Groupon-Fieber: CoupoMania gibt auf – CityDeal expandiert

Im Boomsegment Groupon-Klone geht es weiter ordentlich zur Sache: Die diversen Kontrahenten liefern sich einen intensivenKampf um Nutzer, Gutscheinanbieter und die mediale Aufmerksamkeit. Besonders DailyDeal (www.dailydeal.de) und CityDeal (www.citydeal.de), die Groupon-Adaption aus dem […]
Groupon-Fieber: CoupoMania gibt auf – CityDeal expandiert

Im Boomsegment Groupon-Klone geht es weiter ordentlich zur Sache: Die diversen Kontrahenten liefern sich einen intensivenKampf um Nutzer, Gutscheinanbieter und die mediale Aufmerksamkeit. Besonders DailyDeal (www.dailydeal.de) und CityDeal (www.citydeal.de), die Groupon-Adaption aus dem Hause Rocket Internet – dem Inkubator der Samwerbrüder Alexander, Marc und Oliver (auch an deutsche-startups.de beteiligt) – bestimmen derzeit die Schlagzahl. Die Strategie, frühzeitig die Namen von Investoren in die Ring zu werfen, zahlt sich nun aus. Bei CityDeal sind neben Rocket Holtzbrinck Ventures (auch an deutsche-startups.de beteiligt) und der Otto-Ableger eVenture Capital Partners an Bord. DailyDeal wiederum wird von Stefan Glänzer (ehemals last.fm), Michael Brehm (ehemals studiVZ) und Jochen Maaß (ehemals artaxo) unterstützt.

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Dennis Singh und Mirko Boll von CoupoMania (www.coupomania.de) ist dieses Tempo offenbar zu schnell, sie geben auf. “Nach einer regelrechten Überflutung der Start-up-Szene mit Groupon-Klonen, hat sich das CoupoMania-Team dazu entschlossen neue Projekte in Angriff zu nehmen”, teilen die Gründer per Mail mit. Ab sofort habe jeder die Chance, die einst erste Groupon-Adaption am deutschen Markt zu erwerben und selbst in die Klon-Kriege einzusteigen, oder seine bestehende Marktposition durch die Übernahme von CoupoMania zu optimieren. Offizieller Startschuss für CoupoMania war Anfang Dezember des vergangenen Jahres. Die Gründer bearbeiten zunächst die Hansestadt Hamburg. Berlin und Bochum waren angedacht. Für jemanden, der Angst vor großen Tieren hat, sicherlich die richtige Entscheidung. Für alle anderen ist es vermutlich schwer nachvollziehbar, dass man ein Konzept, an das man glaubt, so schnell wieder aufgibt. Konkurrent CityDeal gibt unterdessen weiter Gas und geht – wie berichtet – in Großbritannien und auch in Frankreich an den Start. Damit ist CityDeal nun in drei Märkten aktiv. “Insgesamt werden mehr als 100 Mitarbeiter an den drei Standorten tätig sein”, teilt das junge Start-up mit. Wie Gründerszene berichtet, gibt es aber auch bei CityDeal Veränderungen: “Seit kurzem ist nur noch Rocket-Projekt-Manager Arnt Jeschke als Interims-Geschäftsführer im Impressum zu finden. Die bisherigen Geschäftsführer Sebastian Jost und Albert Schwarzmeier, die Gründerszene als ehemaliges Beautydeal-Team identifiziert hatte, trennten sich im gegenseitigen Einvernehmen von der Groupon-Gründung. Laut Aussage der ausgeschiedenen Geschäftsführer war man sich über die strategische Ausrichtung des Unternehmens nicht einig. Eine interne Gründerszene-Quelle. bestätigt dies und führt unterschiedliche arbeitsinhaltliche Vorstellungen ins Feld. Der dritte im Bunde, Ronny Lange, bleibt dem Unternehmen weiter erhalten, gab aber seinen Geschäftsführertitel ab”.

Was meinen Sie: Ist es richtig, dass die CoupoMania-Macher so schnell die Segel streichen? Meinungen bitte in den Kommentaren hinterlassen!

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Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Eine Gründung ohne Leidenschaft. Ich finde, erst jetzt hat das Ganze angefangen Spass zu machen. Ein wahrer Gründer würde nicht so schnell aufgeben (möchte euch jetzt nicht persönlich angreifen, vielleicht habt ihr andere Sachen erfolgreich durchgezogen). NAja, mal schauen wie es weitrergeht….

  2. Hmm. Coupomania scheint massive Probleme mit der Akquise von guten Deals gehabt zu haben. Wenn Sie da kein Geld in die Hand nehmen wollte, um mal jemanden, der das kann, zu rekrutieren, dann bleibt ja zwangsläufig nur die Aufgabe.

  3. Lieber früh genug aufhören, bevor es zu spät ist. Es wird jetzt 2 Seiten geben die, dank des Geldes, wohl auch etwas länger bestehen.

    Alle anderen können sowieso schon “Tschüss” sagen oder sich in Nischen retten.



  4. David

    Gott, wie mich dieses Thema langweilt… könnt ihr diesen ganzen Grouponquatsch nicht in ein eigenes Blog auslagern?!

  5. @David

    Ein Blick auf die Hitliste der meistgelesenen Artikel zeigt, dass unsere Leser sich sehr für das Thema interessieren. Ein eigenes Blog werde ich sicherlich nicht dafür einrichten. Es gilt weiter das Motto: Nicht jeder muss jeden Artikel lesen.



  6. Rob

    Na ja.. das Thema ist wohl nur deshalb so interessant, weil es soviel Kopfschütteln verursacht und man nach den Gründen für den Enthusiasmus sucht mit dem hier diverse Gründerteams sich versuchen. Ich kann das Ganze nicht so recht nachvollziehen.. Mit jedem Spatenhub ein Nugget gibts auch nicht. Nicht mal ein Krümmel.

    Ich denke, dass hier viele verzweifelt nach einem Strohhalm greifen, weil sie einfach keine bessere Startup-Idee haben, und die Groupon-Geschichte sehr leicht zu klonen ist.

    Langweilig und aus Business und Start-Up Sicht irrelevant. Da könnt ihr auch von einem Vierladen Eck mit 3 Friseur-Startups berichten. Wayne..

    Für mich ist das eindeutig zu wenig. Bis auf ab und an ein paar kritische Betrachtungen ist eure Seite nicht so viel Wert.. wahrscheinlich alles Werbeartikel.. ups.. sorry.. Mutmaßung.. ich war wenig konstruktiv und auch noch anonym.. ´tschuldigung



  7. Nils

    Überflüssige Startups ohne vernünftiges Businessmodell. Gehört in die Kategorie: “Dinge die die Welt nicht braucht.”



  8. David

    @Alexander

    Ja, hättet ihr über den Tod von Robert Enke berichtet dann wäre der Artikel – in Bezug auf die Klickzahlen – auch auf der Poleposition gelandet

    Dieses Grouponzeuch ist klassischer Massenjournalismus, den ich persönlich hier nicht in dieser überdimensionierten Art und Weise sehen möchte… schon ganz besonders nicht, weil ihr ein samwerfinanziertes Magazin seid..

    Glaubwürdigkeit erzeugt man anders, sry…

    und um es vorwegzunehmen:
    “wahrscheinlich alles Werbeartikel.. ups.. sorry.. Mutmaßung.. ich war wenig konstruktiv und auch noch anonym.. ´tschuldigung” ^^

  9. Weitermachen solang man an den Erfolg glaubt und aufhören wenn man nicht mehr dran glaubt.



  10. Peter Pan

    heftig … wie kann man nach so kurzer zeit schon aufgeben? dann hätte man imo erst gar nicht damit anfangen sollen: geld- und zeitverschwendung. man kann sich wirklich nur wundern …

    gibt’s eigentlich ne top10 der am schnellsten gestorbenen startups?



  11. David

    Gegen die Samwers ins Feld zu ziehen ( ohne irgendeinen USP zu haben ), ist schon sehr schwierig.

    Die pumpen Millionen in Werbung ( siehe eDarling ) und können kleinere Konkurrenten gerade in der Ramp-Up Phase förmlich überrollen… ohne einen kapitalstarken Investor ( vorzugsweise jemand der die Samwers abgrundtief hasst ^^ ), der bereit ist diese Matrialschlacht mitzumachen werden die Reviere im “Grouponmarkt” ( sofern der überhaupt in ausreichender Größe existiert ) sehr schnell abgesteckt sein.

  12. Habe den Artikel gerade – im letzten Absatz – um einige Veränderungen beim Rocket-Dienst CityDeal erweitert.



  13. Ralph

    da ist ja dann genau die lücke freigeworden, auf die ikupon und unserdeal gewartet haben. los jungs, fight!

  14. Dann melde ich mich doch auch noch einmal zu Wort, da hier ja so fleißig über uns „diskutiert“ wird und jetzt sogar schon Grabsteinanimationen gebastelt werden, wenigstens Kreativ ;-)
    Auch wenn das Goupon-Modell in letzter Zeit extrem „gehyped“ wurde, wundere ich mich doch etwas über einige Kommentare hier. Die Qualifikation entsprechender User Aussagen treffen zu können, lasse ich einmal dahin gestellt, von Kandidaten habe ich schon eine ziemlich gute Vorstellung… ;-) Hauptsache man kann irgendwie mitreden.

    Also erst einmal denke ich persönlich, dass sich ein guter Gründer nicht dadurch auszeichnet, dass er ein Projekt stur gegen die Wand fährt um nicht „aufgegeben“ zu haben, ohne eine rationale Analyse der Situation durchzuführen.
    Vielleicht wurde da das Grundprinzip noch nicht vollkommen Verstanden oder ich bin einfach nur Weltfremd ;-) – Ich denke im Gegenteil, dass es manchmal mehr Courage erfordert, auch von einem Projekt abzulassen, in das man bereits einige Monate mit siebentägigen Arbeitswochen investiert hat.
    Wir haben das Projekt damals mit einem Startkapital in Form unserer reinen Arbeitskraft – wirklich Garage – begonnen und mussten simultan noch so etwas wie Lebenshaltungskosten erwirtschaften. Im Hinblick darauf muss man sich nicht verstecken. Ich für meinen Teil bin stolz darauf, wie weit wir mit diesem Kapital gekommen sind.
    Eigentlich war es geplant, das Projekt in Hamburg anlaufen zu lassen und dann schnell einen VC zu akquirieren, die neue Finanzierungsrunde in den Staaten und der daraus resultierende Groupon-Hype kamen da im falschen Moment, aber gut, beim nächsten Mal geht man es anders an ;-) – Wir haben gelernt, dass Web 2.0 nicht wie das „Hardware“ Geschäft funktioniert ;-)

    Zur Frage, wieso wir nun unsere Energie in neue Projekte stecken?
    Ganz einfach, weil wir nicht denken, dass das Modell unter diesen Voraussetzungen tragfähig ist, bzw. wenn man nicht zu den größten Playern gehört, was die Finanzierung angeht. Gründungsenthusiasmus ist schön und gut, aber mit einem 10-köpfigen Team ohne Kapital gegen Teams anzutreten, die ein Vielfaches an Kapital und Personal zur Verfügung haben… In diesem Markt. Das ist „keine Angst vor großen Tieren“, sondern Realismus. (Das sieht ein nicht zu vernachlässigender Teil an VCs denke ich ähnlich)

    Nebenbei wird gerne vergessen, dass es sich auch bei den ganz großen Playern erst noch erweisen muss, wie optimal die Rendite des Projektes wirklich ist… Es steht ja jedem frei, auszurechnen, wie viele Coupons verkauft werden müssen, damit alleine die immensen Personalkosten refinanziert werden können. Für den letztlich verbleibenden Markt-Dominator kann es aufgehen. Für den 2. Platz wird es wahrscheinlich schon langsam eng.

    Wir sehen in diesem begrenzten Markt nicht viel Potential für Platz 3 und absteigend, falls sich nicht irgendwo eine spezialisierte Nische auftut, die genügend Potential und Käufer bietet, da dieses Geschäft nur durch Masse und ich meine wirklich viel Masse lukrativ wird.
    Da ist die Rendite doch wesentlich höher, seine Energien auf wirklich neue und vor allem nicht in einem Hype befindliche Projekte zu lenken.

    Just my two Cents… Wir werden das Ganze auf jeden Fall mit Spannung und sehr entspannt weiterverfolgen ;-)
    Allen kleinen Playern wünschen wir natürlich weiterhin Erfolg – Wir haben unsere „verrückte“ Entscheidung getroffen hier den Cut zu machen.

  15. Ich denke auch, dass man hier einen sehr langen Atem haben muss – letztendlich wird es vielleicht 2 Player im deutschen Markt geben, mehr Platz sehe ich hier einfach nicht für solche regionalen Deals…wenn überhaupt?! USA und DE sind nunmal zwei völlig verschiedene Märkte, die gerade bei Coupons unterschiedlicher nicht sein könnten.

  16. Noch einmal ein kurzes Update: Habe die letzen Sätze über CityDeal noch einmal geändert, weil sich bei der zitierten Quelle der entsprechende Absatz und die Aussage komplett geändert haben.

  17. Pingback: ||| Handelskraft ||| Der E-Commerce und Web 2.0 Blog - Die kommenden Probleme und Chancen der deutschen Groupon-Klone



  18. Alf Brünn

    Was ich an den ganzen Groupon Clonen nicht verstehe, ist warum alle wie eine Schafherde in die gleiche Richtung rennen und versuchen, mehr Groupon zu sein als das Original selbst. Alle sehen gleich aus und bieten das gleiche an.

    Es gibt doch so viele Zielgruppen und Nischen wo man mit dem Prinzip auch ohne viel Kapital eiinigen Erfolg haben kann.



  19. M.

    Mehr als zwei drei Platzhirsche verträgt der Markt in D. kaum, da geb ich den Vorrednern recht.

  20. Hallo an alle,

    schönes Thema – dasmit den 2 Platzhirschen sehe ich ähnlich, nur das Modell was die StartUps bisher fahren halte ich für sehr schwierig.

    Schauen wir mal, ob demnächst auch die ein oder andere bekannte und gestandene Gutscheinplattform mitmischt…

    Marcus

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  23. TheRiddler

    Meiner Meinung nach können durchaus mehrere Clone bestehen, immerhin macht die Angebotsqualität den Erfolg eines Groupon Clone aus. Man kann auch ohne die Samwer Marketingkohle dabei Erfolg haben. Wenn ich mir die überteuerten und teilweise sinnlosen Coupons so anschaue, dann wird mir das immer klarer. Entscheidend finde ich eine frühzeitige Spezialisierung auf bestimmt, definierte Zielgruppensegmente. Leider finde ich alle Groupon Angebote bisher eher enttäuschend ich denke, dass fängt schon beim Corporate Design an, dass man einfach gar nicht so richtig weiss, wo man hin will. Vergleicht das mit Dorfdisko und Szene Club.

  24. Hi Leute,
    wer ist jetzt eigentlich wirklich der aussichtsreichste am Markt? Der mit dem meisten Geld, oder der mit der nachhaltigsten Strategie? Ich glaube, wer auf gute Konzepte setzt der verdient hier langfristig am meisten!

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  26. Olli

    Warum schreibt hier eigentlich keiner über die geldgeilen Machenschaften der Samwers?

    “Laut Aussage der ausgeschiedenen Geschäftsführer war man sich über die strategische Ausrichtung des Unternehmens nicht einig. Eine interne Gründerszene-Quelle. bestätigt dies und führt unterschiedliche arbeitsinhaltliche Vorstellungen ins Feld. Der dritte im Bunde, Ronny Lange, bleibt dem Unternehmen weiter erhalten, gab aber seinen Geschäftsführertitel ab”.

    Innerhalb weniger Wochen haben die Samwers scheinbar direkt die ehemaligen Geschäftsführer abgesägt. Gründer haben scheinbar immer noch nicht gelernt worauf sie sich mit den Samwers einlassen :D sind einmal die größten Anteile abgegeben sitzt man schnell vor der Tür wenn man sich nicht 24/7 dem Business opfert.

    Turbokapitalismus der geldgeilen Samwers, ohne Worte…

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