In den vergangenen Monaten wurde immer wieder über einen neuen, möglichen Gesellschafter beim Business Netzwerk Xing (www.xing.com) spekuliert. Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Das Medienhaus Hubert Burda Media beteiligt sich über seine Tochter Burda Digital bei Xing. Mit 25,1 % Anteilsbesitz ist Burda Digital ab sofort größter Aktionär bei der börsennotierten Xing AG. Dazu äußert sich Stefan Groß-Selbeck, Vorstandsvorsitzender von Xing folgendermaßen: “Wir begrüßen Hubert Burda Media als neuen Hauptaktionär für Xing. Burda ist ein erfahrener Investor mit langjähriger Internetexpertise und wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.”
Aus Sicht von Burda Digital erläutert Verleger Hubert Burda den Einstieg: “Die Beteiligung ist ein wichtiger Schritt im Zuge des Ausbaus der digitalen Aktivitäten des Unternehmens.” Laut eigener Twittermeldung kommen die von Burda Digital erworbenen Anteile an der AG von Xing-Gründer Lars Hinrichs. Er schreibt außerdem zur Übernahme: “If u have multiple choices, listen to your heart & select on values. I value: integrity, quality, ambition & alignment. Never price”. Burda zahlte 48 Millionen für die Xing-Anteile und somit deutlich mehr als der aktuelle Aktienkurs. Denkbar ist, dass das Medienhaus Burda plant, weitere Anteil zu übernehmen. Hinrichs wurde beim Verkauf von Corporate Finance Partners in Frankfurt beraten. Die Transaktion wurde von Andreas Thümmler und Andreas Noth geleitet. Xing-Gründer Hinrichs trat im November des vergangenen Jahres bei Xing ab. Seitdem führt Stefan Groß-Selbeck, zuvor mehrere Jahren bei eBay beschäftigt, das erfolgreiche Hamburger Unternehmen. Hinrichs brütet derzeit an neuen Konzepten. An Xing hält er künftig offenbar nur noch einen kleinen Anteil.
Artikel zum Thema
* Jetzt offiziell: Lars Hinrichs tritt ab
* Lars Hinrichs ist Deutschlands wichtigster Web-Gründer
* Hausbesuch bei Xing
* ds-Videointerview: Lars Hinrichs von Xing


Fragen










Kommentare
Einfach Klasse, ein großer Deal. Unser top Tipp war ja die Telekom! Hauptsache es bleibt in deutscher Hand.
Mit Burda ist ein top Medienhaus an Bord, welches eher
als langfristig bekannt ist, und das geht auch mit einer höheren Kontrolle und evtl. Auch Preisen einher.
Wird da bald ein Frauen #Xing unter Bunte gelauncht?
Und Burda ist mal wieder im stellenanzeigengeschäft, was anderen Verlagen nicht so ganz schmecken wird!
Kommentar von Tom 19. November 2009 @ 09:37Herzliche Gratulation an alle Beteiligten: Lars Hinrichs für einen großartigen Exit, Burda für eine aus meiner Sicht sinnvolle strategische Entscheidung.
Kommentar von Uwe Frers 19. November 2009 @ 09:41