In der Berliner Gründerszene wurde in den vergangenen Wochen mehrmals spekuliert, ob Rocket Internet, der Inkubator der Samwerbrüder Alexander, Marc und Oliver (auch an deutsche-startups.de beteiligt), eine deutsche Adaption des US-Dienstes Birchbox (www.birchbox.com) auf die Startbahn schiebt. Jetzt ist dieses Gerücht offiziell! Wie Gründerszene berichtet, hört der Klon auf den Namen Glossybox (www.glossybox.de). Zum Konzept: Für zehn Euro bekommt die weibliche Zielgruppe jeden Monat eine Box mit mehreren Kosmetikproben – im Video ist von fünf Proben die Rede – ins Haus geschickt. “Ob bekannte Luxusmarken oder ein geheimes Newcomer-Produkt – das Sortiment reicht vom angesagtesten Lippenstift bis hin zur reichhaltigen Haarpflege”, verspricht das Start-up. Auf der brandneuen Website sind bisher Marken wie Laura Mercier, Penhaligon und Swiss Haircare erwähnt.
Da die Attraktivität der Glossyboxen mit den Warenproben steht und fällt, dürfte im Hintergrund schon ein Großeinsatz in Sachen Akquirierung laufen. Das Thema steht und fällt somit mit einem erfolgreichen Sales-Team. Und so ist auch kein Wunder, dass sich das Gründerteam von Glossybox laut Gründerszene aus den Reihen von Groupon ehemals CityDeal zusammensetzt: “Die Geschäftsführung übernimmt Charles von Abercron, der seit August letzten Jahres die Position des Vice President International Online Marketing/SEM bei Groupon CityDeal inne hat. Mit Abercron in der Geschäftsführung wird auch dessen Freundin Janna Schmidt-Holtz tätig sein”. Und weiter: “Für das Online-Marketing der Samwer’schen Birchbox wurde Oliver Moser gewonnen, der bis dato die Bereiche Social-Media und Online-Marketing für Groupon CityDeal mit verantwortet”. Bei Xing hat sich unterdessen auch Frank Jaenicke-Rößler, ehemals Projektleiter Online Marketing bei xx-well.com, als Mitarbeiter von Glossybox geoutet – er wirkt beim Start-up als Senior Online Marketing Manager.
Es bleibt die Frage, wie die Kosmetikfirmen auf das Konzept anspringen. Beim Direktvertrieb von Warenproben über die eigene Website erhalten die Unternehmen im Gegenzug zumindest wertvolle Adressen für ihre Datenbank. Anderseits gibt es seit Jahren – besonders an Universitäten – Verteilaktionen mit Proben aller Art. Warenproben in sechsstelliger Anzahl sind dabei für große Firmen kein Problem. Der Clou dabei: Die Firmen zahlen für die Verteilung der Proben. Bei Glossybox zahlen nach außen erst einmal die Nutzer für die Proben, was im Hintergrund passiert, ob auch im Hintergrund Geld fließt, wird sich erst noch zeigen. Zu guter Letzt noch ein amüsater Hinweis. In der Rubrik “Über uns” wird das Glossybox-Prinzip den potenziellen Nutzern erklärt. Dort heißt es: “GlossyBox gibt es seit einem halben Jahr schon unter dem Namen BirchBox in den Staaten. Dort haben schon über 20.000 Frauen BirchBox zu ihrem persönlichen Trendscout gemacht”. Mal ein ganz neuer Zug im Copycat-Alltag in Deutschland. Auch bei der Gestaltung der Glossybox-Website und des Erklärvideos war das amerikanische Vorbild BirchBox mehr als eine Inspiration (siehe Video oben). Vor zwei Jahren hatten die Samwer-Brüder in Sachen Beauty kein Glück: Beautydeal, ein günstiger Online-Shop für Parfüm, Kosmetik und alle gängigen Pflegeprodukte, bestand im Markt nicht.
Artikel zum Thema
* Samwer- und DuMont-Projekt Beautydeal im “Winterschlaf”

Fragen









Kommentare
Coole Seite.
Kommentar von Violetta 09. März 2011 @ 15:06Alleridngs denke ich nicht, dass die Samwer Brüder damit viel Erfolg haben werden und sich damit viel Geld verdienen lässt!! Sorry..
Ist Janna Schmidt-Holz die Tochter von Rolf Schmidt-Holz (Mitgründer von Hanse Ventures)….
Kommentar von Xaver 09. März 2011 @ 15:11@Xaver
Ja!
Siehe hier:
Kommentar von Alexander Hüsing 09. März 2011 @ 15:13http://people.meedia.de/peoplegallery_drupal/gallery/?g2_itemId=22215
@Violetta: Hast du für deine pessimistische Einschätzung auch irgendwelche Argumente?
Kommentar von Philipp 09. März 2011 @ 16:44Ich bin da anderer Meinung und denke das Geschäftsmodell wird in Deutschland einschlagen!
Kommentar von Jukz 09. März 2011 @ 18:00Aber ich warte immer noch auf ein super Geschäftsmodell, welches es mal nicht vorher in den Staaten gab!
Proof-of-Concept liegt vor (siehe birchbox). Managementteam besteht aus Profis der Online-Welt. Es wird meiner Einschätzung entscheidend sein, die richtigen (A-Marken, Luxusmarken)Hersteller als Kooperationspartner zu gewinnen. Alles andere wäre unteressant. Ein weiterer Risikofaktor ist das Thema subjektiver Geschmack und z.B. Hautverträglichkeit. Negative Erfahrungen werden sich in Windeseile verbreiten. Logistisch ist das Thema auch eine Herausforderung und wird eine sehr große Kundenzahl für die Erreichung des Break-even erfordern, es sei das Thema wird gesponsort.
Kommentar von Fred Stabe 09. März 2011 @ 18:25Versteh ich das Konzept richtig?
Jemand zahlt für ProduktPROBEN? Ich dachte immer die gibt es umsonst, wie das bei “Proben” so ist?
Kommentar von Martin 09. März 2011 @ 19:24Der Endkunde zahlt 10 Euro monatlich dafür erhält er eine Box mit 5 verschiedenen Probeprodukten die Birchbox sowie Glossybox entsprechend gesponsort werden.
Bedeutet, bis auf Porto & Versand verdienen die Anbieter vollkommen am Angebot und können dadurch Personal und Co finanzieren. Wobei Personal benötigt wohl nur Leute, die die ganzen Boxen packen.
Kommentar von Erbsenzähler 09. März 2011 @ 20:23Die beiden Videos visualisieren sehr schön, was wir hier in Deutschland von der Samwer Mischpoke aufgetischt bekommen: billigen Abklatsch größartiger Ideen und guter Unternehmer
Anspruch, schöpferische Leistung und gesellschaftliche Verpflichtung sind bei Rocket Internet Fremdwörter. Peter F. Drucker würde sich beim Anblick dieser sog. Management Elite im Grabe umdrehen.
Kommentar von Olaf K. 09. März 2011 @ 21:35Das traurige ist doch, dass die oft den richtigen Riecher haben und gepaart mit viel Backup, finanziell gesehen, und einen guten Management Team, wird das wohl noch erfolgreich. Ich wünsche denen auch, dass die mal richtig auf der Fresse landen, aber unternehmerisch sind die jungs nunmal sehr gut. Da kann man nix sagen. Na ja werden wir sehen was kommt.
Kommentar von Thorsten 09. März 2011 @ 23:29Ach die Neidkommentare wieder. Ich bin ja auch kein Klonfreund, aber wenn der Rest in D zu doof ist dies selbst zu machen….dann darf man den Jungs doch gratulieren.
Kommentar von Sebastian 10. März 2011 @ 03:45Sebastian
Die weitere Klone werden kommen, keine Angst. Jetzt – nachdem klar ist, dass die Samwers es machen – sowieso. In wenigen Wochen wird es mehrere Anbieter in diesem Segment geben.
Kommentar von Alexander Hüsing 10. März 2011 @ 08:29Die Zielgruppe ist zu jung als das Sie 10 Euro im Monat für nur 5 Proben ausgeben, würde.Bisschen ältere Zielgruppe wird für den Aufwand keinen Finger rühren wollen. Reichweite und Marktforschung wäre interessant. Nicht aber jede Woche denselben Nutzern was zu senden.
Kommentar von Rene 10. März 2011 @ 09:04dann sicher dir mal schön die domains für mögliche copycats und verdiene damit. lipbox,hairbox,ladysbox.man muss ja kein Fan der Samwers sein, um zu erkennen, dass sie einfach einen guten Riecher haben.
Kommentar von Sven 10. März 2011 @ 10:08_dass sie einfach einen guten Riecher haben._
Mit dem bissl Kleingeld hat jeder nen guten Riecher. Die Frage ist nur warum die anderen “Investoren” diesen “Riecher” nicht haben. Entweder sind die meist zu dämlich, (würde ich für 50-60 Prozent der Investoren unterschreiben) zu beschäftigt, oder wollen kein Geld für Leute ausgeben, die einen guten Riecher haben bzw. sehen die Notwendigkeit nicht (+10 bei zu dämlich).
Kommentar von TheRiddler 10. März 2011 @ 12:03In USA werben Gründer inzwischen mit
“copied by Rocket”, ohne das Label gibt es da schon lange keine B Runden Finanzierung mehr.
GlossyBox = Überraschungsei 2.0 für Frauen, was spannendes, was neues und etwas bißchen etwas das schön macht.
Kommentar von Sascha 10. März 2011 @ 15:42Ich verstehe schon fast nicht, wie man daran Zweifeln kann, dass das funktioniert?
ganz ehrlich – 10 euro für einmal im monat 5 proben? ich als frau schüttel da nur den kopf. die bekommt man im versand, drogerie bis hin zum fitnessstudio nachgeworfen ohne das ich dafür geld zahlen muss. wie wird dem kunden der mehrwert suggeriert den man für die 10 euro erhält?
.. solange die proben keine normalen VE von clinique & co. sind sehe ich hier wenig nachfrage
Kommentar von claudia 10. März 2011 @ 16:21@Claudia: Genau den Denkfehler mach ich auch immer bei Online-Geschäften. Ich geh von meiner eigenen Verbraucherinteligenz und der meiner Umgebung aus und schließe daraus “Das kauft kein Mensch! Wer ist schon so blöd?!” Die Wahrheit ist aber eben,dass es im Netz nicht wichtig ist ob 100 Deiner Freunde es nicht annehmen würden, sondern eben der 101. den man gar nicht mehr fragt und der in der Masse das Erfolgsgewicht ausmacht. Siehe JAMBA-Klingeltöne. Ich kannte nur Leute die davon genervt waren und auch nicht verstanden haben warum man Klingeltöne im Abo kaufen muss, aber es gab anscheinend doch genügend, denen dieser Gedankengang absolut fern lag und abonniert haben was das Zeug hält.
Kommentar von netpreneur 10. März 2011 @ 17:05Ich halte Birchbox für absolut in Ordnung. Was in Deutschland genauso fehlt wie Gründer ist der Willen einfach mal loszulegen.
Im Moment ist es noch ein Klon von Birchbox. In 6 Monaten ist das Modell europäisch und hat vielleicht ein ganz anderes Gesicht. Und wie schon bei Groupon zu sehen war, das Wachstum kann das Original schnell auch mal überflügeln.
Ich bin gespannt was geht und da ist egal wer dahinter steht. Neidisch sein und es selbst nicht versucht zu haben, dass ist der falsche Weg.
Kommentar von Karsten 10. März 2011 @ 17:56glossybox wird in DE gut laufen. diese exklusive box hat einen dynamischen charakter, wenn wir bedenken wie viele frauen den eigenen Douglas-Einkauf in geschenpapier einpacken lassen um zuhause es in großer freude zu öffnen! man gönnt sich ja sonst nix! wenn dazu noch die erst-produkte exklusiver sind und die frauen noch untereinander quatschen dann kann sowas wieder ein millionen exit bringen!
Kommentar von Daydream 10. März 2011 @ 18:30@Daydream
Es gibt Frauen, die ihren eigenen Douglas-Einkauf in Geschenpapier einpacken lassen?
Kommentar von Alexander Hüsing 10. März 2011 @ 18:43absoluter Müll…
Kommentar von Jessica 10. März 2011 @ 19:28@alexander
Kommentar von daydream 10. März 2011 @ 19:59Ohhh jaaa. sowas will natürlich keine frau zugeben aber ich kenne persönlich schon 2 :p kann mir sogar vorstellen dass es glossybox parties geben wird wo frauen diese produkte zwar vorher bekommen aber dann in gruppe öffnen! Dies ist so eine neue form von tupperware oder amway… Nur leicht anders verpackt! Sobald es exclusiver wird, wird es spannend und alle wollen dabei sein.
Die Neidkommentare sind mal wieder so peinlich hier. Nur weil ihr nicht auf die Idee gekommen seid und weiter an euren erfolglosen Mini-Projekten rumbasteln müsst, euch niemand kennt und eure Companies nicht abheben?
@Olaf K.: Wenn du hier schon die “Großen” ins Feld führst, lies dich mal zu Schumpeter (Innovator, Imitator) ein. Wird sicher erhellend für dich sein!
@Thorsten: Was für ein Schmarrn, weil sie den richtigen Riecher haben und sich eine Erfolgsbasis aufgebaut haben, sollen sie “zur Strafe” auf der Fresse landen? Peinlich, Neid pur.
@Rene: Hast du eine Ahnung von der Zielgruppe, davon was Frauen für Kosmetik ausgeben? Meine Freundin hat Cremetiegel für 100 – 300 € im Bad stehen, da sind doch 10€ für Proben gar nichts.
@TheRiddler: Totaler Unfug, there’s enough stupid money out there. Geld alleine bringt erstmal gar nichts.
@claudia&alle anderen: Ich glaube ihr verwechselt solche Haarshampoo-in-der-Zeitschrift-klebend-Einmalproben mit den Proben die hier verschickt werden, die sind größer und reichen vllt. auch mal 5-7 Tage.
@Daydream: Vollkommen richtig.
Ich hoffe die Kommentare hier sind nicht repräsentativ für die deutsche Gründerszene, lauter Neider mit unzähligen “limiting beliefs” die am Ende wieder in ihre Kissen heulen, wenn das Ding abgeht.
Kommentar von Philipp 10. März 2011 @ 20:19Der Punkt mit dem Samwers ist doch der: Natürlich wirds wieder eine Menge Clones geben. Aber mit der vorhandenen Kohle und Struktur ist RI doch automatisch auf Erfolg programmiert, zumindest darauf besser zu sein als die anderen deutsche Clones.
Kommentar von Carsten 10. März 2011 @ 21:48Der Erfolg, der von den Samwer-Fans dann am Ende gefeiert wird, hat nichts mit dem tollen Riecher zu tun (Techcrunch, Mashable, VentureBeat etc. lesen kann ich auch), sondern damit, dass die schon schnell die Mios überwiesen haben, während der Normal-Founder noch den Bunsinesplan oder was ach immer schreibt, um damit Klinken zu putzen….
Jetzt ist es schon soweit. erneut übt douglas druck aus. Eigenes angebot, mal sehen ob auch auf die lieferanten entsprechend wieder druck ausgeübt wird wie bei beautydeal.
Kommentar von Rene 20. April 2011 @ 19:40Jetzt macht hier mal nicht einen auf geheim und hät ich nicht gewusst.
Kommentar von Lachsplattenoptimierer 20. April 2011 @ 22:40Im heutigen Zeitalter geht so ein Ding schnell mal viral, mit all den freiwilligen Werbern: http://www.youtube.com/watch?v=9n3PorgXgJk Das Ding ist doch verführerischer als diese 24h-Verkaufssender und der Quizbetrug.
Kommentar von Richard Metzler 20. April 2011 @ 22:55Douglas launcht die Douglas Box of Beauty gegen Glossybox! Interessant, dass ein Offline-Gigant so schnell gegen ein Start-up agiert. Aber schon Beautydeal haben die schnell attakiert.
http://www.douglas.de/douglas/Douglas-Aktuell/Douglas-Box-of-Beauty/index_c0066.html
Kommentar von Andreas 21. April 2011 @ 07:03Hier noch weitere Infos:
Die Box enthält jeweils ein Produkt in Originalgröße und dazu vier Luxusproben aus den Bereichen Düfte, Pflege und Make-up sowie einen 10%-Gutschein für den Nachkauf eines der Produkte in Originalgröße. Die DOUGLAS-BOX-OF-BEAUTY kostet 10,- Euro pro Monat, die bequem über Douglas Card, Kreditkarte oder Lastschrift abgebucht werden. Die Lieferung erfolgt ohne Versandkosten direkt zum Kunden nach Hause. Die DOUGLAS-BOX-OF-BEAUTY ist monatlich kündbar.
http://www.cosmoty.de/beauty-insider/Parfuemerie-Douglas-startet-im-Mai-2011-die-monatliche-BOX-OF-BEAUTY/
Kommentar von Andreas 21. April 2011 @ 07:04Wird spannend! Douglas wird seinen Markt mit aller Macht verteidigen. Nicht nur vor, sondern vor allem hinter den Kulissen. Da wird garantiert schon massiv Druck auf die Kosmetikfirmen ausgeübt. Tenor: Wenn ihr mit denen, kriegt ihr Probleme mit uns etc.
Kommentar von Franz Jutt 21. April 2011 @ 07:54die beautybox ist im kommen, auf youtube auch immer mehr gehypt. Sobald die Leute sich auf was neues einlassen, wird das auch laufen ganz sicher! Das Konzept ist super, wir Frauen lieben sowas!
Kommentar von Semechka88 25. April 2011 @ 22:04