gamigo steht zum Verkauf – Springer bietet Spieleplattform im Markt an

EXKLUSIV In den vergangenen Monaten trat das Medienhaus Springer immer wieder als Käufer von angesagten Online-Projekten auf. Zuletzt stieg das umtriebige Unternehmen unter anderem bei Ladenzeile.de, MeinGutscheincode.de und kaufDa ein. Nun tritt Springer […]
gamigo steht zum Verkauf – Springer bietet Spieleplattform im Markt an

EXKLUSIV In den vergangenen Monaten trat das Medienhaus Springer immer wieder als Käufer von angesagten Online-Projekten auf. Zuletzt stieg das umtriebige Unternehmen unter anderem bei Ladenzeile.de, MeinGutscheincode.de und kaufDa ein. Nun tritt Springer mal wieder als Verkäufer auf! Nach Informationen von deutsche-startups.de sucht das Medienhaus derzeit einen Käufer für die Onlinespiele-Plattform gamigo (www.gamigo.de). Das Unternehmen, welches von Rainer Markussen geführt wird, gehört seit Januar 2009 zu 100 % zur Axel Springer AG. Über seinen Ableger AS Venture ist das Medienhaus bereits seit 2000 an gamigo AG beteiligt. In mehreren Schritten baute das Unternehmen seinen Anteil immer weiter aus. Die Mehrheit an der Spielefirma übernahm Springer dann im September 2008.

Damals schien es, dass gamigo eine lange und glückliche Zukunft im Springer-Reiche haben könnte und sollte. „Gamigo agiert in einem stark wachsenden Marktsegment, wird seinen Umsatz dieses Jahr vervierfachen und ist profitabel. Damit ist Online-Gaming auf dem Weg, ein wichtiger Baustein im Rahmen der Digitalisierungsoffensive von Axel Springer zu werden”, sagt Jens Müffelmann von Springer zur Übernahme vor über drei Jahren. Und in den vergangenen Jahren schien man im Hause Springer – zumindest nach außen – immer sehr zufrieden zu sein mit der Entwicklung von gamigo. Anfang 2010 verkündete das Unternehmen: “2009 war ein überaus erfolgreiches Jahr für die Hamburger gamigo AG. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat sich die Mitarbeiterzahl mehr als verdreifacht. Der Umsatz stieg im selben Zeitraum um beeindruckende 233 %”.

“Sehen uns gut für den Wettbewerb gerüstet”

Zum zehnten Geburtstag im Mai 2011 schließlich sagte Vorstand Markussen: “Durch eine weitsichtige Produktstrategie konnte der Umsatz in den letzten Jahren stets im zweistelligen Prozentbereich gesteigert werden. Auch für die Zukunft sehen wir ähnliche Wachstumsmöglichkeiten. Durch die weitere Internationalisierung, die Fokussierung auf bekannte Marken und weitere Steigerung der Produktqualität sehen wir uns gut für den Wettbewerb gerüstet” Dies ist nicht einmal 12 Monate später offenbar nicht mehr der Fall. Wie zu hören ist, passt gamigo nicht mehr zum Kerngeschäft von Springer. Das Problem bei gamigo ist vermutlich das Portfolio der Spieleplattform, die sich als “ein führender Anbieter von kostenlosen Onlinespielen, die als eigenständiger Client oder im Browser gespielt werden können” sieht. Über 20 Spiele bietet gamigo seinen Nutzern derzeit an, fulminante Blockbuster, die jeder Daddler kennt und liebt, sind darunter aber kaum zu finden.

Ein großes Problem bei gamigo ist vor allem das Thema Lizenzen, fast alle angebotenen Spiele vertreibt die Gamesfirma nur im Auftrag der jeweiligen Spieleentwickler. So besteht immer die Gefahr, dass gamigo ein Spiel in Deutschland oder anderswo zum Erfolg führt, der Lizenzgeber den Vertrag nicht verlängert und das Spiel an ein anderes Unternehmen vergibt oder gar selbst betreibt. Erst Ende des vergangenen Jahres verlor gamigo beispielsweise das bekannte Golfspiel ShotOnline. Nicht umsonst beteiligte sich gamigo Anfang November 2011 mit 20,1% am koreanischen Spieleentwickler OnsOn Soft.

ds_fiesta_shot

Die Firma mit Sitz in Seoul entwickelte unter anderem das bekannte Fantasy-Spiel Fiesta Online, welches “zu den umsatzstärksten Produkten im gamigo-Portfolio zählt”. Mit dieser Beteiligung sicherte sich gamigo somit seinen absoluten Kassenschlager und gleichzeitig die “europäischen und nordamerikanischen Publishing-Rechte” an einem weiteren Spielen der Gamesschmiede. Eine Fortführung dieser Strategie wäre langfristig sicherlich sinnvoll. Offenbar will Springer dies aber nicht in Eigenregie vollziehen. Interessenten, die gamigo weiterführen möchten, soll es einige geben. Ein offizielle Stellungnahme zum Thema von Springer steht noch aus.

Artikel zum Thema
* Springer übernimmt Gamigo

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Pingback: Was ist denn hier los? « ultimate gaming

  2. Ist das nicht ein klassisches Beispiel, den Markt bzw. die Entwicklung des Spielemarkets einwenig verschlafen zu haben.

    Gerade im Online Gaming gibt es doch die Marken wie Bigpoint die in rasender Geschwindigkeit wachsen und auch in internationale Gebiete vorstoßen.

  3. Kann ich gut verstehen, dass Springer Gamigo abstoßen will, wenn man sich(wie im Artikel schon angesprochen) das Games Portfolio anschaut. Sich auf Dauer abhängig von den Spieleentwicklern zu machen, kann nicht wirklich gut funktionieren.



  4. Fürst Grandios

    Ein Blick in Bilanz+GuV dürfte alle Fragen beantworten.
    Auch Springer ist ein Unternehmen, was Geld verdienen muss.
    Also den Gaul nochmal mit Stroh füttern und verkoofen.

  5. Pingback: Gamigo steht zum Verkauf – Springer bietet Spieleplattform im Markt an | Berlin Valley



  6. Davian

    Schon komisch, dass dies kurz nachdem Regnum Online(auch ein Spiel, welches von Gamigo vertrieben wird) von Hackern attackiert wurde, geschieht.

  7. Pingback: Gamigo – online gaming platform is sold | Game Play Zone

  8. Pingback: Gamigo – Online-Spieleplattform wird verkauft | Deutsch MyXbox360Center



  9. Realist

    Ohne entsprechende offizielle Quellen(angabe) schenke ich dieser Meldung keinerlei Glauben. Nirgendwo, außer auf dieser Website, wird über diesen Verkauf berichtet, kein gamigo-Mitarbeiter konnte das bestätigen. Demnach halte ich es für ein Gerücht, welches sich lediglich einreiht in die Angriffe auf die Seiten gamigos sowie die Öffentlichmachung ganzer Forenaccountdaten. Das ist schlicht unseriös, wenn man hier keine Quellen nachreicht und wer so etwas Glauben schenkt, sollte die BILD weglegen!

    So far ~



  10. HellAdmiral

    Niedlich, wie hier Gerüchte in bester BILD-Manier erzeugt und verbreitet werden und alle anderen sich dann auf Deutsche-Startups.de berufen, während von gamigo selbst die Aussage dementiert wird, dass hier irgendein Verkauf im Gange sei.
    Ich kann echt nicht verstehen, wie jemand so frech sein kann, sich einfach irgendwelche Dinge auszudenken und als Fakten zu verbreiten, ehrlich…

  11. @HellAdmiral @Realist

    Springer hat ein Unternehmen beauftragt, gamigo zu verkaufen, im Markt anzubieten. gamigo wurde bereits diversen Personen, Firmen, etwa anderen Spielefirmen, zum Kauf angeboten. Offiziell wird Springer dies niemals bestätigen.



  12. HellAdmiral

    @ Alexander Husing
    Dies bezweifle ich nach wie vor, da die Community Manager von gamigo in den einschlägigen Foren ihrer Spiele dem Gerücht einstimmig widersprechen. Auch wir als Isya’s Newsflash (das Fiesta-Magazin von Spielern) haben von gamigo das gleiche Dementi bekommen.
    Dem entgegenstehende Quellen würden wir doch sehr gern wissen, denn Journalismus ohne jede fundierte Quellenangabe … na den Vergleich zur BILD zog ich ja bereits.

    Freundliche Grüße
    HellAdmiral
    Chefredakteur Isya’s Newsflash

  13. @HellAdmiral

    Meine Quelle kann ich leider nicht nennen, diese muss ich schützen. Die Fakten: gamigo steht zum Verkauf, wird und wurde in den vergangenen Wochen zahlreichen Unternehmen zum Kauf angeboten. Verkauft ist gamigo damit aber noch nicht.



  14. HellAdmiral

    Damit gelten Sie als ursprüngliche und damit ggf. rechtlich belangbare Quelle dieser Behauptung.

    In Anbetracht der zeitlichen Kohärenz zwischen diesem Gerücht und einigen Vorfällen bei gamigo, kann man hier einige interessante Verbindungen ziehen, die unter dem Strich die Vermutung zulassen, dass – sollte wirklich eine solche Quelle existieren – diese nur in der Absicht handelt, gamigo zu schaden aus irgendeinem persönlichen Grund.

  15. Ich beziehe mich nicht nur auf eine Quelle.



  16. HellAdmiral

    Fakt ist: Sämtliche offiziellen Stellen von gamigo widersprechen dem Bericht und die tun das sicherlich nicht aus einer Laune heraus.

  17. Fakt ist: Mehrere mir persönliche bekannte Quellen bestätigen, dass gamigo im Markt zum Verkauf angeboten wird.



  18. Punx

    @ HellAdmiral
    Letztlich kannst du natürlich glauben, was immer du möchtest, ich gebe nur zu bedenken, dass bei anstehenden Verkäufen sicherlich nicht alles und jeder darüber informiert wird, um im Markt und bei der Belegschaft keine Unruhe entstehen zu lassen.
    Solche Verkäufe werden meist über M&A Agenturen abgewickelt und alle Beteiligten auf Bieter- bzw. Käuferseite unterschreiben entsprechende NDAs (mit teils absurd hohen Strafsummen).
    Es ist also nur logisch, dass aus einigen Kreisen solche Infos heftig “dementiert” werden – einerseits aus Unkenntnis der wahren Sachlage oder eben wegen eines unterschriebenen NDAs.
    Wer aber mal 1 und 1 zusammnenzählt, merkt alleine schon an den Aussagen des Unternehmens, dass ein Verkauf ansteht.
    “Die Braut” wird gerade geschmückt – so einfach ist das.
    Ich stimme daher Alexander zu 100% zu.



  19. Frank Z

    …zum Thema “Dementi”:
    Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen :-)



  20. Dieter

    @HellAdmiral

    Deine Quellen bei Gamigo können dir das alles bestätigen und das stimmt sogar.
    Nur wenn Springer verkaufen will, verkauft springer, da muss zwangsläufig Gamigo aber nichts von wissen.

    Und grundsätzlich jeder Produktmanager dementiert einen Verkauf, da evtl. Kunden abspringen können, bevor nicht ganz klar ist, wer der Käufer ist.



  21. Fürst Grandios

    Die Naivität mancher Leute, selbst der von Höllenadmiralen, ist wirklich grenzenlos.



  22. HellAdmiral

    Die Naivität mancher Leute ist wirklich grenzenlos.

    Das “Kompliment” kann ich auch genau so wieder zurückschicken, inzwischen habe ich von verschiedenen, zuverlässigen Quellen entsprechende Aussagen vorliegen, auch außerhalb gamigos.
    Aber macht ihr ma.^^ Und nicht vergessen, die BILD zu lesen, ja? Da steht… na irgendwas wird da schon drinstehen, was bei den Gebrüdern Grimm keinen Platz mehr fand.^^



  23. Natsuki84

    Eine Freundin von mir hat vor kurzem erst nen Mietvertrag unterschrieben und im Nachhinein erfahren, dass es schon beim Markler auf der Liste steht zum Verkauf… Jeder sichert sich vorher ab… Auch Gamigo, die schreiben sicherlich net, wir verkaufen… denn dann würden einige Potentielle Shop einkäufer ihre Accs sicher löschen… Denn ein Verkauf heißt noch lang nicht, dass der neue es besser oder günstiger macht… meist wollen neue besitzer mehr reibach machen…



  24. Fürst Grandios

    Wer nicht weiß, wie solche Transaktionen ablaufen und darüber hinaus keine Insider kennt, der gibt dann eben solche stumpfen Kommentare von sich. Was hat das mit der BILD zu tun?
    @Natsuki: Willkommen, that’s life. Der Typ heißt übrigens “Makler” – ohne r.



  25. HellAdmiral

    Das hat mit der BILD insoweit zu tun, als dass diese Information jeglicher Fakten entbehrt. Ich habe soeben in meiner Eigenschaft als Chefredakteur des Isya’s Newsflash mit den zuständigen Stellen der Axel Springer AG gesprochen und mir wurde klar und unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass diese Gerüchte aus der Luft gegriffen sind, sowohl was den Verkauf als auch die angeblich schlecht laufenden Lizenzen betrifft.



  26. Palladin21

    Dazu bedarf es keinem Verkaufs-Gerücht. Durch Sprunghafte erhöhungen der CS-Item Preise sind z.b. bei Fiesta nicht gerade wenige abgesprungen bzw. haben ihre CS-Item nutzung teilweise extrem zurückgefahren. Ein neuer Besitzer von gamigo würde mich persönlich nicht stören, solange wir in ruhe weiter spielen können^^ Springer hat vllt gutes für gamigo getan (investiert), aber es war doch klar das dafür gegenleistungen erbracht werden mussten. Das Firmen andere Firmen kaufen und verkaufen ist ein normaler wirtschaftlicher Vorgang. Springer hat Geld mit gamigo verdient und nun wo es den Spielern zu teuer wird und springer weniger einnimmt, will Springer uns wieder loswerden. “Schlecht geplant Springer” ist meine Meinung dazu ;P



  27. Palladin21

    Zusatz: Natürlich hoffe ich auch das gamigo nicht verkauft wird^^ Halte das ganze ebenso wie Admiral für ein Gerücht…..ein nichtmal wirklich gutes außerdem xD Bei uns im Forum standen schon weitaus bessere.



  28. Vinseny

    Ganz abwegig ist das Verkaufsgerücht ja nicht. Gamigo hat in 2010 extreme Verluste eingefahren ( ca. 400.000,00 €), davor in 2009 einen Gewinn von über 1 Million. (Zahlen einzusehen auf http://www.ebundesanzeiger.de) Klar Gamigo hat hohe Investitionen getätigt um sich Rechte an Spielen zu sichern, aber wenn man sich anschaut das die Lohnkosten um ca 70% gestiegen sind, frag ich mich ob da in der Führungsebene alles richtig läuft. Es wäre durchaus im Rahmen des möglichen das Springer ein Unternehmen das nur Kostet abstoßen will. Das Gamigo Verluste einfährt, wird dadurch auch ersichtlich das die CS-Preise immer mehr steigen, das soll die roten Zahlen ausgleichen. Aber ob das die richtige Taktik ist, ist durchaus fraglich. Es wäre zu hoffen das bei einem Verkauf, der neue Anbieter eine bessere Unternehmensstrategie hat.

  29. Spannend ist in diesem Zusammenhang diese Passage:

    “Die gamigo konnte die Umsatzerlöse von TEUR 16.648 in 2009 auf TEUR 23.295 in 2010 steigern. Zu dem Wachstum trugen vor allem die drei Titel Last Chaos, Fiesta Online und Shot Online bei, die zusammen 90 % des Umsatzes erzielen (2009: 94 %).”

    Und ShotOnline gibt es bei gamigo nicht mehr. Damit wird noch deutlicher, warum sich gamigo am koreanischen Spieleentwickler OnsOn Soft beteiligt hat (Fiesta Online).



  30. Skeptiker

    Äußerungen wie [Zitat]”Fakt ist: Mehrere mir persönliche bekannte Quellen bestätigen, dass gamigo im Markt zum Verkauf angeboten wird.” und “Meine Quelle kann ich leider nicht nennen, diese muss ich schützen. Die Fakten: gamigo steht zum Verkauf, wird und wurde in den vergangenen Wochen zahlreichen Unternehmen zum Kauf angeboten.” [Zitat Ende] bewegen sich, für meinen Geschmack, immer etwas auf dem Drahtseil zwischen Bernstein und Woodward, mit ihrer Aufdeckung der Watergate-Affäre, auf der einen Seite und Heidemann und co. mit ihren “echten Hitlertagebüchern” auf der einen Seite. Ich möchte gar nicht in Zweifel stellen, dass Herr Hüsing besagte Informationen bekommen hat. Ich möchte nicht mals in Zweifel stellen, dass die ihm persönlich bekannten Personen diese Äußerungen gegenüber gemacht haben und selber von der Richtigkeit dieser Äußerungen überzeugt sind. Ob diese Äußerungen aber den Tatsachen entsprechen ist damit weder geklärt noch bewiesen.

    Bisher betrachte ich die Meldung, dass Gamigo verkauft werden soll allerdings eher für ein (eventuell sogar beabsichtigt gestreutes) Gerücht. Wie hier schon in Kommentaren erwähnt wurde, werden solche Dinge normalerweise in den beteiligten Unternehmen von Personen bearbeitet, die zur Verschwiegenheit verpflichtet sind. Personen dieser Unternehmensebenen haben in der Regel gar kein Interesse solche, wie hier gemeldeten Dinge, an die Presse und somit an die Öffentlichkeit zu bringen. Warum auch? Der Verkauf von Gamigo wäre ja kein Skandal, der an die Öffentlichkeit gebracht werden müsste und für den man seine eigene Karriere riskieren würde, wenn man als Informant auftreten würde. Die Karriere und Posten, der, an solchen Verkaufsvorbereitungen, beteiligten Personen, selbst im zu verkaufenden Unternehmen, ist in der Regel auch nach einem Verkauf ja gesichert. Warum sollte also jemand, der wirklich auf der handelnden Ebene der Vorgänge sitzt, vertrauliche Informationen preisgeben? Wieso sollten aber erst recht direkt mehrere Personen, wie hier vom Autor des Artikels geschrieben, ihre Karrieren auf Spiel setzen für eine Sache die nicht skandalträchtig etc. ist? Natürlich können solche Informationen auch von, mit der Bearbeitung beschäftigten, Subalternen weitergegeben werden. Aber auch hier würde mir kein integerer Grund einfallen, warum gleich mehrere Personen Firmeninterna preisgeben sollten. Persönliche Gründe sind zwar nicht auszuschließen, aber ob persönliche Gründe, die zur Weitergabe von Firmeninterna führen unbedingt für die Glaubwürdigkeit sprechen, mag jeder für sich selber entscheiden.

    Mein bisheriger Eindruck ist eher der, dass jemand im Hause Gamigo “gehört hat, dass einer gehört hat, dass jemand gesagt hat, welcher gehört hat …das Gamigo verkauft wird” und diese Information dann an den Autor weitergegeben hat.

    Mir erscheint das alles bisher als nicht genug nachvollziehbar und für sehr unstimmig, daher halte ich, bis zum Beweis des Gegenteils, die Meldung einstweilen für ein Gerücht.

    Gerade was den Verkauf von Gamigo, eines bevorstehenden Konkurses oder dem Verkauf einzelner Spiele von Gamigo angeht, habe ich natürlich und sicherlich so manche anderer User auch, noch das Skandal-Gerücht im Hinterkopf, das Palladin21 eventuell auch meinte.

    Als es, vor einiger Zeit, wiedereinmal Gerüchte gab (angeblich aus zuverlässiger Quelle im Hause Gamigo bestätigt), Gamigo würde für eines seiner Spiele die Lizenz nicht verlängert bekommen, hatte ein Forenuser, dem die ganze Spekulation und Verschwörungstheorien erheblich auf den Geist gingen, einen deutlich als Satire gekennzeichneten Beitrag in Forum eingestellt, in dem er sich als angeblich zukünftiger Lizenzbesitzer outete und auch gleich einschneidende Veränderungen für besagtes Spiel ankündigte.

    Die Absicht des Users, damit aufzuzeigen wie Blödsinnig die aktuellen Gerüchte, aus angeblich sicheren Quellen, seien ging aber gründlich daneben. Vielmehr verbreiteten sich über ICQ, Skyp und die Gamigo-Foren, aus dem Zusammengenhang gerissene, Zitate des Beitrages als “Information aus zuverlässiger Quelle” (angeblich sogar bis ins Hause Gamigo). Es brach ein kleiner Sturm der Entrüstung unter Teilen der Userschaft aus, Mitarbeiter von Gamigo sahen sich zu Dementis gezwungen. Diesen Dementis wurde kein Gaube geschenkt, sondern noch als Bestätigung angesehen und ein “Durchsickern” an die Presse hätte wohl auch keinen mehr gewundert. Ich weiß noch, weil ich dem Spieler eine PN zu diesem Thema schreiben wollte, dass besagter Spieler sein Postfach im Forum deaktivieren musste, weil er der Flut der Anfragen wohl nicht mehr Herr wurde und auf seinem Profil eine Nachricht einstellen musste, dass es sich bei seinem Beitrag um eine deutlich gekennzeichnete Satire gehandelt habe. Der “Skandal” dauerte aber zum Glück nur kurze Zeit an. Wenig später gab es spielinterne Probleme, die die User mehr beschäftigten.

    Wer aber, wie ich als User damals, erlebt hat, wie sich “Informationen” rund um Gamigo und seine Spiele, in einer Art Selbstläufer, weiterverbreiten, der wird allen Meldungen, welche nicht mit mindestens einer glaubwürdigen zusätzlichen Referenzquelle belegbar sind, was Verkäufe etc. angeht mit einer gehörigen Portion Skepsis entgegentreten.



  31. ...

    Einfach mal die Unterlagen bei CFP in Frankfurt anfordern. Herr Hüsing hat recht. Punkt.



  32. MastaKilla

    Also.. würde ich vor euren Diskussionen Stehen würde ich euch derbe auslachen xDD

    Also.. ich bin Kunde bei Splitscreen seit 3 Jahren.
    In den 3 Jahren hab ich Gamigo sehr gut kennengelernt was mit der sache jetzt eig. nichts zu tun hatt.

    Da Pirate Galaxy an Splitscreen Studios Abgegeben wurde aber gamigo noch gamigo supportet zumindest was Accountssystem angeht weis ich bestens Bescheid. Auch Community Manager geben alle Infos durch.

    Hier ma ein Paar auflistungen:

    “Liebe gamigo-Spieler,

    heute Nacht gab es einen externen Zugriff auf eines unserer anderen Foren.
    Vorsichtshalber haben wir alle weiteren potentiell betroffenen Foren deaktiviert, um den Vorfall zu untersuchen.
    Sobald wir weitere Informationen haben, informieren wir euch an dieser Stelle.

    Bitte beachtet, dass das Forum leider eine Weile nicht verfügbar sein wird.

    Euer gamigo Team” Geschrieben am 28. Feb.. Quelle: Pirate Galaxy Forum.

    Hier das Entscheidente eines Community Managers des Pirate Galaxy Forums.

    “Der Verkauf von Gamigo ist ein Gerücht und wurde von Gamigo nicht bestätigt oder kommentiert. Somit besteht kein Grund sich darüber weiter Gedanken zu machen.”

    Mehr muss man dazu nich sagen lasst den kindergarten

  33. Pingback: Die Woche im Rückblick: gamigo steht zum Verkauf, Sarik Weber tritt ab, Delivery Hero übernimmt Lieferheld :: deutsche-startups.de

  34. Klar, in Zukunft diskutieren wir her nurnoch offizielle Pressemitteilungen! ^^



  35. Palladin21

    @Skeptiker: Jaaa^^ Da hatte DarkHawk wirklich für einen Höhepunkt gesorgt mit seinem Posting xD Grinse immernoch wenn ich daran denke.
    @MastaKilla: Als Spieler bei gamigo spreche ich sicherlich für die meisten von uns, wenn ich sage “Wenn wir diesen kleinen Pseudo-Blackhat in die finger kriegen………”

  36. Pingback: Game Architecture » Sunday Links #4

  37. Pingback: Springer verkauft Spieledienst gamigo an Samarion :: deutsche-startups.de



  38. LastChaosGerAccountbesitzer

    Tja, da wurden wohl dem Höllenadmiral so eben die Schulterstücken abgerissen. :D Gamigo musste vk werden, denn der völlig überlaufene OnlineGamesmarkt wird sich denke ich bald von selbst regulieren und ein paar Publisher werden verschwinden. Gamigo s ruf ist nicht der Beste (2 x gehackt,auch beim 2ten x keine Sicherhheitsvorkehrungen getroffen gehabt,erst 8 mio +++ persönliche Datensätze der User flöten gegangen und dann ein Großteil der Community flöten gegangen. Nein Nein das passt nicht zu Springer.

    Hab Erfahrungsberichte gehört von gehackten Gamigospielern ihre Mobilfunkanbieteraccounts ( O2,Debitel, usw.) die dieselben PW hatten gehackt wurden.

    Plötzlich sind laut Rechnung Abonnements abgeschlossen oder Servicenummern( 5 Stellig) benutzt so einige Kosten verursacht worden.

    Schade Gamigo ihr werdet zu 99% auf der Strecke bleiben. Adieu

Aktuelle Meldungen

Alle