Frisches Risikokapital für Start-ups: Holtzbrinck Ventures legt 177 Millionen-Euro-Fonds auf

Massig Geld für Start-ups: Der Risikokapitalgeber Holtzbrinck Ventures (auch an deutsche-startups.de beteiligt) legt – wie angekündigt – mit der bekannten Private-Equity-Firma HarbourVest Partners – den HV Holtzbrinck Ventures Fund IV auf. Insgesamt können […]
Frisches Risikokapital für Start-ups: Holtzbrinck Ventures legt 177 Millionen-Euro-Fonds auf

Massig Geld für Start-ups: Der Risikokapitalgeber Holtzbrinck Ventures (auch an deutsche-startups.de beteiligt) legt – wie angekündigt – mit der bekannten Private-Equity-Firma HarbourVest Partners – den HV Holtzbrinck Ventures Fund IV auf. Insgesamt können die beiden Partner in den kommenden Wochen und Monaten imposante 177 Millionen Euro in Start-ups investieren. Das frische Investitionskapital stammt von der Holtzbrinck Ventures-Mutter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und aus Funds, die HarbourVest managt. Die Private-Equity-Firma gilt als einer der “größten Fund-in-Fund Investoren”. HarbourVest investierte seit 1982 in Venture Capital Funds wie Sequoia Capital, Accel Partners und Index Ventures. Holtzbrinck steigt damit in die Liga der ganz Großen auf. “Working with Holtzbrinck Ventures is a great opportunity to partner with a team with proven success in German and digital media, as well as leverage our team’s expertise in helping strong teams become independent”, sagt Peter Wilson, Managing Director of HarbourVest.

Seit über zehn Jahren investiert Holtzbrinck Ventures in junge Unternehmen. Über 80 junge Unternehmen unterstützte der Münchner Kapitalgeber seitdem. Auf der Erfolgsliste stehen unter anderem Exits wie studiVZ, Bol.com und brands4friends, welches gerade von eBay übernommen wurde. Mit Beteiligungen an Groupon, Zalando und wooga (siehe Screenshot) hat Holtzbrinck Ventures zudem noch einige ganz heiße Eisen im Feuer. Im Interview mit Netzökonom Holger Schmidt von der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” liefert Martin Weber, Partner bei Holtzbrinck Ventures, einige Einblicke in seine Investitionspläne: “Einerseits wollen wir die heute schon funktionierenden Geschäftsmodelle skalieren und internationalisieren. Viele deutsche Unternehmen gehen zu selten ins Ausland. Neue Investitionen werden wohl auf die Themen E-Commerce, Mobile oder Spiele entfallen. Auch in der Autobranche werden wir sicherlich ein oder zwei Themen besetzen.” Bei Thema mobiles Internet bleibt Weber zurückhaltend: “Man weiß inzwischen, dass im mobilen Internet Geld liegt. Aber wo? Wir werden nicht in Innovationen wie Foursquare investieren. Die Themen werden in den Vereinigten Staaten entschieden. Andere Geschäftsmodelle sind aber oft noch vage.”

“Leading independent seed investor in Germany, Austria and Switzerland”

In die deutsche Risikokapitalszene kommt somit erneut reichlich Bewegung: Bereits 2008 riefen Christoph Braun, Paul-Bernhard Kallen, Jan-Gisbert Schultze und Frank Seehaus Acton Capital Partners ins Leben. Das Quartett arbeitete zuvor für das Medienhaus Burda und baute Burda Digital Ventures auf. Das Portfolio des Risikokapitalgebers wird inzwischen von Acton Capital Partners verwaltet. Das Geld für den aufgelegten Acton-Wachstumsfonds in Höhe von 150 Millionen Euro stammt ebenfalls in weiten Teilen von Hubert Burda Media. Acton definiert sich aber als “unabhängiger, partnergeführter Wachstumsfinanzierer”. Auch Holtzbrinck Ventures stellt nun seine Unabhängigkeit in den Vordergrund: “Holtzbrinck Ventures is also pleased to announce that it will now operate as a fully independent venture fund. Taking this step, Holtzbrinck Ventures becomes the leading independent seed investor in Germany, Austria and Switzerland”, heißt es in der Pressemitteilung zum neu aufgelegten Fund. Im vergangenen Jahr begeisterte zudem der Handelskonzern Tengelmann die Branche. Der Otto-Ableger eVenture Capital Partners hat sich ebenfalls bereits etabliert und Team Europe Ventures gab seit dem Auflegen seines 6-Millionen-Euro-Fonds ordentlich Gas. Und Rocket Internet, der Inkubator der Samwerbrüder Alexander, Marc und Oliver (auch an deutsche-startups.de beteiligt) wird auch weiter fleißig investieren. Klingt nach guten Zeiten für Gründer. Jetzt müssen nur noch neue Ideen her!

Artikel zum Thema
* Seed-Finanzierung: Team Europe legt 6-Millionen-Euro-Fonds auf
* Otto gründet Beteiligungsfirma eVenture Capital Partners
* Samwer-Brüder sammeln 35 Millionen Euro in Schweden ein

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Robert C. Mendez

    “Wachstumsfinanzierer” = “Zeiten der Gründer” ?

    Bullshit!



  2. Maurice

    @Robert: Wieso Bullshit ?



  3. Micheal

    Alles nur verarsche! Hab ein Konzept bei den eingereicht und die investieren nur an einem Geschäft mit einem Umsatz von mind. 1.000.000€.
    So ein Quatsch! Wenn man schon ein Million Umsatz erreicht, warum sollte man dann noch VC Anfrage stellen.
    Alles nur Unsinn und verarsche, die wahrheit ist einfach das Deutschland wirklich ein Land der Angsthasen ist…! Junge Unternehmer haben kein Chance hier! Müssen nur leiden! Entweder unter Kapital oder den ganzen Papier und Steuer kram!



  4. Rainer Maerkle

    Lieber Herr Dinzert,

    HV investiert in Unternehmen mit viel Potenzial, diese müssen aber zur Zeit des Investments noch keine Umsätze erwirtschaften.

    Gerne würde ich dieses Missverständnis klären, leider können wir Ihren Namen aber nicht genau zuordnen und haben in unserer Datenbank keine Anfrage dazu gefunden.

    Bitte nehmen Sie doch kurz Kontakt mit mir auf.

    Vielen Dank und viele Grüße,
    Rainer Maerkle



  5. Micheal Dinzert

    @Herr Maerle

    Sehen Wir doch mal Ihren Portfolio mal an. Alle Unternehmen waren bereits in ersten Erfolg, dann wurde ja auch von Ihre Seite investiert! Sie haben kein richtiges Startup von der Anfangsphase begleitet. Und Sie sind nicht die einzigen, alle weitere Deutsche Venture nennen sich zwar “Risikokapitalgeber” aber ziehen sich bei Startups zurück! Kein Mensch außer der Erfinder der Idee sieht Erfolg an ein neue Geschäftsidee, selbst wenn sie “experten” für die Analyse haben.
    Selbst wenn man Groupon gebildet hat, hätte man gedacht, dass Unternehmer sich nicht damit beteiligt werden, weil Sie davon kaum was verdienen. Oder Zalando mit deren 100 tage Rückgaberecht. Keiner kann es vorhersagen, welches Unternehmen oder Idee wirklich Erfolg haben wird. Selbstverständlich kann man nicht an jede neue Idee investieren. Aber die Wahrheit ist halt leider, dass Deutschland ein land der Angsthasen ist und bleibt wahrscheinlich auch so.
    Wenn man mit Zalando Idee zu Ihn kommen würde, dann würde man auch denken, warum nur investieren, wenn es bereits hunderte von Online Shops gibst. Wo ist denn potenzial an dieser Geschäftsidee??? Aber trotzdem hat heute Zalando sein Erfolg, weil der Unternehmer es mit richtigen Geschäftsverhältnis dazu gebracht hat! Nennen Sie mir nur ein Firma, denn Sie wirklich von Startup Unterstütz haben, welches kein einzige Kundschaft am Anfang hatte. Sollten Sie mir nur ein einzige nennen können, würde ich Sie als ein richtiger Venture Capital nennen!



  6. Micheal Dinzert

    War klar, dass der liebe Herr. Rainer Maerkle darauf kein Antwort gibt. Denn auch er weiß, dass die alle nur so tun als wollen die wirklich neue Ideen Unterstützen aber tun es eigentlich garnicht.

    Kein Wunder dass Deutschland auf platz 15 von 20 in Europa liegt, was neue Geschäftsidee und Finanzierung angeht.

    Also hört auf so zu tun, also wollt Ihr Unterstützen…!



  7. wigger

    Was das denn fürn unterschichtengestammel?, darauf würde ich auch nicht antworten, oh mache ich ja gerade.



  8. Micheal Dinzert

    @wigger21

    Jaja schon klar. Die Wahrheit zu akzeptieren ist nicht immer leicht!

    Meine Frage ist ganz einfach und deutlich gewesen!

    1. Sollen die mal ein richtiges Startup nennen, welches Sie von beginn Unterstütz haben. Gibt es nicht! Alle Unternehmen wurden im Mittelstand unterstütz..!

    2. Wo sieht man potenzial an einer Online Shop Idee wie Zalando? Oder wie alle andere hunderte Ads anbeiter wie Adscale oder am Groupon wo die Unternehmer und Dienstleister gar nicht profitieren!
    In diesen Geschäfte wurden investiert, weil Sie schon deren ersten Umsatz hatten! Also keine startups! Und potenzial haben die Konzepte nicht wirklich! Den Zalando macht riesig Umsatz aber immer noch kein Gewinn! Und Adscale u.s.w sind noch alle Unbekannt und Groupon wird auch nicht durchgehen neue Kundschaft bekommen, denn die Kunden profiteren davon nicht!

    3. Es soll ja nicht blind investiert werden, aber zumindest soll man nicht so zeigen, als will man unterstützen!

    4. Angeblich 177 Millionen. Dann sollen die mal zeigen wieviele richtige Startups wurden wirklich unterstützt. Die neue Ideen und Talenten bekommen hier einfach keine Chance. Und wenn, dann tausende von Papiere und Dokumente einreichen u.s.w was niemanden wirklich hilft. Alles was für ein Starkes Geschäft notwendig ist, ist ein Starkes Konzept und richtige Unternehmens und Marktstrategie. Der Rest, ist alles nur sinnlos!

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