
Am Freitag wagte sich Wimdu (www.wimdu.com), offenbar das neuste Baby aus dem Hause Rocket Internet, dem Inkubator der Samwerbrüder Alexander, Marc und Oliver (auch an deutsche-startups.de beteiligt), erstmals aus der Deckung. Neben der Website, die gleich mit den Worten “Concept featured on: CNN und The New York Times” und “Will be featured on Groupon soon” für sich wirbt, folgten erste Lebenzeichen bei Twitter und Facebook. Das Konzept von Wimdu ist eine Kopie von airbnb (www.airbnb.com). Das US-Start-up, welches von Sequoia Capital und Greylock Partners unterstützt wird, ist seit 2008 im privaten Zimmervermittlungsgeschäft aktiv und bereits mit einer deutschen Version seiner Plattform unterwegs. Ende Februar startete Qype-Gründer Stephan Uhrenbacher mit 9flats.com (www.9flats.com) ebenfalls eine deutsche Version des airbnb-Konzeptes.
Schon erstaunlich, dass es im Fall von airbnb bis 2011 gedauert hat, bis das Konzept geklont bzw. adaptiert wurde. Wobei Andreas Sperber, Armin Harbrecht und Marco Umfahrer bereits 2009 unter dem Namen gloveler.com (www.gloveler.com) ein Vermittlungssystem für Privatunterkünfte auf die Laufbahn geschoben haben. Die Kollegen von Gründerszene nahmen sich bereits am Freitag dem airbnb-Klon Wimdu an, dort heißt es: “Ein Blick in das Impressum von Wimdu verrät, dass sich hinter dem StartUp mit dem asiatisch anmutenden Namen auch eine Gesellschaft in Peking verbirgt, es ist also wahrscheinlich, dass Wimdu von vornherein international angelegt wird und in die Asien-Expansion von Rocket Internet passt.”
Klingt nach einem spannendem Wettstreit
In Fernost betreiben die Samwers gemeinsam mit den zalando-Gesellschaftern Kinnevik, Tengelmann und Holtzbrinck Ventures bereits den Schuh-Shop locondo. Ein weltweit aufgesteller airbnb-Herausforderer dürfte den Markt für private Zimmervermittlung ordentlich aufwirbeln. Klingt nach einem spannenden Wettstreit, zumal airbnb längst in vielen anderen Ländern aktiv ist. 9flats.com muss sich nun sputen und Gas geben!
Artikel zum Thema
* Private Zimmervermittlung – Stephan Uhrenbacher startet 9flats.com


Fragen





Kommentare
Frage mich immer noch, ob das Zukunft hat. Zum einen dürfte die Gruppe derer, die ihr Zimmer möbliert vermieten recht klein sein (Studenten mit Auslandssemester o.Ä.). Zum Anderen ist der Markt doch bereits vom kostenlosen wg-gesucht.de besetzt. Für Urlaub werden die meisten wohl doch lieber im Hotel als in fremden Zimmer wohnen…
Kommentar von Leo 11. April 2011 @ 15:44ich freue mich auf eine nette debatte wie bei gruenderszene ^^.
Aber was mir an deinem Beitrag ehrlich gesagt nicht gefällt ist das Wort Adaption. Das passt nämlich nicht, da es sich entweder um eine 1:1 Kopie oder nen Klon handelt. Adaption würde ja bedeuten, die machen etwas anders, oder gar besser. Aber wo denn?
Kommentar von Thorsten 11. April 2011 @ 15:47@Thorsten
Eine Adaption ist eine Anpassung. Finde als Synonym für Klon brauchbar. Das Wort Klon ist schon arg überstrapaziertüberstrapaziert, kommt im Text aber auch vor – ebensow wie Kopie und Klon.
Kommentar von Alexander Hüsing 11. April 2011 @ 16:01Egal, ob nun Kopie, Klon oder sonstwas. Alles etwas armselig. Glaube aber trotzdem, dass die Samwers das Rennen machen und das Original verdrängen können. Uhrenbacher kann dagegen einpacken.
Kommentar von Websuperstar 11. April 2011 @ 16:32Armes Deutschland. Wir sind die Weltmeister der Kopierer.
Kommentar von Lisa 11. April 2011 @ 17:32Nur weil die Samwers es machen, muss es noch lange kein Erfolg werden. Es gehört mehr dazu, als das Kopieren eines US-Startups. Sonst könnten es ja alle. Oder warum kopiert ihr nicht einfach alles, was in den USA erfolgreich ist?
Kommentar von Fred Müller 11. April 2011 @ 17:34Ist’s denn in den USA so richtig erfolgreich, bisher? Eher noch nicht, oder?
Kommentar von JohannQ 11. April 2011 @ 17:36So richtig durch die Decke gegangen ist airbnb in der Tat noch nicht, oder?
Was ich bei den Samwer-Sachen schade finde, es geht nicht mehr um Menschen, sondern nur noch ums Geld. Ich wünsche mir einfach mehr Gründerpersönlichkeiten. Die födert man mit Klonen nicht.
Kommentar von JohnnyThunder 11. April 2011 @ 17:40Die Samwers wollen Asien erobern? Weiß jemand mehr? Und woran arbeiten die sonst noch? Hier muss doch einer was wissen.
Kommentar von Dirk 11. April 2011 @ 18:07Berichtet mal über lamoda..
Kommentar von Websuperstar 11. April 2011 @ 18:17Darf man die Logos von bekannten Medien wie CNN und co eigentlich einfach so nutzen, oder gabs für die Samwers ne Erlaubnis? Sonst würde ich bei meinem Online Shop wo es z.B. Handys gibt in den Footer setzen “Handys featured on BILD WELT etc” :-p oder wenn ich ein Startup bin “Startups featured on deutsche-startups.de” … Die Wörter Handys und Startups in den jeweiligen Beispielen ruhig mit wenig Kontrast :)
Kommentar von Captain Future 11. April 2011 @ 18:18In der Tat scheint es das Ende von gloveler.de zu werden. RIP
Kommentar von Udo Walz 11. April 2011 @ 23:01Ich wusste garnicht fass die Rocket Internetauch englische Projekte betreibt. Sieht aber auf jeden Fall gut aus!
Kommentar von Mark 12. April 2011 @ 07:43Naja, irgendetwas scheint gloveler ja richtig zu machen, sonst wäre es ja schon längst weg. Es gab so viele, die sich an der Idee couchsurfing 2.0 versucht haben und die sind in der Zeit alle gescheitert, z.b. tripmonkey, prooms.com, roomies.de,…
Kommentar von Olli 12. April 2011 @ 09:47Was haben diese Samwer-Retortengründungen eigentlich noch mit Startups zu tun? In jedem Geschäftsfeld ist irgendwann einer dieser Klone am Start, der mit gewaltigem Entwicklungs- und Marketingbudget zum Erfolg gezwungen wird. Betriebswirtschaftlich clever, keine Frage, aber die echten Gründer schauen gegen solche Konkurrenz i.d.R. alt aus.
Kommentar von Christian 12. April 2011 @ 10:18@Leo die Vision von AirBnB ist es der Marketplace of Accommodation zu werden, sprich Hotels sollen irgendwann auch ihre Zimmer auf AirBnB anbieten und machen das schon teilweise. Das Potential ist also enorm. Sollte es AirBnB tatsächlich schaffen zum “Ebay of Accommodations” zu avancieren, wird es für die Samwers die ja bekanntlich in kürzester Zeit Klone in Europa zu einer satten Grösse skalieren einen saftigen Exit geben.
Kommentar von Silvester Ruckdaschel 12. April 2011 @ 11:25So groß kann das Marketingbudget von Wamdu ja nicht sein, wenn auf deren Facebook Fanpage gekaufte “Likes” (5-Euro Gig aus Griechenland?!) sinnlose Kommentare schreiben…
Kommentar von Miguel C 12. April 2011 @ 14:01Und zwei Tage später hat Wimdu (sorry, bis neue Namen sitzen braucht es bei mir ein Weilchen) reagiert und die Pinnwand auf der oben verlinkten Facebook Fanpage ist leergefegt von den begeisterten Kommentaren… Aha!
Kommentar von Miguel C 14. April 2011 @ 17:40Für ein weiteres Interview mit allen drei Gründern / For another interview with all three founders check out TechBerlin: http://www.techberlin.com/post/6720522292/airbnb-interview
#shamelessselfpromotion :-)
Kommentar von nikolas woischnik 20. Juni 2011 @ 15:52