Sechsstellige Finanzspritze: Der High-Tech-Gründerfonds dockt beim sehr jungen Berliner Start-up 6Wunderkinder (www.6wunderkinder.com) an. Der bekannte Risikokapitalgeber stattet 6Wunderkinder mit 500.000 Euro aus. Bereits im September des vergangenen Jahres investierte laut Unternehmensangaben ein Business Angel 100.000 Euro in das Start-up. Damit ist dann wohl der Anteilseigner e42 Gmbh, die Beteiligungsgesellschaft von Frank Thelen und Marc Sieberger, gemeint. 6Wunderkinder wurde von Robert Kock, Jan Martin, Daniel Marschner, Charlette Prevot, Christian Reber (ehemals Mucelli) und Sebastian Scheerer, den sechs selbsternannten Wunderkindern, gegründet. Das Team, welches vorher teilweise die Webagentur Innovatics vorantrieb, entwickelt unter dem Namen wunderkit (www.wunderkit.com) ein Tool für Online-Collaboration.

Die Wunderkinder beschreiben wunderkit als “eine moderne Arbeits- und Produktivitäts-Plattform für Unternehmen, Freelancer und andere Anwender”. Die Plattform soll den Nutzern “die Möglichkeit bieten, sich untereinander zu vernetzen und effektiv auf einer Plattform zusammen zu arbeiten”. Wunderkit soll in der ersten Jahreshälfte startklar sein. Wichtig ist den Wunderkindern dabei “ein schönes und effektives Bedienkonzept”. Wunderkit sei aber mitnichten nur ein reines Projektmanagement-System, sagt Mitgründer Kock gegenüber deutsche-startups.de. Daneben werkelt das 6Wunderkinder-Team an wunderlist, einem Task-Manager für Windows, Mac und iPhone. “Man kann Listen anlegen und mit Aufgaben füllen und hat einfache Optionen wie die Priorisierung von Tasks oder der Eingabe eines Fälligkeitsdatums”, beschreibt Kock das Angebot.
“Wir überlegen, eine Paid-Version herauszubringen”
Das Konzept dieses Nebenproduktes kommt gut an, die Nutzerzahlen explodieren geradezu: Erst Anfang November wurde wunderlist gestartet. Inzwischen verfügt der Task-Manager laut Unternehmensangaben über 125.000 registrierte User und 1,8 Millionen angelegte Tasks. Insgesamt stehen bei wunderlist unter dem Strich bisher 400.000 Downloads. In der Kategorie ‘Produktivität’ ist wunderlist unter den Top 10 in 23 Ländern. In Deutschland seit Wochen auf Platz 1. Den Titel iPhone-App der Woche dürfen sich die wunderlist-Macher ebenfalls noch ans Revers heften. Neben neuen Funktionen arbeiten die 6Wunderkinder derzeit unter anderem an einer Android-Version ihres Task-Managers. In der Basis-Version soll wunderlist kostenlos bleiben. “Wir überlegen jedoch, eine Paid-Version herauszubringen, weil wir sonst, wegen der Entwicklung von wunderkit, nur begrenzt an der App weiterentwickeln können”, sagt Kock. Mit dem Kapital aus der Finanzierungsrunde soll dagegen “vor allem die technische Entwicklung und Umsetzung der Plattform wunderkit finanziert werden”.


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Kommentare
Ich wünsche den “Wunderkindern” viel Erfolg, aber ehrlich gesagt machen die nix, was es nicht schon 1000-mal in der einen oder anderen Form gibt. Man merkt den Background aus dem Marketing, denn das “me-too” ist zumindest sehr hübsch verpackt. Aber ob jemand deshalb Geld bezahlt, ist noch die Frage, die eines Tages beantwortet werden muss…
Kommentar von Hendrik 07. Januar 2011 @ 17:29Jo, präsentieren und verpacken können sie wohl… sonst hätten sie wohl auch nicht das Investment eingesammelt ;)
Kommentar von JohannQ 07. Januar 2011 @ 21:11Social business: sehr heiss am moment. 100 mal schon gemacht (Tradeshift, Podio…etc)
Kommentar von Suzykai 09. Januar 2011 @ 18:27