10stamps und Stampr bringen die Stempelkarte aufs Handy

Nach etlichen Monaten Vorbereitungszeit geht 10stamps (www.10stamps.de), eine digitale Stempelkarte für Smartphones, an den Start. Mit der iPhone- oder Android-App von 10stamps können Nutzer bei den 10stamps-Partnern, dazu können Resturants, Geschäfte oder Dienstleister […]
10stamps und Stampr bringen die Stempelkarte aufs Handy

ds_10stamps_gruender

Nach etlichen Monaten Vorbereitungszeit geht 10stamps (www.10stamps.de), eine digitale Stempelkarte für Smartphones, an den Start. Mit der iPhone- oder Android-App von 10stamps können Nutzer bei den 10stamps-Partnern, dazu können Resturants, Geschäfte oder Dienstleister gehören, digitale Stempel sammeln. Das Münchner Start-up, das von Arash Houshmand, Felix Baaken, Harald Siebenweiber und dem amiando-Mitgründer Markus Eichinger (siehe oben) auf der Taufe gehoben wurde, bringt somit die gute alte Papier-Stempelkarte ins digitale Zeitalter. Zum offiziellen Startschuss erhält die Jungfirma eine Kapitalspritze in sechstelliger Höhe.

ds_10stamps_shot

Die Seed-Finanzierung stammt unter anderem von Aloqa-Gründer Johannes Martens, Jan Buettner, Andreas von Blottnitz (beide ehemals AOL Europe), Xing- und Qype-Investor Reiner Mauch und Achim Lederle (3i). “Der Erfolg von Punchd aus den USA zeigt, dass das innovative Konzept sich durchgesetzt hat und dass das Team hinter 10stamps auf dem absolut richtigen Weg ist, eine europäische Erfolgsgeschichte zu werden”, sagt Martens zu seinem Investment in 10stamps. Das US-Vorbild Punchd (www.getpunchd.com) wurde bereits im Sommer von Google übernommen.

ds_stampr_shot

Das Konzept von 10stamps funktioniert ähnlich wie Punchd: Kunden bekommen beim Kauf eines Produktes einen Stempel. Um diesen zu erhalten, muss der Kunde mit seiner 10stamps-App einen QR-Code ab scannen. Wer zehn Stempel eines Geschäfts gesammelt hat, bekommt ein Produkt gratis. Der entscheidende Unterschied zu Stempelkarten aus Papier: Dank Smartphone hat man seine Treuekarte immer zur Hand. Das Münchner Start-up sieht in seiner App ein ideales “Kundenbindungsinstrument”. Neben der 10stamps-Manschaft haben auch andere Gründer im Lande längst das Potenzial von digitalen Treukarten erkannt: So arbeitet ein Team um Konstantin Schlueter, dem Gründer von Travel IQ, seit einigen Wochen an Stampr (www.stampr.de).

Die Mobilfunkt-App von Stampr funktioniert genau wie 10stamps. Die Unterschiede liegen im Detail: So können Händler bei Stampr selbst die Anzahl der Stempel bestimmen, die nötig sind, um eine Prämie zu bekommen. Zudem setzt Stampr, welches nach Informationen von deutsche-startups.de ebenfalls bereits eine Seedfinanzierung erhalten hat, auf eine Social-Media-Komponente: Nutzer können jeden erhaltenen Stempel auf Facebook oder Twitter posten. Letztendlich werden diese Komponente aber sicherlich nicht über den Erfolg eines der beiden Konzepte entscheiden. Entscheidend ist, wie schnell die Jungfirmen es schaffen viele attraktive Händler an sich zu binden. Nur dann macht die gebündelte Sammelkarte für die Nutzer auch Spaß.

Im Fokus: Alle Finanzspritzen und Exits in der Internetbranche gibt es in unserem Deal-Monitor

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Alex Schmitt

    Punchd mit 10m Exit ist das große Vorbild? Na dann mal viel Spaß… Da haben sich Stamper und 10stamps und all die anderen sich ja einen tollen Kuchen zu teilen



  2. Dav

    Jo, es gibt ja noch paar andere wie Evercards, Stocards, usw. die in eine ähnliche Richtung gehen. Aktuell habe ich 8 oder 9 gezählt.

  3. @Alex Schmitt: Mag sein, dass ein 10m Exit im Vergleich zu anderen Transaktionen nicht sonderlich viel ist.

    Aber eine Vision zu haben, mit derer die Welt ein bisschen besser und das Leben intelligenter gemacht werden soll, sollte trotzdem Anerkennung verdienen.

    Ich drück den Jungs jedenfalls beide Daumen, denn mich nervt es oftmals sehr, dass ich meine Treuekarten entweder verloren oder nicht dabei habe.



  4. dannyboy

    Das untersheid zwischen 10stamps, Evercards, stocards, etc und Foursquare ist nicht klar genug.

  5. Die Umsetzung von 10stamps ist wirklich gelungen und sehr ansprechend. Und der usecase ist für mobile wirklich sinnvoll. Kommt halt jetzt auf die Abdeckung an, die sie erreichen. Jedem Döner eine Treuecard aufzuquatschen wird halt echt eine Herausforderung…



  6. Mike

    @Sven, trotzdem bleibt es ein simples COPYCAT! ohne große Eigenleistung.

  7. Pingback: brew0083 - dailycoffeebreak.de

  8. Ist es nicht auch so, dass Payback in eine ähnliche Richtung marschiert? Auf alle Fälle Glückwunsch zur Finanzierung!

  9. Pingback: iKiosk, Medion, Telekom. — mobilbranche.de



  10. Dav

    es wäre ja fatal, wenn payback! nicht! in die richtung marschieren würde



  11. ben

    Ja guten Morgen. Punchd gibt es seit Ende November 2010, von Google für 10 Mio im Juli gekauft und danach fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel.

    Jetzt kommen ein paar Münchner BWLer, kopieren das ganze, ohne im Ansatz weiterzudenken und jemand wundert sich tatsächlich, dass Payback sich seit 3 Jahren iPhone keine Gedanken über mobile Loyalty macht. Armes Deutschland.

  12. Pingback: Von 10stamps bis supermarkt.de – 10 brandneue Start-ups, die man im Blick behalten sollte :: deutsche-startups.de

  13. Pingback: Sehenswert: Arash Houshmand von 10stamps im Interview :: deutsche-startups.de

  14. Pingback: 5 neue Start-ups: Papersmart, textil-ankauf.com, Silingo, Snipscan, Fameside :: deutsche-startups.de



  15. shmuel

    typisch BWL Studenten

Aktuelle Meldungen

Alle