Insolvent: Swoopo sorgt nicht länger für Penny-Auctions

Wie ein aufmerksamer Leser deutsche-startups.de in einem Kommentar mitteilte, hat swoopo (www.swoopo.de) den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Damit geht die Ära des Münchner “Entertainment-Shoppingdienstes” zu Ende, der in den vergangenen Jahren […]

Wie ein aufmerksamer Leser deutsche-startups.de in einem Kommentar mitteilte, hat swoopo (www.swoopo.de) den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Damit geht die Ära des Münchner “Entertainment-Shoppingdienstes” zu Ende, der in den vergangenen Jahren vor allem durch Negativschlagzeilen aufgefallen war. Diese handelten von Problemen in der Geschäftsführung, Stellenabbau und dem Rückzug aus Expansionsvorhaben. Vielen erschien es nur noch als eine Frage der Zeit, bis swoopo die Türen endgültig schließt – dies ist nun passiert. Auf der Plattform selbst ist von technischen Problemen die Rede.

Ein deutliches Anzeichen für den freien Fall des Shoppingdienstes war der Rückzug aus Korea Mitte vergangenen Jahres. Hinzu kamen die ständigen Wechsel in der Geschäftsführung und bei weiteren Swoopo-Führungskräften: So verschwanden 2010 innerhalb kurzer Zeit Iris Ostermaier, die seit 2007 als Chief Financial Officer bei Swoopo wirkte, Bernd Hacker (VP Auction Management & Business Development Europe), Adrien Hingert (VP Marketing), Peter Byungki Kim (General Manager Swoopo Asia Pacific) und Susan Chen (VP of International Strategy and Development) von der Bildfläche.
Ebenfalls verwirrend waren die zahlreichen Verschärfungen im Bereich “Direktkauf”: Nachdem Swoopo im Sommer 2009 kurzfristig auf die Nutzer zugegangen war und Bietern beim Direktkauf 100 Prozent der Einsätze erstattete, wurden die Regeln Anfang 2010 wieder verschärft. Direktkäufer erhielten in Folge nur noch 25 Prozent ihrer Einsätze zurück. All diese Faktoren trugen dazu bei, dass Swoopo nach dem Rekordjahr 2008 (22 Millionen Euro Umsatz) dem Absturz entgegeneilte. Daran änderten auch die 7,5 Millionen Euro nichts, die August Capital Anfang 2009 in das Unternehmen pumpte.

Swoopo geht, SevenSnap kommt

Die Insolvenz des bekanntesten deutschen Penny-Auction-Dienstes macht deutlich, dass die Hoch-Zeit dieses Modells vorbei ist. Vor Swoopo hat auch schon Dealstreat und Rabattschlacht der Insolvenzhammer getroffen. Das Problem liegt im Geschäftsmodell begründet: Nutzer ziehen sich meist enttäuscht zurück, nachdem sie Geld in eine Auktion gesteckt haben und am Ende kein Produkt erhalten. So ist es schwierig bis unmöglich, Stammspieler zu halten. Trotzdem versuchen immer wieder neue Anbieter ihr Glück. So ist zum Beispiel gerade der lang angekündigte Webdienst SevenSnap (www.sevensnap.com) online gegangen, eine Art Swoopo für Smartphones. Man setze auf ein optimiertes Geschäftsmodell und Transparenz, heißt es. Das Konzept: Für den Aufenthalt im sogenannten Snap Room bezahlen Nutzer 89 Cent pro Minute. Die Abrechnung erfolgt im 30-Sekundentakt. Jeder Nutzer senkt den Preis des Produktes mit 50 Prozent seines eingesetzten Zeitguthabens. Je mehr Nutzer im Snap Room verweilen, umso schneller fällt der Preis des Produktes. Transparent ist es insofern, als Nutzer sehen können, wie viele Mitbieter sich im Verkaufsraum befinden. Aber das Grundproblem bleibt bestehen: Man kann eine Menge Geld lassen, ohne je ein Produkt zu erhalten.

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Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

  1. Sehr komische Geschäftsmodelle… versteh ich überhaupt nicht wie man denken kann sowas hat Zukunft…



  2. Danke

    Schön, dass sich solche Abzocker Geschäftsmodelle nicht durchsetzen!



  3. Thorsten

    Genau so eine Abzocke wie swoopo ohne wirklichen Mehrwert und auch die werden scheitern, da bin ich mir sicher. Finde immer geil wie die etwas als ach wie toll verkaufen, obwohl es nur einen Gewinner gibt und das ist der Betreiber.

    Für kurze Zeit läuft das gut und dann stellen die Leute fest, dass die auch hier wieder mehr verlieren, als gewinnen können.

    Aber die Bildleser brauchen halt immer etwas länger ^^



  4. Jens

    An das DS-Team und Yvonne:
    Euer Artikel enthält zahlreiche Ungenauigkeiten, auf die ich gerne aufmerksam machen möchte:
    Swoopo ist nicht nur durch Negativschlagzeilen aufgefallen, auch wenn das Geschäftsmodell polarisiert hat.
    Swoopo war und ist das einzige deutsche Startup, welches nach Silicon Valley gegangen ist und für große Begeisterung gesorgt hat.
    Schau mal hier:
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,625708,00.html

    Zentraler Fehler von Swoopo war die Einführung des Direktkaufes ab Mitte 2009.
    Das kann sich jeder im Kopf ausrechnen, dass die Plattform so nichts mehr verdienen konnte.
    Nicht umsonst steht im Geschäftsbericht 2009 “Die Gesellschaft schreibt seit Mitte des Jahres Verluste”, obwohl sie ja vorher höchstprofitabel war.
    Damals haben die Amis darauf bestanden, diese Änderung einzuführen, was jetzt letztlich zur Insolvenz von Swoopo geführt hat.
    Von einem Freund weiß ich, dass Swoopo zuletzt auch SAP eingesetzt hat und allein monatliche Fixkosten im hohen sechsstelligen Bereich angehäuft hat (teure Manager in den USA, Flüge hin und her und so weiter).
    Der Größenwahn von Swoopo mit der höchstkritischen Änderung des Geschäftsmodell und zahlreichen Managementfehlern hat nun zur unvermeidbaren Insolvenz geführt.

    Gegangene Geschäftsführer sind nicht die aufgezählten, sondern Ex-Mobile Chef Ralph Werner und Gunnar Piening.

    Und ganz wichtig:
    Der Satz ist vollkommen falsch:

    “Aber auch wenn User hier – anders als bei Swoopo – gegeneinander spielen und nicht gegen den Computer, bleibt das Grundproblem bestehen”

    Bei Swoopo hat niemand gegen den Computer geboten! Denk nochmal darüber nach oder frag Alexander.
    Jeder Bieter wird mit seinem Benutzernamen angezeigt.

    Und SevenSnap ist jetzt schon gescheitert.

    • @ Jens: Danke für die weiterführenden Infos und die Richtigstellung. Stimmt, der Satz “Aber auch wenn User hier – anders als bei Swoopo – gegeneinander spielen und nicht gegen den Computer, bleibt das Grundproblem bestehen” beruhte auf einer Fehlinformation, die nun berichtigt ist. Und mit genannten Personen meinte ich natürlich nicht nur die Geschäftsführung, sondern überhaupt sämtliche Führungskräfte im Swoopo-Team. Was die Berichterstattung über Swoopo angeht teile ich deine Meinung nicht: Zum einen habe ich nicht geschrieben, dass es ausschließlich negative Meldungen gab, sondern “vor allem”. Zum anderen ist es nun mal eine Tatsache, dass seit Längerem kaum noch Positives über Swoopo vermeldet wurde.

  5. Pingback: Swoopo hat Insolvenz angemeldet « AdClicks-Agent.de



  6. Martin Wielander

    Den Hinweis mit der SAP-Einführung finde ich interessant.

    Insgesamt bin ich froh, dass solche Geschäftsmodelle durch die Selbstreinigungskräfte des Marktes wieder verschwinden, letztlich wird hier immer auf eine betrügerische Art und Weise den Usern vorgegaukelt, Produkte zu unsagbar günstigen Preisen erstehen zu können; am Ende gucken die User natürlich in die Röhre und zahlen ihre Bid-Fees ohne je zum Zug zu kommen. Die Problematik vergrößert sich, je mehr Leute daran teilnehmen.

    @Jens: “Zentraler Fehler von Swoopo war die Einführung des Direktkaufes ab Mitte 2009.
    Das kann sich jeder im Kopf ausrechnen, dass die Plattform so nichts mehr verdienen konnte.”

    Das sagt eigentlich alles.



  7. Alpensepp

    Ein dumm-dreistes Abzockmodell geht final den Bach hinunter. Fein.
    Den Gründern wird es allerdings egal sein, denn die schwimmen im Geld.



  8. Thorsten

    Was nen schwachsinn? Wieso war die Einführung des Direktkaufes denn ein zentraler Fehler. Wo liegt da die Logik. Das ist eher ein zusätzlicher Absatzkanal, denn die mussten die Produkte normal bezahlen, auch wenn die Gebote gutgeschrieben wurden. Aber letztendlich hat man denen nix geschenkt, von daher sind einzig das Missmanagement und die total aus den Rudern laufenden Kosten, neben den sehr umstrittenen Geschäftsmodell, der Hauptgrund für das Scheitern.

    Außerdem musste Swoopo dieses Modell mit den Kauf anbieten, da es sonst früher oder später als Glücksspiel gegolten hätte und das wäre noch früher das aus gewesen. Ok ist jetzt auch egal ^^

    @Jens “Und SevenSnap ist jetzt schon gescheitert.”

    Woran machst du das fest? Ich meine ich finde das Modell auch wieder fragsam, aber die sind schon gescheitert, obwohl nicht mal richtig gestartet?



  9. Bernd

    Der Direktkauf war die einzige Chance, ein nicht retentionfähiges Geschäftsmodell so zu verändern, dass User mit einem Kaufwunsch erst einmal risikolos versuchen können, dieses Produkt zu ersteigern.
    Es hat nicht funktioniert, auch weil die Margen im Einkauf vor allem bei Consumer Goods äußerst gering sind.
    Dazu gab es eine große Anzahl unseriöser Copy-Cats, die unfair gespielt haben und die fair spielenden Teilnehmer der Branche insgesamt vor zusätzliche Probleme gestellt haben.



  10. VanDamme

    @Jens: “Jeder Bieter wird mit seinem Benutzernamen angezeigt”

    Was willst Du damit sagen ??

    Das ist doch wohl nicht dein Beweis, dass die Bieter reale Personen sind – oder ?

    Ich müsste jetzt raten, entweder Du bist abgrundtief dumm oder Du schreibt ansichtlich Mist.

    Solche Aussagen sind peinlich!



  11. Jens

    @VanDamme:
    Man merkt auch anhand Deiner sonstigen Kommentare, dass Dich der liebe Gott in einigen Dimensionen, insbesondere im Kopf, wohl etwas sparsamer ausgestattet hat. Sofern es sich nicht um reale Personen gehandelt haben sollte, so wäre es Betrug gewesen. Wenn Du also dem Hauptgesellschafter Wellington Partners Betrug unterstellen willst, dann mach das bitte und erstatte eine Anzeige. Alles andere ist unseriös und einfach nur lächerlich.

    @Thorsten:
    Denk mal ein bisschen darüber nach – wenn beim Direktkauf jeder Teilnehmer an der Auktion den Artikel unter Einsatz seiner Gebote erwirbt, wieviel verdient denn dann der Anbieter? Null Euro! Hinzu kommen noch Kosten für die Bestellabwicklung und zum Teil Lagerung etc.
    Ich hoffe, dass auch Du nun in der Lage bist, das zu verstehen. Gerne erkläre ich es Dir noch einmal.



  12. DreiZwoEins

    Die Einführung des Direktkaufs war mMn eine Reaktion von Swoopo auf seine Mitbewerber, die dieses eingeführt haben. Damit wurde dieses Geschäftsmodell im Endeffekt unprofitabel gemacht…von rechtlicher Seite sollten da keine Probleme bestanden haben, da der Einsatz mit 0,50 EUR ja bewusst genau unter der gesetzlichen Glücksspielgrenze gelegen hat

  13. Schade, wieder einer unserer Kunden den es nicht mehr gibt :-( Denke, dass auch das ganze Markenthema – vorher Telebid dann swoope am Vertrauen und am Modell gerüttelt hatte.



  14. Julian

    Die Kunden von SevenSnap scheinen aber schwer begeistert zu sein: http://www.facebook.com/sevensnap



  15. Johannes

    Sevensnap betreibt ein unerlaubtes Glücksspiel. Im Gegensatz zu Swoopo wird hier nämlich ein Preis von 0,89 Euro pro Einsatz und nicht 0,50 Euro abverlangt. Man kann nicht erwarten, dass das Sevensnap Team das wissen kann, so amateurhaft wie das dort abläuft. Aber es reicht eine anonyme Anzeige und die Staatsanwaltschaft macht den Laden dicht.

    § 284
    Unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels.(1) Wer ohne behördliche Erlaubnis öffentlich ein Glücksspiel veranstaltet oder hält oder die Einrichtungen hierzu bereitstellt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    (2) Als öffentlich veranstaltet gelten auch Glücksspiele in Vereinen oder geschlossenen Gesellschaften, in denen Glücksspiele gewohnheitsmäßig veranstaltet werden.

    (3) Wer in den Fällen des Absatzes 1

    1. gewerbsmäßig oder
    2. als Mitglied einer Bande handelt, die sich zur fortgesetzten Begehung solcher Taten verbunden hat,

    wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

    (4) Wer für ein öffentliches Glücksspiel (Absätze 1 und 2) wirbt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.



  16. Julian

    @Johannes

    Sehe Dir die Usability vom ehemaligen Swoopo an und vergleiche sie mit der von SevenSnap. Es ist ganz offensichtlich, dass die Leute von SevenSnap erheblich professioneller arbeiten als Swoopo.

    Ich denke man kann SevenSnap nicht in die Glücksspiel-Schiene schieben. Bei SevenSnap kannst Du zu jederzeit kaufen und der teuerste Preis, der im Snap Room möglich ist, wird ohne Geldeinsatz angezeigt. Was hat das mit Glücksspiel zu tun?



  17. Erbsenzähler

    Ich bin fassungslos wenn ich mir Sevensnap nach wie vor anschaue. Ich bezahle somit 600 Euro für ein Produkt (ipad 2 bla bla bla) und zusätzlich noch 10 euro dafür, dass ich es “günstiger” bekomme… Die problematik besteht hierbei aber: wenn 20 Leute interessiert sind hat sevensnap bereits nach 10 minuten 178 Euro verdient zuzüglich einer differenz zwischen ein- und verkaufspreis.

    jeder der dadrauf reinfällt hat den knall nichtmehr gehört und scheinbar zuviel geld… man WARTET brav während der preis sinkt… aber es wird maximal nur 1 Kunde bedient. danach heisst es wieder brav warten…. wie swoopo: schlicht abzocke..



  18. Martin Wielander

    Erbsenzähler hat vollkommen recht, das ist ein betrügerisches Geschäftsmodell und an den Facebook-Kommentaren kann auch man schon erkennen, dass der Unmut der User, die nicht zum Zug gekommen sind, wächst. Lange machen das die User nämlich nicht mit. Das witzige ist ja eben, dass die 19 von 20 Usern, die nicht zum Zuge kommen ihren Unmut ausdrücken werden, der eine Käufer wird sein Maul halten.

    Menschen, die immer noch so doof sind und denken man kann ein Produkt unter EK kaufen, haben es eigentlich auch nicht anders verdient.

    Gerade bei consumer electronics sind die Margen so niedrig, da brauche ich doch kein Sevensnap, da kaufe ich das Produkt einfach beim günstigsten Händler.

    Ich verstehe nicht, wieso ein fitter Typ wie Tobias Hieb der ja in Bezug auf Technik, Marketing etc. wirklich einiges auf dem Kasten hat, sich immer mit solchen fragwürdigen Geschäftsmodellen auf den Markt begibt. M.E. fehlt es diesem Mann an Moral, Ethik und Rechtsbewusstsein. Er ist auf das schnelle Geld aus, indem er andere abzockt.

  19. Es ist erstaunlich, wie schnell die Leute offensichtlich aufgewacht sind und von diesen glückspielähnlichen “Entertainment-Shoppingdiensten”, bei denen i.d.R. nur der Betreiber gewinnt, die Finger ließen.



  20. Julian

    @Martin Wielander

    Du sagt ihm fehlt es an Ethik und Moral? Fehlt es nicht Dir insbesondere an diesen Werten, wenn Du einen Menschen beurteilst ohne ihn persönlich zu kennen?

    Ich kenne ihn und ich weiss, dass er mit SevenSnap nicht das schnelle Geld machen will und wird. Sonst hätte er nicht 3 Jahre lang an SevenSnap gearbeitet und getüftelt. Er konzipierte mit SevenSnap ein Modell, dass zu 75% typischem eCommerce entspricht und zu 25% von “Entertainment-Elementen” getragen wird. Einige Leute werden sich noch umschauen und staunen, welchen Weitblick er an den Tag gelegt hat und wie elastisch sein Geschäftsmodell ist. Abgesehen davon: Er hat nicht nur verstanden wie Marketing funktioniert. Er hat zudem auch verstanden wie Social-Media funktioniert. Wie er mit seinen “Fans” bei Facebook arbeitet ist ganz großes Kino.

    Ihr DS-Leser solltet versuchen etwas über den Tellerrand hinaus zu blicken und wenn ihr nicht in der Lage dazu seit, einfach mal den Mund halten.

    Und wer von Euch über den Tellerrand hinaus blicken kann, der möge doch bitte dazu beitragen, dass dieses Land etwas mehr Einfluss in der Startup-Sphere gewinnt. Leute, die alles schlecht reden, brauchen wir nicht. Wir brauchen Leute die die Ärmel hoch krämpeln und Mut besitzen. Denn Deutschland und die USA trennt genau eine einzige Sache: MUT!

    Und in Anbetracht des miesen Rufs, den Entertainment-Shopping in Deutschland besitzt, kannst Du dir nun ausmalen, wieviel Mut und Ehrgeiz er besitzen muss um überhaupt in diesem Bereich tätig zu sein. Und wenn Du weiter denkst, dass er von vielen Leuten, die ihn ebenfalls nicht persönlich kennen und nie etwas mit ihm zu tun hatten, oftmals “gebashed” wird, er sich davon aber nicht irritieren und schwächen lässt, dann siehst Du noch mehr Qualität und Stärke in seiner Figur. Es gibt nur wenige, die aus diesem Holz geschnitzt sind.

  21. Schön, dass Verbraucherzentralen und Medienberichterstattung hier mal recht schnell erfolgreich waren. Dieses Geschäftsmodell braucht einfach keiner!

    Sevensnap wird wohl kaum was. Da werden sich Investoren jetzt dreimal überlegen, ob sich da noch Geld reinstecken sollen. Egal wie “professionell” die das machen…



  22. Martin Wielander

    @Julian: Netter Versuch, ändert aber grundsätzlich nichts an der Seriösität des Geschäftsmodells.

    Ganz ehrlich: Ich habe Respekt vor Tobias Hieb, seinen Fähigkeiten und seiner Kreativität. Meiner Meinung nach sollte er seine Energie aber in ehrlichere und nachhaltigere Projekte investieren.

    Und gegen Leute die Mut haben und die Ärmel hochkrempeln habe ich überhaupt nichts, im Gegenteil. Aber bitte für valide, solide Geschäftskonzepte.

    Der miese Ruf des Entertainment Shoppings kommt ja nicht von ungefähr, insofern ist es töricht da 3 Jahre Energie reinzustecken.



  23. VanDamme

    @Jens: Natürlich ist es Betrug. Was hast Du denn gedacht. Etwa, dass es wegen “Wellington Partners” kein Betrug sein kann ?!

    Informiere Dich mal wie die Welt so funktioniert.



  24. Johannes

    VanDamme: Du unterstellst einer so renommierten Venture Capital-Gesellschaft wie Wellington Partners ernsthaft Betrug?
    Das kann das DS-Team doch nicht stehen lassen, sorry.
    Das Unterstellen einer Straftat ist auch eine Straftat, das nur mal am Rande.



  25. VanDamme

    Nur ein aktuelles Beispiel:
    Die “renommierte” Deutsche Bank wurde vor ein paar Tagen vom BGH verurteilt…

    Um das Thema abzuschliessen:

    Versucht mal öfters Geschäftsmodelle zu verstehen und dazu weniger naiv durchs Leben zu gehen.



  26. Bernd

    @vanDamme:
    Ich würde mit solchen Behauptungen und Schlagwörtern wie Betrug eher ganz vorsichtig sein. Woher willst Du wissen, was bei Swoopo passiert bist? Du bist sicherlich kein ehemaliger Swoopo-Mitarbeiter, dazu hast Du sicherlich wie fast jeder Schlauberger hier das Geschäftsmodell und die dazugehörigen Tücken sicherlich nicht gänzlich verstanden.
    Auf diese Weise Unternehmen und deren Mitarbeiter zu diskreditieren, ist einfach nur peinlich und nicht angebracht. Mutmaßungen wie Deine ohne irgendwelche Belege, die Du nicht finden wirst und nicht finden kannst, nerven einfach nur. Behalte Dein Nichtwissen lieber für Dich



  27. VanDamme

    @Bernd: Du glaubst gar nicht was ich alles weiß.

  28. Pingback: » Swoopo offline – Technische Schwierigkeiten oder Insolvenz?



  29. Bernd

    @vanDamme
    Über Swoopo definitiv nicht viel bis gar nichts, das ist nach diesen Aussagen hier amtlich



  30. VanDamme

    Wie kann man es nötig haben für ein totes Unternehmen noch positive PR zu machen?

    Bist Du traurig, dass es Swoopo nicht mehr gibt?

    Hattest die Hoffnung nicht aufgegeben dort noch etwas zu gewinnen ?

    Lerne mal eine ordentliche Programiersprache, dann wirst Du irgendwann vielleicht nachvollziehen können wie deine Lieblings-Webseite mal funktioniert hat.



  31. Bernd

    Im Gegensatz zu Dir weiß ich wie Swoopo funktioniert hat. Insofern nerven mich Kommentare wie die von Dir, die jeglicher Grundlage entbehren. Ich will das Geschäftsmodell von Swoopo gar nicht verteidigen, ich wehre mich nur gegen dumme Vorwuerfe von unsachlichen und unwissenden Menschen wie Dir, die mit Behauptungen hausieren gehen, die Mitarbeiter des Unternehmens diskreditieren. Und nun mäßige Dich lieber mal in Deinem Ton und Deinen Vorwürfen, ansonsten wird es langsam laecherlich.
    Und somit Ende der Diskussion mit jemandem, der aufgrund seines Benehmens keine Aufmerksamkeit verdient hat



  32. Johannes

    @Bernd:
    Du hast meine volle Unterstützung.
    Wie dumm muss denn der Autor VanDamm sein, dass er sowas schreibt “Lerne mal eine ordentliche Programiersprache, dann wirst Du irgendwann vielleicht nachvollziehen können wie deine Lieblings-Webseite mal funktioniert hat.”
    Das ist nicht mal mehr dumm, sondern schizophren. Genauso wie dass er glaubt, VanDamme zu sein.



  33. Risiko

    …wie bei allen Pyramidensystemen auch: Eine Zeit lang funktioniert das “Geschäftsmodell” (so lange bis alle Dümmsten der Dummen erfolgreich abgezockt wurden). Dann geht die Firma/das Produkt /das “Geschäftsmodell” pleite/vom Markt. Und schon kann der Nachfolger die gleiche Abzockmethode für eine Zeit X nutzen…
    History repeading…



  34. Norman

    Eine Frage sollte mal jemand hier beantworten:

    Wieso ist es bei keinem der Anbieter je möglich gewesen seine Mitspieler zu kontaktieren ??
    Also warum war es überall ein geschlossenes System.

    Auf die Antwort dieser Frage warte ich schon seit vielen Jahren…



  35. Benjamin

    Norman: Also als BÖSE Zunge könnte man behaupten “damit die Leute sich nicht gegenseitig beleidigen können! HAHA DIESE ABZOCKE!”… Aus meiner Sicht hingegen denke ich, dass eine interne Kommunikation mit “Mitbietern” etwaige Absprachen bedeuten könnten oder ähnliches. Hätte natürlich ein Nachteil, wenn Mitbieter/Kunden sich bei Auktionen absprechen wodurch keiner mehr bietet und das Produkt für Summe 50 Cent rausgeht ;-)



  36. fabstar

    wie schauts mit der perspektive von snipster aus?



  37. Martin

    Warum die pleite gegangen sind, kann ich wirklich nicht verstehen. Die haben doch über Jahre lang eine bombastische Entwicklung hingelegt und jedes Jahr ihre revenues verdoppelt und sind dabei sogar noch eines der wenigen Startups mit Profit gewesen.
    Ich erinnere mich noch, als die Fernsehwerbung jeden Tag lief, und dann mit einem Male sind die still und heimlich weg vom Markt.

    Zu snipster:
    Ich glaube schon, dass die Swoopo einiges an Umsatz in Deutschland weggenommen haben. Insofern dürften die jetzt vom Wegfall von Swoopo ziemlich profitieren, denn Swoopo hat ja gezeigt, wie groß der Markt ist.



  38. fabstar

    ich denke auch, dass der fall snipster zeigt, dass man nachwievor sehr erfolgreich mit centauktionen sein kann. es gilt halt letztlich nur das interesse am wohl des kunden nicht zu verlieren. ich bin schon der meinung, dass cent auktionen tatsächlich völlig in Ordnung gehen, solange man 100% der Gebote im Bereich des Direktkauf einsetzen kann. So sind schnäppchen möglich, die Verlustgefahr jedoch gleich Null! Oder seht ihr das anders?



  39. Christopph

    Als Teil eines Research-Projects der University of North Carolina Kenan-Flagler Business School haben wir einen Fragebogen erstellt, um Internet-Gewohnheiten und Einkaufsverhalten bzgl. Penny-Auctions zu untersuchen. Ihr würdet uns sehr helfen, wenn ihr diesen Fragebogen ausfüllt (dauert max. 2 Minuten)

    https://kenan-flagler.qualtrics.com/SE/?SID=SV_9n5vcC4DMCiCYtK

    Vielen Dank!



  40. Rainer

    Lange hat es gedauert bis sich kein Dummer mehr für dieses Abzock-Geschäftsmodell gefunden hat.



  41. Kerstin

    Zitat: “Insgesamt bin ich froh, dass solche Geschäftsmodelle durch die Selbstreinigungskräfte des Marktes wieder verschwinden, letztlich wird hier immer auf eine betrügerische Art und Weise den Usern vorgegaukelt, Produkte zu unsagbar günstigen Preisen erstehen zu können; am Ende gucken die User natürlich in die Röhre”

    Zitat Ende.

    Ich finde es immer hochgradig abenteuerlich, dass solche oder ähnliche Behauptungen NOCH IMMER aufgestellt werden, OBSCHON der Tatsache, dass Swoopo nun pleite ist!

    WARUM ist Swoopo denn wohl pleite?!

    Logischerweise SICHER NICHT, weil Swoopo betrogen hat, was diesem Unternhemen von ewig Gestrigen ja ebenfalls in einer Tour vorgeworfen und unterstellt wurde und sicher auch nicht, weil man sich auf SAP eingelassen hat.

    Aber das ist wieder mal urtypisch DEUTSCH! ABSOLUT NULL AHNUNG von auch nur IRGENDWAS, aber rund um die Uhr eine sinnfreie Behauptung nach der anderen absondern!

    Alles was irgendwie neu ist, wird auf Grund von permanenter Ahnungslosigkeit der Leute kaputt geredet!

    Was konnte man nicht alles lesen!
    “Swoopo ist ein Glücksspiel – Swoopo betrügt die Leute”!

    Ja… PUSTEKUCHEN!
    Swoopo war aus rechtlicher Sicht weder ein Glücksspiel, noch hat Swoopo seine Kundschaft betrogen. Sonst wäre man jetzt wohl kaum pleite!

    Und dann immer dieses Lamento und Gejammer: “Ich habe für 10 Euro “bids” gekauft und gar keinen Fernseher für 2500 Euro abgestaubt!

    Man… man… man…!

    Wie brach muss der Geist von solchen Leuten eigentlich liegen und wie unmündig müssen diese eigentlich sein?!

    Seit 50 Jahren spielen die Deutschen Lotto sechs aus neunundvierzig und tragen Woche für Woche ZIG MILLIONEN EURO in die Annahmestellen, obwohl sie NOCH NIE etwas gewonnen haben und wenn, dann Pipibeträge! DA meckert KEIN EINZIGER MENSCH! Aber wenn bei Swoopo 10 lausige Euro investiert wurden und nicht augenblicklich ein Flat-Screen-TV im vielfachen Wert des Einsatzes dabei heraus gesprungen ist, ging SOFORT und stehenden Fußes das Gejammer los!

    “Swoopo ist Scheiße – Swoopo betrügt – Swoopo verdient sich dumm und dämlich – und der gleichen hirnverbrannter Blödsinn mehr”!

    All jene die sich in dieser Richtung äußerten sollten SPÄTESTENS JETZT, nachdem Swoopo pleite ist, mal INTELLEKTUELLE Insolvenz anmelden!

    Zitat:

    “Sehr komische Geschäftsmodelle… versteh ich überhaupt nicht wie man denken kann sowas hat Zukunft”

    Zitat Ende.

    Ja. Das ist das Problem von Ihnen und ihresgleichen: Die Sache mit dem DENKEN!

    Zitat:

    “Finde immer geil wie die etwas als ach wie toll verkaufen, obwohl es nur einen Gewinner gibt und das ist der Betreiber.”

    Zitat Ende.

    Ja… “GENAU”! Und weil Soopo als betreiber immer stets als einziger der Gewinner war ist Swoopo ja jetzt auch PLEITE – RICHTIG?!!

    Man… man… man…!

    Man fasst es einfach nicht, was für geistige Fruchtfliegen in diesem Land umherirren!!

    Wirklich ENTSETZLICH!



  42. Kerstin

    Zitat:

    “Der miese Ruf des Entertainment Shoppings kommt ja nicht von ungefähr”

    Zitat Ende.

    Der miese Ruf des Entertainment-Shoppings kommt durch die übliche deutsche Dummheit zustande, was durch einige Kommentare wieder einmal mehr unter Beweis gestellt wurde!

    Entertainment-Shopping erfreut sich von Amerika bis Italien höchster Beliebtheit. NUR der gemeine, wie üblich völlig verblödete Deutsche kapiert´s mal wieder nicht!

    Deutschland, einig Deppenland!

    Denn schon in der nationalhymne heißt es:

    “Einigkeit und Recht und Freiheit – und nicht etwa “VERSTAND und Recht und Freiheit”!!



  43. M. Schaf

    @ Kerstin: Auf http://www.gruenderszene.de/news/swoopo-insolvenz hat ein gewisser M. Wolf ja im Kommentar vom 19. April 2011, 02:59 Uhr zufällig fast dasgleiche wie du geschrieben. Was auch immer du damit bezweckst, sollten auch die Leser von DS meine Antwort darauf lesen:

    Ganz so einfach wie du es darstellst ist es leider nicht. Das Geschäftsmodell ist wohl in einer Grauzone zwischen Geschicklichkeitsspiel und Glücksspiel anzusiedeln und bewegt sich am Rand der Legalität.

    Immerhin wurde das sehr ähnliche Pay-per-bid Geschäftsmodell von Luupo durch ein bayrisches Gericht im letzten Jahr verboten:

    http://www.deutsche-startups.de/2010/07/19/luupo-schon-wieder-offline-freistaat-bayern-untersagt-betrieb/

    Ich würde mich nicht wundern, wenn weitere in Deutschland ansässige Anbieter wie Madbid oder Snipster auch irgend wann mal als illegal eingestuft werden.

    Bid Rivals macht es sich ja auf Malta bequem…

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  45. Robert

    Scheint aber nicht viel gebracht zu haben. Die Leute gibt es jetzt unter: https://de.biddu.net/ Antwortemails auf Nachfragen kommen grundsätzlich aus Kroatien. Ein Schelm wer da böses denkt….



  46. Dietmar

    @Robert: Na was denkst du denn? Alles was profitabel ist und nicht illegal ist wird immer wieder kommen. Und Biddu schaut für mich sehr gut aus! Ich kenne viele Firmen die ihren Support nach Südosteuropa auslagern, von daher ist Kroatien nichts ungewöhnliches.

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  49. Achim

    Was ist denn mit Sevensnap los? Site nicht erreichbar und kein großes Herumtönen des Head ofs mehr? Sind die involvent? Die Facebook-Seite sieht auch anders aus und man agiert von London aus…



  50. johnJ

    es ist traurig wenn man sich das alles mal durchliest…

    tatsache ist, dass JEDER der solche shops und auktionen nutzt, sich VORHER über den ablauf informieren kann (es wird nichts versteckt) – JEDER kann sich selber ausrechnen was er gewinnt und was er verliert, und was die risiken sind. Es ist also KEIN BETRUG wenn man selber zu faul ist sich zu informieren oder zu dumm ist um den ablauf zu verstehen…
    Die Betreiber müssen sich nicht mal strafbar machen um geld zu verdienen, denn die gier und die dummheit der leute füllt ihnen von alleine die taschen (ne zeit lang halt)…

    Bleibt nur festzustellen, dass das ganze moralisch fragwürdig ist, weil hier die unwissenheit und naivität der user ausgenutzt wird…

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