Gleich mit zwei spannenden Neuigkeiten kommen Ibrahim Evsan und Thomas Bachem um die Ecke. Zunächst einmal gewinnen die ehemaligen sevenload-Macher Mountain Super Angel als neuen Investor für ihr Spiele-Start-up Fliplife (www.fliplife.com). Bei dieser Finanzierungsrunde sind zudem auch die bestehenden Investoren High-Tech Gründerfonds und RapidShare Entertainment an Bord. Zu guter Letzt unterstützt auch United Prototype Ventures das Kölner Unternehmen – dazu später mehr. Insgesamt erhält Fliplife einen siebenstelligen Betrag von den neuen und alten Gesellschaftern. “Wir sind sehr glücklich mit unserer neuen Gesellschafterstruktur“ sagt Fliplife-Mitgründer Tobias Hartmann. “Neben United Prototype Ventures und unseren beiden bestehenden Investoren, über deren erneutes Commitment wir uns sehr freuen, haben wir mit Mountain einen weiteren namhaften Investor mit ins Boot geholt.”

Und die zweite Neuigkeit? Die verbrigt sich hinter United Prototype Ventures. Ursprünglich traten Evsan und Bachem nach dem Ausstieg bei sevenload unter dem Namen United Prototype an. Fliplife ist aber nicht gleich United Prototype und United Prototype somit nicht gleich Fliplife. Das Browserspiel, bei dem es darum geht mit anderen Spielern die Karriereleiter zu erklimmen, wird von der UP Web Game GmbH betrieben. An diesem Unternehmen ist – wie oben erwähnt – mit dieser Finanzierungsrunde nun auch Mountain Super Angel beteiligt. Und auch United Prototype Ventures, also Bachem, Evsan und Hartmann, unterstützen Fliplife mit ihrem Unternehmen. Wobei das Trio bei United Prototype längst nicht mehr allein ist. Die Kölner Spieleschmiede KaiserGames stieg kürzlich bei United Prototype ein. KaiserGames (www.kaisergames.de) von Ilker Aydin betreibt unter anderem die erfolgreiche Spieleplatform SpielAffe.de (www.spielaffe.de) und neun weitere Angebote in mehreren Sprachen. Damit verfügt die kleine United Prototype-Familie nun über einen äußerst passenden Gesellschafter, der in mehreren Ländern über zugriffstarke Spieleplattformen verfügt. Für die Expansion in andere Länder dürfte dies äußerst interessant sein. Seit 2008 entwickelt Kaisergames zudem auch eigene Spiele.
“Fliplife entwickelt sich prächtig”
Doch zurück zu Fliplife: Nach eigenen Angaben spielen inzwischen 100.000 Menschen das bunte Game. “Wir haben in den vergangenen Monaten gesehen, dass Fliplife als Plattform viele innovative Spielideen mit bewährten Konzepten zusammenführt und diese vom Markt sehr gut angenommen werden. Wir freuen uns nun auf die Herausforderung, dies mit dem Team in die Breite zu tragen”, sagt Andreas Quauke vom High-Tech Gründerfonds. Auch Mitgründer Evsan ist zufrieden: “Fliplife entwickelt sich prächtig. Insbesondere freuen wir uns darüber, dass sich neben dem Verkauf virtueller Güter auch der B2B-Bereich sehr gut entwickelt. So ist mittlerweile die Bayer AG als virtueller Arbeitgeber in Fliplife vertreten. Weitere große Unternehmen werden sich demnächst anschließen, um auch ihre Marken spielerisch in Fliplifezu präsentieren. 2011 wird unser Jahr.“
Büroeröffnung von United Prototype
Im März 2010 stieg in Köln die große Eröffnungsparty von United Prototype – dem Start-up der beiden sevenload-Macher Ibrahim Evsan und Thomas Bachem. Einige Eindrücke in unserer Fotogalerie. Vielen Dank an virtualnights für die vielen tollen Fotos.
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Kommentare
Ich muss schon sagen die ziehen das richtig auf wobei das mit einem Namen und der richtigen Summe auch nicht wirklich schwierig sein dürfte. Traurig finde ich aber auch wieder hier, dass null Innovation zu finden ist. Alles war schon einmal so oder so ähnlich da. Das scheint die Nutzer klar nicht zu interessieren, aber solche Sachen bringen weder das Internet oder sonst etwas in irgend einer Weise weiter. Ich bezweifle sowieso, dass man damit auf Dauer erfolgreich sein kann. Für den Anfang vielleicht ganz nett, aber die Idee sein Leben nachzuspiel á la sims… ich weiß nicht.
Wann kommt mal wieder etwas neues, wo man sagen kann: “hm es wird sich zeigen, ob sich das durchsetzt aber die Idee ist sehr interessant” und nicht der x-te Aufguss von Y, wo man weiß “gääääähn… funktioniert in USA, also wirds hier auch klappen”? Oder traut sich keiner mehr?
Kommentar von Marcus 08. Februar 2011 @ 11:47Wenn man mal die Kommentare im Feedbacksystem von Fliplife liest, ergibt sich ein ganz anderes Bild als die übliche “Hurra”-Berichterstattung.
Kommentar von Stefan 08. Februar 2011 @ 12:41Es ist nicht die Frage, ob sich einer “was traut”. Mencshen wollen erfolgreich sein und GELD verdienen – und da ist es mir herzlich egal, obs geklaut ist oder schon X mal gab.
Ich will nicht mit ner innovativen Idee scheitern, weil “die Zeit noch nicht reif war” sondern mit 08/15 richtig Kasse machen. Wenn ich dann genug Kohle gescheffelt hab, gönn ich mir dann gerne auch mal ne Innovation :-D
So sieht es aus…
Kommentar von Cisco 08. Februar 2011 @ 12:43Solche Leute wie du @ciscso bringen das Internet aber auch nicht weiter. Und ohne die schlauen Köpfe, die sich do etwas trauen, könnten Personen deiner Couleur gar nicht erst etwas “klauen”. Aber in 2,3 Jahren erinnert sich auch kein Schwein mehr an dich. Aber klar den meisten geht es nur darum, mit möglichst wenig Arbeit viel Geld machen. Wobei richtig viel Geld machen kannst du nur wenn du das Geld eh hast, schneller bist als alle anderen und das Glück hast aufgekauft zu werden (siehe die Samwers) oder eben wenn du nicht auf einen Trend aufsrpingst, sondern diesen setzt. Vor diesen Leuten habe ich wirklich Respekt. Aber davon gibts dank solcher Einsichten viel zu wenig…
Kommentar von Marcus 08. Februar 2011 @ 13:57Ich finde es gut und witzig, was die Jungs von und mit Fliplife machen. Ich möchte aber viele mehr auf die Diskussion unter dem Artikel eingehen und den Aspekt schnelles Geld und Innovation.
Jemand der das schnelle Geld machen möchte, hätte sicherlich nicht in so erfolgreiche Projekte wie facebook, youtube, Twitter und co invstiert. Denn diese Projekte haben in der ersten Zeit alle kaum Geld gemacht.
In Deutschland innovativ zu sein und zu gleich erfolgreich, vor allem im Web ist nicht einfach.DAs ist allgemein nicht einfach, aber hier besonders schwer (im vergleich z.B. zu den USA).
Erstens trauen es sich viele einfach nicht, denn es gehört auch eine Menge Mut dazu. Bei Kopien oder Adaptionen habe ich Vorlagen. Diese habe ich bei neuen Dingen nicht und muss einfach oft wesentlich mehr, Zeit, Energie, auch Geld und Aufwand investieren und zweitens ist es ungeheuer schwer für neue Dinge Unterstützung zu bekommen, denn genau wie cisco denken vielleicht nicht alle, aber eben auch viele u.a. auch Investoren, deren Know How, Kapital und Efahrung es Gründern mit innovativen Idee sicherlich leichter machen können Fuß zu fassen und ihre Innovationen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Kommentar von Lars 08. Februar 2011 @ 14:22Lieber Marcus, ich hatte bereits einmal vor ca. 10 Jahren das “Glück” einen Trend zu setzen, auf den dann alle anderen aufgesprungen sind. Ich war der erste mit meiner Idee, sie wurde von allen anderen in X Versionen kopiert – ich hab trotzdem mein Geld gemacht und ne Menge (auch unschöne) Sachen gelernt. Ob es “das Internet” weitergebtracht hat – keine Ahnung, aber es hat ne Menge Bewegung verursacht.
Heute sehe ich die Dinge aber eben anders denn es hat in der Tat keinen Vorteil, der erste zu sein. Viel Mühe, viel Zeit und Energie – massig Wiederstand und Diskussionen – da hab ich heute keine Lust mehr zu. Lass andre den Weg bereiten und die Schneise schlagen – ich komm dann mit dem Geländewagen hinterher :-)
Heute geh ich den andren Weg und hier komm ich zu Lars. Ich betreue grade 2 Projekte – das eine ist mal wieder ne Innovation – das andre eine Kopie. Aber auch die Kopie machst du nicht “mal eben so” denn das Original ist verdammt gut. Man weis zwar, wo man hin will, hat quasi das Ziel ständig vor der Nase, aber dafür erfordert es trotzdem so viel Mühe und Geld und Nerven, wie die Innovation.
Man kann es also drehen und wenden wie man will – beide Seiten haben was für sich, ich nehms, wies kommt. ne gute Idee werd ich nicht ablehnen, weil es das ja schon mal gab (oder gibt) und ne Innovation bekommt auch ne Chance, wenn das Potential stimmt. Das hat mit Must nichts zu tun.
Fazit – ich will möglichst viel Geld verdienen, womit, ist mir dann schon “fast” egal (Spaß muss es machen).
Kommentar von Cisco 08. Februar 2011 @ 21:45Also das Spiel ist definitiv keine Kopie, es sind schon gute Ansätze drin, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist das Spiel ein Flop. Bis auf ein paar Schieberegler verschieben passiert nichts. Kein strategischer oder wirklich spielerischer Ansatz zu finden.
Das Investment beweist es ja, andere Player sind auch gross geworden ohne so ein Investment (siehe innogames, upjers oder pennergame). Das ist ein Indiz dafür und ein Scheitern ist vorprogrammiert.
Kommentar von Jürgen 09. Februar 2011 @ 09:44Jürgen, naja Fliplife 1.0 wurde schon angekündigt. Ich galube, die werden noch gute Erneuerungen entwickeln. Dafür ist das Team ja auch bekannt.
Ich persönlich spiele Fliplife sehr gerne.
Kommentar von M. Munke 09. Februar 2011 @ 11:54@ Marcus: Ich denke schon das kopieren oder Konzepte bzw. webseiten zu adaptieren ein ganzes Stück einfacher ist, als es selbst zu machen bzw. entwickeln zu lassen. Eigene Ideen zu haben und Konzepte zu schreiben und diese mit den richtigen Leuten umzusetzen erfordert wesentlich mehr.
Natürlich müssen selbst Copycats oder Adaptionen bekannt gemacht werden, das ist keine Frage, aber man schaue sich nur mal die Medien an. Hier scheint es für Copycats oft viel einfacher Presse zu geben als für neue Dinge und Innovationen.
Wie oft liest man in Blogs und anderen Medien etwas zu Clonen oder Kopien und sog. Copycats und wie oft zu Innovationen die Investoren beispielsw. gefunden haben.
Ich war schon auf einigen Vorträgen und Foren, bei denen Gründer vor Business Angels und VC’s präsentiert haben und größtenteils war der Anklang wirklich am größten und die Gespräche am intensivsten bei Ideen, die ein proof of concept vorweisen konnten. Aus diesen und vielen anderen Gründen haben es Copycats zunächst einmal leichter, aber natürlich brauchen auch die ein gutes Team und die nötige UNterstützung. Man sieht ja ganz deutlich an aktuellen und dne Kopen der letzten 2-4 Jahren, dass nur die überleben, die es geschafft haben, wichtige Kontakte zu knüpfen, Investoren gefunden haben und/oder aufgekauft wurden. Und genau in diesen Bereichen haben es Innovationen, vor allem welche von noch unbekannten Gründern immer schwerer
Kommentar von Lars 09. Februar 2011 @ 11:56