Die zehn teuersten SEM-Fehler

Nahezu alle SEM-Kampagnen bergen immenses Optimierungspotenzial, ist sich Wolfhart Fröhlich von intelliAd (www.intelliad.de), sicher. “Aus Erfahrung wissen wir, dass durch die Vermeidung von Optimierungsfehlern eine Steigerung der Verkäufe oder Leads um bis zu […]

Nahezu alle SEM-Kampagnen bergen immenses Optimierungspotenzial, ist sich Wolfhart Fröhlich von intelliAd (www.intelliad.de), sicher. “Aus Erfahrung wissen wir, dass durch die Vermeidung von Optimierungsfehlern eine Steigerung der Verkäufe oder Leads um bis zu 50 % möglich ist – und das bei konstanten Google-Kosten. Das kann schon mal einem entgangenen Umsatz von 30.000 bis 40.000 Euro pro Monat für einen mittelgroßen Google-Kunden entsprechen”. Um SEM-Managern eine Checkliste an die Hand zu geben, wo noch verborgenes Potenzial brachliegt, stellten Fröhlich und sein Team eine Liste der 10 häufigsten und auch teuersten Fehler bei der Optimierung von SEM-Kampagnen zusammen. Die meisten Fehler werden demnach zum einen bei der Struktur und zum anderen bei der Performance-Bewertung gemacht.

Die 10 teuersten Fehler bei der Optimierung von SEM-Kampagnen

1. Unregelmäßige Auswertung und Regelung der Gebote führen zu falschen Rückschlüssen bei der Performanceeinschätzung und Gebotsoptimierung.

2. Zu große, inhomogene Anzeigengruppen mit vielen Keywords für wenige
Anzeigentexte führen tendenziell zu einer niedrigen Klickrate, einem
schlechten QualityScore und damit langfristig zu höheren CPCs.

3. Die Landingpages passen nicht zum Anzeigentext. Das führt zu schlechten
Conversion-Rates.

4. Zu wenige, zu breit angelegte Kampagnen (etwa teure Produkte und Zubehör in einer Kampagne) führen bei der üblichen Betrachtung der Performance auf Kampagnenebene zu verwaschenen, falschen Schlüssen.

5. Ein zu stark limitiertes oder zu früh aufgebrauchtes Tagesbudget widerspricht dem Performance-Gedanken des SEM.

6. Pauschales Einbuchen von Keywords auf „Broadmatch“ und die Missachtung der tatsächlichen Suchanfragen führen zum Einkauf von nicht performantem Traffic.

7. Die Missachtung von Conversion-Ketten und nachlaufenden Conversions verhindert eine valide Bewertung von Keywords.

8. SEM-Manager richten sich fälschlicherweise nach einem pauschalen oder auch veralteten CPO, statt den ROI als Zielgröße zu verwenden.

9. Brand-Effekte werden falsch bewertet und Klicks auf die Marke zu teuer
eingekauft.

10. Placements innerhalb des Content-Netzwerkes werden entweder gar nicht analysiert oder nicht systematisch optimiert.

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.



  1. Kim

    Ich würde mich soweit anschliessen und noch den Aspekt der Negative Keywords einwerfen. Zwar wurde das Broad buchen an sich schon erwähnt, aber auch in Phrase Kampagnen sind Negatives extrem wichtig und müssen gepflegt werden.



  2. Florian

    Wo findet man denn seriöse “Agenturen” oder Partner, die einem bei SEM Kampagnen weiterhelfen?

    Hat jemand einen Tipp?

    Gruß Florian

  3. Sehr interessanter Artikel, dem ich zu 100% zustimmen kann. Wichtig bei dieser Auflistung erscheint mir noch die Erwähnung, dass

    11. Irrelevante Keyword-Kombinationen bzw. auch einzelne Keywords explizit ausgeschlossen werden sollten, um somit sicherzustellen, dass nur wirklich die potentielle Käufergruppe angelockt wird, nicht jedoch diejenigen, die sofort wieder die Seite verlassen würden.

    Aber wirklich gelungene Auflistung!

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  5. Vollkommen richtig. Da fallen mir noch bestimmt 10 weitere Fehler ein. Habe mit meiner Firma jeden Tag damit zu tun und weiß wo die Fehler gemacht werden.

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  8. @Florian

    Ich habe mir gerade eine AdWords Beratung von Nikolai Roth http://bit.ly/9FxWjp geleistet und bin sehr zufrieden. Zu Beginn gab es eine Präsentation über alle wichtigen Bereiche von AdWords und anschließend haben den größten Teil meiner Kampagne zusammen eingerichtet. Also lernt man wie es geht und der Rest ist dann Fleißarbeit und konnte ich selber erledigen. Also das Geld ist gut angelegt und mein Traffic steigt :)

    Gruss,
    Oliver



  9. Rob

    @ juergen.schuberth

    was nützt die Beachtung all dieser Fehler, wenn man in seiner Website im Firmenlogo ein Fremdes Logo (auch noch von MS) benutzt.. weia.. wie kann man so d*** sein…

  10. Punkt 5 ist wirklich wichtig. Da setzen zu viele Unternehmer zu wenig Budget an, um den ganzen Tag zu überstehen.

  11. Die meisten Unternehmen planen nicht sondern gehen direkt her und schalten mehrere Kampagnen Online. Erst vor kurzem habe ich für ein Unternehmen gearbeitet das 50.000 € im Monat für Adwords ausgegeben hat. Nach sorgfältiger Analyse wurde mir das ausmaß der Katastrophe bewusst. Unter anderem fand ich falsch gesetzte Links die ins leere führten, Rechtschreibfehler usw.

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  17. Danke für die vielen wichtigen Tipps! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man vor allem auf Relevanz zwischen Keyword, Anzeige und Landing-Page achten sollte. Zudem ist die sinnvolle Strukturierung der Kampagne sehr wichtig.

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  19. Gut dass das hier ein special-interest Artikel ist. Als Normalsterblicher würde ich mich fragen, in welcher Sprache dieser Artikel geschrieben ist ;-)

  20. In der täglichen Arbeit ist es manchmal schon einfach schwer genug, dem Kunden zu erklären, dass diese Art des Marketings unschlagbar ist. Die Aufklärungsquote bei Gewerbetreibenden ist immer noch sehr niedrig.
    Ich habe das Gefühl das SEO bereits relativ weit durch die Medien zu den Entscheider-Ohren gedrungen ist, aber bei SEM sind immer noch viele, die garnicht um die genialen Möglichkeiten einer zielgruppengenauen Werbung wissen.

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