Von der Community zum Vertical Network: netzathleten media auf dem Weg nach ganz oben

In den vergangenen drei Jahre bereicherten die netzathleten (www.netzathleten-media.de) die deutsche Gründerszene mit einer beeindruckenden und vor allem abwechslungsreichen Unternehmensgeschichte. Die Sportler-Community wandelte sich zunächst in eine Sportplattform samt Magazin und später zu […]
Von der Community zum Vertical Network: netzathleten media auf dem Weg nach ganz oben

In den vergangenen drei Jahre bereicherten die netzathleten (www.netzathleten-media.de) die deutsche Gründerszene mit einer beeindruckenden und vor allem abwechslungsreichen Unternehmensgeschichte. Die Sportler-Community wandelte sich zunächst in eine Sportplattform samt Magazin und später zu einem vertikalen Netzwerk rund um das Thema Sport. Die Veränderungen erfolgten nach dem Abklopfen der jeweiligen Erfolge. Die Grundidee ein studiVZ für Sportler aufzubauen erschien vor drei Jahren lukrativ. Eine ganze Reihe Konkurrenten versuchte dies ebenfalls. Statt den Special interest-Netzwerken machten jedoch die Generalisten in Form von studiVZ, wer-kennt-wen.de und Facebook das Rennen. “Menschen orientieren sich eher am Freundeskreis, als am Thema”, lautet das Fazit von Stefan Pfannmoeller, Mitgründer der netzathleten.

Das zweite Konzept Sportplattform samt Magazin sorgte zwar für steigende Zugriffszahlen, der Aufstieg in vermarktungsrelevante Sphären gelang damit alleine jedoch nicht. Es folgte der Wandel zum Vertical Network. Das Konzept ist denkbar einfach: Die Anbieter von Vertcials bündeln kleine und mittlere Themen-Websites unter einem gemeinsamen Dach und vermarkten die so entstandene Reichweite. Diese simple Rechnung ging auch bei den netzathleten auf. Inzwischen bündeln die netzathleten über 100 Websites rund um das Thema Sport. Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) zählte im vierten Quartal des vergangenen Jahres stattliche 1,42 Millionen Unique User. Als Sportler-Community hätte Pfannmoeller diese Zahlen vermutlich niemals erreicht.

Weitere Verticals stehen in den Startlöchern

Inzwischen ist das Start-up aber nicht mehr nur ein Sport-Vertical: Mit dem Start von GesünderNet (www.gesuendernet.de) betreibt das junge Unternehmen nun zwei vertikale Themennetzwerke. Der einstige Communitybetreiber ist somit inzwischen ein waschechter Vertical-Network-Anbieter. Zu den zwei Standbeinen sollen schon bald weitere hinzukommen. Bis zum Jahresende soll das Portfolio aus fünf Verticals bestehen. Die Themen will Pfannmoeller im Gespräch mit deutsche-startups.de noch nicht verraten. Zumindest eines sei aber sehr naheliegend. Die Zurückhaltung ist verständlich – auch andere Unternehmen beackern das Feld der Vertcial Networks.

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Äußerst umtriebig ist beispielsweise Vertical Network Media (www.verticalnetwork.de). Mit finanzhorizonte.de (www.finanzhorizonte.de) startete die Beteiligung der Cresces-Gruppe gerade ihr sechstes Vertical. Die viele Konkurrenz, zu der unter anderem Fantastic Zero (www.fantasticzero.de), Fem (www.fem.com) und Glam (www.glam.de) gehören, will sich Pfannmoeller schon bald von der Spitze ansehen. Kurzfristig will er zwischen 8 und 10 Millionen Unique User mit seinen Netzwerken erreichen. Langfristig hält er 15 Millionen für machbar. Momentan sieht er die netzathleten und GesünderNet bei rund 4 Millionen Unique Usern im Monat. Wenn das Vorhaben aufgeht, hätte das Start-up es über mehrere Wandlungen vom Nischenanbieter zum Marktführer gebracht. Bei der IVW (siehe unten) überzeugen die netzathleten in den vergangenen Monaten mit einem rasantem Wachstum. Die Konkurrenz musste teilweise Federn lassen.

“Priviligiertes Geschäftsmodell”

Auch finanziell steht der neue Vertical-Anbieter gut da, die schwarzen Zahlen sind in greifbare Nähe gerückt. Die Vermarktung der unzähligen kleinen und mittleren Websites spült ordentlich Geld in die Kasse. Pfannmoeller spricht gar von einem “priviligiertem Geschäftsmodell”. Zum Stemmen von weiteren Verticals würden die Kosten jeweils nur um 10 % steigen. Auf der anderen Seiten der Umsatz aber ordentlich zulegen. Momentan stehen rund 20 Leute auf der Gehaltsliste des Start-ups. Wenn die netzathleten-Mannschaft weiter so flexibel wie in der Vergangenheit bleibt, muss man sich um dieses Start-up keine Sorgen mehr machen.

Verticals im IVW-Check (Auswahl)

netzathleten Visits Page Impressions
1/2010 8.368.169 53.933.320
2/2010 8.599.720 53.353.078
3/2010 12.479.007 79.068.776
4/2010 17.109.221 103.482.150

Fantasic Zero
Visits Page Impressions
1/2010 22.234.600 96.701.630
2/2010 20.215.660 90.697.251
3/2010 21.542.435 95.380.866
4/2010 19.508.931 85.979.699

Fem
Visits Page Impressions
1/2010 8.972.883 68.986.180
2/2010 8.742.610 62.373.709
3/2010 9.457.333 64.522.469
4/2010 8.736.389 59.534.856

Glam
Visits Page Impressions
1/2010 18.316.496 72.117.370
2/2010 16.660.810 64.678.242
3/2010 16.334.159 55.079.052
4/2010 15.930.692 44.487.872

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

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  2. Betrachtet man die Zugriffszahlen von Gesuendernet.de kann man festellen: Die Jungs von Netzatlethen haben was richtig gemacht. Das Thema Gesundheit wird für die Deutschen immer wichtiger, was letztendlich für den Erfolg dieser Plattformen sorgen wird.

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