Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?
Himmel und Hölle.
Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?
Wer kennt die Situation nicht – man bestellt etwas online und wird am Ende gefragt:
Haben Sie einen Gutscheincode? Nein, hab ich leider nicht – woher auch? Es gab in Deutschland, im Vergleich zu den USA oder England, kein richtiges Angebot. In den Ländern ist das Gutschein Thema bereits riesig und gehört beim online Einkauf selbstverständlich dazu.
Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen?
Eigenmittel.
Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine?
Den Leuten zu erklären, dass es KEINEN Haken gibt.
Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen?
Ich würd mich für eine andere Kaffeemaschine entscheiden.
Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig?
Eindeutig die persönliche Weiterempfehlung. Das positive Shopping Erlebnis für jeden einzelnen User ist unser wichtigstes Anliegen. Wenn sich bei ihm das Glücksgefühl einstellt, ein Schnäppchen gemacht zu haben, empfiehlt er uns weiter. Dabei hilft uns unsere eingängige Domain stärker, als anfänglich vermutet. Zusätzlich sind PR und white label Kooperationen wichtige Standbeine.
Welche Person hat Sie bei der Gründung besonders unterstützt?
Da sollten in einem Atemzug Partner, Team, Eltern und Freunde genannt werden.
Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg?
Meditieren lernen. Rückschläge als wichtige Erfahrung genauestens analysieren und immer davon ausgehen, dass es länger dauert, als ursprünglich geplant.
Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen?
Das er sich mit mehr Fachkompetenz umgibt und noch gezielter Programme auflegt, die zum Gründen animieren. Dabei sollten Förderprogramme so aufgelegt und formuliert sein, dass man als Gründer auch eine Chance hat, sie zu bekommen.
Als zweites ein Konjunkturpaket mit Gutscheinen vom GutscheinPony, das den Konsum anheizt. (Ist aber natürlich reines Wunschdenken).
Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie kein Start-up gegründet hätten?
Ich hätte im Zweifel noch meine Eventagentur.
Bei welchem deutschen Start-up würden Sie gerne mal Mäuschen spielen?
Brands4friends.
Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie?
Ich würde in die späten 60er Jahre reisen. Der italienische Einrichtungsstil dieser Ära hat´s mir besonders angetan. Dasselbe gilt für amerikanischen Musclecars aus der Zeit.
Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld?
Spenden, spendieren und investieren.
Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag?
Mit Freunden.
Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden?
Mit den Albrecht Brüdern. Mit ihnen würde ich das Thema Gutscheine in Aldi Märkten besprechen.
Zur Person
Für Axel Hesse, Jahrgang 1968, ist GutscheinPony.de (www.gutscheinpony.de), ein Internetangebot für Gutscheine und Gutscheincodes angeschlossener Online-Shops und Versandhäuser, schon das zweite Shopping-Projekt. Zuvor startete er bereits extrabonuscard.de. Nach seinem Fachabitur bereiste Hesse die Welt, bevor er an der Leuphana Universität Lüneburg sein BWL-Studium begann. Parallel zum Studium baute Axel Hesse die Eventagentur Universal Eventsauf.

Fragen










Kommentare
“Es gab in Deutschland, im Vergleich zu den USA oder England, kein richtiges Angebot.”
Soll das ein Witz sein?
Kommentar von Dominik 10. Juli 2009 @ 09:25dito – klassischer Fall von akutem Scheuklappen-Syndrom: “was ich nicht kenne, gibt es nicht.”
So entstehen sie, die Start-ups, die sich vorschnell als Marktführer bezeichnen …. (na gut, kommt halt nur darauf an, wie eng man das Segment definiert)
also lieber noch ein bisschen in die Marktrecherche investieren – ich selbst google bei jedem Einkauf erst nach einem Gutschein/Promo-Code und habe eine Trefferquote von >50%
Kommentar von Sam 10. Juli 2009 @ 10:04Kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Diverse deutsche Gutscheinportale existieren seit mindestens 2004. Aber gut, irgendeine dreist erlogene Antwort hat ja fast jeder auf die zweite Frage.
Kommentar von Chris 10. Juli 2009 @ 14:30Moin Moin an dieser Stelle an die drei Herren!
Kommentar von Axel Hesse 10. Juli 2009 @ 22:01Danke für die Kommentare auf die Frage 2. Zum damaligen Zeitpunkt der Ideenfindung gab es nach meiner reinen, subjektiven „Scheuklappen“ Sichtweise tatsächlich kein richtiges Angebot für Gutscheincodes. Selbst heute würden wahrscheinlich 1000 auf der Straße befragte Passanten, keine Seite für Gutscheincodes nennen können. Freu mich auf weiteres Feedback – Schönes Wochenende!
Axel Hesse
Als was definiert ihr eigentlich ein Startup?
Kommentar von Steve 11. Juli 2009 @ 21:50@Axel Hesse: Aus reinem Interesse, könnten Sie mir ein paar amerikanische nennen?
Kommentar von p. 12. Juli 2009 @ 01:26@ p anbei einige links:
http://printable-coupons.blogspot.com/
http://www.mycoupons.com
http://www.allonlinecoupons.com/st/comp-usa/
http://www.dealtaker.com/USAToday-coupon-code-a1705-c.html
http://www.couponshack.com/
Kommentar von Axel Hesse 16. Juli 2009 @ 11:50http://www.smarter.com/
Lieber Herr Hesse,
das Sie sich zu diesem Thema auf Feedback freuen, kann eigentlich nur bedeuten, dass Sie hier auf einen Linkbait hoffen, zu dem ich Ihnen mit meinem Kommentar hoffentlich nicht verhelfen werde.
Zum damaligen Zeitpunkt gab es also kein richtiges Angebot für Gutscheincodes? Wann sind Sie denn mit Ihrem Portal online gegangen? Im Jahr 2000, wo das Affilate Marketing, mit dem Sie jetzt Geld verdienen, noch in den Kinderschuhen steckte? Wohl kaum. Zum Glück gibt es die Waybackmachine als Beweis. Dort einfach mal nach ‘jede-menge-tipps.de’, ‘coupons4u.de’, ‘cheapflat.de’ oder ‘vatago.de’ suchen und dann mit ‘gutscheinpony’ vergleichen…
Wahrscheinlich werden Sie jetzt antworten, dass diese Seiten nie professionell und gut gepflegt waren, aber das Gegenteil ist der Fall.
Sich mit fremden Federn zu schmücken ist schon allerhand und kann für ein Startup Unternehmen auch ganz schnell das Ende bedeuten. Hier wäre eine Richtigstellung angebracht, um nicht noch weiter an Glaubwürdigkeit zu verlieren…
Mir fällt zu Ihnen eigentlich nur ein Wort ein: TRITTBRETTFAHRER
Andreas Jungheins
Kommentar von Andreas Jungheins 22. November 2009 @ 18:06Peinlicher kann man sich kaum präsentieren – zumindest für die Insider.
Trittbrettfahrer ist der passende Ausdruck für diese Darstellung eines weiteren Affilate-Portals.
Kommentar von jan 19. März 2010 @ 17:01@ Axel anbei einige links:
http://www.videogamecoupons.org/gamestop-coupons/
Kommentar von Rob 08. Juni 2011 @ 03:41Affiliate nicht Affilate
Kommentar von cheap 12. August 2011 @ 16:56