Hitmeister sammelt Kapital ein – Tiger Global hält jetzt knapp 50 % der Anteile

Knapp ein Jahr nach der letzten Finanzierungsrunde sammelt der Internet-Marktplatz Hitmeister (www.hitmeister.de neues Kapital ein. Neben Mitgründer Gerald Schönbucher waren an dieser Finanzierungsrunde auch die Altgesellschafter Frank Hock, BrainsToVentures, der net-AG-Ableger Infomediar, die […]
Hitmeister sammelt Kapital ein – Tiger Global hält jetzt knapp 50 % der Anteile

Knapp ein Jahr nach der letzten Finanzierungsrunde sammelt der Internet-Marktplatz Hitmeister (www.hitmeister.de neues Kapital ein. Neben Mitgründer Gerald Schönbucher waren an dieser Finanzierungsrunde auch die Altgesellschafter Frank Hock, BrainsToVentures, der net-AG-Ableger Infomediar, die Semi Verwaltungs GmbH und Tiger Global. Der Löwenanteil dieser Finanzierungsrunde entfällt erneut auf das zuletzt genannte Beteiligungsunternehmen, dass auch an Zynga beteligt ist. Die Höhe der Finanzspritze ist nicht bekannt. Tiger Global hält inzwischen knapp 50 % der Hitmeister-Anteile. Mitgründer Schönbucher ist noch mit 10 % an Bord. An die große Glocke hängen wollten weder Hitmeister noch die Investoren diese Finanzierungsrunde. Im Handelsregister ist die Kapitalerhöhung aber sichtbar.

Hitmeister-Macher Schönbucher will trotzdem nicht ausführlich über die Finanzierungsrunde reden. Zumindest verrät er, dass das frische Kapital unter anderem in die Erschließung neuer Produktkategorien fließen soll. Auf Hitmeister verkaufen nach eigenen Angaben über 3.000 gewerbliche Händler ihre Waren. Bei Hitmeister können Onliner Bücher, Spiele, DVDs, Unterhaltungselektronik, Kosmetika und anders einkaufen. Gegenüber Gründerszene sprach er noch von inhaltlich Weiterentwicklung des Angebots. Im November 2007 startete die Medien-Tauschbörse Hitflip (www.hitflip.de) ihren Ableger Hitmeister (www.hitmeister.de). Die Medien-Tauschbörse hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht so entwickelt wie erhofft. Das komplizierte Tauschkonzept war einfach zu schwer zu verstehen und zu kommunizieren. Deswegen setzte die Hitflip-Mannschaft zwei Jahre nach dem Start von Hitflip auf den Online-Marktplatz Hitmeister und dampfte Hitflip auf ein Minimum ein.

Konkurrenten sind ebay und amazon

Die erneute Finanzierungsrunde scheint dafür zu sprechen, dass die Investoren weiter an Hitmeister glauben. Hitflip dürfte im Großen und Ganzen nur noch eine Randnotiz sein. Vor allem mit einen guten Kundenservice wollen die Kölner ihren Konkurrenten eBay und amazon Marketplace weiter Kunden abjagen. Das Marktplätze kein Selbstläufer sind, zeigt der Absturz von Shopperella. Im Sommer des vergangenen Jahres trat Shopperella an. Das junge Unternehmen bot zum Start 40 Händlern eine Plattform, um eigene Produkte zu verkaufen. Knapp 6.000 Artikel waren damals online. Zuletzt waren rund 100.000 Artikel im Angebot. Ende Juni ging Shopperella offline.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Johannes

    Nun ja, die Kapitalerhöhung war aber auch dringend nötig.
    In 2009 hatte Hitmeister lt. Bundesanzeiger 900 Tsd. € verbrannt und schiebt jetzt einen Verlustvortrag von 4 Mio. € vor sich her.
    III. Verlustvortrag
    -3.943.468,32
    IV. Jahresfehlbetrag
    -859.756,73

  2. WOW das sind ja mal Riesen Verluste, hoffe das sie die Kurve kriegen.

  3. Ob Hitmeister auf Dauer überleben kann, mag ich persönlich da bezweifeln.



  4. Thorsten

    Ich bin ja immer froh über jede moderne Alternative zu ebay & Co, aber Hitmeister ist alles andere als modern und deshalb werden die auch untergehen. Die haben den Zahn der Zeit verpasst…

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  6. Dennis

    …und wenn man sich die Zahlen von 2010 ansieht, steht da zwar ein Gewinn, allerdings auch nur weil in der Handelsbilanz “getrickst” wurde. Freiwillig latente Steuern in Millionenhöhe zu aktivieren ist meiner Meinung nach grenzwertig, da dies voraussetzt, dass in den nächsten 5 Jahren Gewinne in Höhe der bisher aufgelaufenen Verlustvorträge wahrscheinlich sind. Realistisch ist das sicher nicht.

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