Multishop-Konzepte sind in! Auch Media Ventures, das Beteiligungsunternehmen des Medienunternehmers Dirk Ströer, mischt nun in diesem Segment mit. Die Kölner steigen dazu beim Frankfurter Start-up easystores (www.easystores.org) ein. Das hessische Unternehmen bezeichnet sich selbst als “vertikal orientierter eCommerce Inkubator”. Der Fokus liege auf der Entwicklung von unterschiedlichen Produkt- und Zielgruppen. In den kommenden drei Jahren will das noch junge Unternehmen rund um Geschäftsführer Christian Lertes stattliche “30 Onlineshops in den unterschiedlichsten Branchen- und Märkten” ausrollen. Bereits online ist Energydrinks.de (www.energydrinks.de), ein Shop für Energydrinks.
Demnächst soll BioBude.com (www.biobude.com) ein Lebensmittelshop an den Start gehen. Weitere bereits angekündigte Projekte der Frankfurter sind Kinderhosen24.de und Hosenshop.de. “Unser Ziel ist nicht das nächste Amazon zu werden, sondern spezifische Branchen- und Märkte zu bedienen, denen bislang kaum oder nur sehr wenig Beachtung geschenkt wurde”, sagt Lertes. Das Konzept beim Ausrollen der Shops ist immer gleich: “Von der Auswahl der Branche, über das Design und Coding der jeweiligen Shops, bis hin zu den klassischen Werbemaßnahmen wie SEO, SEA und Affiliate wird alles inhouse abgewickelt.” Media Ventures investiert einen “signifikanten sechsstelligen” Betrag in das junge Unternehmen.
Ziel: 30 Millionen Umsatz in drei Jahren
Neben dem sechsstelligen Betrag, der nach Informationen von deutsche-startups.de mehr als 300.000 Euro betragen soll, bekam easystores noch einen mittleren Millionenbetrag für Medialeistungen spendiert. Media Ventures hält aktuell 12,5 % an easystores, die restlichen Anteile gehören Gründer Lertes. Das Ziel der Gesellschafter ist groß: In drei Jahren sollen die vielen easystores-Läden “30 Millionen Umsatz generieren”. Neben Media Ventures sollen sich noch zwei andere, namhafte Kapitalgeber, davon einer aus den USA, für den Einstieg bei easystores interessiert haben.
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Kommentare
Wie geil ist das denn, ich baue ein paar “zielkundenspezifische” Magento Shops und kriege eine Millionenfinanzierung? Wenn das gerade der Trend ist, dann lege ich aber auch mal Hand an!
Kommentar von BarcaReal5zu0 27. April 2011 @ 19:12Barca, es kommt hier wohl weniger auf Technologie sondern auf das Business Development an. Du kannst heute alles erfolgreich verkaufen, wenn du stark im sourcing bist und die richtigen Deals bekommst. Viel Erfolg den Easystores Jungs.
Kommentar von Julian 27. April 2011 @ 20:19Naja, mal abwarten ob das so weitergeht wenn 2012 facebook und groupon an die börse gehen und die Blase platzt, ob dann immer noch so viel money rumgeworfen wird.
Das Konzept ist doch wahrlich nichts neues. Okay, man hat ein best-practice um shop + seo aufzusetzen – einen Standardprozess.
Kommentar von Gomas Therth 27. April 2011 @ 21:53Aber wenn man keinen Fokus hat, welche Produkte man verkauft, energydrinks, kinderhosen, bioladen … Aijoo…
wenn es einen bei DS einen Like It Button gäbe, hätte ich den jetzt bei Barcas posting eingesetzt.
Kommentar von Ö 28. April 2011 @ 00:48Wenn es so einfach wäre, könnte es jeder! Klar, jeder kann “ein paar zielkundenspezifische Magento Shops” ins Netz stellen. Erfolgreich sind diese dann aber noch nicht. Jeder kann auch einen Supermarkt eröffenen, Kunden hat man dann aber noch lange nicht! Die Kunst an dieser Stelle liegt an anderer Stelle!
Kommentar von Alexander Hüsing 28. April 2011 @ 10:49Naja, warten wir es erstmal ab. Bisher ist doch noch nichts über den Erfolg dieser Vorgehensweise gesagt, die Energydrinks sind online, der Rest noch nicht. 30 Mio. Umsatzziel kann auch jeder ausrufen. Lasst uns das in 3 Jahren überprüfen. Aber wetten, dann heißt es “Aufgrund der negativen Entwicklung des Gesamtmarktes durch den starken Kursverlust der Facebook Aktie konnte sich das Kerngeschäft leider nicht in vollem Maße so entwickeln, wie wir uns dies Anfang 2011 erhofft haben.”
Kommentar von Gomas Therth 28. April 2011 @ 12:48@Alexander
“Die Kunst an dieser Stelle liegt an anderer Stelle!”
Bitte unbedingt um nähere Ausführung, was es mit dieser anderen Stelle auf sich hat! Der geneigte Leser interessiert sich für die Hintergründe und nicht für eine Standard PR Info. Was könnte es sein? Ein besonderer Deal mit einem Hersteller? Ein besonderer Deal mit einem Fulfillmentanbieter?
Also kurz und knapp möchte ich hören, was macht easystores anders als andere Shopbetreiber?
Vielleicht kann easystores selbst auch Aufklärungsarbeit leisten.
Aber natürlich nur wenn das nicht ein Top Secret Betriebsgeheimnis tangiert.
Gracias
Kommentar von BarcaReal2zu0 28. April 2011 @ 18:27Wie oben schon geschrieben wurde, kommt es weniger auf Technologie, sondern auf das Business Development an. Einen Shop kann jeder ins Netz stellen. Kontakte zu Herstellen knüpfen, diese zu halten, SEO im richtigen Maß zu betreiben, die richtigen Leute einstellen etc. diese meinte ich mit Kunst an dieser Stelle. Alles keine Hexenwirtschaft und kein Geheimnis, dennoch aber die Kunst, ein funktionierndes Unternehmen aufzubauen.
Kommentar von Alexander Hüsing 28. April 2011 @ 18:49@Barca
Nischen- oder Branchenshops zu “bauen” ist in der Tat nicht die größte Kunst. Da stimmen wir dir zu.
Wie Alexander sehr treffend kommentiert hat ist es der ganzheitliche Ansatz dieses anzugehen. Wir haben um unser Ziel zu erreichen einen “industrialisierten” Prozess entwickelt welcher es uns ermöglicht die geplanten 30 Shops in den kommenden 36 Monaten umzusetzen. Dazu gehören Prozesse wie: Lieferantenmanagement, Fullfilment, CRM, CMS, SEO, SEA, HR-Prozesse, Coding, Fotografie, etc.
Ich könnte diese Liste noch um einige Punkte ergänzen, denke jedoch das du dir nun ein wenig mehr darunter vorstellen kannst.
Generell:
Lasst uns doch alle mehr am Unternehmertum in Deutschland arbeiten. Lasst uns doch über gelungene Finanzierungsrunden, tolle CopyCats, neue Technologie, Umsätze und Erträge freuen.
Wir freuen uns, euch in regelmäßigen Abständen zu berichten wie es bei uns läuft. Egal ob positiv oder negativ – wir werden es euch offen darlegen und unser ausgelobtes Ziel verfolgen.
Vielen Dank für eure Kommentare.
Christian
Kommentar von Christian Lertes 28. April 2011 @ 20:13Ich denke auch, dass das “Können”, einen Magento-Shop aufzusetzen und diesen womöglich auch noch SEO-technisch gut zu positionieren, nicht in erster Linie über den Erfolg oder Misserfolg der jeweiligen Nischen- und auch Massenshops entscheiden wird.
Jeder, der mal im Handel gearbeitet hat, wird wissen, dass das optimierte Tagesgeschäft (also z.B. Einkauf, Lieferung, Lagerung, Verkauf, Retouren, Zahlungsprozesse, Forderungsmanagement, etc…) ein ganz entscheidender Erfolgsfaktor ist!
Insofern wird sich zeigen, wer alle diese Disziplinen übergreifend beherrscht oder sinnvoll auslagert, und somit nachhaltig erfolgreich wird.
Interessant fände ich im Zusammenhang dieses Artikels noch einen Vergleich mit dem Samwer’schen FP Commerce. Geht Easystores in ähnliche Nischen? Gibt es Überschneidungen? Was setzt FP um, sind 30 Mio. damit vergleichbar?
Kommentar von Henning 29. April 2011 @ 11:10