Das Medienhaus Burda hält mit über 50 % nun die Mehrheit am Online-Shop zooplus (www.zooplus.de). “Herrn Dr. Hubert Burda zuzurechnende Gesellschaften haben zum 12. Januar 2011 ihre Anteile an der börsennotierten zooplus AG auf zusammen 50,04 % aufgestockt. Damit erfolgte in den vergangenen zwölf Monaten eine Erhöhung der Beteiligung um insgesamt rund 15 %”, teilt die Aktiengesellschaft am Montag mit. Der Online-Shop zooplus ging bereits 1999 an den Start. Heute sieht sich das Unternehmen, bei dem Burda seit dem Launch an Bord ist, als Europas führenden Internet-Händler für Heimtierprodukte aller Art. Im Jahr 2009 erwirtschaftete zooplus einen Umsatz in Höhe von 129 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr sollen es über 190 Millionen Euro gewesen sein. Die vorläufigen Umsatzzahlen veröffentlicht das Unternehmen, welches in 17 Ländern aktiv ist, erst Ende Januar.
“Burda ist ein außerordentlich erfolgreicher Investor mit Fokus auf börsennotierte deutsche und internationale Internetfirmen und passt damit ideal zu zooplus. Zudem ermöglicht uns ein starker Ankerinvestor, unsere ambitionierte europäische Wachstumsstrategie uneingeschränkt fortzusetzen”, sagt Cornelius Patt, CEO und einer der Gründer von zooplus. Für weitere Expansionen besorgte sich zooplus im Rahmen einer Kapitalerhöhung erst kürzlich 9,1 Millionen Euro. “Wir haben in Deutschland und in ganz Europa noch massive Wachstumsmöglichkeiten”, sagte Finanzvorstand Florian Seubert Anfang des Jahres dem Magazin “Focus Money“. Das Ziel ist die Überschreitung der Umsatzschwelle von 300 Millionen Euro in den “kommenden drei bis fünf Jahren”.
Marktkapitalisierung: 170 Millionen Euro
“Danach folge das nächste Erlösziel: 500 Millionen Euro”, zitiert das Wirtschaftsmagazin den Finanzvorstand. Machbar scheint dies: Im Jahr 2009 wurden mit Tierfutter und Zubehör für Haustiere innerhalb der Europäischen Union mehr als 18 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Burda sicherte sich somit die Mehrheit an einem Wachstumschampion, dessen Marktkapitalisierung momentan bei rund 170 Millionen Euro liegt.


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Kommentare
Schönes Timing, unmittelbar NACH dem DLD. Mit ein klein wenig Boshaftigkeit könnte man das so interpretieren, dass Hubert Burda – entgegen seinen öffentlichen Beteuerungen – erkannt hat, dass mit Medienprodukten perspektivisch immer schwieriger Geld zu verdienen ist und er deswegen seine Investments lieber differenziert, z.B. in den Handelsbereich.
Kommentar von Moritz 25. Januar 2011 @ 09:30Wobei Burda diese Strategie schon eine ganze Weile fährt.
Kommentar von Alexander Hüsing 25. Januar 2011 @ 09:58@Alexander: Yep. Wollte nur betonen, dass es dabei eben NICHT um Online-MEDIEN geht, sondern um Unternehmen aus dem Handelsbereich. Oder anders formuliert: Burda hat verstanden, dass Printmedien auf dem absteigenden Ast sind UND dass Online-Medien als Geschäftsmodell schwierig sind, weil Markteintrittsbarrieren und Wertschöpfungstiefe niedrig sind.
Kommentar von Moritz 25. Januar 2011 @ 10:11Gute Investition würde ich da meinen. Eine weitere sinnvolle Investition von Burda wie ich finde. Mehr streuten – mehr freuen heisst die Devise will man auf Dauer profitabel bleiben.
Kommentar von Florian | Geldschiene.de 25. Januar 2011 @ 17:32