Führungswechsel bei Qype: Ian Brotherston löst Stephen Taylor ab

Nach knapp anderthalb Jahren endet nach Informationen von deutsche-startups.de die Amtszeit von Stephen Taylor bei der Bewertungsplattform Qype (www.qype.de). Nachfolger des ehemaligen Regional Vice President & Managing Director bei Yahoo wird Ian Brotherston. […]

Nach knapp anderthalb Jahren endet nach Informationen von deutsche-startups.de die Amtszeit von Stephen Taylor bei der Bewertungsplattform Qype (www.qype.de). Nachfolger des ehemaligen Regional Vice President & Managing Director bei Yahoo wird Ian Brotherston. Somit wird Qype auch künftig von einem Briten geführt. Brotherston, der dem Qype-Team bereits vorgestellt wurde, arbeitete in den vergangenen Monaten beim französischen Videodienst DailyMotion und machte dort offenbar einen guten Job. So steigerte er die Zahl der Unique User und die Werbeeinnahmen deutlich und führte die Videoseite in die Profitabilität. Nach dem Einstieg des französischen Staatsfonds FSI (Fonds stratégique d\’investissement) muss bei DailyMotion nun wieder ein Franzose das Ruder übernehmen. Bei DailyMotion sind auch die beiden Qype-Investoren Advent Venture Partners und Partech an Bord. Auch Qype-Gründer Stephan Uhrenbacher beobachtete die Arbeit von Brotherston bei DailyMotion schon eine Weile. Da sich nun die Möglichkeit ergab, Brotherston, der früher für BT und AOL gearbeitet hat, nach Hamburg zu holen, wurde schnell alles unter Dach und Fach gebracht.

“Ich bin super-happy, dass wir Ian Brotherston an Bord holen können”, sagt Uhrenbacher auf Anfrage von deutsche-startups.de. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger wird Brotherston künftig fünf Tage die Woche in der Hansestadt arbeiten. Taylor gehe im Gute, sagt Uhrenbacher. Er habe viele Dinge – gerade Kooperationen und im Sales-Bereich vorangetrieben. Taylor blieb allerdings auch recht unsichtbar, das Gesicht von Qype war er nicht. Weswegen Uhrenbacher Ende des vergangenen Jahres wieder eine aktivere Rolle bei Qype übernahm. Auch Produkttechnisch ließ sich Qype zuletzt ein wenig die Butter vom Brot nehmen, war einfach nicht mehr schnell genug. Seit Monaten fragt sich die ganze Branche, wann das Start-up endlich eine Check-in-Funktion im Stil von Foursquare einführt. Im Gegensatz zum US-Start-up wäre der Mehrwert bei Qype sofort vorhanden.

iPad-App angedacht

Um dieses Thema aber auch die mobilen Applikationen von Qype und die Überarbeitung der Website voranzutreiben, ist Uhrenbacher inzwischen auch wieder operativ tätig. Vor allem das Thema Mobil steht laut Uhrenbacher ganz oben auf der Agenda. Er geht auch davon aus, dass es bald eine iPad-App von Qype geben wird. Zunächst wird aber die Website verschlankt. Auf den öffentlichen Profilseiten sollen künftig die Beiträge und Bewertungen im Vordergrund stehen. Viel Hirnschmalz investierte die Qype-Mannschaft zuletzt auch in eine Empfehlungskategorie. Basierend auf den eigenen Empfehlungen liefert Qype damit Tipps für Restaurants, Kneipen, Bars, die einem ebenfalls gefallen könnten. Für den neuen Chef Brotherston gibt es somit reichlich zu tun.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. wigger

    sicher gut einen engländer der in frankreich ein Jahr CEO war jetzt in eine deutsche Company zu holen.

  2. qype hat inetwa die bevölkerungsrepräsentativste community im ganzen web2.0 und könnte im grunde [als modellbeispiel] sämtliches personal aus seiner eigenen, aufmüpfigen community rekrutieren. die top-leute mit dem know-how für das große ganze mögen gut vernetzt sein und ganzsicher machen sie im club der leading men of the world eine gute figur, erfolgsgarantien sind das aber noch lange nicht. ich würde einige qypewriter ins boot holen, auf deren fachliche & sensorische intelligenz setzen und qype zum größten globalen tante-emma-laden für bewertungen, empfehlungen und communities machen. howgh!



  3. Andreas

    BINGO.. habe nich doch schon gewundert, dass stephen sich so lange hält.. habe meine wette gewonnen, dass er nicht länger als 2 Jahre bei Qype verweilen wird, dafür fehlt ihm einfach das unternehmerische, als sich gg. Hr. Dienst von Wellington da zahlenmässig zu behaupten. steven ist ein corporate guy, aber nicht in der lage unternehmerisch ein unternehmen voranzutreiben.. yahoo! search und das ganze media team hat er in eine totale deadlock siutation geführt.
    andreas

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