Geldsegen für KennstDuEinen.de (www.kennstdueinen.de). Die Bewertungsplattform sammelt “von einer Gruppe amerikanischer Investoren, die in vielversprechende, europäische StartUps investiert” imposante 6,6 Millionen Euro ein, dies erfuhr deutsche-startups.de vorab aus dem Unternehmen. Bereits vor wenigen Tagen kündigte das junge Unternehmen den Abschluss einer Finanzierungsrunde an – damals war von “mindestens 3 Millionen Euro” die Rede. “Mit der Summe von 6,6 Millionen Euro wurden die Annahmen der Brancheninsider weit übertroffen – die Finanzspritze fiel doppelt so hoch aus wie in Fachkreisen erwartet”, teilt das Start-up, welches im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von 2,5 Millionen Euro erwirtschaftete, mit. Wobei Brancheninsider merkwürdig klingt, denn KennstDuEinen sorgte immerhin selbst für die Verbreitung dieser Zahl.

“In Deutschland sind die meisten kleine und mittlere lokale Dienstleister, ebenso wie ihre großen Geschwister auf Neukundenakquise im Internet angewiesen”, sagt John Goddard, Mitgründer von KennstDuEinen. “Die eigene Webseite lokaler und überregionaler Dienstleister ist meistens nicht effektiv für Neukundengewinnung. Dazu kommt, dass sie im Bereich Online Marketing über nur wenig bis gar kein Wissen verfügen. Ganz nebenbei fehlt ihnen auch die Zeit, sich in eine im Zweifel völlig unbekannte Materie einzuarbeiten. Wir helfen diesen Dienstleistern in insgesamt über 100 unterschiedlichen Bereichen dabei, im Internet messbar mehr Neukunden zu gewinnen”, so Goddard.
KennstDuEinen startete 2007
Vor dem ungenannten US-amerikanischen Geldgeber investierten unter anderem bereits BrainsToVentures, die österreichische Beteiligungsgesellschaft VM Digital und Michael Munz in das Start-up. Mit wenigen Klicks kann jeder registrierte Nutzer bei KennstDuEinen Dienstleister aller Art bewerten und anderen Nutzern so vielleicht bei der Suche nach dem passenden Anbieter helfen. Zielgruppe sind vor allem kleine und mittelständische Unternehmen. KennstDuEinen ging Ende 2007 offiziell an den Start.
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Kommentare
Bewertungsseite mit keinen 10k Besucher am Tag sammelt 6 Mio Euro ein ? umsatz 2,5 mio, müssen sehr gute verkäufer dann wohl sein
Kommentar von wigger 24. Januar 2011 @ 18:22Sowas verstehe wirklich wer will.
Kommentar von Marc 24. Januar 2011 @ 19:28ja ist denn heut schon der 1. April?
das man solchen Leuten hier auch noch ein Forum gibt – unglaublich….
Kommentar von Thomas 24. Januar 2011 @ 20:40Das kommt mir auch echt spanisch vor: https://www.google.com/adplanner/planning/site_profile?hl=de#siteDetails?identifier=kennstdueinen.de&lp=true: 240.000 Visits im Monat und 2,5M€ Umsatz im Jahr wären ca. 1€ Umsatz pro Visit?!
Kommentar von Daniel 24. Januar 2011 @ 21:16@Alexander: Wär spannend, wenn du da mal recherchieren könntest. Machen die noch andere Portale oder hat KennstduEinen tatsächlich das Ei des Kolumbus entdeckt ;)
Die FAZ schrieb im verlinkten Artikel zum Geschäftsmodell:
“Wenn sich aber ein Handwerker, Arzt, oder auch Nachhilfelehrer dazu entschließt, für 600 Euro im Jahr Kunde zu werden, dann kauft er sich damit nicht nur die Chance, viele gute Beurteilungen zu bekommen und damit ganz oben in der Liste der jeweiligen Branche innerhalb von Kennstdueinen zu stehen. Das Unternehmen aus Rödelheim sorgt vielmehr dafür, dass der jeweilige Kunde auch bei Abfragen über die Suchmaschine Google mit seinen Dienstleistungen ganz oben erscheint. Wie lange der jeweilige Eintrag dort ganz oben steht, hängt davon ab, wie häufig er angeklickt wird.
Denn für jeden dieser Klicks verlangt Google Geld, sozusagen ein Erfolgshonorar. Jeder Kennstdueinen-Kunde hat mit den 600 Euro 150 Euro Klick-Guthaben erworben. Ist das verbraucht, kann er nachkaufen.”
Kommentar von Alexander Hüsing 25. Januar 2011 @ 08:05Vielleicht hilft das Video: http://www.kennstdueinen.de/dienstleister
Kommentar von John Goddard 25. Januar 2011 @ 10:222,5 Millionen UMSATZ heißt doch gar nichts. Vieles spricht dafür, dass ein substanzieller Teil dieser Summe direkt an Google für Adwords-Kampagnen weiterfließt. In gewisser Weise ist Kennstdueinen wahrscheinlich vor allem eine SEM-Agentur mit “angeschlossenem” Landingpage-mit-Bewertung-Service. Und im Übrigen sind 1 EUR Umsatz pro Visit völlig gesund, wenn auf diese Weise zielgerichtet und mit hoher Conversion Leads für margenstarke Branchen generiert werden. Mit der Massenvermarktung von Portalen wie Qype hat das Modell von Kennstdueinen wohl sehr, sehr wenig gemeinsam.
Kommentar von P7 25. Januar 2011 @ 12:13DS, schaut doch wenigstens mal die letzte Billanz an bevor solche Sachen verbreitet werden (https://www.ebundesanzeiger.de).
2008 gab’s bei einer Bilanzsumme von 21 Tsd€ insgesamt 4Tsd € Verlust. 2009 gleiche Bilanzsumme und 5Tsd € Verlust (und 21,3€ auf dem Bankkonto!!!). Jetzt mal im Ernst, wenn dann nach eigener Aussage von einer unbekannten “Gruppe amerikanischer Investoren” die Rede ist die 6 Mio investiert in eine Frankfurter Bude, deren übersichtliche Technik von einer Berliner GbR gestrickt wurde, kann wohl jeder selbst den Wahrheitsgehalt errechnen.
Ich verstehe nicht warum so ein Blödsinn ungeprüft veröffentlicht wird…
Kommentar von baluderbär 25. Januar 2011 @ 13:16Wenn man eine Bilanz anschaut, dann muss sie schon die richtige sein: GmbH.
Kommentar von John Goddard 25. Januar 2011 @ 14:19Für mich stellt sich immer die Frage, wieviele von den Bewertungen auch echt sind. Daher fände ich die Seite als Nutzer uninteressant.
Kommentar von VanDamme 25. Januar 2011 @ 18:18Sorry aber wie ungaubwürdig ist das denn bitte schön? Das erinnert mich stark an eine Bude, glaube ich Onsari hieß die. Da haben auch alle darüber berichtet, obwohl fast jeder wusste, dass die Meldung es mit der Wahrheit nicht so genau genommen hat. Mal schauen wie das in diesem Fall aussieht. Ich verstehe nicht warum Meldungen á la: “Wir haben Summe X von Y bekommen, berichtet über uns” eher publiziert werden als wirklich spannende Startups mit neuen Ideen. Fände ich zumindest super.
Kommentar von Milko 25. Januar 2011 @ 22:56Ich kann Milko und einigen anderen nur zustimmen. Ich verfolge seit langem deutsche Startups und oft gibt es interessante Themen und Berichte, die ich gerne lese. Daher finde ich es dann schade, dass es viele Startups gibt, die man zwar auf kleineren Veranstaltungen hier und da trifft und die teilweise wirklich gute Ideen haben, aber nicht die nötige Unterstützung durch Erwähnung in Blogs und durch Investoren bekommen.
Es ist schön und freut mich, wenn es Startups geschafft haben Investoren zu finden, die sie unterstützen, aber dass viele diese Meldung nicht für so seriös halten ist offensichtlich und diese Meldung erinnert wirklich an onsari, die auch etwas über riesige Summen von unbekannten Investoren berichtet haben.
Kommentar von Lars 26. Januar 2011 @ 12:12Habe heute noch einmal Rücksprache mit einigen Altgesellschaftern gehalten. Diese haben die Finanzierungsrunde, die Höhe und auch die anderen Zahlen des Start-ups bestätigt. Der Name der Investoren wären sicherlich hilfreich, aber der taucht bald ohnehin auf.
Kommentar von Alexander Hüsing 26. Januar 2011 @ 12:29