

Für Arbeitgeber ist Silp noch nicht öffentlich verfügbar

Bisher sind vor allem Jobs aus der Technologie-Branche im Fokus. Aber Silp ist generisch und soll auf weitere Branchen ausgedehnt werden. Das Angebot für Arbeitgeber ist in einer Pilotphase im Test und noch nicht öffentlich verfügbar. Sobald die Tests erfolgreich verlaufen, wird mit der Jobvermittlung gestartet. Auch die Businessnetzwerke BranchOut (www.branchout.com) und BeKnown (www.beknown.com) setzen auf Facebook und die Jobvermittlung über Facebook-Freunde. Im Gegensatz zu Silp müssen sie vom Nutzer aktiv betrieben werden. Bei Silp muss sich der Nutzer nur anmelden und den Rest erledigt Silp. Das Schweizer Start-up hat einen spannenden Ansatz und scheint einen Nerv getroffen zu haben, wie die hohe User-Zahl zeigt. Einzig der Name Silp ist unglücklich gewählt: das Gehirn macht Unterwäsche daraus. Aber das kann auch eine prima Eselsbrücke sein, um sich den Namen Silp zu merken.

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  1. August

    Vielleicht ist es noch nicht zu jedem durchgedrungen, aber Silp ist seit April 2012 aktiv.

    Keine 1Mio User in 3 Wochen. Is Quatsch.

  2. Ich kenne die Branche zu gut, als dass ich “1 Millionen User in 3 Wochen” ernsthaft glauben kann. Schade, dass gute Ansätze dadurch nicht wirklich ernst genommen werden können. (Zumindest geht es mir so)



  3. Toto

    Das oft die Sachen einfach so übernommen werden aus irgendwelchen Pressemitteilungen, nur weil einer der Gründer “bekannt” sind, ist bekannt. Aber so einen Quatsch nicht einmal zu hinterfrage? Man man. Die Idee finde ich zwar nicht schlecht, aber 1 Mio user haben die niemals in so kurzer Zeit und haben die jetzt auch nicht.

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