
EXKLUSIV Während Rocket Internet weiter unter Hochdruck an Zenpay, einem Klon des US-Start-ups Square arbeitet – deutsche-startups.de berichtete darüber Anfang April – entsteht mit SumUp (www.sumup.com) in Berlin ein weiteres Bezahl-Start-up. In einer Selbstbeschreibung der Jungfirma heißt es: “SumUp ist ein junges und internationales Unternehmen im innovativen Bereich Mobile Payment. Von unserem Büro im Herzen von Berlin aus bauen wir Europas führenden Mobile Payment Anbieter auf und revolutionieren Zahlungen im Alltag”. Klingt somit auch nach Square. Im Gegensatz zu Zenpay steht SumUp aber bereits in den Startlöchern – schon bald will das Start-up offiziell loslegen.
Wie zu hören ist, funktioniert SumUp – genau wie das große Vorbild Square – über einem kleinen Hardwarezusatz, den man an sein Smartphone anschließen muss. Die entsprechende Hardware von SumUp soll bereits fix und fertig sein. Mit den Apps des Bezahl-Start-ups kann praktisch jeder Flohmarkthändler, jeder Straßenverkäufer und jeder kleine Ladenbesitzer, der bisher keine Kreditkarten angenommen hat, Zahlungen mittels Plastikkarten abwickeln. Mit der iPad-App von Square verwandelt sich zudem jedes Apple-Tablet in eine virtuelle Registrierkasse. Das amerikanische Start-up sammelte bisher 137,5 Millionen US-Dollar ein.
SumUp will zweistellige Millionensumme einsammeln
Mit “pay with Square” schickt sich die Jungfirma inzwischen sogar an, die Zahlung mittels Plastik-Kreditkarte komplett überflüssig zu machen: Über die kürzlich verbesserte Smartphone-App, die nun auch Android-Nutzer glücklich macht, können Stammkunden beim Händler ihres Vertrauens ohne Vorzeigen der Kreditkarte zahlen. Bei SumUp dürfte die langfristige Strategie ähnlich sein. Zum Start nimmt die Jungfirma nach Informationen von deutsche-startups.de neben dem deutschen Markt auch Irland und Großbritannien ins Visier. Muss wohl auch so sein, den immerhin nennt sich das Start-up “international” und agiert mit einer Lizenz aus Irland. Das SumUp-Team soll bereits aus rund 20 Mitarbeitern bestehen, darunter Daniel Klein (Gründer von Moneybookers), Stefan Jeschonnek und Marc-Alexander Christ. Besonders mit Klein verfügt das Team über einen sehr erfahrenen Mann.
Momentan befindet sich die Berliner Mannschaft in den letzten Zügen kurz vor dem Start. Ganz nebenbei sucht das Team nach potenten Kapitalgebern – eine zweistellige Millionensumme will SumUp bei Venture Capital-Gebern einsammeln. Auch mit Rocket Internet soll die SumUp-Crew im Gespräch gewesen sein. Der Inkubator und das Start-up kamen aber offenbar nicht zusammen. Rocket treibt seitdem Zenpay voran – mit aller Macht. Der Square-Klon gilt als das momentan wichtigste Projekt der Kopiermaschine. In einem Segment mit eigener Hardware scheint es unwahrscheinlich, dass der Markt langfristig mehrere Systeme verträgt. Wer die besten Partner gewinnt, die besten Kapitalgeber an Land zieht und wichtige strategische Partner an Bord holt, wird das Spiel am Ende des Tages gewinnen. Und Rocket ist in diesem Fall sicherlich kein leichter Gegner. Der Vorteil für SumUp: Das Team ist deutlich weiter als Zenpay.
Artikel zum Thema
* Volle Kraft auf Zenpay – Rocket Internet kopiert Square


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Kommentare
Auch mal einen Blick hier drauf werfen:
Comment by Cüneyt 19. April 2012 @ 17:55http://gopayment.com/ … ;-)
Die ‘Blitzkrieg Brüder’ haben schon gute konkurrenz.
Comment by Bob111 19. April 2012 @ 18:25traurig
Kommentar von Fitmit Hartz4 19. April 2012 @ 21:40Akpzetieren diese Reader auch EC Karte? Mein Gefühl ist, dass in DE die EC- und nicht die Kreditkarte regiert.
Comment by Mr. West 20. April 2012 @ 08:33Deutschland ist das falsche Land für alles was mit Kreditkarten zu tun hat. In Deutschland braucht man nicht wirklich Kreditkarten, weil man auch mit seiner normalen Bankkarte weit kommt. Gestern habe ich auch Onviste.de gelesen, dass, ich glaube es war, die Sparkasse eine neue Bankkarte entwickelt mit der man zahlen kann ohne sie in ein Gerät schieben zu müssen. Funktioniert irgendwie per Funk. Habe den Artikel nicht gründlich gelesen. Dafür eine entsprechende Hardware hätte mehr Erfolg als diese KK-Dingens.
Comment by Rainer Safferthal 20. April 2012 @ 10:20ich denke deutschland ist sehr wohl das land, welches solche bezahl dienste gut gebrauchen kann. der absatz im online markt steigt jährlich um 7 % – und irgendwie muß der ganze kram ja auch bezahlt werden.
Comment by fotograf 20. April 2012 @ 11:13@Fotograf
der Onlinemarkt den Du meinst, ist der wo der Kunde selber direkt zahlt, hier geht es aber darum das Händler relativ problemlos solche Bezahlmöglichkeiten anbieten kann. Und die meisten zucken dann ihre EC Karte raus und keine Kreditkarte.
Comment by iownyourstartup 20. April 2012 @ 12:54@Fotograf:
“Mit den Apps des Bezahl-Start-ups kann praktisch jeder Flohmarkthändler, jeder Straßenverkäufer und jeder kleine Ladenbesitzer,”
Das ist für mich offline und nicht online. Für online braucht man eine KK noch viel weniger als offline. Außer wenn man vielleicht gerne im Ausland -> vorallem in den VSA einkauft.
Comment by Rainer Safferthal 20. April 2012 @ 13:13damit man den überblick nicht verliert – http://ambajorat.wordpress.com/mobile-payment-am-pos-eine-ubersicht-stand-24-04-2012/
Comment by andre 24. April 2012 @ 12:41