Überall flirten: Bild.de startet Kizzle

Das Medienhaus Springer scheint wieder in Experimentierlaune: Unter dem Dach von Bild digital, der Betreibergesellschaft von Web-Tanker Bild.de, schickt das Unternehmen Kizzle (www.kizzle.de) auf den Startbahn. Das firmeninterne Start-up ist so frisch, dass […]
Überall flirten: Bild.de startet Kizzle

Das Medienhaus Springer scheint wieder in Experimentierlaune: Unter dem Dach von Bild digital, der Betreibergesellschaft von Web-Tanker Bild.de, schickt das Unternehmen Kizzle (www.kizzle.de) auf den Startbahn. Das firmeninterne Start-up ist so frisch, dass es bisher kaum Spuren im Netz hinterlassen hat – lediglich bei Bild.de selbst findet man ein kurzes Promovideo. Das Motto von Kizzle lautet “Überall flirten: Online, auf Facebook und unterwegs mit dem iPhone”. Somit zeigt sich das Medienhaus nicht nur experimentierfreudig, sondern macht auch diversen deutschen Start-ups in Sachen Dating Konkurrenz.

Vorbild für Kizzle ist offenkundig die US-Plattform Zoosk (www.zoosk.com), die auch bereits mit einer deutsche Version online ist. Nach eigenen Angaben ist Zoosk “die am schnellsten wachsende Dating-Gemeinschaft im Internet”. Entscheidend ist dabei die Integration in soziale Netzwerke wie Facebook, MySpace und Hi5. Deswegen ist es auch kein Wunder, dass Kizzle wie das US-Vorbild auch direkt auf Facebook nutzbar ist. Nach der Anmeldung bei Kizzle, die dank Facebook Connect denkbar einfach ist, kann man sich sofort im Social Network-Stil (Newsfeed etc.) mit Menschen aus seiner Umgebung austauschen und im besten Falle flirten. Kizzle ist somit eine sehr spielerische Art und Weise, neue Menschen kennen zu lernen. Online-Dating für die Generation Facebook sozusagen. Die iPhone-App der Flirtseite ist allerdings noch nicht fertig bzw. noch nicht erhältlich. Dagegen steht aber schon das Monetarisierungsmodell: Kizzle soll sich über den etablierten und akzeptierten Flirt-Klassiker Premiummitgliedschaften (4,99 Euro pro Monat) finanzieren.

Attraktive Nische im Flirtsegment

Das spielerische Kizzle-Konzept könnte durchaus seine Nische finden – gerade junge Networker sollte diese Art der Partnersuche ansprechen. Die diversen Medienhäuser im Lande haben aber – leider – viel zu oft bewiesen, dass sie nicht als firmeninterner Inkubator für spritzige Internetideen taugen. Aber vielleicht ist diesmal alles anders! Diverse alte und neuere Dating- und Partnervermittler wie 12like (www.12like.com) und eDarling (www.edarling) sowie einige Investoren, die schon daran gedacht haben, das Zoosk-Prinzip über den Teich zu holen, werden sich Kizzle vermutlich einmal ganz genau ansehen. Denn egal ob traditionelles oder firmeninternen Start-up – letzentendlich konkurrieren alle um eine bestimmte Zielgruppe. Und flirtbereite Jungsurfer sind nun einmal nicht endlos vorhanden.

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* 12like verpartnert Freunde

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Pingback: liebepur

  2. Netter Name – dazu fällt mir ein kleines Ratespiel ein: Wenn man auf Facebook ist, ist man ein Facebooker, bei Google ein Googler und bei Kizzle ein … ?

    Ich würde sagen, da ist ein neuer Name fällig ;-)

  3. Pingback: Web 2.0 Sammelalbum - Web2Null - Kizzle

  4. es ist die eine sache leute zu finden, mit denen man flirten kann und die andere sache, dass man überhaupt flirten kann.
    solche portale sind natürlich eine gute wahl wenn man auf die schnelle jemand finden will.
    es ist natürlich nicht gewährleistet, dass man diese personen die man kennenlernt dann über sich selbst überzeugt. deswegen ist es wichtig, dass man dann überhaupt weiß, wie man richtig flirtet, und flirten lernt.



  5. Thomas

    Mich erregt, dass sehr viele über kizzle berichten, aber über kleine StartUp-Unternehmen, die nicht Axel-Springer im Rücken haben wird nichts berichtet.

    Werden die Berichte gekauft und berichtet wird nur das, dass auch bezahlt wurde?

  6. Pingback: Hype-Dating: Partnersuche und (ohmygod!) Facebook | Loverty Deutschland

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