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7 Kommentare

Autor: Alexander Hüsing

Kategorie: Aktuell

Tags:

Trupoli sagt nicht mal Tschüss

Freitag, 31. Juli 2009 13:15

Sang und klanglos hat sich die Politik-Plattform Trupoli (www.trupoli.com) mitten im Superwahljahr aus dem Netz verabschiedet. In den vergangenen Monaten war es bereits verdächtig ruhig geworden um das junge Unternehmen. Nun wurde die 2007 von Rudolf Zeilhofer und Anian Leistner gestartete Plattform heimlich, still und ganz leise vom Netz genommen. Bei Trupoli konnten Nutzer Aussagen von Politikern dokumentieren, kommentieren und bewerten. Die angefragten Macher und Investoren wollten sich nicht mehr zum Aus äußern. Zeilhofer arbeitet derzeit als selbständiger IT-Consultant und Leistner als Teamleiter Kreation bei hmmh multimediahaus. Trupoli-Vorstandschef Johannes Zumpe ist neuerdings als selbstständiger Berater unterwegs.

Screenshot Trupoli

Trupoli im November 2007

Das letzte bedeutende Lebenszeichen von Trupoli gab es im Sommer des vergangenen Jahres: Damals fusionierte die Politik-Plattform mit dem Politikdienst Polixea (www.polixea-portal.de). Die Plattform, die umfassende politische Hintergrundinformationen zu allen möglichen Themen lieferte, ist nun ebenfalls offline. Nutzer werden nur mit den Worten: “Unter dieser URL sind keine Daten vorhanden!” begrüßt. Ursprünglich war geplant, die beiden Dienste eng miteinander zu verzahnen. Finanzieren sollte sich die Politik-Plattform Trupoli über Premium-Accounts für Politiker und Meinungsforschung. Das Konzept kam aber offenbar nicht an.

Hausbesuch bei Trupoli

Die Politik-Plattform Trupoli residierte im schönen München. Vorstandschef Johannes Zumpe öffnete im Sommer des vergangenen Jahres für deutsche-startups.de die Türen und ließ uns mit der Kamera in der Hand die Räume erkunden. Alle Bilder in unserem Hausbesuch bei Trupoli.

hausbesuch_trupoli.jpg

Artikel zum Thema
* ds-Videointerview: Johannes Zumpe von Trupoli
* Trupoli und Polixea fusionieren
* Trupoli öffnet die Türen
* Trupoli geht in die Betaphase
* Trupoli bewertet Politiker

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7 Kommentare »

1.

In München gibt es zwei Institute, an denen man Politikwissenschaft studieren kann.

a) GSI, Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft

b) HfP, Hochschule für Politik

Wenn ich ein Startup habe, welches sich mit Aussagen von Politikern beschäftigt bzw. mit Politik allgemein,
und es zwei politische Hochschulen bzw. Institute in der Stadt gibt…
Und das nicht mal mitnimmt… schlecht! fail!

[Ich kann nur von der HfP sprchen, ob die mal am GSI waren, weiß ich nicht, glaube aber nicht...]

Nicht an die politischen Institute der eigenen Stadt zu gehen (für diverse Aktionen, Vorträge etc…) war mindestens ein mittel-großer Managementfehler.

Insg. ein derb-komisches und fast schon lächerliches Startup….

Kommentar von Oho — 31. Juli 2009 @ 13:30

2.

Mhhh… das ist auch ganz schwierig. Wir haben uns mit dem Thema auch schon oft beschäftigt.

Aber mir fällt auch noch Jahren keine Möglichkeit ein, sowas vernünftig zu monetarisieren.

Viele Grüsse vom Wannsee,

Sebastian

Kommentar von Sebastian (Internetszene.de) — 31. Juli 2009 @ 13:42

3.

Dann hat es sich wahrscheinlich nicht mehr gelohnt, der Hand voll User “Tschüss” zu sagen.

Kommentar von Brand Infection — 31. Juli 2009 @ 13:57

4.

Schade, dabei war die Seite sehr gut gemacht. Das Finanzierungsmodell hört sich in der Theorie auch interessant an, aber hatte am Ende keine große Zielgruppe?! Würde mich auch stark interessieren wodran es im endeffekt gelegen hat

Kommentar von stephan — 31. Juli 2009 @ 14:10

5.

auch United Internet räumt weiter auf.
Smartshopping streicht ihre Partnershops:

“wir möchten Sie darüber informieren, dass die Dienste myStores und mySmarts am 31.08.09 auslaufen werden”

jaja, “einfach” kopieren klappt (oft) “einfach” nicht

Kommentar von tina Obermeier — 31. Juli 2009 @ 17:56

6.

Gott sei Dank haben die Märkte noch reinigende Kräfte und solche Startups verschwinden.

Es gibt einfach Firmen, die keiner braucht. Trupoli war eins davon.

Kommentar von Peter Hahn — 02. August 2009 @ 12:14

7.

vielleicht kann man politik nur monetarisieren, indem man politker wird, um sich dann schmieren zu lassen?

Kommentar von kl.-m. meyer — 03. August 2009 @ 12:38

2 Trackbacks »

  1. [...] Gründerzeiten – Getestet.de testet endlich – Fünfzehn Fragen an Nils Asmussen von Transmedic – Trupoli sagt nicht mal Tschüss – eDarling buhlt um einsame Herzen Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer [...]

    Pingback von Junikus.de » Zusammenfassung Startup News von DS — 31. Juli 2009 @ 17:28

  2. [...] so häufig erwähnte und viel diskutierte Startup „Trupoli“ ist vom Markt verschwunden – wie deutsche-startups feststellt, sogar ohne Verabschiedung. Das Thema Politik scheint es im Web nicht leicht zu haben [...]

    Pingback von News-Recycling am Wochenende | TechBanger.de — 02. August 2009 @ 08:37

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