Springer zahlt imposante 40 Millionen Euro für Ladenzeile.de

EXKLUSIV Am Freitag verkündete Springer die erwartete Übernahme von Ladenzeile.de (www.ladenzeile.de). Das Medienhaus sicherte sich rund 78 % der Ladenzeile.de-Anteile. Neben den Gründern Robert M. Maier und Johannes Schaback bleibt auch die HiddenMarkets […]
Springer zahlt imposante 40 Millionen Euro für Ladenzeile.de

EXKLUSIV Am Freitag verkündete Springer die erwartete Übernahme von Ladenzeile.de (www.ladenzeile.de). Das Medienhaus sicherte sich rund 78 % der Ladenzeile.de-Anteile. Neben den Gründern Robert M. Maier und Johannes Schaback bleibt auch die HiddenMarkets UG Gesellschafter des Start-ups. Ausgestiegen sind dagegen Ladenzeile.de-Mehrheitseigner und -Initiator Rocket Internet (42 %), der Klingel Versand (15 %) und diverse andere Gesellschafter. Wie immer bei solchen Übernahmen wurde der Kaufpreis nicht offiziell verkündet. Nach Informationen von deutsche-startups.de legt Springer für Ladenzeile.de imposante 40 Millionen Euro auf den Tisch.

Wie es hinter vorgehaltener Hand aus dem Springer-Hochhaus in Berlin heißt, sind in dieser Summe auch die künftigen erfolgsabhängigen Zahlungen eingepreist. Mit einem Kaufpreis von bis zu 40 Millionen Euro ist die Übernahme von Ladenzeile.de ohne Frage einer der stattlichsten Exits in der deutschen Gründerszene in diesem Jahr. Dass Springer bereit ist, beim Kauf von Start-ups tief in die Tasche zu greifen, zeigte bereits die Übernahme von kaufDa, die sich der Medienkonzern rund 25 Millionen Euro kosten ließ. Da Springer sich bereits in der Vergangenheit für Ladenzeile.de interessierte, dürfte dies den Preis des Unternehmen in die Höhe getrieben haben – ebenso die Tatsache, dass das Start-up profitabel arbeitet. Die Jugfirma startete vor über zwei Jahren als Meta-Suchmaschine zum Thema Schuhe. Inzwischen ist Ladenzeile.de ein Metasuchdienst für Schuhe, Mode, Möbel, Spielzeug, Kosmetik und Uhren.

Problem: Abhängigkeit von Google

Zu den Wettbewerbern der Shopping-Plattform gehören unter anderem Fashion.de (www.fashion.de), Stylefruits (www.stylefruits.de) und smatch (www.smatch.com), die teilweise schon lange vor Ladenzeile.de an den Start gingen. In Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien ist Ladenzeile.de unter dem Namen ShopAlike unterwegs. Zumindest in Deutschland gehört Ladenzeile.de zum gewichtigen, wenn nicht gar zum wichtigsten Player in seinem Segment aufstieg. Das Problem bei Ladenzeile und allen vergleichbaren Metasuchdiensten ist die extreme Abhängigkeit von Google. Um dieses Problem muss sich nun Springer kümmern. Da Springer es in der Vergangenheit aber immer wieder geschafft hat, die Unternehmensgründer von übernommenen Start-up sehr langfristig an sich zu binden, ist der Medienkonzern bei dieser großen Herausforderung aber zumindest nicht allein.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Sue

    Great Deal. Denke mit Springer lässt sich hier einiges mehr bewegen!



  2. Leo

    Bisschen viel Geld, aber Springer kauft immerhin die richtigen Startups. Teuer, aber gut…

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  5. Auf jedenfall eine Imposante Summe da bleibt für die Eigner viel übrig.

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  8. Matthias

    Wozu denn 40 Mio? Für ne etwas aufgeblasene Affiliate Seite? Kann mich mal jemand aufklären?

    PS: amazon als “Shop des Monats” zu krönen ist ja schon irgendwie lachhaft.



  9. c

    Die Gründer bleiben Gesellschafter und alle anderen haben verkauft? Ich hoffe die Jungs hatten gute Anwälte damals als Rocket eingestiegen ist und jetzt, ansonsten bekommen sie vielleicht einen symbolischen Euro in 1 oder 2 Jahren für Ihre Anteile…

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  11. Respekt. Interessant wäre aber in der Tat u.a. ob und wie lukrativ das für die Gründer ist/ war!?



  12. Chris

    Also das wäre ja tragisch, wenn bei einer Summe von 40 Mio nicht ein paar Mio an die Gründer gehen würden. Wie können diese überhaupt leer ausgehen? Der Käufer kann ja nicht ernsthaft alle außer den Gründern reich machen, und dann erwarten, dass diese noch an Bord bleiben und Vollgas geben…
    war das bei KaufDa eigtl. auch so oder haben die Gründer Ihren Exit gemacht?



  13. DB Vorstand

    Bei KaufDa sind die Gründer weg. Seitdem ist es ein schlecht skalierter Mittelständler…

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