Bildung für alle bei Lecturio

Sich Vorlesungen in der Uni anzuhören ist Schnee von gestern! Heute geht das bequem von zu Hause aus – mit Pizza auf dem Schoß. Einzige Bedingung: Der Dozent muss seine Vorträge von Lecturio […]

Sich Vorlesungen in der Uni anzuhören ist Schnee von gestern! Heute geht das bequem von zu Hause aus – mit Pizza auf dem Schoß. Einzige Bedingung: Der Dozent muss seine Vorträge von Lecturio (www.lecturio.de) aufzeichnen lassen. Lecturio ist eine Bildungsplattform, auf der Vorträge von Dozenten, Experten und Unternehmern visuell ansprechend abrufbar sind. Die Idee dazu hatten die beiden Uni-Absolventen Martin Schlichte und Tim Koschella, getreu dem Motto: “Jedem jederzeit Zugang zu exzellentem Wissen ermöglichen”.

Lecturio stellt sowohl die technischen Geräte als auch die Mitarbeiter parat, um einen Vortrag aufzuzeichnen. Hat ein Experte keine Lust auf das Aufnahmeteam, kann er auch nur die Technik ausleihen und sich selbst aufzeichnen. Neben Kamera und Stativ gehört zur Ausrüstung ein Tablet PC. Auf dem Bildschirm dieses Notebooks können Benutzer Eingaben per Stift oder Finger machen und somit auch im Stehen und mit nur einer Hand schreiben. Nach der Aufzeichnung werden die Vorlesungen online bearbeitet und anschließend auf der Lecturio-Website veröffentlicht. Dabei entscheidet der Autor darüber, ob er sein Material einer begrenzten Gruppe oder der ganzen Welt zur Verfügung stellt. Außerdem hat er die Wahl, ob er seine Vorlesung gegen einen Obulus oder kostenlos anbietet.

Eine gute Möglichkeit, sich von zu Hause aus weiterzubilden.

Wer sich eine Vorlesung auf dem Lecturioplayer anschaut, stößt auf drei Fenster. In einem kleinen Fenster ist der Dozent zu sehen, in dem Hauptfenster läuft die Präsentation ab. Die Aufteilung kann aber auch verändert werden. Außerdem gibt es einen Kasten mit der Kapitelliste. Dort werden die relevanten Themen der aktuellen Vorlesung angezeigt. Klickt der Student auf ein Thema, springt der Player an die gewünschte Stelle.

Insgesamt wirkt die Website professionell und übersichtlich. Um Nutzern die Funktionen zu verdeutlichen, gibt es eine Video-Einführung, die ganz im Stil einer möglichen Vorlesung gehalten ist. Ein Wehrmutspunkt ist allerdings, dass die Inhalte bisher nicht herunter geladen werden können, eigenen Angaben zufolge aus urheberrechtlichen Gründen. Natürlich wäre es schade, wenn die Lehrsäle in Zukunft leer blieben. Aber für Menschen mit Behinderung, Alleinerziehende, Viel-Jobber oder Interessierte aus anderen Fachrichtungen bietet der Lecturio-Dienst eine gute Möglichkeit, sich von zu Hause aus weiterzubilden.

Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.



  1. Sebastian

    Die Webseite ist sehr gut aufgemacht. Durch ein Aufnahmeteam bzw. die Leihausrüstung sollen die Präsentationen professionell aufgemacht werden. Allerdings bezweifel ich, dass viele den Aufwand für eine Vorlesung betreiben werden ein Aufnahmeteam zu bestellen bwz. jedes Mal sich um die Leihausrüstung zu kümmern.

  2. Das Aufnahme Team zu bestellen halt ich noch für die kleinste Hürde, ich kann mir vorallem nich vorstellen, dass sich das ganze refinanzieren lässt. Schade, dass darauf im Artikel nicht genauer eingegangen wird.



  3. Tim

    Also ich finde die Idee richtig genial!

    Man überlege alleine schon wie oft es bestimmte Lehrer gibt die man einfach persönlich “nicht richtig versteht”

    Dann kann ich mir den Stoff nochmal von nem zweiten Prof. von ner anderen Uni erklären lassen =)

    Und letztendlich wiederholt sich der Stoff ja jedes Jahr wieder und wieder […] von daher, wenn man einmal nen volles Archiv hat zum Lehrplan, dann müssen die Lehrer ja auch nichts mehr aufzeichnen?

    Spontan würden mir jetzt Anwälte einfallen die sich auf einem bestimmten Gebiet weiterbilden wollen zB. zum Thema Online-Uhrheberrecht, die würden bestimmt für einen solchen Beitrag auch zahlen.

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  5. Oliver

    Ich finde die Idee klasse. Schaut Euch doch mal an, wieviele Professoren ihre Vorlesungen bereits bei http://www.lecturio.de eingestellt haben. Das spricht doch dafür, dass das mit der Aufnahme kein Problem ist. Und zur Einkommenserzielung muss ich folgendes sagen: wenn man auf Xing 5 EUR im Monat locker macht nur um Premium-MItglied zu sein, dann sollte doch eine deutlich höhere Zahlungsbereitschaft für Bildung da sein. Ich sehe neben Studenten, die ihre Vorlesungen nachbereiten (KLausurvorbereitung etc.) auch noch riesen Potential in der Weiterbildung für Unternehmen. Ich bin sehr gespannt, wie sich das ganze entwickelt und werde Lecturio weiter verfolgen.



  6. Heiner Timm

    Die Seite ist ja schön gestaltet und die Umsetzung auch spannend. Jedoch ist es eher fraglich, ob jemand für so etwas zahlt… Erstens: Kein Student zahlt fünf Euro. Das müsste doch jedem klar sein, dass für Xing auch kein Student soviel Geld ausgibt. Warum wohl sind studiVZ und Facebook umsonst??? Zweitens: Was glaubt Ihr wie lange es dauert bis Eure Vorlesungen kopiert und bei Youtube umsonst angeboten werden. Das allerdings kommt dann bestimmt richtig gut an!

    Dennoch viel Glück!

    Heiner

  7. Pingback: Deutsche Startups.de berichtet über “Bildung für alle bei Lecturio” @ Lecturio Blog

  8. Danke für euer Feedback!

    @Sebastian & Tobias: Tobias hat Recht, der Aufwand und die Kosten für die Aufnahme sind keine Hürde, zumal die Alternativen um ein Vielfaches teurer sind.
    Unser Geschäftsmodell ist relativ simpel: Hochschulen, e-Autoren und User können bei uns Premium-Accounts abschließen. Letztere bekommen dann neben Zugang zu allen e-Vorlesungen (e-Autor entscheidet selbst ob kostenpflichtig oder nicht) auch besondere Features, die beim Lernen helfen. Zusätzlich gibt es ein revenue-share mit e-Autoren, die ihre Inhalte verkaufen wollen.

    @Tim: danke. Auch Repetitorien für Jura-Studenten sind sehr interessant.

    @Oliver: genau, Unternehmen können mit Lecturio eine Menge Weiterbildungskosten sparen. Wir wollen die Präsenzveranstaltungen nicht ersetzen, aber effizient ergänzen (Seminar kann hunderten von weiteren Mitarbeitern gezeigt werden, oft ist Stoff extrem komprimiert und kann so wiederholt werden etc.)

    @Heiner: wir sind fest davon überzeugt, dass viele Studis einen niedrigen einstelligen Betrag pro Monat ausgeben würden, um sich wesentlich komfortabler und effizienter auf Klausuren vorbereiten zu können. Außerdem hat auch die Hochschule die Möglichkeit diese Kosten zu übernehmen, sozusagen als Service für Ihre Studenten – geschieht bereits so bei mehreren unserer Partner.
    Zu youtube: Lecturios Vorteile gg.über youtube sind ja gerade die Funktionen, die ein effizientes Lernen erst ermöglichen. Schau dir mal ein 90min Video bereits vorhandener e-Vorlesungen auf youtube an – damit kann keiner was anfangen, da die Inhalte nicht erschlossen werden – genau das ist unsere Spezialität, nicht nur die Kapitelübersicht und das Merken von Stellen, sondern später auch Durchsuchbarkeit der Folien, Tags, Kommentare etc.
    Tausende zufriedene Studenten nutzen unsere e-Vorlesungen bereits täglich (die meisten Inhalte sind auf Wunsch der Unis noch geschützt und nicht einsehbar, z.B. TUM).

    Schaut mal auf http://www.lecturio.de vorbei!
    Neuigkeiten direkt von mir gibt’s unter http://www.twitter.com/mafresh

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