7 neue Dating-Dienste – neue Konzepte bereichern die Szene

Es existieren bereits gefühlt 2.356 Partner-, Flirt- und Kontaktplattformen. Und obwohl alle Marktteilnehmer immer wieder davon reden, dass der Datingmarkt gesättigt und es sehr schwer sei in diesem Haifischbecken zu bestehen, entstanden in […]
7 neue Dating-Dienste – neue Konzepte bereichern die Szene

Es existieren bereits gefühlt 2.356 Partner-, Flirt- und Kontaktplattformen. Und obwohl alle Marktteilnehmer immer wieder davon reden, dass der Datingmarkt gesättigt und es sehr schwer sei in diesem Haifischbecken zu bestehen, entstanden in den vergangenen Wochen und Monaten wieder zahlreiche neue Datingdienste. Während brandneue Plattformen wie Loverty oder MeetOne auf andere Bezahlmechanismen setzen, versuchen Anbieter wie MySugardaddy.eu andere Zielgruppe zu erreichen. Zudem versuchen Dickschiffe wie eDarling und Parship den Markt mit anderen Marken und ergänzenden Angeboten abzudecken. Vermutlich vor allem, damit nicht andere Anbieter diese Nischen besetzen.

betterdate
Die umtriebige Partnerbörse eDarling (www.edarling.de), legte sich mit betterDate (www.betterdate.de) kürzlich einen Ableger zu. Das neue Angebot richtet sich an “Singles, die den Suchprozess aktiv in die Hand nehmen wollen”. Anders als bei eDarling geht es somit um die aktive Kontaktaufnahme und nicht um automatische Partnervorschläge. “Wir haben bei betterDate vor allem in Funktionen investiert, die das Ausfüllen und Pflegen des eigenen Profils und das Durchstöbern anderer Profile unterhaltsam machen“, sagt Sabine Würkner, Projektleiterin von betterDate. Mittelfristig soll sich BetterDate über Premium-Mitgliedschaften finanzieren. Weitere Infos über betterdate

Loverty
Die Online-Partnervermittlung Loverty (www.loverty.de) will “Online-Dating aus seiner Bezahlnische befreien”. Das und die eigene “Unzufriedenheit mit den deutschen Anbietern von Online-Dating” war die Initialzündung für die Gründer Felix Alaze, Stefan Mey und Andreas Wierz Loverty ins Leben zu hieven. Das Berliner Start-up bietet allen Nutzern den Zugang zum kostenlosen Modus. Dort kann man Bilder sehen sowie Nachrichten schreiben und lesen. Finanzieren soll sich Loverty über Premium-Nutzer, die für Zusatzfunktionen zahlen. Dazu werden keine Abonnements angeboten, stattdessen werden die Premiumfunktionen über eine Einmal-Zahlung freigeschaltet. Weitere Infos über Loverty

jackpot42
Die neue Plattform jackpot42 (www.jackpot42.de) klingt nach Glücksspiel, hat aber mit Online-Dating zu tun – und damit doch wieder irgendwie mit Glücksspiel. Statt um die Liebe des Lebens geht es aber mehr darum, gemeinsam etwas Tolles zu erleben – das Ereignis steht im Mittelpunkt, nicht die Person. Kein monatelanges virtuelles Abtasten sondern gleich was unternehmen, lautet die Devise. “Wir wollten den Krampf aus dem Online-Dating herausnehmen und haben überlegt, wie man das Thema spielerisch angehen kann. Daher bietet man auf jackpot42 Dates – also Verabredungen an – und nicht primär sich selbst”, erklärt Gründer Marcus Finck. Weitere Infos über jackpot42

jaumo
Unter dem Namen jaumo (www.jaumo.com) starteten Jens Kammerer und Benjamin Roth, die Macher der erfolgreichen Community Kwick (www.kwick.de) kürzlich einen neuen Dating-Dienst. Mit der Kuppel-Plattform will das Duo einen “bislang noch nicht ausgereizten Markt erschließen”. Dazu heißt es: “Anders als bei herkömmlichen Single-Seiten im Internet, sollen Mitglieder einfach, schnell und sicher zum richtigen Dating-Partner finden. Dabei steht die aktive Suche im Vordergrund. Die Macher verzichten komplett auf langwierige Tests, Analysen und Registrierungsprozesse”. Kooperationen mit Nutzerstarken Plattformen sollen das Angebot schnell bekanntmachen. Weitere Infos über jaumo

MeetOne
Bigpoint-Gründer Heiko Hubertz, der gerade erst The Art of Games gründete, wagt sich mit MeetOne (www.meetone.com) in ein Haifischbecken. Hubertz beschreibt MeetOne als “Freemium-Dating-Plattform”. Die Kontaktbörse, die Hubertz gemeinsam mit Malte Barth und Liudmila Sukhareva aus der Taufe hob, steht allen Nutzern kostenlos zur Verfügung. Lediglich einige Zusatzdienste kosten Geld. Mit diesen kleinen Gebühren soll sich die Flirtplattform refinanzieren. Quasi eine Art Free2Flirt statt Free2Play. Ein Konzept mit dem Hubertz bei seiner erfolgreichen Spieleschmiede Bigpoint große Erfolge feiert. Jetzt versucht er mit diesem Konzept die harte Flirtwelt zu erobern. Weitere Infos über MeetOne

MySugardaddy.eu
Anfang September ging der Datingdienst MySugardaddy.eu (www.mysugardaddy.eu) an den Start. Zum Konzept: “MySugardaddy.eu ist eine qualitativ hochwertige Dating-Community für finanziell unabhängige Männer und selbstbewusste und attraktive Single-Frauen”. Und weiter: “Möchten Sie einen interessanten Menschen treffen, mit dem Sie die angenehmen und luxuriösen Seiten des Lebens genießen können? Hier sind Sie richtig”. Künftig will das Start-up auch andere Nischen bedienen und die Idee internationalisieren. Ein Konzept, das an Zuckerjungs.de (www.zuckerjungs.de) und seine anderen Nischenableger bzw. an Cougar Life (www.cougarlife.com) aus den USA erinnert. Weitere Infos über MySugardaddy.eu

Solista.com
Ende August erblickte Solista.com (www.solista.com), eine Metasuchmaschine rund um das Thema Partnersuche, das Licht der Welt. Über die neue Singlesuche aus dem Hause 12like (www.one2like.com), die inzwischen zu Parship gehört, können Onliner Mitglieder-Profile unterschiedlicher Dating-Anbieter durchstöbern. “Mit Solista.com wollen wir Allianzen mit anderen Marktteilnehmern bilden. Noch stehen wir ganz am Anfang, aber wir sind überzeugt, dass wir hier in ein weiteres interessantes Geschäftsfeld vorstoßen werden”, sagt Dirk Wischnewski von one2like. Abgerechnet wird bei Solista.com nach dem Pay-per-Message-Modell, bei dem lediglich die erste Nachricht kostenpflichtig ist. Weitere Infos über Solista.com

Die Bandbreite der neuen Anbieter zeigt, dass auch im scheinbar gesättigtem Datingsegment noch Platz für neue Ideen und Konzepte ist. Ob diese Angebote auch ihre Zielgruppe finden bleibt dabei offen. Insgesamt wird es für alte und neue Anbieter aber künftig schwerer im millonenschweren Datingmarkt (siehe Grafik unten) dauerhaft zu bestehen. Auch weil junge Nutzer in sozialen Netzwerken inzwischen auch in Sachen Dating unterwegs sind und eine eigene Plattform zum Flirten kaum noch brauchen. Selbst Dickschiffe wie Parship, wo zuletzt 10 % der Mitarbeiter gehen mussten, müssen sich wandeln und andere Segmente angehen, um die Umsatzzahlen zu halten. Und nicht umsonst kaufte FriendScout24 gerade die Technologie-Lizenz für die Social Dating-App uLikeMe (www.ulikeme.de) Es bleibt spannend!

sek76514

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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  2. maiksfc

    Der Markt ist dicht. Immer wieder tauchen Anbieter auf, die mal schnell ein bisschen Geld verbrennen, um nach kurzer Zeit festzustellen, das Spiel ist doch nicht so einfach.
    Die meisten der hier genannten Beispiele sind mit vollmundigen Ankündigungen gestartete Anbieter, die die Realität ganz schnell eingeholt hat.

    Den meisten neuen Anbietern fehlen wichtige Informationen. Deshalb hier mal zur Übersicht:

    1. Die etablierten Anbieter haben Marketingausgaben, die immens sind

    2. Hinter einfachen Kulissen arbeiten oft hocheffiziente Teams und Unternehmen, deren Business Intelligence diese neuen Anbieter aussehen lässt, als ob sie gerade aus der Hilfsschule kommen

    3. Der Konsument reagiert viel viel träger, als es diese neuen Anbieter sich vorstellen. Alle denken sie hätten eine Superidee. Der Konsument sieht das meist anders.

    4. Selbst erfahrenen Unternehmern im Bereich Online Dating fällt es schwer, den einmaligen Erfolg zu wiederholen.

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  4. Sandra

    ich denke, der Dating Markt mitsamt Dating Portal ist noch lange nicht am Ende. Es gibt immer wieder gute Ideen und die müssen auch sein, denn die Verbraucher wollen einen Mehrwert und die Anbieter müssen sich immer weiter entwickeln wenn sie ihre Ausgaben irgendwie decken wollen. Was bedeutet, sie müssen es schaffen immer neue Mitglieder werben zu können.

    Und heutzutage muss man mit der Zeit gehen und zum Beispiel Apps anbieten, das Smartphone ist auf dem Vormarsch und die Singles von heute die einen Partner suchen, möchten nicht notwendiger Weise zu Hause vorm Laptop sitzen, sondern unterwegs flirten.

    Man könnte das Ganze Thema endlos fortsetzen……

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