Dokumente nicht mehr wieder finden ist eine lästige Angelegenheit. Um Nutzern diesen Ärger zu ersparen bietet der Datenarchivierer FinalFolder (www.finalfolder.com) seine Datenablagedienste an. User schicken wichtige eMails, Dokumente und Dateien einfach an keep@finalfolder.com, wo diese indiziert und auf mehreren Rechenzentren gespeichert werden. Und natürlich jederzeit abrufbar sind.

Der Sinn des Dienstes erschließt sich angesichts von Mail-Archivierungsprogrammen, Speichermedien etc. nicht unbedingt sofort. Doch Mitgründer Andreas Gauger, der ansonsten bekanntlich bei United Internet wirkt, ist vom Mehrwert fest überzeugt: “Selbst in der Verwaltungstätigkeit lösen E-Mails die Papierstapel immer mehr ab. Dabei müssen die Daten alle aufgehoben werden, falls es einmal zu Klagen kommt. Die einfachste Lösung ist, sie wegzuschicken und das sichere Gefühl zu haben, dass sie im Fall der Fälle sofort abrufbar sind.” Gauger selbst hat die Datensicherung als sehr aufwändig erlebt, zumal er in verschiedenen Aufsichtsräten tätig ist und alles auf die richtige Zuordnung der Daten ankommt. “Aufgrund meiner verschiedenen Tätigkeitsbereiche habe ich mir oft gewünscht, die Daten einfach wegzuschicken.” Ein wirklicher Mehrwert, zumal die Research Engine sehr viel ausgereifter sei als die der üblichen Mail-Archivierungssysteme. Nicht zuletzt hätten ihn verschiedenste Pleiten, Pech und Pannen vom Nutzen eines Archivierungsdienstes überzeugt: “Im Laufe meiner Berufstätigkeit habe ich vieles miterlebt: E-Mail-Accounts sind kaputt gegangen ohne dass die Nutzer ein Backup gemacht haben, Menschen haben vergessen ihre Programm-Verträge zu verlängern oder haben das Programm versehentlich selbst gelöscht – es gibt nichts, was es nicht gibt, und immer waren die Daten unwiderruflich verloren. Wenn die Sachen bei FinalFolder sind, sind sie sicher abgelegt und aus dem Kopf.”
“So 1.000 bis 2.000 Daten können bei uns kostenlos archiviert werden”
Der Daten-Archivierer befindet sich aktuell noch im Beta-Stadium und ist kostenlos verfügbar. Später soll es eine normale und eine Premiumversion geben. Der Unterschied besteht dann vor allem in der Anzahl der Mails und Dokumente, die man archivieren kann: “So 1.000 bis 2.000 Dokumente können bei uns kostenlos archiviert werden, vielen reicht das aus.” In den nächsten Wochen wollen sich Andreas Gauger, Achim Weiß und Martin Kath – die Gründer von FinalFolder – verstärkt mit der Tatsache auseinander setzen, dass man E-Mails bisher aktiv an FinalFolder weitersenden muss. “Das empfinden Nutzer als etwas unkomfortabel. Deswegen soll es in Zukunft einen Ordner geben, in den die Dokumente abgelegt und von FinalFolder automatisch abgeholt werden.”
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Kommentare
seltsame einheit — 1000 bis 2000 daten. was ist denn die masseinheit von einer date, damit man sich da mal besser was drunter vorstellen kann?
Kommentar von Peter Pan 22. März 2010 @ 08:55[Ironie]
Ich würde meine wichtigsten und vertraulichsten Daten jederzeit an einen Dienst schicken, der sich in der Beta-Phase befindet, denn gerade das Beta-Siegel ist eine Garantie für Datensicherheit und einen reibungslosen Ablauf.
Und natürlich würde ich – bevor ich mir eine IMap-Lösung mit gutem Backup besorge lieber die vertraulichen/sensiblen E-Mails an eine Sammeladresse weiterleiten und hoffen, dass sie beim Beta-Dienst dann auch richtig zugeordnet werden.
[/Ironie]
Und was sind eigentlich 1000-2000 Daten? Die IT kennt hier verschiedene Größenangaben, die helfen könnten, böse Überraschungen zu vermeiden.
Naja, ich wünsche aber viel Erfolg beim Final-Destination Folder-Projekt :D
Kommentar von Fred 22. März 2010 @ 09:16Statt “Daten” sind natürlich “Dokumente” gemeint, danke für den Hinweis.
Kommentar von Yvonne Ortmann 22. März 2010 @ 09:47…also ich drucke mir meine sensiblen Mails immer alle aus und pinne sie mit Heftzwecken an die Bretterwand im Garten. Da sind sie sicher und ich behalte den Überblick :-)
Kommentar von Cisco 22. März 2010 @ 10:08Nettes Tool, und was ist genau der Unterschied zu http://www.openarchive.net und
Kommentar von Tom 22. März 2010 @ 10:09http://www.filespots.com ?
Die “einfachste” und naheliegendste Lösung sicherlich, wenn die Sache dann auch noch transparent(er) wird (nicht im Sinne von Datentransparenz sondern der Sicherheitsaspekte) einen Dienst den man im Auge behalten kann.
Kommentar von Sebastian Winkelmann 22. März 2010 @ 11:38Die Idee dahinter finde ich ziemlich interessant, mE enthält das Konzept noch einige Schwächen, die aber sicher während der Betaphase noch ausgebessert werden.
Abgesehen von den Bedenken hinsichtlich Datenschutz und Sicherheit/Verfügbarkeit der Daten ein Service mit Potential.
Sven
Kommentar von Sven 22. März 2010 @ 11:51Ich sehe kein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Google Mail Webclient … warum sollte ich also FinalFolder nutzen? Zumal es jetzt keine innovativen “Einlesemechanismen” gibt, wie auf der Seite suggeriert. Ich würde mich über die Stellungnahme des Gründers freuen.
Kommentar von Lutz 23. März 2010 @ 08:24ich habe seit jahren eine externe festplatte, die bald um eine zweite backup-platte ergänzt wird. alles lokal. alles sicher.
Kommentar von C 23. März 2010 @ 09:23