Neue Finanzierungsrunde: Weitere 5 Millionen Euro für CityDeal

Im Grouponsegment geht es weiter im Riesentempo voran: Wenige Wochen nach dem Abschluss der ersten Finanzierungsrunde verkündet CityDeal (www.citydeal.de) den Abschluss der zweiten Finanzierungsrunde. Rocket Internet, der Inkubator der Samwerbrüder Alexander, Marc und […]
Neue Finanzierungsrunde: Weitere 5 Millionen Euro für CityDeal

Im Grouponsegment geht es weiter im Riesentempo voran: Wenige Wochen nach dem Abschluss der ersten Finanzierungsrunde verkündet CityDeal (www.citydeal.de) den Abschluss der zweiten Finanzierungsrunde. Rocket Internet, der Inkubator der Samwerbrüder Alexander, Marc und Oliver, Holtzbrinck Ventures (beide auch an deutsche-startups.de beteiligt), eVenture Capital Partners und Investment AV Kinnevik, eine Beteiligunggesellschaft aus Schweden, die kürzlich bei Rocket Internet eingestiegen ist, statten das junge Start-up mit weiteren rund 5 Millionen Euro aus. Erst zu Jahresbeginn hatte CityDeal von diesen Investoren 4 Millionen Euro erhalten. Insgesamt machten die Investoren somit bisher fast 10 Millionen Euro für CityDeal locker – und dies wenige Wochen nach dem offiziellen Startschuss.”Wir freuen uns, mit Hilfe unserer Investoren unser Wachstum noch schneller vorantreiben zu können”, sagt Ronny Lange, Gründer von CityDeal.

Die Verkündung dieser enormen Summe dürfte auch dazu dienen, der Konkurrenz weiter das Fürchten zu lernen. Im Grouponsegment geht es seit Wochen zu wie im Taubenschlag: Anbieter kommen und gehen am laufenden Band. Dank diverser kostspieliger Aktionen (Starbucks, CineStar etc.) wächst vor allem CityDeal derzeit enorm: Im Januar zählte der Ad Planner bei der Groupon-Adaption gerade einmal 29.000 Unique Visitors. Im kurzen Februar waren es bereits imposante 390.000 Unique Visitors. Ein Wachstum von über 1.000 %. Die Nielsen-Zahlen untermauern den rasanten Kurs. Der Marktforscher bescheinigt dem Groupon-Dienst im Februar stattliche 633.000 Unique Visitors. Für Ruhe ist auch künftig nicht gesorgt: CityDeal verkündet mit dem Abschluss der zweiten Finanzierunsgrunde bereits, dass eine weitere Finanzierungsrunde in Vorbereitung sei. Das frische Kapital soll vor allem in die weitere Expansion und “umfangreiche Marketingmaßnahmen” fließen.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Alex Müller

    WAHNSINN! :)

    Gestern noch drüber gesprochen – heute schon amtlich. Neues Pulver für die Kanonen mit denen Citydeal auf Spatzen schießt.

    Wofür? Gestern gab es noch einen guten Kommentar, der mich sehr zum Schmunzeln brachte. Die Idee meinen Hund dort anzumelden hatte ich noch nicht. Werde ich jetzt aber mal tun.

    Geld ausgeben um Nutzer einen Wert vorzugaukeln, den es eigentlich gar nicht gibt. Mit welchem Ziel gibt es für dieses Modell Geld? Einzig, mit der Hoffnung das der Deutsche Marktführer irgendwann von Groupon aufgekauft wird?

    Das glaube ich, wird nicht passieren.

    Ich hoffe der Wahnsinn hat bald ein Ende.

    So und jetzt warte ich mal auf das nächste Angebot das durch die Millionen bezahlt wird. Vielleicht ist das ja was für meinen Hund :)



  2. Tobi

    Wow, das ist wirklich beeindruckend.

    Aber irgendwie verstehe ich nicht warum das ganze so atraktiv für Investoren sein soll und wo am Ende das Geld wieder rein kommen soll.

    Ich gehe ab und zu auf diese Groupon Seiten und sehe fast immer ein recht interessantes Angebot. In der Regel ein Restaurant oder Wellnessangebot zum halben Preis, das für den Käufer wirklich sehr fair und preiswert klingt.

    ABER: Es ist zwar super das hier der Kunde zu so einem großen Vorteil kommt, aber was hat der Anbieter und was hat CityDeal davon?

    Mir kann keiner erzählen das man auf Dauer 50% Preisnachlässe als Anbieter raus hauen kann und damit glücklich ist.

    Und ich kann mir auch nicht vorstellen, das dieser Anbieter CityDeal dann auch noch Provisionen dafür zahlt.

    Mal so eine Aktion kann man ja machen, aber auf Dauer ist das doch kein Geschäft das sich lohnt.

    Vielleicht habe ich das System ja auch noch nicht verstanden, kann mich mal einer aufklären?

    Ich kann mir einfach nciht vorstellen das dieses System sich auf Dauer trägt und schon gar nicht das die 10Mio. wieder rein kommen, nach dem man sie für Marketing in kürzester Zeit verpulvert hat.



  3. Peter Pan

    mal gespannt, wann die groupon-blase platzt …



  4. Daniel

    @Alexander

    Vielleicht könntest Du aber auch erwähnen, dass die Finanzierung ja wahrscheinlich für mindestens 3 Länder ist…



  5. Patrick

    @ Tobi selbstverständlich machen die noch kein Gewinn. Werden Sie wahrscheinlich auch dieses Jahr nicht machen. Dennoch kann man vorraussehen, dass wenn Sie sich als deutscher Marktführer etahblieren und die unique User weiter steigen eine Umsatzsteigerung von bis zu 20% in diesem bis zu 30% im nächsten haben werden. Sind hypothetische Zahlen von mir aber ich glaube an dieses Geschäftsprojekt. Leider kann man nicht mit Citydeal auf das organische Ranking für die Zunkunft beschränken, die Ausgaben in Sachen SEM werden wahrscheinlich erstmal konstant bleiben. Bis Sie Ende des Jahres – Anfang nächsten Jahres vermutlich sinken werden.
    Es werden auch in anderen Branchen horende Summen für die Kundengewinnung ausgegeben. Wenn diese aber erstmal gebunden sind – dann sehe ich eine rosige Zukunft.



  6. Manuel

    Das ist ja lustig, man verwundert sich über die rasante Steigerung der Zugriffszahlen und erzählt gleichzeitig von einer Förderung von 10 Mio. Jede Webseite der Erde würde mit so viel Geld diese Zahlen erreicht.

    Schade, ich bin überhaupt nicht von diesem Geschäftsmodell überzeugt, die Investoren hoffen wahrscheinlich, so wie oben schon erwähnt, auf eine Übernahme von Groupon.

    Schade schade, wirklich innovative Projekte werden nicht unterstützt.

  7. @Patrick: Ja, sehe ich ähnlich, sobald eine gewisse Zielgröße bei den UV erreicht ist, werden Marketingmaßnahmen zurückgefahren. Trotzdem frage ich mich, wie groß wohl das Wachstum sein muss, um die Anlaufkosten (die immens sind) und die dann monatlichen Kosten zu decken. Ich hab mir da mal bissl mehr Gedanken gemacht und diese hier niedergeschrieben, bei Interesse:

    http://www.main-blog.de/2010/03/17/coupon-fieber-geht-ungebremst-weiter/

    Ich bin dann mal ziemlich gespannt. Deutsche-Startups wird sicher weiter berichten…



  8. Tom

    Ist doch schön, wenn es zehn Jahre nach der “bubble” am Neuen Markt mal wieder eine neue “bubble” gibt!

  9. @Tobi:

    Ich finde dass genauso beeindruckend.

    Man kann nicht im Detail sehen wie die Dealkonditionen sind, und ich glaube schon dass sich das für die Anbieter lohnt. Natürlich wird zu Anfang erstmal nur getrommelt, klar.

    Zunächst einmal gibt es ja ohnehin auch Ausschlüsse für die Einlösung – z.B. an Restauranttagen wo ohnehin nichts los ist -, und zweitens sind, beim gastronomischen Bereich, viele kleine und/oder neue Lokale dabei die so gut an (Neu)-Kunden kommen. Die Restaurants die z.B. für Hamburg angeboten wurden liegen teils auch fernab, und waren mir vollkommen unbekannt.

    Happy-Hour Angebote o.ä. sind doch ohnehin schon gängig, Getränkeeinnahmen und die Werbewirkung kommt für die Anbieter noch hinzu. Wenn nur ein Gutschein pro Tisch eingelöst werden darf, und die Familie kommt, hat sich das ganze das schon gelohnt.

    Durch die ganze Regionalisierung und ständige, tägliche Angebote wird sich das in der Masse schon rechnen.



  10. Christoph

    CityDeal hat keine direkten Netzwerkeffekte. Wird teuer ohne diese schnell zu wachsen.



  11. Chilene

    Wenn das keine Blase ist, dann weiß ich auch nicht mehr….
    Den Letzten beissen die Hunde! :)



  12. david

    “Wenn das keine Blase ist, dann weiß ich auch nicht mehr….
    Den Letzten beissen die Hunde! ”

    Seh ich auch so, in unserem ganzen Büro hat noch keiner so richtig diesen Hype verstanden. Aber am Ende kommt wieder ein “dummer Verlag” und irgendwer hat wieder Millionen verdient (-:

  13. Sehr optimistisch die Leute, wirklich ziemlich optimistisch. Aber die werden schon wissen, was sie da tun…

    Oder auch nicht… die wissen ja nicht, dass ich bei der Konkurrenz bin und immer Raketen (^^ ) zum Mond schiesse und die so loswerde…. hehe, ok, der war schlecht ;)

    Zurück zum Thema: Schön, wenn die den Hype weiter anfeuern. Dann könnte es wenigstens sein, dass wir als kleinerer Player im Markt Geld verdienen können, da die das Geschäftsmodell für uns salonfähig machen bei Endkunden & Dienstleistern. Sparen wir uns die Mühe… ^^



  14. felix

    Ich finde das immer sehr interessant, wie über solche neuen Ideen gleich in großer Formation hergezogen wird. Heute erst hab ich hier auf DS das Interview mit dem Google-Mann gesehen, und ich finde, er trifft den Nagel genau auf den Kopf: all diese neuen “Spielereien” im Web kann man nur verstehen/nachvollziehen, wenn man sich selbst damit befasst; das lässt sich eben nicht in irgendwelchen Powerpoints präsentieren. Man muss probieren und etwas riskieren, aber so ist das eigentlich mit jedem neuen Produkt bzw. Geschäftsmodell. Hätte sich VW damals irgendwie errechnen können, dass der 3L-Lupo nichts wird, hätten sie das Projekt sicher nicht umgesetzt. Haben sie aber, sie haben was riskiert und in dem Fall damals halt leider doch eher verloren (inzwischen hat sich das Blatt ja ohnehin gewendet, aber das ist ein anderes Thema)
    Konkret zum Thema Groupon-Dienste (GD): ich glaube niemand, der halbwegs rechnen kann, wird sagen, dass Rabatt-Anbieter dauerhaft mit den rabattierten Preisen überleben können. Das ist aber ja auch gar nicht der Sinn der GDs, vielmehr geht es doch darum, EINMALIG eine Marketingaktion zu starten, die neue Kunden anlocken soll vergleichbar mit einem TV-Spot. Wie erfolgreich die GDs im Sinne der Anbieter letztlich sein werden, wird sich wohl in den nächsten 6-12 Monaten abzeichnen. Im worst case würden alle Gutscheinjäger nur wegen dem rabattierten Preis zu Kunden werden, sobald aber wieder der volle Preis zu bezahlen ist, kauft keiner mehr.
    Man muss sich aber genauso gut fragen, wie erfolgreich ist denn z.B. ein TV-Spot? Kommen tatsächlich entsprechend mehr Kunden und wird davon dann auch ein angemessener Teil zu Bestandskunden, oder hält die Wirkung auch hier nur solange die Kampagne läuft?

    Allerdings weiß man – um beim TV-Spot zu blieben – überhaupt nicht, ob daraus auch wirklich mehr Umsatz hervor geht. Bei den GDs hingegen entstehen für den Anbieter aber erst dann Marketingkosten, wenn der Deal auch tatsächlich zustande kommt. Natürlich muss man im Rahmen der GDs fairerweise berücksichtigen, dass die Kosten pro Kunde wohl deutlich über jeder anderen Marketingkampagne liegen, da durch den gewährten Rabatt plus Provision an den GD schon ein betrachtlicher Kostenberg zusammen kommt. Auf der anderen Seite sind aber die klassischen Marketingkampagnen auch kein Schnäppchen, bzw. genaugenommen weiß man ja gar nicht wie teuer oder billig ein TV-Spot pro Kunde ist.

    Also mein persönliches Fazit zu diesem Hype: wenn ausreichend Gutscheinjäger beim Rabatt-Anbieter zu Normal-Preis-Kunden werden, haben die GDs auf jeden Fall eine gute Zukunft. Sollte sich allerdings herausstellen, dass die Leute nur kaufen, wenn es gerade um den rabattierten Preis geht und in der sonstigen Zeit eben nicht kaufen, wird jeder Anbieter schnell merken, dass sich die GDs für ihn doch nicht rechnen. Aber vereinfacht gesagt sind die GDs ein “TV-Sender”, die Werbe-Clips in Form von Rabatten “senden”. Ob sich das kostentechnisch für Anbieter rechnet, muss sich eben noch zeigen! ;-)



  15. Alex Müller

    Das einzige was wirklich schade an diesen Dingen ist: Es ist anscheinend nach wie vor sinnvoller zu clonen als ein eigenes Geschäftsmodell aufzubauen.

    So wird es tatsächlich nie ein weltweit agierendes Startup-Unternehmen geben, dass seine Wurzeln in Deutschland hatte.

    Aber es stimmt, die Samwers haben schon große Erfolge gehabt. Ihre katastrophalen Abstürze aber, sind in Ihrem Netzwerk versiegt oder als “Pseudo-Siege” verkauft worden (Bsp: eDarling)

  16. @Tobi: Das Modell rechnet sich prinzipiell sowohl für den Groupon-Klon als auch für den Anbieter.

    ANBIETER: Die Neukunden-Gewinnungskosten sind geringer als bei anderen Werbeformen, z.B. Print. Es werden dem Unternehmen interessierte Kunden zugeführt und die Streuverluste sind gering. Auch ist es in den USA so, dass vielen Kunden zu Stammkunden werden. Für diese Leistung zahlen die Anbieter auch gerne eine Provision an die Groupon-Klone.

    GROUPON-KLONE: Die Klone nehmen wahrscheinlich Provisionen zwischen 20-50%. Zudem erhalten die Klone erst das Geld, bevor sie es an die Anbieter überweisen müssen. Citydeal & Co. gehen somit nicht in Vorleistung. Gutes Geschäftsmodell.

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  18. never say never! ;)

    Und das Geschäftsmodell lässt sich weiterentwickeln (siehe WestDeal) und wird noch ganz andere Revolutionen erleben – soviel kann ich schonmal verraten…



  19. Hendrik

    Brands4friends wurde auch teuer verkauft, es gibt immer einen Dummen, der so eine Bude zu einer Phantasiebewertung wieder abnimmt. Man muß die Braut nur schmücken, und darin haben die Investoren ja viel Erfahrung.



  20. Alex Müller

    letsbuyit.com lässt grüßen. Aber vielleicht haben sich die Zeiten doch geändert.

  21. Sehr aufschlussreiche und schlüssige Betrachtung felix – Danke!!

    VG aus Bonn



  22. Thorsten

    Ich kann nur sagen, dass ich CD sehr gut finde und die Geschäftsidee dahinter auch logisch nachvollziehbar ist. Abgesehen von den Deals hat sich mal jemand vollgendes überlegt. CD bekommt das Geld per Kreditkartenzahlung sofort muss es aber erst wieder auszahlen wenn z.B das Restaurant die Gutscheine einsendet. Das kann Wochen dauern und somit kann CD mit einer netten Summe in der Zwischenzeit auf der Bank jonglieren. Zu hoffen ist natürlich das sie jemanden haben der ein wenig Ahnung davon hat. Desweiteren kommt noch hinzu das mit Sicherheit nicht 100% der Gutscheine eingelöst werden und somit bekommt CD das Geld aber muss es später nicht wieder auszahlen. Tolle Idee!

  23. Um mal Michael E. Porter zu “zitieren”: Dieser Vorteil des Geschäftsmodells ist nicht schwer zu imitieren. Und ob er sich auf Dauer mit den Kooperationspartnern durchsetzen lässt – nicht umsont machen eine sehr große Menge Restaurants eben NICHT bei anderen Gutscheinmodellen mit – das ist auch die Frage. Zumal viele Premiumpartner schon mal grundsätzlich sich auf diese Bedingungen nicht einlassen… und selbst CD auch deshalb nicht mit jedem Partner diese Konditionen vereinbart hat.



  24. Thorsten

    Die Wahrheit ist, dass sich wahrscheinlich langfristig der Gutsceindienst durchsetzen wird der die besten Vertriebler hat und somit die besten Angebote ins Netz stellt.

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