
Bigpoint-Gründer Heiko Hubertz, der gerade erst The Art of Games gründete, wagt sich mit MeetOne (www.meetone.com) in ein Haifischbecken. Hubertz beschreibt MeetOne gegenüber deutsche-startups.de als “Freemium-Dating-Plattform”. Die Kontaktbörse, die Hubertz gemeinsam mit Malte Barth und Liudmila Sukhareva aus der Taufe hob, steht allen Nutzern kostenlos zur Verfügung. Lediglich einige Zusatzdienste kosten Geld. Mit diesen kleinen Gebühren soll sich die Flirtplattform refinanzieren. Quasi eine Art Free2Flirt statt Free2Play. Ein Konzept mit dem Hubertz bei seiner erfolgreichen Spieleschmiede Bigpoint, letzte Bewertung: 600 Millionen US-Dollar, große Erfolge feiert. Jetzt versucht er mit diesem Konzept die harte Flirtwelt zu erobern.
MeetOne, die gefühlt 2.356te Flirtplattform, ging vor wenigen Wochen offiziell an den Start. MeetOne-Mitgründer und Investor Hubertz, der ansonsten von San Francisco die Expansion seiner erfolgreichen Spieleschmiede in den USA vorantreibt, ist zufrieden mit der ersten Resonanz und spricht von “sehr gutem Zulauf”. Die Zahl der täglichen Registrierungen läge im vierstelligen Bereich. Hauptgrund für diesen steilen Start dürfte eine TV-Kampagne, die bei ProSieben, Sat.1 und kabeleins läuft, sein (siehe unten). Die Schlagworte der bunten Werbebotschaft lauten “Kostenlos, No Fakes, sicher”. Man darf gespannt sein, ob diese Schlagworte reichen, damit MeetOne den großen der Branche ein Stück vom Datingkuchen wegschnappen kann.
Obwohl alle Marktteilnehmer immer wieder davon reden, dass der Datingmarkt gesättigt sei und es sehr schwer sei in diesem Haifischbecken zu bestehen, entstanden in den vergangenen Wochen wieder zahlreiche neue Datingdienste. Mit betterdate.de (www.betterdate.de) will das Team von eDarling (www.edarling.de) seinen großen Erfolg als Spätstarter im Datingmarkt wiederholen. “Wir bringen Qualität, Seriosität und einen großen Spaßfaktor zusammen. Das schaffen wir mit handgeprüften Profilen, professionellem Design und hoher Nutzerfreundlichkeit”, heißt es zum Konzept der neuen Datingseite.
Mit jaumo (www.jaumo.com) starteten Jens Kammerer und Benjamin Roth, die Macher der erfolgreichen Community Kwick (www.kwick.de) kürzlich ebenfalls einen neuen Dating-Dienst. “Mit der neuen Kuppel-Plattform will das kwick-Duo einen “bislang noch nicht ausgereizten Markt erschließen”. Dazu heißt es: “Anders als bei herkömmlichen Single-Seiten im Internet, sollen Mitglieder einfach, schnell und sicher zum richtigen Dating-Partner finden. Dabei steht die aktive Suche im Vordergrund. Die Macher verzichten komplett auf langwierige Tests, Analysen und Registrierungsprozesse.” Kooperationen mit Nutzerstarken Plattformen sollen das Angebot schnell bekanntmachen. Die kwick-Macher werfen in dieser Sache zuerst einmal ihre eigene Community in die Wagschale. Reichlich neue Fisch im Haifischbecken.
Artikel zum Thema
* Bigpoint-Macher Heiko Hubertz gründet The Art of Games
* Bigpoint-Gründer Heiko Hubertz steigt bei Toptranslation und Gigalocal ein
* 350 Millionen Dollar: Zwei Finanzinvestoren übernehmen Bigpoint


Fragen





Kommentare
Groß ist der Typ der am Ende des videos bei “Sicher” auftaucht. Sieht für mich aus wie das stilisierte sinnbild eines Einbrechers ;)
Kommentar von Florian Bergmann 20. Juli 2011 @ 09:07Solche Seiten gibt es doch wie Sand am Meer…wieso sprießen jetzt so viele Klone aus dem Boden? Hab ich was verpasst?
Kommentar von Patrick Konrad 20. Juli 2011 @ 09:244get it
Kommentar von Oli 20. Juli 2011 @ 11:12Ich meine ich habe vor dem Gründer großen Respekt, aber was der jetzt da macht, oh man…
Das Video geht mal gar nicht, da fand ich diese Dating Videos von edarling sogar besser.
Außerdem wie Patrick schon meinte, warum wollen alle dieses Risiko eingehen, denn es gibt schon mehr als genug Platzirsche. Darüber hinaus in Zeiten von studivz und facebook wer braucht da noch eine Datingplattform???
Kommentar von Thorsten 20. Juli 2011 @ 11:24Hmmmmm….
Kommentar von Frank Z 20. Juli 2011 @ 11:37Vielleicht sollte ich auch ne Dating Plattform starten. Ideen dazu hab ich reichlich und wenn sogar Heiko den Markt als nicht übersättigt ansieht, dann wird da was dran sein ;-)
Wird jetzt genauso gehypet und beworben wie eDarling. Keine User, aber es so hinstellen als wären es viele und schon melden sich die Leute an. Hätte ich doch blos Geld, dann würde ich es auch so machen ;-)
Kommentar von Dieter 20. Juli 2011 @ 13:46Wenn ich das richtig sehe, kann man sich doch auch inzwischen ganz einfach selbst eine Datingplattform aufsetzen: http://www.whitelabeldating.de
Die Frage ist ja letztendlich nur: Wieviel Platz ist noch am Markt / Wie verändern sich die Werbepreise?
Kommentar von Stefan 20. Juli 2011 @ 21:20big thing – kaum jemand hat es gemerkt, aber hier geht die Post ab. das ist sehr nah am vorbild Badoo, das bereits sehr hoch bewertet wird (und >120m user hat). Hat mit den üblichen Datingportalen nichts zu tun! wichtig: ofiziell ist es gar kein dating, sondern “meet new people”
Kommentar von Mathias Wengeler 21. Juli 2011 @ 16:43