HalloDoctor will mit ganzheitlichem Gesundheitsansatz überzeugen

Im vergangenen Jahr ging die Arzttermin-Buchungsplattform HalloDoctor (www.hallodoctor.com) online – siehe “Mit Arzttermine.de, Doxter und HalloDr. Arzttermine online buchen“. Jetzt erst wird klar, was genau hinter dem Start-up, das anfangs HalloDr. hieß, steckt: […]
HalloDoctor will mit ganzheitlichem Gesundheitsansatz überzeugen

Im vergangenen Jahr ging die Arzttermin-Buchungsplattform HalloDoctor (www.hallodoctor.com) online – siehe “Mit Arzttermine.de, Doxter und HalloDr. Arzttermine online buchen“. Jetzt erst wird klar, was genau hinter dem Start-up, das anfangs HalloDr. hieß, steckt: HalloDoctor ist eines von verschiedenen Gesundheitsportalen, die alle miteinander verknüpft sind. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern will HalloDoctor so ein ganzheitliches Angebot schaffen, bei dem Nutzer von einer Vielzahl an gesammelten und miteinander vernetzten Daten profitieren.

Daten über die verschiedenen Unterportale aggregieren

Alle Themenportale, die mit der Hauptseite HalloDoctor zusammenhängen, tragen dieselben deutsch-englischen Namenskombinationen: HalloSymptoms (www.hallosymptoms.com), HalloPills (www.hallopills.com), HalloMeals (www.hallomeals.com) und HalloSports (www.hallosports.com). Bei HalloSymptoms zum Beispiel geben Nutzer Beschwerden wie Asthma oder Kopfschmerzen ein und finden heraus, was Menschen aus derselben Kundengruppe (Geschlecht, Alter, …) für Medikamente einnehmen. Über die Schnittstelle zu den anderen Themenportalen wird auch ersichtlich, welche Ernährung oder Sportarten anderen Menschen geholfen haben. Insgesamt soll so ein vielschichtiges Bild entstehen, das Menschen für sich nutzen können bei jeder Art von gesundheitlichen Fragen.

hallosymptoms

„Indem wir Daten über verschiedene Plattformen aggregieren, können die Menschen viel voneinander lernen. Gibt ein Diabetiker zum Beispiel Daten bei HalloSports ein und ein anderer bei HalloMeals, ergeben sich interessante Verknüpfungen, die sich ergänzen“, sagt Gründer und Geschäftsführer Ralf Belusa. Und dies sei aus medizinischer Sicht schließlich der einzig sinnvolle Ansatz, da Gesundheitsthemen immer komplex seien. „Wenn jemand es zum Beispiel nicht schafft, sein Gewicht zu reduzieren, können verschiedenste Faktoren wie Blutdruck, besonderer Stoffwechsel und andere Dinge eine Rolle spielen. Deshalb sind reine Abnehmportale nicht sinnvoll“, erklärt Belusa den Ansatz. Die verschiedenen Unterportale gibt es deshalb, damit Nutzer sich ihre Module selbst zusammenstellen können – wer sich nur für Ernährung interessiert, muss auch nur in diesem Bereich ein Profil anlegen. Finanzieren wird sich HalloDoctor über ein Freemium-Modell. Verschiedene Ergebnisse sind kostenlos einsehbar, wer vertieften Einblick will, bezahlt eine Gebühr. Auch verschiedene Zusatz-Apps und Gesundheits-Tests sollen etwas kosten.

Gegen Gebühr: Ärztliche Befunde übersetzen lassen

Ebenfalls in Abgrenzung zu anderen Gesundheitsportalen will HalloDoctor einen Schwerpunkt auf guten Kundensupport legen. „Nutzer können unseren Experten Anfragen aller Art stellen, zum Beispiel zu welchem Arzt sie bei Ellbogenschmerzen gehen sollen. Mit solchen Fragen wurden Nutzer bisher alleine gelassen.“ Gegen eine Gebühr von zehn Euro können auch ärztliche Befunde eingeschickt und in verständliche Sprache übersetzt werden. Auch den Ärzten wolle man mit dem Gesundheits-Netzwerk Hilfe an die Hand geben. „Unsere Portale sollen den Austausch zwischen Arzt und Patient fördern. Beide können auf die anonymen Daten zugreifen und beispielsweise erkunden, in welcher Dosis andere Mediziner ein bestimmtes Medikament innerhalb derselben Kundengruppe verabreicht haben.“

Gestartet ist Belusa, ein „E-Commerce-verliebter Chirurg“ der bereits zanox mit aufgebaut hat, mit seinem ersten Produkt HalloDoctor 2011. Die Buchungssoftware für Arzttermine ist eine Entsprechung zu doxter (www.doxter.de) und arzttermine.de (www.arzttermine.de). Allerdings machte das Team die Erfahrung, dass Deutschlands Ärzte schwer vom Vorteil der Online-Terminvereinbarung zu überzeugen sind. „Wir haben dann recht schnell einen anderen Weg eingeschlagen und sind auf die Ärzteverbände zugegangen. Hier haben wir nun die ersten Meilensteine geschafft und konnten bereits die Fachverbände der Gynäkologen, Radiologen und Chirurgen für uns gewinnen“, erklärt Belusa. „Und das Tollste: Mittlerweile meldet sich im Durchschnitt alle 30 Sekunden ein neuer Patient auf einer unserer Plattformen an.“ Das Thema Gesundheit ist und bleibt ein Dauerbrenner im Onlinebereich!

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Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

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