Nach langer Vorbereitungszeit hebt mylugo (www.mylugo.de) endlich ab. Das neue Online-Kaufhaus zeichnet sich zunächst einmal durch seine prominente Führungsmannschaft aus: Zum Gründerteam gehören Mathias Schmitz (ehemals AltaVista), Holger Meyer (ehemals Google), Torsten Bade und Johanna Elliott. Als Geschäftsführer wirkt Schmitz. Ex-Google-Mann Meyer greift dem mylugo-Team als Gründungsgesellschafter zwar unter die Arme, ist aber nicht ins operative Geschäft involviert. Gemeinsam wollen die Hamburger das Einkaufen im Internet sicherer machen. “Mit mylugo.de haben wir all das umgesetzt, was Online-Käufer wirklich wollen: Sicherheit, Qualität und persönlichen Service. Dieses Ziel, einen fairen und kundenfreundliche Online-Shop aufzubauen, hätten wir nie erreicht, wenn nicht zahlreiche Händler hinter unser Konzept einen dicken Haken gemacht und ihr vollständiges Portfolio bei uns eingestellt hätten”, sagt Schmitz.

Zum Start setzen die Hanseaten vor allem auf Sport sowie Wein & Delikatessen. Ergänzt wird das Sortiment um weitere Kategorien wie Kosmetik, Koffer und Bücher. Angeboten werden nur Neuwaren. Gebrauchte Produkte können bei mylugo weder kommerzielle Händler noch Privatpersonen einstellen. Wobei bei mylugo ohnehin nur gewerbliche Händler zugelassen sind. Wer Ramsch oder Plagiate im Sortiment habe, müsse woanders verkaufen. “Es fliegen nicht nur einzelne Produkte aus mylugo raus, sondern gleich der gesamte Anbieter”, sagt Schmitz. “Wir sind von Anfang an ein Qualitäts-Shop und legen die Messlatte sehr hoch. Wer sie reißt, kann kein Anbieter auf mylugo.de sein.”
“Wer auf Kontakt klickt kontaktiert kein Call-Center in Irland”
Händler, die bei mylugo an Bord sind, müssen nur eine Umsatzprovision pro verkauftem Produkt zahlen. Einstellungsgebühren, Listinggebühren oder Werbekostenzuschüsse gibt es nicht. Damit die Bezahlung wie im Firmenslogan “Einfach sicher einkaufen” funktioniert, setzt mylugo in Zusammenarbeit mit der Sparkasse Pfullendorf-Meßkirch und dem Payment-Serviceprovider Tineon auf einen Treuhandservice. “Zum ersten Mal gibt es in Deutschland damit eine One-Stop-Shopping-Plattform, bei der das Risiko nicht allein auf Seiten des Käufers liegt. Ganz im Sinne von ‚Fair Pay‘ hat weder der Käufer noch der Verkäufer ein Risiko zu tragen”, sagt Dominik Pfister, Vorstand von Tineon. Kunden müssten nicht mehr bei vielen Spezialshops ihre Bankinformationen und Adressdaten hinterlassen und sich auf verschiedene Zahlungsmodalitäten einstellen. In Zeiten von Phishing und Adressmissbrauch sei dies für den Internet-Käufer von großem Wert, führt Pfister weiter aus. Der letzte Aspekt im mylugo-Konzept lautet Service. “Wer auf mylugo auf Kontakt klickt oder uns anruft, kontaktiert uns und kein Call-Center in Irland”, sagt Schmitz. Warteschleifen und das computergesteuerte Durchschleusen von Kunden seien bei mylugo tabu. Trotz allem Service, den vielen Sicherheitsaspekten und dem Qualitätversprechen kommt bei mylugo leider kein Shoppinggefühl auf: Der Shop ist extrem textlastig, fast schon datenbankmäßig, und die Produktbilder extem uneinheitlich. Dadurch wirkt alles sehr zusammengeschustert.
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Kommentare
Und worin unterscheidet das sich jetzt von anderen Shops?
Kommentar von The Riddler 29. Oktober 2009 @ 16:42Ich habe das jetzt nicht heraus lesen können.
btw. das Design sieht leider bescheiden aus.
Kommentar von The Riddler 29. Oktober 2009 @ 16:43Wer auf Kontakt klickt kontaktiert kein Call-Center in Irland
nanana…. nicht zuviel versprechen…
Ebay hatte am Anfang bestimmt auch nen super Support ;)
Nix für ungut!
Kommentar von tina Obermeier 29. Oktober 2009 @ 17:06Ja ich finde auch, dass nach der Mode sich auch das Internetdesign solchen Retrowellen hingeben sollte… back to the 80ies!
Sagt mal: ist das Euer Ernst? Mit einem Design an den Start zu gehen, wo ich denke, dass das von ner halbseidenen Internetbutze programmiert worden ist und mit nem Namen, der irgendwo zwischen Jugoslawien und ner Luger liegt?????
Kommentar von Petra Panther 29. Oktober 2009 @ 17:51Auch eine “prominente Führungsmannschaft” schützt anscheinend nicht vor einer grauenvollen Namensgebung. mylugo… wie kommt man nur auf so einen besch…. Namen?
Kommentar von Hendrik 29. Oktober 2009 @ 18:04Ich kritisiere ungerne mutige Gründer, aber das Design ist absolut nicht zeitgemäß (um es nicht schlecht zu nennen) und über das “brand” kann man auch streiten. Zumindest weiss ich jatzt das lugo eine schöne spanische stadt ist:
Lugo ist eine Stadt im Nordwesten Spaniens. Die Stadt liegt in der gleichnamigen Provinz Lugo, mitten in der Autonomen Region (Comunidad Autónoma) Galicien (Galicia) am Fluss Miño. Lugo hat 93.853 Einwohner (Stand: 2007). Der alte Stadtkern ist ringsum noch vollständig von einer begehbaren römischen Mauer aus dem 3. Jahrhundert umgeben, die mit wuchtigen halbkreisförmigen Bastionen in Abständen von etwa 100 bis 200 m versehen ist. (quelle wikipedia)
Kommentar von Philipp 29. Oktober 2009 @ 18:44Typisch deutsche Gründerszene. Erstmal alles runtermachen. Das Design ist nicht dolle aber es ist funktional und mehr muss es auch nicht sein bei einem Shop. Das besondere an dem Shop sehe ich auch nicht so recht aber trotzdem viel Erfolg!
Kommentar von Thomas 29. Oktober 2009 @ 18:53Design und Name hin oder her, wer ist denn die Zielgruppe? Gibt es wirklich Menschen, denen telefonischer Kundenservice aus Deutschland wichtig ist? Wieviel % der Käufer wollen überhaupt einen telefonischen Kontakt? Genau diese Idee hatte ja ebay mit skype, Verkäufer und Käufer die Kommunikation zu erleichtern und was draus geworden ist sehen wir ja..
Wie wollen die Jungs den Kunden denn beweisen dass Ihre Produkte besser sind, das Einkaufen sicherer und der Service auch weit besser – als z. Bsp. amazon?
Ich finde die Idee im Ansatz nicht schlecht aber sie ist in dieser Form einfach 10 Jahre zu spät..
Kommentar von bernd 29. Oktober 2009 @ 22:35Epic fail². Zahlarten Vorkasse und Giropay – die haben zum Design direkt auch die passenden Zahlarten aus den 80ern rausgeholt.
Kommentar von Stefan 30. Oktober 2009 @ 03:43”
Typisch deutsche Gründerszene. Erstmal alles runtermachen. Das Design ist nicht dolle aber es ist funktional und mehr muss es auch nicht sein bei einem Shop. Das besondere an dem Shop sehe ich auch nicht so recht aber trotzdem viel Erfolg!”
2 Gedanken dazu…
1. Man muss aber auch nicht alles loben, nur weil es “deutsch” ist. Das führt genauso wenig zu Etwas, wie wenn man es einfach schlecht macht.
2. Das Design ist nicht dolle aber es ist funktional und mehr muss es auch nicht sein bei einem Shop.
Kommentar von Nico Barelmann 30. Oktober 2009 @ 10:55FALSCH! Ein Shop, der in der heutigen zeit bestehen will und alles irgendwie abdeckt muss schlüssig im Gesamtkonzept sein. Da darf das Design nicht wie huschi-huschi aussehen.
das größte Manko sind die Versandkosten, wenn ich bei 3 verschiedene Sachen bestelle, hab ich auf einmal 20 EUR an Versandkosten. Da geh ich doch lieber zu Amazon, wo ich den Großteil versandkostenfrei direkt von Amazon bekomme.
Kommentar von Tobias Steinbrecher 30. Oktober 2009 @ 13:44_Typisch deutsche Gründerszene. Erstmal alles runtermachen_
He SORRY. Wir sind ein Hochtechnologie-Land und haben schliesslich einen Ruf zu verlieren.
Kommentar von The Riddler 30. Oktober 2009 @ 14:42Ganz schön laut getrommelt. Und das wegen des nächsten unsauber programmierten Shops mit schlechtem Design und einem USP, den kein Mensch braucht. Aber wer weiss… lassen wir uns doch überraschen – vielleicht gibt’s den Laden ja tatsächlich in einem Jahr noch?!
Kommentar von Lars 02. November 2009 @ 08:55na ja, habt ihr nichts besseres zu tun, als nur über Design zu quatschen.Wie langweielig.. Es muss funktionieren,wichtig ist qualität, das wir alles , was wir wollen bekommen können und es pünktlich ankommt… und Tel finde ich super. Kann man sich wenigstens ausreden, wenn sch.. geht.
Kommentar von Potaschi 15. Juni 2010 @ 13:07oder…. und nicht nur doof Email schreiben.. und kein Antwort bekommen, weil auf der Andere Seite alles in Spambox landet.
Zum 9.12. ist es nun offiziell geworden und unter http://www.insolvenzbekanntmachungen.de nachzulesen – das war wohl nix.
Kommentar von AusDIeMaus 12. Dezember 2011 @ 16:54