
EXKLUSIV In unserem Start-up-Radar, einer Übersicht von Start-ups, die demnächst starten, haben wir bereits kurz über Yasuu (www.yasuu.de) berichtet. Außer dem Slogan “Es wird dein Leben bereichern” war bisher nichts über die Jungfirma bekannt. Nun gibt es neue Informationen! Bei Yasuu handelt es sich um einen “Community Marktplatz für persönliche und authentische Erlebnisse”, so steht es bei Twitter. Wer noch etwas tiefer im Netz wühlt, fand bis vor wenigen Stunden sogar erste Designentwürfe für den Erlebnis-Marktplatz. Und auch im Handelsregister gibt es spannende Neuigkeiten: Das Start-up wird bereits von Holtzbrinck Ventures (auch an deutsche-startups.de beteiligt) finanziell unterstützt.
Zunächst aber noch einmal zum Konzept von Yasuu. In der Selbstbeschreibung heißt es: “Yasuu ist ein Online Marktplatz für Erlebnisse. Hier kannst Du besondere und nicht alltägliche Erlebnisse in ganz Deutschland buchen. Es gibt eine Vielzahl von Erlebnissen von professionellen und vor allem aber auch von privaten Anbietern. Wenn Du auf der Suche nach einem besonderen Tag für Dich oder Deine Freunde bist, komm zu Yasuu und die Buchung ist nur einen Mausklick entfernt”. Klingt im Ansatz nach jollydays (www.jollydays.de) bzw. mydays (www.mydays.de). Der Erlebnisanbieter mydays wurde 2003 von Fabrice Schmidt und Thomas Söhn gegründet. Bei mydays finden Nutzer nach Unternehmensangaben “mehr als 800 verschiedene Erlebnisse für alle Geschenkanlässe”. Das defizitäre Unternehmen beschäftigt inzwischen mehr als 100 Mitarbeiter.
Gesucht: Hobbyzauberer aus Bottrop
Ein wichtiger Unterschied zwischen Yasuu und mydays, welches vom European Founders Fund der Samwer-Brüder Alexander, Marc und Oliver unterstützt wird, dürfte der Marktplatzansatz für Jedermann sein. Bei Yasuu kommt somit auch der Hobbyzauberer aus Bottrop zum Zug. mydays setzt dagegen auf “speziell geprüfte Erlebnisprodukte”. Über eine Rubriken- und eine Ortssuche können Nutzer das Angebot bei Yasuu künftig durchstöbern. Details zum Konzept will Mitgründer Florian Steiner noch nicht verraten. Zuletzt wirkte Steiner als Senior Specialist New Business & Innovation bei Telefónica o2 Germany. Man darf gespannt sein, wann es offiziell losgeht mit Yasuu. Mit Gidsy (www.gidsy.com) steht allerdings schon Konkurrenz in den Startlöchern. Bereits gestartet ist dagegen regiondo (www.regiondo.de). Grenzwertig bleibt Yasuu, der Name des Erlebnis-Marktplatz. Unter dem Namen Yasssu (www.yasssu.com) existiert bereits ein anderes Start-up. Das Unternehmen ermöglicht Nutzern Medieninhalte wie beispielsweise Nachrichten jederzeit und überall zu nutzen.
Artikel zum Thema
* Start-up-Radar – Start-ups, die demnächst starten
* mydays-Ableger myobis vermittelt Buchungssoftware an Erlebnisanbieter

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Kommentare
Ihr schreibt, dass Yasuu von Holtzbrinck Ventures unterstützt wird. Habt ihr da eine Pressemitteilung zu? Insbesondere was ungefähre Finanzierungshöhe und andere beteiligte Investoren angeht?
Kommentar von Paschi 26. August 2011 @ 17:36@Paschi
Noch gibt es keine offizielle Pm von Yasuu. Unsere Infos stammen aus dem Handelsregister. Höhe: Sechsstellig sicher.
Kommentar von Alexander Hüsing 26. August 2011 @ 18:06Kriegt ihr die Informationen vor allen anderen, weil Holtzbrinck auch an euch beteiligt ist? Oder kriegt ihr sowas direkt von den Startups?
Kommentar von Paschi 26. August 2011 @ 18:27Klingt genau wie http://www.Regiondo.de … Scheinen weiter zu sein
Kommentar von Claas 26. August 2011 @ 18:47Sorry, Leute, aber das ist so unprofessionell und hektisch – einfach nur peinlich:
Yasuu.de ist offensichtlich nicht einmal in der Lage, seine eigene, auf der Interims-HP ausnehmend fett gefeaturete E-Mail-Adresse korrekt anzugeben – sie heißt dort info@yassu.de (mit Doppel-s statt @yasuu.de)
Wie unfähig kann man eigentlich sein? Aber große Töne spucken.
Kommentar von Finito 26. August 2011 @ 18:53http://www.gidsy.com
Kommentar von Alexander 26. August 2011 @ 19:03@Paschi
Nein, wir kriegen keinerlei Infos von Holtzbrinck. Oft kriegen wir die Infos direkt von den Start-ups. In diesem Fall hatten wir die Infos allerdings von einer ganz anderen Quelle. Der Tippgeber hatte uns lediglich auf das Start-up hingewiesen.
Kommentar von Alexander Hüsing 26. August 2011 @ 20:22Na, ist sicherlich ein spannender Markt. Schaut Euch doch mal die MyDays-Gewinn- und Verlustrechnung an (sind ja der Marktführer),
hier die veröffentlichten Zahlen für 2009:
Umsatzerlöse: 3.665.704,59
SbE: 1.037.183,34
Gesamtleistung: 4.702.887,93
Löhne und Gehälter: -3.894.753,83
Abschreibungen: -744.634,99
sonstige betriebliche Aufwendungen: -8.566.420,59
…
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -8.428.784,77
MyDays machte also weniger Umsatz als die Personalkosten betragen (!) und ein Minus von über 8 Millionen Euro (!!!).
Kommentar von Johannes 27. August 2011 @ 10:17Wäre es von deutsche-startups nicht mal sinnvoll, die Profitabilität dieser Anbieter in Frage zu stellen und ein wenig mit Zahlen zu arbeiten? Wäre schön und würde Euch sicherlich im Vergleich zu gruenderszene.de mal wieder etwas aufwerten, ansonsten besteht die Gefahr, dass die Kollegen Euch nämlich endgültig abhängen.
Und? Wie aussagekräftig ist ein Handelsregisterauszug von 2009. Wir haben 2011. Jetzt mal losgelöst von mydays: In der Zwischenzeit könnte ein Unternehmen längst profitabel sein oder ein profitables schon wieder pleite. Alles nur ein Blick in die Vergangenheit. Und für mich sinnlos.
Kommentar von Andreas F. 27. August 2011 @ 12:23gibts doch schon. wie fast alles. Holtzbrinck copycat
Kommentar von Sven 27. August 2011 @ 12:46Dies sind 2 komplett verschiedene Ansätze. Yasuu ist eine Peer-to-Peer Platform bzw. Marktplatz, wo Anbieter egal welcher Art “Erlebnisse”/Kurse zur Buchung anbieten, ähnlich zu Startups wie gidsy.com, vayable.com oder skillshare.com, können User von einer Vielfalt unterschiedlicher Angebote aussuchen. Mydeals dagegen ist stark Sales getriebenes Startup, beim dem “besondere” Erlebnisse über verschieden Kanäle wie POS, Online, etc. angeboten werden.
Daher kann man nicht wirklich irgendwelche Rückschlüsse der Profitabiltät von mydeals auf Yasuu ziehen.
Fred Wilson hat erst vo ein paar Wochen in skillshare.com investiert, und der hat ja bekanntlich recht oft eine gute Nase für erfolgreiche Startups.
Crowd sourcing scheint das Thema für 2011 zu sein.
Kommentar von Oliver 27. August 2011 @ 14:05Ökonomische Analysen zu Start-Ups liest man leider sehr selten, dürfte auf Grund der Datenlage auch schwierig sein.
Kommentar von Stefan Straubinger 27. August 2011 @ 14:28Strategische Analysen liest man ja zum Glück noch bei Gründerszene, Exciting-Commerce und ein paar Nischenblogs.
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Deutsche-Startups.de hingegen kommt einem manchmal vor, wie ein Aggregator von Pressemitteilungen, Gastbeiträgen und sonstigen Ankündigungen. Tiefergehende Analysen? Fehlanzeige. Gut, man muss auch nicht alles machen.
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@Andreas: Naja, ein Anhaltspunkt gibt der Rückblick schon. Nicht bei einer 2 Jahre alten Company, aber anderes Bsp.: wenn ich sehe, dass eine Firma 5 Jahre am Markt ist und nicht profitabel – ja was ist das denn? Liebhaberei? Ein seriöser Unternehmer würde dann schonmal fragen, was da überhaupt los ist?
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Zum Yasuu: Idee ganz nett, wird sich aber nicht monetarisieren lassen.
@Stefan Straubinger
Tja, ökonomische Analysen sind bei Start-ups wirklich schwierig. Zumindest herrscht hier kein Bildstil wie bei anderen StartUp-Blogs.
Kommentar von Werner 27. August 2011 @ 14:48@Andreas F.:
Welch visionären Worte Du da formulierst … MyDays gibt es nun schon seit 2003 (!), und bei einem Unternehmen, welches nach 6 Jahren in 2009 immer noch eine solch katastrophale GuV vorweist, bei welcher die Personalkosten den Umsatz übersteigen, ist das definitiv sehr aussagekräftig. Dass sich das in 2011 gedreht hat, ist äußerst unwahrscheinlich. MyDays hat schon weit mehr als 20 Mio. € verbrannt, das nur mal zur Info, ohne das auch nur ansatzweise was reingekommen ist. Sinnlos, eine solche Bilanz zu ziehen, ist es für einen Entscheider DEFINITIV nicht. Vielleicht bist Du ja nur ein Endkunde…
@Oliver:
Nun, zunächst unterscheiden sich die Ansätze etwas, aber das Beispiel MyDays zeigt doch, dass selbst bei einem pushgetriebenen Sales-Modell der Markt für Erlebnisgutscheine einfach überhaupt nicht attraktiv ist (!).
Ja, dem DS-Team scheint wirklich ein BWLer zu fehlen, der mal Sachverhalte durch Zahlen (Fakten!) überprüft und nicht nur die gefärbte Pressemitteilung abschreibt. Ich habe mir gerade mal das DS-Team angeschaut, ökonomische Erfahrung ist hier in den einzelnen Profilen so gut wie nicht vorhanden, so dass es sicherlich für das DS-Team sinnvoll wäre, sich hier zu verstärken.
Kommentar von Johannes 27. August 2011 @ 19:24Ein Marktplatz für Events ist jetzt aber keine große Sache. Scheint gerade mal wieder in zu sein.
Kommentar von Hanno H. 28. August 2011 @ 08:22interessant, dass hier kurz hintereinander gleich über zwei Marktplatzkonzepte (s. Hotelodeo Reisemarktplatz) geschrieben wird. Mal schauen: Es ist mittlerweile klar das Erlebnisgutscheine auf viel Interesse treffen und gut im Markt ankommen. Dennoch: Weil solche Konzepte oft provisionsgetrieben sind, und da bestätigt sich Johannes, wird es am Ende nicht um eine imposante verkaufte Stückzahl, sondern stark um den erzielbaren Durchschnittverkaufspreis gehen. Um Erlebnissgutscheine allein effektiv absetzen zu können, muß ein erheblicher Vertriebs/Marketingaufwand mit hohen Personalkosten her. Die Provision vom Erlebnisgutschein pro Stück ist dabei meist zu gering um die “Produktionskosten” pro Stück aufzufangen. Ich bin gespannt…
Kommentar von Jürgen W. 28. August 2011 @ 17:40Meines Erachtens geht es beu Yasuu nicht um Gutscheine sondern eher um eine Angebots-& Abwicklungsplatform für Erlebnisse/Ausbildung im Stiele von Amiando, wobei der DVP sicherlich eine Rolle spielt, aber es spannender zu beobachten sein wird, ob sie Märkte wie z.B. den VHS und Sprachsschulen Markt knacken werden, wenn diese Hürde genommen ist, wird sich das Model meines Erachtens eher über das Volumen finanzieren.
Kommentar von Oliver 29. August 2011 @ 11:37Das Design der Seite ist hoffentlich nicht ernst gemeint und riecht nach schneller Rocket-Bastelei (#Samwerbashing), um schon mal anzukündigen, dass man auch diese Idee aus den USA kopiert. Hoffentlich werden die Gidsy-Jungs Yasuu schnell in die Schranken weisen. Einen Screenshot mit Blindtexten auf den Bildern rauszugeben ist einfach nur peinlich!
Kommentar von nikolas woischnik 30. August 2011 @ 15:17Yassu und Gidsy sind eher nach Skyara.com modelliert.
Kommentar von Nikkki 05. September 2011 @ 07:00http://www.localguiding.com – gibts bisher nur in Englisch, dafür haben wir aber schon über tausend Touren und Aktivitäten in Destinationen weltweit.
Kommentar von Robert 17. November 2011 @ 13:44