“Die Neuregelung zum Anti-Angel-Gesetz ist dumm” – Christian Vollmann antwortet Ehssan Dariani

Lieber Ehssan, in Deinem offenen Brief zu unserer Initiative gegen die Änderung der Holdingbesteuerung zitierst Du mich gleich zweifach. Deswegen nehme ich mir die Zeit, Dir hiermit zu antworten. Ich finde es amüsant, […]

Lieber Ehssan,

in Deinem offenen Brief zu unserer Initiative gegen die Änderung der Holdingbesteuerung zitierst Du mich gleich zweifach. Deswegen nehme ich mir die Zeit, Dir hiermit zu antworten.

Ich finde es amüsant, wie Du uns „billigste Polemik“ attestierst, die Diskussion aber gleichzeitig selbst mit Verallgemeinerungen und Vorurteilen („Super Rich Kids“, „Erbe aus gemachtem Hause“, „BWLer aus Privatschulen“, „Bankkonto in der Schweiz“ etc.) auf eine rein polemische Ebene hebst. Selbst „bürgerkriegsähnliche Straßenschlachten“ werden hier bemüht um den ewigen Kampf „arm gegen reich“ zu beschwören. Unabhängig davon, ob diese schwarz-weiß Etiketten auf mich zutreffen oder nicht (die meisten tun es nicht): Deine Argumentation geht völlig am Kern der Thematik vorbei.

Lass mich kurz zusammenfassen:

Wir (Du, ich und alle anderen) zahlen als Investoren in dem Moment Steuern, in dem wir Gewinne aus unseren Holdings an uns als Privatpersonen ausschütten. Dies habe ich in der Vergangenheit getan und ich bin auch gerne bereit, es weiterhin zu tun. Ich weiß um meine soziale Verantwortung und will meinen Beitrag zu unserer Gesellschaft leisten.

Es geht hier gar nicht darum, weniger Steuern zu zahlen. Es geht hier um Gerechtigkeit. Der Gesetzgeber hat Regeln aufgestellt, nach denen Holdings besteuert werden. An diesen Regeln habe ich mich die letzten 10 Jahre orientiert und entsprechend investiert. Nun sollen diese Regeln de facto rückwirkend geändert werden. Das ist ungerecht. Außerdem sollen nur die kleinen Anteilseigner unter 10% betroffen sein, nicht die großen Investoren über 10%. Auch das ist ungerecht.

Ferner ist die Neuregelung schlichtweg dumm: der Staat hatte damals die Ausnahme in der Holdingbesteuerung extra eingeführt, um Re-Investitionen von Verkaufserlösen zu fördern. Der Staat lenkt effizient, in dem er die richtigen Anreize setzt. Der Anreiz hier: Wenn Du Gewinn aus dem Verkauf einer Firma machst, dann kauf Dir keinen „englischen Sportwagen“, sondern re-investiere das Geld. So entsteht ein Anreiz, den Gewinn nicht zu verkonsumieren, sondern in junge Firmen zu re-investieren. So entstehen Wachstum, Innovation und Jobs. Das ist die viel sinnvollere, weil effizientere und gerechtere Maßnahme als die von Dir geforderte Umverteilung.

Der derzeitige Entwurf der Neuregelung setzt die falschen Anreize und schadet damit dem Ökosystem der Neugründungen in Deutschland, nicht nur im Internetbereich.

Das sind die Fakten. Allerdings hege ich den Verdacht, dass Dich diese gar nicht wirklich interessieren, sondern dass Du die Thematik nutzt, um Dich als Gutmensch zu profilieren. Wenn Du ein solcher bist, dann beweise es uns!

Ich fordere Dich hiermit offiziell zum Duell heraus! Meine Herausforderung lautet wie folgt:

Wir beide spenden bis zum 31. August 2012 an Ashoka (germany.ashoka.org). Ashoka fördert Sozialunternehmer weltweit und ist somit die Schnittstelle aus sozialem Handeln und Unternehmertum. Außerdem hat es den netten Nebeneffekt, dass unsere Spenden bis 31. August von dem Google Gründer Sergej Brin verdoppelt werden: http://germany.ashoka.org/brin-wojcicki-stiftung-verdoppelt-spenden-ashoka

Am 01. September legen wir hier bei Deutsche Startups offen, wieviel jeder von uns gespendet hat. Wer weniger gespendet hat, hält fortan zum Thema „Gutmensch“ seinen Mund.

Das ist Deine Chance, Deinen Worten Taten folgen zu lassen! Nimmst Du die Herausforderung an?

Dein

Christian

Zum Thema
* Steuervergünstigungen für Business Angels sollen fallen: Die Gründerszene läuft Sturm
* “Ich zahle gerne mehr” – Ein offener Brief von Ehssan Dariani zum Anti-Angel-Gesetz

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.



  1. DB Vorstand

    Christian Vollmann ist also ein noch größerer Profilneurotiker als Ehssan Dariani. Das hätte man ja sonst nie erfahren!

  2. Hallo Christian,
    dein Duell finde interessant. Die Spenden sollten aber nicht an Ashoka gehen, sondern an eine Organisation mit dem niemand von euch in irgendeiner Beziehung ist.

    Zweitens ist nicht der absolute Höhe der Spende ausschlaggebend, sondern der Prozentuale Anteil am jeweiligen Gesamtvermögen von euch.



  3. Peter

    Mal gucken, mit welcher Ausrede der Ehssan jetzt kommt. Wahrscheinlich something like that: “Ashoka ist zwar ganz nett, aber xyz ist noch besser” oder ich spende privat schon genug und muss das nicht offenlegen…
    Aber mal ne nette Idee eines Battles :-)



  4. Nice

    Duell: Wer hat den Längsten ?! Geil!



  5. Lars

    So wenig ich etwas für Herrn Dariani übrig habe, so überflüssig finde ich diese öffentliche Zurschaustellung an dieser Stelle. Ließe sich auch anders regeln. Nur um Herrn Dariani eins auszuwischen, muss man sich nicht auf sein Niveau herablassen.

    Gruß von investorenfreier Front,
    Lars



  6. Sascha

    Gute Aktion, ich finde aber alle Spenden in dem Zeitraum sollten zählen, außer die an Sportwagenhersteller ;-)



  7. Björn

    Lieber Ehssan,

    lege dich bloß nicht mit so einem Hund von Kapitalisten an, der sein Vermögen damit gemacht hat mit ekelhaften Vehikeln wie ILove, Jamba etc. den Jugendlichen das Taschengeld aus der Tasche zu ziehen.

    Dann wäre doch wirklich alles verloren.
    Und sogar bei Spenden wieder an das eigene Netzwerk zuerst denken, damit wäre dann Christian total raus!
    Grüße, Björn

  8. Schönes Battle! Spendet doch mal für uns! :-) LG vom Freizeitcafe aus Bochum



  9. Panda

    Solch ein Duell ist absoluter Schwachsinn. Erst meint Christian, dass Ehssan am Thema vorbeiredet und kommt dann am Ende selbst mit einem “Battle” was die absolute Krönung der Unnötigkeit darstellt.

    Ehssan vertritt nun mal eine andere Perspektive. Was ist denn daran so schlimm zwei Meinungen zu haben? Sollen wir in unserem Leben gleich alles mit Geld klären? Ist es nicht falsch zu spenden, nur um einen anderem etwas zu beweisen?



  10. Commentator

    @ Christian: extrem peinlich diese Aktion. Wenn spenden, dann sollte das ehrlich gemeint sein, für einen sinnvollen Zweck und nicht ausgerechnet für deine Networking-Plattform.

  11. Jungs, wo ist Euer Sinn für Humor? Ein netter kleiner Battle für einen guten Zweck, was ist Euer Problem?

    Ashoka ist eine weltweit allgemein anerkannte wohltätige Institution. Natürlich wähle ich den “cause”, der mir am meisten am Herzen liegt, ist doch logisch. Schließlich ist es mein (bereits versteuertes) Geld, das ich spende.

    @Björn: die Welt ist schwarz-weiß. Hau drauf!



  12. webSimon

    Wäre super, wenn deutsche-startups.de den beiden Möchtegern-VIPs keine Plattform zur Selbstdarstellung bieten würde.

    Die tatsächlichen Argumente der beiden (Umverteilung vs. Investitionsförderung) ließen sich in einem Satz abhandeln. Null Tiefgang, nur ich, ich, ich.

    Super wäre es, wenn es statt den beiden Beiträgen eine gut recherchierte, möglichst objektive Einschätzung dazu gegeben hätte, was die Auswirkungen des Angel-Gesetztes auf Gründungen und Gesellschaft allgemein sind.

    So aber ist die einzige Erkenntnis, die ich gewinnen konnte, dass deutsche-startups.de eine tolle Egomaneninfoseite ist. Schwach.



  13. Robert Maier

    Hallo zusammen,

    auch ich war von Ehssans Artikel sehr irritiert, denn er ist einfach unsachlich. Ich selber bin langjähriger Sozialdemokrat und setzte mich für höhere Steuern ein, die mich unmittelbar selber belasten.

    Aber trotzdem sezte ich mich auch gegen dieses Steuergesetz ein, da es – wenn man es tatsächlich differenziert betrachtet – sehr viele Unzulänglichkeiten hat. Ehssan hat hier einfach populistisch und undifferenziert auf den Putz gehauen, was insbesondere deshalb schade ist, weil er ja kein dummer Kerl ist.

    Viele Grüße,
    Robert

  14. Also ob der Spendencontest jetzt sein muss, weiß ich nicht.

    Aber zur Steuerthematik hätte ich genau das Gleiche geschrieben. Sehr gut!



  15. En

    Echt peinliche… Spendenherausforderung um zu klären wer der Gutmensch ist? Größeren Mist habe ich schon lange nicht gelesen…
    Bald kommt die Werbung “Mein Haus, mein Auto, meine Spende”



  16. klaus haus

    ehsan hat kein geld .. wie soll er was spenden ? und die eier fehlen dem typen auch



  17. Michael

    Bald kommt die Werbung “Mein Haus, mein Auto, meine Spende”?

    Wieso das…

    Mein Lineal, mein Penis… reicht doch :) Beide lächerlich.

    Tägliche Dummschwätzerei .. und jetzt haben zwei die sowieso nicht mehr der Realität angehören noch ein Forum… unverständlich.



  18. Michael

    p.s. mir würde rein aus spaß Gründen ein Youtube Video Battle ala koolsavas vs. eko fresh gefallen.

    selbiges Niveau.



  19. Realistiker

    @Christian Vollmann:
    > “Es geht hier um Gerechtigkeit.”
    Als die Abgeltungssteuer verabschiedet wurde und die einjährige Haltefrist für steuerfreie Aktienverkäufe abgeschafft wurde, war das doch auch keine “Gerechtigkeit”. Aktien habe ich vorher auch unter anderen Voraussetzungen gekauft.
    Wenn in ein paar Jahren mal wieder Zwangshypotheken eingeführt werden, dann habe ich meine Immobilie auch unter anderen Voraussetzungen gekauft.
    Die Idee ist doch ganz klar: Deutschland muss die Einnahmeseite des Haushalts erhöhen um die Belastungen aus EFSF und ESM stemmen zu können. Da fängt man nun eben erstmal an, “oben” bei einer kleinen Gruppe zu kassieren.
    Die gehen nämlich nicht auf die Straße.
    Zuletzt an alle Millionäre: Euer Geldvermögen wird ohnehin im Crash untergehen ;)



  20. Oha

    Was ist denn aus dem guten alten Schwanzvergleich geworden? Oder wenigstens ein Pistolenduell?



  21. Marc Strigel

    Das mit dem Duell lasst’ mal bleiben – hat auch in früheren Zeiten nicht die Ursache des Problems gelöst…

    Jedoch hat meines Erachtens Christian völlig recht: es geht hier um das Setzen von Anreizstrukturen in der Wirtschaftspolitik. Ich verstehe nicht warum institutionelle Großinvestoren höhere Anreize bekommen sollen als Privatinvestoren, die oft auch mit einigem persönlichen Einsatz Start-ups aus den Startlöchern helfen.

    Das Verstecken hinter der EU-Regulierung ist dann noch die nicht wirklich rühmliche Spitze des ganzen Sache.



  22. Michael

    Ich möchte gerne nochmal auf das Battle zusprechen kommen.

    Das ist leider so ein Rich Kids gehabe. Geld spenden ist viel einfacher als seine “kostbare” Zeit … nach Profitgier zu opfern.

    Wenn ihr beide keine Profitgeier seid, sondern selbstherrliche “Gutmenschen” arbeitet doch am Wochenende in einer karikativen Einrichtung und wer am längsten durchhält hat den längeren “Atem” .

    Rich Kids spenden – wirklich gute Menschen handeln und spenden.

    Thats the point und nichts anderes.



  23. lok

    Der Beitrag von Ehssan war peinlich, aber das mit dem Spenden-Duell ist die Krönung der Peinlichkeit. Zudem eh alles die Samwer für den Christian zahlen. Peinlich, wirklich peinlich.

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  25. Krassna P.

    Sagt mal Deutsche Startups… könnt Ihr den Beiden mal bitte die Telefonnummer des Anderen mitteilen? Oder die Anschrift?

    Dann brauchen die hier auch keine offenen Briefe weiter veröffentlichen.

    Das ist höchst peinlich.



  26. Tellerwaescher

    Nicht die Höhe der Spenden sagt etwas über den Charakter eines Menschen aus, sondern die Tatsache, dass er den Begriff “Gutmensch” als Schimpfwort verwendet. Dies zeigt, dass er offensichtlich gerne ein Schlechtmensch ist, also ein Mensch, der seine eigene Profitgier über das Wohl der anderen stellt. Vereinzelte Spenden können da nur ein moralisches Feigenblatt sein und ein Indiz, dass vielleicht doch noch irgendwo ein Funken Gewissen vorhanden ist. Im Gegensatz zu Steuern werden Spenden freiwillig vergeben und zwar an Organisationen, die für “würdig” erachtet werden. Damit schwingt sich der Spender zum Entscheider auf, der durch seine Finanzkraft entscheiden kann, welche Bedürftigen (z.B. Kinder, Senioren, Kranke, Tiere) es verdient haben, ein besseres Leben zu führen. Tatsächlich muss jedoch die notwendige Umverteilung nicht nach Würdigkeitskriterien erfolgen, sondern rein nach Bedürftigkeit. Und es kann nicht sein, dass einzelen durch angebliche Leistungen ungeheure Vermögen anhäufen, während andere, die häufig genau so viel arbeiten, am Rande des Existenzminimus dahin vegetieren müssen. Aber Schlechtmenschen finden derartige Verhältnisse natürlich nicht schlecht!



  27. Marvin Stempinski

    Ich habe schon ja beim letzten Post geschrieben das Ehsann Pleite ist und Harz 4 bezieht. Dieser Bart look is so wie Betteln und Pfandflaschen sammeln am Tag und am Abend mein altes Polo Hemd mit dem Gruschel Stecker tragen.
    Die Logik ist einfach Ich rede so höhnisch als ob ich so viel Kohle habe das ich nicht verstehe warum Ihr ihnen auch den Armen keinen Kuchen schenkt. Weil ich wie Marie Anoinette klinge wird garantiert nicht nach Fragen ob ich Geld habe oder es vertusche. Wäre Peinlich wenn jemand wusste dass meine Millionen weg sind wie die Studivz user. Jeder Rational handele Wirtschaftsmensch wird nicht viel von der Angel Regel halten die jetzt vorgeschlagen werden und die Arguemente von Christian sind richtig und deswegen ist alles Suspekt von Ehsann. Ich denke wir wollen alle Wissen wo die ganzen Studivz Millionen sind sonst würdest du so ein Kram nicht schreiben. Ich würde den Deal so machen. Christian 1 million, Du 1 Million, und wenn du es echt einzahlst dann gibt dir die community dann Geld zurück und es ist ne Spende von uns. Gruschel deinen Bart.



  28. Markus

    Ich schließe mich “WebSimon” an, die Kritik geht an deutsche-startups.de, an Yvonne Ortmann und Alexander Hüsing.

    Bitte nehmt eure Verantwortung als eine der zentralen Startup-Newsportale ernst. Ehssans “Aufsatz” war informationsarme Selbstdarstellung (Oh, welch ein Vokabular, Ehssan!!!). Christians Spendenbattle zeigt mir entweder: 1- dass Geld orientierungslos macht, oder 2- dass die “Ikonen” der deutschen Startup Szenen menschliche Nieten sind.

    Klare Bitte an Hernn Hülsing: Bitte auf recherchierte, redaktionelle Inhalte Wert legen.



  29. Ingmar

    Ein Duell ist wohl der falsche Begriff. Das Vorhaben und der verfolgte Zweck wohl eher nobel. Es wäre schön wenn sich noch Andere davon begeistern lassen und sich bei den Spenden anstatt der unnötig geführten Diskussion beteiligen. Respekt zu diesem öffentlichen Auftritt und Statement.



  30. Patrick

    Deutsche Startups – das Klatschmagazin für die Internetkids von heute

    Es ist so billig, dass DS diesem Unsinn eine Plattform bietet. Ferner ist es sowas von extram peinlich hier einen auf dicke Hose zu machen, indem man zeigt, wer mehr spendet. Tragt eure Kindereien bitte auf dem Spielplatz aus, denn dort gehört ihr – Ehssan und Christian – nämlich hin. Jeder kann seine Meinung zu dem Thema haben. Deshalb muss man noch lange keinen öffentlich zum sog. “Battle” (Wannabe Gangster?!) fordern. Die Kommentare einiger Leute hier, die daraus noch persönliche Angriffe gegen die eine oder andere Person starten, sind größtenteils genau so peinlich und überflüssig. Marvin Stempinskilinksi & Co: Lernt erst mal Rechtschreibung bevor ihr im Internet zu jedem Zeug euren dümmlichen Senf abgebt. Absolut niveaulos.

    PS: Vom Bart auf den Kontostand zu schließen ist in etwa so intelligent wie mit der Nasenlänge einen Schwanzvergleich herzustellen.

    PSS: Intelligenz lässt sich zum Glück (noch) nicht mit Geld kaufen! Schönen Abend in die Kindergartenrunde.



  31. Patrick

    @Tellerwaescher:

    Dein Name ist Programm, denn Du hast wirklich keine Ahnung vom Begriff “Gutmensch”. Selten so eine krude Argumentation gelesen. Der Begriff “Gutmensch” ist im allgemeinen Sprachgebrauch negativ konnotiert – das ist allgemein bekannt. Nicht alle, die keine “Gutmenschen” sind, sind damit automatisch wie von dir bezeichnet “Schlechtmenschen” – zumal es diesen Begriff gar nicht gibt.

    Nur weil Menschen wie du keine Ahnung von bestimmten Dingen haben, heißt das nicht, dass du dein Unwissen im Netz verbreiten musst.

    Armes Deutschland

  32. Köstlich! :-)

    Und ich sag immer noch 1:0 für Christian. Social Duell!



  33. Frank

    Einfach nur ultrapeinlich… beide. Komplett die Bodenhaftung verloren. Dariani und Vollmann sind zwei bemitleidenswerte Kreaturen mit ausgeprägtem Selbstwertkomplex.



  34. Goldmund

    Peinlich, peinlich. Was genau charakterisiert nochmal Narzismus? Zu viel Geld scheint den Blick für das Wesentliche zu trüben. Wird sich irgendwann mit 40-50 Jahren rächen… Ohne Ehsann zu kennen vermute ich, dass er im Gegensatz dazu schon ein bisschen nachdenkt. Vermutlich hat er seinen Auslöser dafür irgendwo gefunden. Früher ist besser für das Glück im Alter.
    @Marvin Stempinski: Irgend ein Neid oder versteckter Groll in dir gegen Ehsann? Hat er dich mal geärgert?



  35. Oli

    Ich kann Christian irgendwie verstehen. Hat er doch auch Pech mit seinen 9 Prozent, da geht nun viel weg und er bleibt wieder nur n kleiner undmit den Big Boys kann er sich nicht messen.. Da find ich die Idee mit dem guten alten Schwanz Vergleich in der Tat in diesem Fall den richtigeren Weg. Hauen wuerde aber auch gehen. Ich schaetze beide etwa gleich stark ein (von der groesse her) allerdings wird esshan die schnellere gerade haben, da er heimlich Hilfsmittel konsumieren wird.

    Es bleibt spannend. Let’s go Guys!



  36. Martin
  37. Als Sozialunternehmerin kenne ich ashoka und sportliche Herausforderungen find ich klasse. Was mir hier an der Challenge missfällt, ist die Idee, durch Geld Spenden Gutmenschentum zu demonstrieren. Soziales Unternehmertum ist geprägt von sozialunternehmerischen Handeln und dem Finden und Bereitstellen von Lösungen, die gesellschaftliche Probleme nachhaltig positiv durch unternehmerisches Handeln verändern. Wer am meisten spendet, ist noch lange kein Gutmensch.



  38. Tellerwaescher

    Es ist erstaunlich, dass die von Herrn Dariani entfachte Diskussion als unpassend für diese Seite gesehen wird. Denn eigentlich sollten doch Reflektionen auf der Meta-Ebene stets als interessant und spannende empfunden werden. So wurde z.B. jedoch noch gar nicht diskutiert, ob die These, dass Busniess Angels keine Engel sind, richtig ist. Sie erscheint auf jeden Fall ehrlich und entlarvt die Bezeichnung als Euphemismus. Offensichtlich haben jedoch viele Gründer keine Lust, über ihr eigenes Verhalten und ihre Einstellung zur Gesellschaft nachzudenken. Da weiss man nicht, was schlimmer ist: ein überzeugter Anhänger von Ayn Rand oder ein ignoranter Bwler, dem eigentlich alles – bis auf den eigenen Kontostand – egal ist.



  39. Toto

    Da ist man einen Tag nicht da und dann sowas. Was ist das denn für ein Kindergarten hier? Wer ist dieser Vollmann überhaupt? Viel interessanter wären der Meinung “echter” Business Angels, die in Deutschland auch etwas zu melden haben, Stephan Glänzer, Thobias Kollmann oder Gadowski (wenns sein muss ^^), vielleicht kommt dann auch ein bischen mehr Gehalt in die Diskussion und nicht so ein gegenseitiges “Schippe in Sandkasten klauen”.



  40. Marcel

    Ehssans Artikel war emotionaler, Christians ist sachlicher. So richtig zum Punkt des Themas kommen beide nicht. Steht also aus meiner Sicht 1:1. Und weitere Infos von den Jungs brauche ich nicht. Ich lese lieber auf anderen Webseite als DS vernünftig recherchierte und objektiv zusammengestellte Fakten.

    Die Kommentatoren hier wie Marvin Kempinski, bei denen man jeden Satz vor lauter Rechtschreib- und Grammatikfehler zweimal lesen muss, sind nochmal weit unterhalb des schon sehr tiefen Niveaus dieses “Gutmensch-Battle”.

    Na ja, und zum Thema “Schwanzvergleich mit Spendensumme” braucht man eh nix sagen, selten so etwas Dämliches gelesen.

  41. Pingback: Kurz vor 9: Neckermann, Groupon, Spreadshirt, Business Angel, DaWanda, Zalando, Xing, Amazon | etailment



  42. Dani

    Keinen dieser beiden Nulpen möchte ich jemals als Gesellschafter haben!!!! Echt krass!!!

  43. finde das alles sehr amüsant. erinnert mich irgendwie an eine Forendiskussion. Wundere mich aber, warum DS so etwas unterstützt.

  44. Unglaublich was für ein selbstgerechter Hass (gewagte Hypothese: aus Neid?) hier offensichtlich wird. Hätten zwei weniger erfolgreiche Gründer geschrieben ständen hier vermutlich 80% weniger anonyme Schmähkommentare. Ich habe eine hohe Achtung vor Beiden: Christian und Ehssan und vor jedem ernst gemeinten politischen Engagement. Dafür Danke!

  45. Die meisten der anonymen Kommentatoren, die sich nicht trauen, öffentlich zu Ihrer Meinung zu stehen mit Ihrem vollen Namen, haben anscheinend meinen Brief nicht gelesen oder nicht verstanden.

    1) Ich habe mich nirgendwo als „Gutmensch“ bezeichnet. Ich sage lediglich, dass ich mir der sozialen Verantwortung bewusst bin und meine Steuern in Deutschland gerne bezahle. Im Gegensatz zu vielen anderen Feiglingen in diesem Land, die ihr Geld in die Schweiz und sonst wohin schaffen und sich damit genau um diese Verantwortung drücken. Dabei muss es jedoch gerecht zugehen, sonst spielt der Staat genau diesen Leuten in die Hände und liefert ihnen auch noch eine Rechtfertigung für ihr asoziales Verhalten.

    2) Ehssan hat die von uns sachlich geführte Diskussion mißbraucht für eine polemische Klassenkampf-Diskussion inklusive Selbstdarstellung als Robin Hood. Beides lenkt total vom Thema ab und gehört hier nicht hin.

    3) Ich fordere Ehssan mit einem Augenzwinkern dazu auf, seinen Plätitüden doch einfach mal Taten folgen zu lassen. Die Form des „Duells“ ist bewusst gewählt, um ihn bei der Ehre zu packen und ihn aus der Reserve zu locken. Außerdem macht es das ganze spannender. Ashoka ist gewählt, weil die dort einen tollen Job machen und weil derzeit alle Spenden von der Brin Stiftung verdoppelt werden. Meinetwegen spendet Ehssan an eine wohltätige Einrichtung seiner Wahl, völlig egal. Hauptsache er zeigt mal Flagge. Ehssan: put your wallet where your mouth is!

    Ein inhaltliches Feedback zum Gesetzentwurf, das ich gestern erhalten habe, wollte ich noch mit Euch teilen: Da im Entwurf ausschlaggebend ist, wieviel Prozent ein Investor zum Zeitpunkt des Exits hält, ist das Gesetz in der Form ein „Finanzierungsrunden-Verhinderungs-Gesetz“: Investoren, die ursprünglich über 10% liegen und durch eine neue Runde unter 10% verwässert würden, werden sich gegen diese Runde sperren, weil sie danach steuerlich deutlich schlechter gestellt wären. Die Gründer werden sich freuen…

    Seht ihr nicht, dass dieser Entwurf unausgegoren und innovationsfeindlich ist? Die Investoren sind die direkt Betroffenen, aber die StartUps und Gründer da draußen sind indirekt genauso betroffen. Von wem bekommen sie denn das Wagniskapital?



  46. szene

    Die Community spendet an eine vorher bestimmte Institution. Die beiden Matchen das nach X Tagen.

    Dann braucht hier keiner (!) rumsülzen und es passiert was.

    lg



  47. Tellerwaescher

    Als gutmenschlicher Tellerwäscher mag ich vielleicht ahnungslos erscheinen, aber trotzdem sollte einmal folgende Struktur überlegt werden: Anstatt einer doppelstöckigen Investitionsstruktur wird eben eine dreistufige Struktur gewählt. Zwischen der Gründer-GmbH und dem Start-Up wird ein Zwischenholding des Gründerteam geschaltet, in der die Anteile des Gründerteams gebündelt sind. Gesellschafter der Zwischenholding sind die einzelnen Gründer GmbHs. Bei notwendigen Kapitalerhöhungen des Start-Ups kann über eine Gesellschaftervereinbarung geregelt werden, dass entsprechende Kapitalerhöhungen der Zwischenholding durchgeführt werden, wobei je nachdem eine Pflicht besteht, um die Anteilsverhältnisse zu wahren, oder eben keine Pflicht, mit einer Verwässerung des Anteils der Gründer-GmbH, die die Kapitalerhöhung nicht mitmacht. Beim Verkauf werden dann die Anteile der Zwischenholding verkauft (das erspart auch Pooling-Vereinbarungen), an der im Optimalsfalle jede Gründer-GmbH noch mit über 10 % beteiligt ist. Das ganze ist nicht allzu missbräuchlich, da man mit einer Interessenbündelung auf Seiten der Gründer argumentieren könnte.

    Nichts desto trotz sind die meisten Gründer raffgierige und verantwortungslose Geier und Umverteilung ist trotzdem notwendig;-)

  48. Alle finden die Diskussion anscheinend peinlich, aber wenn ich mir die Anzahl der Kommentare anschaue, hat ganz Startup-Land die Artikel gelesen ???

    Ich find’s herrlich amüsant. Und es steht für mich immer noch 1:0 für Ehssan.

    Mehr davon! So komme ich bestimmt nicht zum Arbeiten :-)

  49. @Christian Vollmann
    nur weil es ein emotionales Thema ist, muss hier nicht gleich Polemik entstehen, da hast Du völlig Recht.

    Aus einer gewissen Aussensicht ist Ehssans Antwort dennoch reichlich erfrischend und zumindest DAS dürfen selbsternannte Gutmensch-Engel ruhig mal etwas näher an sich ran lassen, denn nur so hört ihr es.

    Uns ist doch allen klar, dass Taschegeld aus der Tasche ziehen, falsche Datingmails senden und auch VZ-Gruppen schlussendlich nicht von allen moralisch gleich bewertet werden können, also sagen wir jeder unsere Meinung und dann ist auch gut, das hat hier aber nix zu suchen.

    Das vielmehr Interessante ist, dass die große Gruppe der “Engel” es tatsächlich als ein Problem ansieht, dem Staat noch mehr Geld zu geben (wie übrigens fast alle anderen Bürger auch), nur hat diese Gruppe extrem mehr davon (Geld) + sieht sich selbsternannt engelsgleich.

    UND GENAU DAS PASST NICHT ZUSAMMEN !

    – Insofern ist das Gesetz (die Änderung) natürlich Mist und ungerecht,
    – Insofern ist Eure engelsgleiche Darstellung natürlich Mist und zumindest trügerisch,
    – Insofern darf zumindest von einem Teil dieser Engel erwartet werden, dass sie diese Schieflage in der Öffentlichkeit gerade rücken und zukünftig anders handeln

    Oder ?

    vG
    Dirk



  50. Kajan

    Beide nutzen ein zentrales Thema aus, um sich und ihr Vermögen in den Mittelpunkt zu stellen. Eine Spende muss nicht offen gelegt und “beklatscht” werden. Eine Spende ist kein Wettkampf.



  51. abc

    mimimi…so ein rumgeheule…

    Habt ihr nichts besseres zu tun als öffentliche Medien mit eurem Mist vollzuspammen?

  52. Wenn ihr beide keine Profitgeier seid, sondern selbstherrliche “Gutmenschen” arbeitet doch am Wochenende in einer karikativen Einrichtung und wer am längsten durchhält hat den längeren “Atem” .

    +1

  53. Lieber Christian, lieber Ehssan,

    Machen wir es kurz: Hier haben wir für Euch beide ein Spendenduell angelegt, da könnt ihr das Ganze hier sichtbar auf Deutsche-Startups austragen:

    http://tinyurl.com/Altruja-Spendenduell

    Was meint ihr? Wer ist dabei?



  54. RAH

    @nicolas reis :-(

    Formular Fehler

    Diese Spendenseite kann noch keine Spenden empfangen.



  55. Sven

    ” Diese Spendenseite kann noch keine Spenden empfangen.”

    Ich wollte als toller Business-Angel BEIDEN 5 euro Spenden als Startkapital! ;)

  56. Hi Sven,
    Da hast du natürlich Recht!
    Die beiden müssen sich ja erst äußern, ob Sie das so machen wollen! :)

    Dann geht es sofort live.

    Gruß

    Nico



  57. hans

    Oh Gott. Und jetzt kommen auch noch die selbst ernannten Altruisten mit ihren alternativen (sicher tooootal gemeinnützigen) Spenden-Platform, um ein bisschen Traffic abzugreifen. Peinlich @Nicolas. Und wenn ich mir das Portfolio von Christian so anschaue, dann ist da genau KEINE EINZIGE Firma dabei, die den Wirtschaftsstandort Deutschland irgendwie weiter bringt. Die über Jahrzehnte aufgebaute Infrastruktur vom ach so schlecht verwaltenden Staat wird aber gerne abgegriffen. Dumm, dass Du bei keiner einzigen deiner Beteiligungen mehr als 10% hältst, Christian. Haha.



  58. Sven

    @hans

    Es ist ein wenig peinlich jemanden deswegen anzugreifen weil er “nur” 10% hält.

    Wir sind uns aber einig das keiner seiner Unternehmen wirklich wichtig für den Standort Deutschland ist, das trifft aber auf 99% der Startups zu wenn man sie nur vertikal betrachtet.

  59. @hans Willst Du uns Deinen vollen Namen verraten? Mich würde nämlich interessieren, wer sich anmaßt im Alleingang und aus der Entfernung zu beurteilen, welche Firmen den “Wirtschaftsstandort Deutschland weiter bringen” und welche nicht.

    Ich halte tatsächlich an keiner meiner Beteiligungen mehr als 10%. Damit bringst Du es auf den Punkt: Das war nämlich bisher auch nicht nötig. Das soll jetzt de facto rückwirkend geändert werden. Und zwar auf eine willkürlich gewählte Schwelle. Warum nicht 5%? Warum nicht 20%? Warum nicht 3,574848%?

    Besser als Du hätte man es nicht auf den Punkt bringen können. Danke!

    P.S. Dein “Haha” am Ende verrät Deine wahren Beweggründe: Neid, Mißgunst, Schadenfreude.



  60. Nico

    Mein Gott ist das kindisch….

    Ich bin zwar (leider?) nicht in der Situation über 6 und 7-stellige Beträge auf meinem Konto zu fachsimpeln, aber das scheint auch gut so zu sein.

    Baut Firmen auf, schafft Arbeitsplätze, spendet Geld soviel Ihr wollt – aber lasst uns damit einfach in Ruhe, danke.

  61. @Hans: Da stimme ich Christian zu, anonym als Troll zu posten ist nicht wirklich mutig. :(

    Insgesamt, finde ich es schade, dass dieses Thema uns alle so entzweit, da wir doch, sofern wir Gründer sind, doch zumindest ähnliche Ziele haben sollten. Auch wenn man sich über den Weg dahin streiten mag (und sollte), wäre es doch schön, wenn ein gewisser Respekt erhalten bleibt.



  62. Zonen-Gaby

    In Wahrheit handelt es sich hier um eine Steuererleichterung, die (ohnehin nur in einem Teilbereich) zurückgenommen werden soll. Außerdem betrifft sie ohnehin nur entnommene Gewinne. Wer den Exiterlös reinvestiert zahlt doch ohnehin keine Steuern. Erzählt mal Arbeitnehmern, dass ihr für Eure Beteiligungserlöse privat nur 25% Steuern zahlt und fragt sie was sie davon halten.
    Hier sollten mal paar Kids erwachsen werden statt Lobbying für eine ohnehin vom Schicksal geküsste Branche zu spielen und sich gleichzeitig für die ganz großen Durchblicker zu halten.



  63. Sascha

    - Natürlich führt die Gesetzesänderung zu einer Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen für StartUps. Das Geld das an den Staat geht kann halt nich reinvestiert werden.
    – Unter gewissen, für BA aber typsichen Umständen, kann die neue Besteuerung zu einer Substanzbesteuerung führen.



  64. Stefan

    Also, ich finde Christian hat völlig recht, in allen Punkten!

    Der Ehssan ist das beste Beispiel dafür, das Geld nicht vor Dummheit schützt.

    Mit seinen Äußerungen hat er sich disqualifiziert.

    Jus my 2 cent..

  65. Da mich das eigentliche Thema, um das es hier geht, auch betrifft, hier ein bisschen Food-4-Thought:

    – Bislang waren bei inländischen Holdings auf bezogene Dividenden nur 5 Prozent (aus der Schachtelstrafe) mit Körperschafts- und Gewerbesteuer zu versteuern. Während privat verbuchte Kapitalgewinne (Aktien, Ausschüttungen etc.) mit 25 Prozent Abgeltungssteuer zzgl. Soli besteuert werden, zahlten Holdinggesellschafter auf ihre Ausschüttung so effektiv nur max 1,5 % Steuern. Als Alleinggesellschafter einer Holding gibt einem das natürlich viel finanziellen Spielraum – für neue Investitionen aber auch für “englische Sportwagen”, die einem die Holding finanziert.

    – Es ist schon bemerkenswert, dass der deutsche Staat dieses Steuerprivileg voll nur deutschen KapG zubilligte, von solchen aus dem Ausland hierfür aber den Nachweis einer 10-Prozent-Beteiligung fordert.

    – die Bundesratsinitiative kommt jetzt ja auch nicht aus dem Nichts, sondern nach einem EuGH-Urteil, das hier ganz klar (und zu Recht) eine unzulässige Diskriminierung von KapG aus der EU feststellte.

    – Die in Zukunft nun auch für inländische Investoren geltende “Privilegierungshürde” von 10 Prozent soll im Endeffekt nur solchen Investoren einen Steuervorteil zugestehen, deren Beteiligungshöhe ein (persönliches und damit steuerliches) Näheverhältnis zum operativen Geschäft erkennen lässt.

    – Jede Steuerpriviligierung braucht einen “guten Grund” (sonst Kollision mit GG). Daran mangelte es mA der bisherigen Regelung ganz massiv. Eine Förderung (= steuerliche Subventionierung) von Re-Investitionen ist aber gerade kein verfassungskonformer guter Grund, ein Näheverhältnis zur Beteiligung aber anerkannterweise schon. Daher ist es vom Gesetzgeber nur konsequent, die 10-Prozent-Schranke künftig auch auf inländische Holdings anzuwenden, anstatt – das wäre die Alternative gewesen – ausländischen Holdings ebenfalls den Steuervorteil zu gewähren.

    – Ähnliche Priviligierungshürden (die ebenfalls auf die Beteiligungshöhe abstellen) gibt es für natürliche Personen im deutschen Steuerrecht bereits. Z.B. beim Wahlrecht zwischen Abgeltungssteuer und Teileinkünfteverfahren (hier ab 25 Prozent-Beteiligung oder ab 1 % bei personengleicher Geschäftsführung/Vorstandstätigkeit).

    – Sicher sollte der Gesetzgeber überlegen, auch bei Holdungs eine 1 %-Grenze für den Steuervorteil ausreichen zu lassen, wenn der Allein- oder Mehrheitsgesellschafter der Holding zeitgleich als geschäftsführendes Organ der Beteiligung fungiert.

    – Wirkliche Nachteile werden im Regelfall wohl nur Holdings von Alleingesellschaftern erfahren, die darin großes steuerliches Optmimierungspotenzial für ihre letztlich privaten Anlagen erkannten. Bleibt nur eins: sich bei einem Investment mit anderen “Engeln” zu einer Holding zusammenschließen. Bei gegenseitiger Kontrolle in der GV gerät man jedenfalls nicht in Verdacht, über eigentlich private Steuerfälle in eine Holding auszulagern und die 10 Prozent sollten gemeinsam auch zu stemmen sein.

    – Zur Frage der Rückwirkung: Die Bundesratsinitiative schlägt mW eine Anwendung auf das noch nicht abschlossene Steuerjahr 2012 vor. Das ist im Einzelfall eines bereits in diesem Jahr vollzogenen Exit sicher ärgerlich, aber steuerrechtlich absolut zulässig.

    Cheers, Dennis

  66. @Zonen-Gaby Es geht eben NICHT um entnommene Gewinne. Darauf haben wir schon immer Steuern gezahlt und das bleibt auch so. Es soll jetzt eben genau die Re-investition besteuert werden. Genau darum geht es doch.

    Hier hat es jemand verstanden:

    http://www.theeuropean.de/alexander-goerlach/11993-steuerfreiheit-von-veraeusserungsgewinnen

  67. wir haben einen sachlichen Artikel bei DS veröffentlicht zu dem Thema. Daraufhin hat Ehssan die Diskussion auf eine polemische “Die bösen Reichen wollen keine Steuern zahlen” Ebene gehoben und mit uns mit Vorurteilen überzogen (Rich Kids, Erben aus gemachtem Hause etc.). In der Politik nennt man das Populismus. Dafür kritisiere ich ihn.

    Ich kenne Ehssan persönlich. Es geht mir nicht darum, ihn bloßzustellen. Ich sage: Er möge bitte die sachliche Diskussion nicht vernebeln mit Robin-Hood Rauchbomben.

    Mit “Du, ich…” wollte ich zeigen, dass wir beide (Ehssan und ich) Unternehmer und Investoren sind, die von der Regelung betroffen sind.



  68. Kunze

    Ich bin feste davon überzeugt, dass Herr Vollmann aus reiner Raffgier dieses Thema als Leader so extrem ausbaut. Es ist doch eher unwahrscheinlich, dass, ein Mensch, der die übelsten Geschäftsmodelle jahrelang mit anderen Leuten vorangetrieben hat, die für die Mitbürger ohnehin nutzlos sind, dann auf Sozial und Gutmensch macht. Tut mir Leid, das ist lächerlich.

    Einen schönen Abend.

  69. @ Dennis Dahlenburg
    1) Das Ergebnis bleibt das gleiche: Der Anreiz, Veräußerungserlöse zu re-investieren, sinkt. Das ist das falsche politische Signal.

    2) Man könnte aus ungerecht ganz einfach gerecht machen, in dem man das Gesetz ab heute in Kraft setzt für alle Neuinvestitionen ab heute. Und nicht auf den Exitzeitpunkt abstellt. Außerdem für alle Investoren, unabhängig davon, wieviele Anteile sie haben. Darüber würde ich mich dann noch nicht einmal beschweren und brav mehr Steuern zahlen als bisher.



  70. Marvin Stempinski

    at Goldmund Nur weil ich im Solarium einen 400 euro Job habe heisst es nicht dass ich nicht schreiben kann. Ehsann und ich haben früher auf dicke Hose gemacht weil wir uns aus dem Solarium damals kannten. Ich habe ihm erzahlt das es mega Geil wäre Facebook zu clonen und das hat er mir gestohlen und ist Reich geworden. Das mit den Gruscheln hat er von mir auch gestohlen weil ich immer den Mädels im Felix gesagt habe ” Willst mir eine Gruscheln ” also Ja , ich bin Neidisch dass er mal Geld hatte und Ich das Opfer bin. Ihr seit ja alles nur Bonzen, Rechtschreibfehler wtf ?! Wichtiger ist es ans Licht kommt wer wirklich das Gruscheln erfunden hat.



  71. Tim

    Ich finde hier kaum sachlichen Argumente, die die Substanz von Christians Artikel angreifen. Es wird hier zu überwiegend emotional diskutiert, was bei so einem wichtigen Thema echt schade ist! Ob das “Duell” notwendig ist, sei mal dahin gestellt, aber ich bin sicher, dass es mit einem zwinkernden Auge gemeint war.
    Christian hat zuvor mehrere sachlich fundierte Argumente vorgetragen, die weit über ein “ich bin sozial und möchte Steuern zahlen” hinaus gehen. Ist doch gut, wenn dies Teil einer Diskussion ist. Bisher hat es nur Dennis D geschafft, gute Gegenargumente zu finden.
    Dennoch ist es nicht fair, rückwirkend die “Spielregen” zu ändern. Zurückblickend hätten sich so nämlich viele Leute schlicht anders verhalten. EuGH hin oder her, Übergangsphasen wären nicht außerhalb des rechtlich machbaren gewesen.
    Die von Dennis angesprochenen “Sportwagen” sind auch kein Problem der 10%-Schwelle, sondern das Resultat von Steuergesetzen und überall in der Wirtschaft so anzutreffen. Das Argument ist berechtigt, hier aber fehl am Platz.
    Auch die neue Beteiligungsregel soll dazu dienen, dass Erlösgewinne re-investiert werden. Wieso da eine operative Nähe notwendig ist, hat hier aber niemand verstanden, oder? Ich finde diese Hürde ist rein künstlich. Ein Unternehmer mit 1% Beteiligung sollte ebenso einen Anreiz haben zu re-investieren wie der 10% Shareholder an seiner Seite…



  72. hans

    @Sven: Ich greife niemanden an, weil er “nur” weniger als 10% bei allen seinen Beteiligungen hält. Es entbehrt aber nicht einer gewissen Ironie, dass der Verfechter der bisherigen Regelung bei ALLEN seinen Investments genau diese Hürde nicht nimmt. Finde ich lustig.

    @Christian: Ich wüsste nicht, warum ich verpflichtet wäre, dir meinen vollen Namen zu nennen. Wenn ich mir aber deine bisherigen interessanten “Geschäftsmodelle” so anschaue, verstehe ich nicht, welchen Mehrwert diese für den Wirtschaftsstandort Deutschland haben. Schauen wir uns doch deine Beteiligungen mal an:

    eDarling: Eine Datingplattform. WOW!

    BetterDate: Eine Datingplattform. WOW!

    MySportBrands: Ein Schnäppchenjägerportal. WOW!

    JoinR : Die gibt es immer noch? Nö – stimmt ja gar nicht. War das nicht auch einer der deutschen Myspace-Klone?

    Nu3: Nahrungsmittelzusätze. GREAT!

    Tuningsuche: Eine Auto-Tuning-Platform. Wird wahrscheinlich das nächste Google.

    Friendsurance: Versicherungen. Wenn ich mir deinen Lebenslauf mit Abo-Modellen so anschaue, ist da 100%ig ein Haken dran.

    Yachtico: Ein Lieferheld für Bootsvermieter, der schön Provisionen abgreift. Langsam habe ich keine Lust mehr, so innovativ wie das hier ist. Da kommen ja noch 15 Beteiligungen. Auf die nächste gehe ich noch ein.

    Kissnofrog: Eine Datingplattform. WOW!

    Du kannst mir sicher erklären, was diese Firmen für Deutschland bringen?

    Du hast natürlich ein bisschen recht, dass die Schwelle von 10% willkürlich gesetzt ist. Dennis hat ja aber schon in Ansätzen erklärt, wie es zu dieser Schwelle kommt. Mir wäre es auch lieber, wenn alle gleich stark besteuert würden, aber die Argumentation dahinter kann ich durchaus verstehen. In normalen Firmen hat nämlich der Gründer mehr als 10% und nicht der Investor. (Sorry – als Samwer-Jünger kennst du diese Art von Firmen ja sicher nicht). Aber du hast recht. Nachdem die Novelle für Leute wie dich durch ist, sollte auch dieses Steuerloch gestopft werden.

    “Dein “Haha” am Ende verrät Deine wahren Beweggründe: Neid, Mißgunst, Schadenfreude.”
    Falsch. Das habe ich schon oben erklärt. Neid spielt hier sicher keine Rolle. Mit Mißgunst und Schadenfreude könntest du aber recht haben. Ganz ehrlich ist meine Meinung sogar die, dass Leute wie du dem Wirtschaftsstandort Deutschland Schaden zufügen, und nicht nur dem Wirtschaftsstandort. Ich glaube sogar, dass Leute wie du für unsere komplette Gesellschaft schlecht sind. Bei allen deinen Geschäftsmodellen geht es eben nicht um Innovation, sondern um innovationsfeindliche und arbeitplatzneutrale Umverteilung. Und ich denke, dass das Geld, dass du ja so gerne “investieren” willst (wahrscheinlich so wie die Schlecker-Ehefrau – muhaha) bei Universitäten (die ja zum Glück noch der Staat verwaltet) wesentlich besser als bei dir aufgehoben ist.

    @Nicolas: Weißt du bei was für Leuten ich einen noch größeren Hals bekomme als bei Geschäftsengeln?
    “Insgesamt, finde ich es schade, dass dieses Thema uns alle so entzweit, da wir doch, sofern wir Gründer sind, doch zumindest ähnliche Ziele haben sollten.”
    Ich bin auch Gründer, aber DEINE Ziele verfolge ich sicher nicht. Das Wort “Gründer” wird in gewissen Kreisen ja inzwischen geradezu zum Schimpfwort.

  73. @ Christian Vollmann

    absolute Zustimmung – die steuerliche Rückwirkung auf alle Exits ab 01.01.2012 ist bitter. Eine Art steuerrechtlicher Bestandsschutz für bestehende Beteiligungen fände ich ebenfalls angemessen.

    @ Tim

    Die Privilegierung über ein Näheverhältnis herzuleiten hat mA schon ihre Berechtigung. Bei kleinen Beteiligungen steht auf Seiten des Investors letztlich immer die Spekulation im Vordergrund. Das ist absolut in Ordnung, muss mA aber nicht steuerlich subventioniert werden. Wenn die Holding Verluste aus Beteiligungen steuerlich geltend machen kann kann, müssen ihre Gewinne auch besteuert werden dürfen.

    Ab einer gewissen Beteiligungshöhe tritt der Spekulationsgedanke dann eher in den Hintergrund und es geht um ein strategisches, unternehmerisches Interesse am Betrieb. In diesen Fällen erkennt das Steuerrecht an vielen Stellen dem “Unternehmer des Betriebs” Steuervergünstigen zu – zB bei der Wahl des Teileinkünfteverfahrens oder bei der Betriebsveräußerung nach dem 55. Lebensjahr (34 III, 16 EStG). Dass die Grenzen willkürlich gezogen werden, steht auf einem anderen Blatt, aber ab einer gewissen Beteiligungshöhe hat man nun mal einen anderen Bezug zum Unternehmen als bei einer sehr geringen Beteiligung.

    Denke auch nicht, dass das langfristig große Auswirkungen auf das Investitionsklima hier haben wird. Wird eben andere Wege geben, Veräußerungsgewinne zu schonen, bspw tatsächlich in Fonds oder gemeinschaftlichen Holdings. Wie heißt es so schön – wenn wir alle “Englein” wären, wäre die Welt nur halb so schön. ;)

  74. kurze Ergänzung:

    Christian Vollmann hat einen “proven record” als Investor, der zudem eine aktive Rolle in vielen seiner Beteiligungen wahrgenommen hat bzw wahrnimmt. Ich kann seine Argumente durchaus nachvollziehen und finde, für solche aktiven Angles sollte eine geringere Privilegierungshürde als 10 Prozent vorgesehen werden.

    Es gibt aber auch viele “Angles”, die erzielte Veräußerungsgewinne eben nicht re-investieren, sondern in ihren Holdings auf Dauer parken, sich aus den laufenden Kapitalerträgen Gehälter zahlen und Aktiva der Holding privat nutzen. Da ist die beachtliche Steuervergünstigung der in der Holding erzielten Veräußerungsgewinne (1,5 Prozent gegenüber 25 Prozent + Soli) fehl am Platz.

    Cheers, Dennis

  75. @Dennis Dahlenburg Es wäre viel sinnvoller, einfach die Schraube enger zu drehen in Bezug auf das, was in einer reinen Vermögensverwaltungs-Holding steuerlich absetzbar ist. Ein Sportwagen hat dort einfach nichts verloren. Dann macht eine solche Holding nur für Leute Sinn, die tatsächlich Gewinne re-investieren wollen. Wer sich einen Sportwagen kaufen will, muss den Gewinn der Holding erst ins Privatvermögen ausschütten und dabei die volle Abschlagssteuer zahlen. Steuerschlupflöcher schließen statt positive Anreize für Kleininvestoren opfern, das ist der richtige Weg.

  76. Pingback: Gründerszene in Deutschland stärken – Steuerliche Anreize für Investitionen erhalten!



  77. Peter Schmidt

    Moin! Ein paar Kommentare zu diesem Schauspiel:
    Es ist erstaunlich, wie unreif Leute sind, die sich “Business Angel” nennen. Ich denke mal, dass vielen der plötzliche Reichtum nicht gut getan hat. Bedauerlich. Sätze wie “ich bin gerne bereit meine Steuern zu zahlen” gehen an der Realität vorbei. Denn natürlich hast Du Deine Steuern zu zahlen, wie jeder andere Mensch auch, Punkt. Egal ob du das “gern” tust, oder nicht, das interessiert überhaupt nicht, Du hast das nicht zu kommentieren. Hans Wurst zahlt auch seine Steuern. Im Gegensatz zu Dir kommentiert er es aber nicht. Vielleicht liegt es daran, dass Du glaubst die Höhe der von Dir gezahlten Steuern rechtfertigt es. Leider nein, es zeugt nur von einer gewissen Profilneurose und merkwürdigen Affektiertheit. Alex Görlach schreibt u.a. “Die Akteure möchten diesem Kreislauf kein Geld entziehen, sondern ihn zu einem wachsenden Ökosystem machen.”. Alles klar! Ich habe ein Business, will dem aber “kein Geld entziehen”, sondern lieber das (unversteuerte) Geld in einen tropischen Blumengarten investieren, weil der ja so wunderschön ist. Sorry, nicht credible. Last but not least 2 Punkte: Rückwirkend ist in jedem Fall keine gute Lösung, zugegeben, oftmals aber leider unumgänglich. Auch die Frage warum genau 10% die Schwelle sein sollen… fragwürdig. Ich persönlich bin aber nicht der Ansicht, dass durch dieses neue Gesetz irgendwas kollabieren würde. Ein Geringverdiener hat auch nicht die Möglichkeit Geld praktisch unversteuert irgendwo zu reinvestieren, auch wenn das “gut” sein sollte für irgendwen/irgendwas. Auch der Mittelstand, der Motor der Deutschen Wirtschaft, kann Gewinne nicht unversteuert reinvestieren. Warum sollten es dann junge Internetmillionäre können? Warum?? Weil sie mehr Werte schaffen, als der Mittelstand? In 5 Jahren kann man mal zurückblicken auf das StudiVZ und sich fragen, welche nachhaltigen Werte hier ein Ehssan Dariani geschaffen hat. Und ob diese “Leistung” eine steuerliche Besserstellung irgendeiner Art rechtfertigt. DASS Wohlhabende momentan noch diese Möglichkeit haben, genau DAS ist die Ungerechtigkeit, nicht die Einführung irgendeiner – sehr wohl zu verkraftender – Steuer. Amen.

  78. Da mir wohl keine eigene Seite gewidmet wird, ein längerer Comment:

    Lieber Christian,

    wir kennen uns nun schon seit ein paar Jahren und du hast mir unternehmerisch immer als Vorbild gedient. Danke erst einmal dafür. Insbesondere bei den vom Aussterben bedrohten Eigenschaften “Geradlinigkeit”, “Aufrichtigkeit” und “Verantwortungsgefühl”, hast du die Fahne doch sehr weit hoch gehalten und tust es noch immer. All dies vor dem Hintergrund, dass du aus dem Umfeld von den Samwers kommst. Respekt!

    Du fährst keinen “englischen Sportwagen”, von dem du dir im besten Fall noch die Vorsteuer ziehst, und auch ein Schnösel bist du trotz WHU, einer “privaten Super-Uni”, nie geworden – obwohl man das in St. Gallen sicherlich schnell werden kann, oder erst nach einem zweistelligen Exit, Ehssan?

    Dein Elternhaus ist ebenso bodenständig, normal und sympathisch wie du es bist. Kein “Rich-Kid” also.

    Warum also der Angriff?

    Ob du ein Gutmensch bist oder was die Definition davon ist, weiß ich nicht und ist mir auch egal. Ich für meinen Teil, weiß nicht einmal, ob ich im Ansatz einer bin. Für mich, sowie für zahlreiche andere Gründer, bist du es unternehmerisch gesehen in jedem Fall. Du hast Werte (Firmen) geschaffen und diese Werte (Exiterlöse) in die Gesellschaft reinvestiert, um weitere Werte im Kreislauf zu schaffen. Natürlich alles auch mit unternehmerischen Eigenschaften und Absichten, weil es ums Geld verdienen geht und nicht darum seinen Namen zu tanzen…

    Und genau hier kommt der Punkt um den es geht: Es geht darum, dass ein Gesetz, welches Beschneidung eh schon verbietet, unsere Business Angels, sowohl dich als auch Ehssan beschneiden möchte. Beschneiden in der Möglichkeit euer verdientes Geld, vergünstigt zu reinvestieren. Ebenfalls natürlich auch der Gesellschaft was zurückzugeben und Steuern zu zahlen. Warum Steuern zahlen? Weil all die Firmen, die unsere Business Angels – oder doch lieber Devils? – unterstützen eben diese Arbeitsplätze und Umsätze für Deutschland mit antreiben. Hierdurch sprudeln Steuern die unser Land nach vorne bringen.

    Diesen Motor durch Steuern zu bremsen hat keineswegs was mit “ich zahle ja so gerne Steuern und das sollten wir alle machen” zu tun, sondern ist schlichtweg eine langfristige Lose-Lose-Situation für uns alle.

    Lasst uns also die Situation gemeinsam anpacken. Hierfür brauchst du, Christian, dich weder von Ehssan angegriffen zu fühlen, noch ihn mit einem Spendenduell anzugreifen.

    Spenden? Gerne! Aber wenn ich eine Sache zu diesem Thema gelernt habe, dann mache es wie unser Pokerweltmeister, Pius Heinz: Leise und im Verborgenen. Gar nicht darüber reden. Und vor allem auch ganz wichtig: KEINE MEDIEN!

    Das ist wahre Größe!

    Und die unterstelle ich dir, Christian, zumindest zu 100%…

    Beste Grüße,

    Max

  79. Herr Vollmer, das zeigt doch einmal mehr Ihre Unglaubwürdigkeit. Sie steuern sich immer weiter ins unseriöse Abseits.

    Nehmen Sie doch einfach 10 Mio.€ Ihrer Gewinne aus den Exits von nicht-nachhaltigen Unternehmen mit unseriösen Geschäftsmethoden, und spenden Sie für Miseror (nicht für ein Unternehmen, in dem Sie persönlich und Ihre Verwandschaft involviert sind).

    Von den 10 Mio.€ können eine Mio. Kinder geimpft werden. Sie retten damit viele, viele Leben.

    Anschließend halten Sie einfach die Klappe oder bauen Sie von mir aus eine Website mit der eingescannten Spendenbescheinigung und nennen sich Gutmensch.



  80. Sebastian

    Mehr Popcorn bitte. Auf RTL 2 kommt gerade nichts und die Leute auf http://richkidsofinstagram.tumblr.com/ spielen in einer ganz anderen Liga.



  81. Karl

    Arbeitet bei Ashoka nicht Christian Vollmanns Bruder, Michael? Eine Hand wäscht die andere, oder?

    http://germany.ashoka.org/unser-team

  82. @Peter Schmidt Es geht hier nicht nur um die Internetunternehmer. Es geht um alle Neugründungen in allen Branchen. Warum diese Unterstützung brauchen? Weil es in Deutschland eh schon zuviele Hürden gibt, ein Unternehmen zu gründen. Politische, bürokratische, gesellschaftliche. Das Ergebnis siehst Du hier: http://www.economist.com/node/21559618
    Nicht eine der 500 größten Firmen weltweit, die nach 1975 gegründet wurden, kommt aus Deutschland.

  83. @Max Du hast in allen Punkten Recht. Ich habe die Öffentlichkeit gewählt, um Aufmerksamkeit auf des Thema zu lenken. Es liegt mir am Herzen, denn Deutschland braucht mehr Unternehmer und mehr Menschen, die etwas wagen. Es ist schade, wenn die Politik hier die falschen Anreize setzt und damit noch eine Hürde mehr aufbaut.

    Das Spendenduell sollte bewußt polarisieren. Es war natürlich mit einem Augenzwinkern gemeint. Wenn ich mir die Anzahl Kommentare ansehe, dann ist das mit der Aufmerksamkeit gelungen. Leider mit dem Nachteil, dass es doch sehr vom Thema ablenkt. Daher der Versuch in den Kommentaren eine sachliche, inhaltliche Diskussion zu führen.

  84. Könnte man schon fast einen Film draus machen, im Stil von “Gott des Gemetzels”.

    @Christian:
    >Was hat es bitte mit “narzistischer Selbstdarstellung” zu tun, wenn ich öffentlich auf einen Mißstand hinweise? Kommentar von Christian Vollmann 14. August 2012 @ 13:49

    Ganz einfach: Nichts. Es ist nur die Art und Weise, die diesen Eindruck erwecken könnte.

    Auf Wikipedia steht:
    “Narzisstische Personen sind gekennzeichnet durch … Überempfindlichkeit gegenüber Kritik, was sie mit einem großartigen äußeren Erscheinungsbild zu kompensieren versuchen”.

    Daher das Mißverständnis einiger Leser. http://de.wikipedia.org/wiki/Narzissmus

  85. Das nenne ich doch mal eine sinnvolle Herausforderung… ich bin gespannt, wie sich dieses Spenden-Duell entwickelt. Ansonsten kann ich den in diesem offenen Brief genannten Fakten nur beipflichten. Insbesondere das angesprochene Setzen der falschen Anreize finde ich problematisch, da hier eine ehemals gute und sinnvolle Regelung zunichte gemacht wird. Ich hoffe ebenfalls, dass die Diskussion – sollten weitere Beiträge folgen – beiderseits sachlich und unpolemisch fortgesetzt wird.



  86. Peter Schmidt

    @ Christian: Ich kenne den Artikel, nur zeigt er auch, woran es bei den Finanzierungen genau hapert und das sind die großen. Welche ja auch nach wie vor nicht betroffen wären, von der Neuregelung. Sonstige, “kleinere” Finanzierungen zu bekommen, wie sie BAs üblicherweise tätigen, das ist mittlerweile ja kein Thema mehr. Daran hapert es also anscheinend nicht. Thema 10% Regel: Ich denke schon, dass man sagen kann, dass mit zunehmender Investment-Höhe auch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Veräusserungsgewinne reinvestiert werden. Eine Idee wäre es, dass sich mehr BAs zusammentun, ihr Geld poolen und dann weniger, aber dafür größere Investments tätigen. Haben die Firmen mehr von (nicht nur finanziell, auch wegen des gepoolten Know-Hows) und zudem wäre die neue Regelung nicht mehr so das Thema. Geh also am Besten mal mit dem Ehssan ein Bier trinken und schmeisst ein paar Mark zusammen. Haben alle mehr von, als von irgendwelchen Spenden (imho). Grüsse!



  87. Greg

    @Maria

    “Nehmen Sie doch einfach 10 Mio.€ Ihrer Gewinne aus den Exits von nicht-nachhaltigen Unternehmen mit unseriösen Geschäftsmethoden, und spenden Sie für Miseror”

    Die 10 Mio Euro hätte er wohl gern! Wenn er so viel verdient hätte würde er hier nicht so ein Theater machen!

  88. Pingback: Internetstandort Deutschland: Eine geplante Gesetzesänderung bewegt die Branche » netzwertig.com

  89. @Peter Schmidt Pooling ist auch keine Lösung. Selbst wenn man mit viel Mühe genügend Kleinanleger zusammenbekommt (und die Gründer überhaupt bereit sind soviel an Angels abzugeben), hat man in darauffolgenden Finanzierungsrunden das Problem, dass man immer mitziehen muss, um auch über 10% zu bleiben. Es ist ja irrelevant, wieviel man am Anfang gehalten hat. Es zählt nur, wieviel man am Ende hält. Spätestens wenn das Startup viel Geld braucht und die Big Guys einmarschieren, kann man als Kleinanleger-Pool nicht mehr mithalten und wird unter die 10% verwässert.



  90. Markus

    Junge, stell Dich doch erstmal vor. Kein Mensch weiß wer Du bist – ohne Kontext ist dieser Brief noch sinnloser als der von Ehssan – von dem hat man wenigstens in der “Klatschpresse” schonmal was gehört.

  91. Pingback: Gründer ohne Stimme – Ein Plädoyer für mehr Unternehmer in der Politik :: deutsche-startups.de



  92. steve

    das ist wohl das peinlichste, was ich seit ewigkeiten gesehen habe..



  93. London

    Please, help me out. What is “Gutmenscht”? I would like to understand. thank you.



  94. London

    Markus, Vollmann is the founder of Edarling Europe

    http://www.youtube.com/watch?v=rT0ESSGgYzE



  95. Mausi

    LOL und der Loddar trainiert Bulgarien.. Dieses Video ist etwa genauso informativ wie das hier http://www.youtube.com/watch?v=QI5xnf4LRZk Warum macht man so einen Film oder schreibt solche Briefe? Warum???

  96. großartiges Entertainment :)



  97. grünundblau

    Was ist eigentlich daraus geworden? :)

  98. Pingback: Anti-Angel-Gesetz vom Tisch – “Die Start-up-Szene hat schnell und geschlossen reagiert” :: deutsche-startups.de

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