
EXKLUSIV Die beiden Start-ups Gourmeo (www.gourmeo.com) und Tablespots (www.tablespots.de), die beide im Reservierungsdienste-Segment unterwegs sind, lieferten sich im vergangenen Jahr einen heißen Kampf um Nutzer, Restaurants und Presseberichte. Ab sofort hat dieser Wettstreit ein Ende: Nach Informationen von deutsche-startups.de hat Tablespots zum Jahresbeginn das operative Geschäft von Gourmeo übernommen. Nach außen ist diese Übernahme noch nicht sichtbar, die internationalen Aktivitäten von Gourmeo liegen aber offenbar bereits in den Händen des Tablespots-Teams. Für eine offizielle Stellungnahme waren die Gründerteams der beiden Start-ups bisher nicht zu erreichen.
Tablespots und Gourmeo brachten beide im vergangenen Jahr das Konzept von Savored (www.savored.com), ehemals VillageVines, nach Deutschland. Im Grunde sind die deutschen Kopien und das US-Original eine Mischung aus Opentable (www.opentable.de) und Groupon (www.groupon.de): Nutzer können über die Plattformen in ausgewählten Restaurants einen Tisch reservieren und bekommen dann 30 % auf die gesamte Rechnung – ganz ohne Coupons. Tablespots sicherte sich im Sommer 2011 die finanzielle Unterstützung von Holtzbrinck Ventures (auch an deutsche-startups.de beteiligt). Das Start-up wurde im November 2010 von Christian Wiens, Ronaldo Nito Yamamoto und Tobias Böcker gegründet.

Gourmeo stammt aus dem Hause Springstar, dem Inkubator von Klaus Hommels und Oliver Jung. Der Reservierungsdienst war eines der ersten Projekte der jungen Berliner Start-up-Schmiede. Mangrove Capital Partners stieg Ende 2011 bei Gourmeo ein. Der bekannte Kapitalgeber investierte zuvor unter anderem in brands4friends, Cellity und DailyDeal. Als Geschäftsführer der Jungfirma, die im Markt nicht immer gekonnt agierte, wirkte zuletzt Magnus Resch. Der vorherige Mit-Geschäftsführer und Springstar-Partner Christopher Cederskog legte seinen Posten bei Gourmeo im November wieder nieder.
Das alte Gourmeo-Team scheint im Zuge der Übernahme, bei der es sich offenbar um einen reinen Asset-Deal handelt, nicht mehr an Bord zu sein. Wie künftig die Gesellschafterstruktur von Tablespots aussieht ist ebenfalls unklar. Denkbar, dass der ein oder andere Gourmeo-Investor bei Tablespots wieder auftaucht. Klar ist dagegen, dass das zusammengeschlossene Unternehmen künftig mit über 400 Restaurants zusammenarbeitet. Vielleicht schafft ein Unternehmen, dieses Segment als die Anlaufstelle für das Thema erfolgreich zu bearbeiten. Dafür müssen aber sicherlich noch mehr Restaurants her.
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Kommentare
“reiner Asset Deal” –> 3 PCs oder was haben die gekauft?^^
Kommentar von Flo 24. Januar 2012 @ 12:21Domain, Verträge etc.
Kommentar von Alexander Hüsing 24. Januar 2012 @ 12:24Hanse Ventures würde es einen Quasi-Exit nennen
Kommentar von lustiger2 24. Januar 2012 @ 14:30Hm, ich denke Holtzbrinck Ventures braucht nen neuen Investment Manager. Die können doch nicht dauernd in so schlechte Business Models investieren.
Kommentar von Mike 24. Januar 2012 @ 14:53@Mike? Holtzbrinck ist doch bei tablespots (Buyer) investiert? Wo haben die noch versemmelt?
Kommentar von Flo 24. Januar 2012 @ 20:20das thema nach kurzer teit aufzugeben ist eher kein gutes zeichen
Kommentar von wigger 24. Januar 2012 @ 20:35Dann erkläre mir bitte den Mehrwert von Tablespots für ein Restaurant, dass 30% auf die Gerichte an Tablespots bezahlen muss und in der Rezession schon mit den 19% Mwst zu kämpfen hat und nun insgesamt 49% vom Umsatz abgeben muss. Da wäre ein Telefonat des Kunden schon sehr viel profitabler. Und dann erkläre mir doch bitte den Mehrwert für den Kunden, der anstatt ein 1min. Telefonat zu machen, einen Onlinedienst mit Kreditkarte oder Paypal bezahlen muss, damit er überhaupt Zugriff auf die sowieso kostenlosen Tische bekommt.
Schwierig? Nun, es gibt keinen. Der einzige Grund warum die Seite überhaupt genutzt wird, ist seine Rabattfunktion, die die Restaurantbetreiber nur Zähneknirschend akzeptieren dürfen, weil sie ansonsten komplett leer stünden. Bei dem 30% Umsatzverlust können sich das sowieso nur Edelrestaurants leisten und nun erklär mir bitte schön, wie groß der Markt für Tischvermittlung im dt. sprachigem Raum ist und wie gross die Schnittmenge der Kunden mit dem der Smartphonebenutzern ist und teile das durch 20 für Edelrestaurants. Und schon siehst du, warum ich sage das Holtzbrinck Ventures schon wieder in so ein Ei investiert hat. Das gesamte Businessmodel ist ein Rabattmodel und konkurriert mit dem Telefon. Da macht es auch keinen Unterschied ob das Ei gerade Marktführer ist. Denn für mehr ist sowieso kein Platz.
Kommentar von Mike 24. Januar 2012 @ 22:13Naja klar is das ganze eine schwierige angelegenheit. Aber online Reservierung vs Telefon. Da gewinnt meiner Meinung nach in Zukunft die online Reservierung. Die Menschen wollen ja alles online machen, ob das immer Sinn macht oder nicht sei mal dahin gestellt.
Kommentar von H_Mull 25. Januar 2012 @ 09:00Und ich bin froh wenn es mal eine Alternative zu opentable gibt. Das ganze mit Rabatt ist für mich als Endkunde doch wunderbar.
@ Flo, die Partnerschaften mit bestehenden Restaurants sind das Asset.
Kommentar von Petra Panther 25. Januar 2012 @ 12:26Spannend. @Mike: Sehe ich anders. Mehrwert Restaurants: Lieber geringere Rendite als keine, plus Kunden geben mehr aus, Neukundengewinnung, sichere Reservierung, Auslastung wirkt positiv auf andere Kunden, besser als Groupon usw. Mehrwert Kunden: Essen mit Geschäftspartnern, Familie, Freunden o.ä., z.B. 4 Personen 200 EUR -> 50 EUR gespart. Markt: Wahrscheinlich noch etwas früh. International riesig, z.B. anscheinend sind die ja auch in Brasilien aktiv, da sind die Restaurant doch meist total überdimensioniert. Außerdem: Das Modell ist imo schön skalierbar auf andere Branchen. Exit-Strategie (Savored) auch denkbar…
Kommentar von David 25. Januar 2012 @ 13:44online reservierung ist aber ein anderes thema, das machen opentable und livebookings. dasf unktioniert teilweise, in d wohl noch nicht so . das wird aber schon. die machen aber nix anderes seit 10 jahren mit etlichen leuten und haben ebenso lange die anwendung entwickelt. bei dem sparthema wird es schwierig sein bestandskunden auszuschliessen, man will ja nur freie uebrige tische anbieten, was passiert aber wenn der stammkunde der ohnhin jeden tag dort ist dieses angebot wahrnimmt?. heisst fuer mich. stammkunde bezahlt jetzt immr 30% weniger. was mich wundert, wenn man wirklich mal was buchen moechte, dann ist in hamburg ganz viel. icht mehr waehlbar, wird zwar angezeigt aber nicht buchbar.
Kommentar von meto 25. Januar 2012 @ 19:50