Axel Hesse

Was bedeutet es Ihnen, Ihr eigener Chef zu sein?
Himmel und Hölle.

Bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu Ihrem Start-up?
Wer kennt die Situation nicht – man bestellt etwas online und wird am Ende gefragt:
Haben Sie einen Gutscheincode? Nein, hab ich leider nicht – woher auch? Es gab in Deutschland, im Vergleich zu den USA oder England, kein richtiges Angebot. In den Ländern ist das Gutschein Thema bereits riesig und gehört beim online Einkauf selbstverständlich dazu.

Woher stammte das Kapital für Ihr Unternehmen?
Eigenmittel.

Was waren bei der Gründung Ihres Start-ups die größten Stolpersteine?
Den Leuten zu erklären, dass es KEINEN Haken gibt.

Was würden Sie rückblickend in der Gründungsphase anders machen?
Ich würd mich für eine andere Kaffeemaschine entscheiden.

Jedes Start-up muss bekannt werden. Welche Marketingspielart ist für Sie besonders wichtig?
Eindeutig die persönliche Weiterempfehlung. Das positive Shopping Erlebnis für jeden einzelnen User ist unser wichtigstes Anliegen. Wenn sich bei ihm das Glücksgefühl einstellt, ein Schnäppchen gemacht zu haben, empfiehlt er uns weiter. Dabei hilft uns unsere eingängige Domain stärker, als anfänglich vermutet. Zusätzlich sind PR und white label Kooperationen wichtige Standbeine.

Welche Person hat Sie bei der Gründung besonders unterstützt?
Da sollten in einem Atemzug Partner, Team, Eltern und Freunde genannt werden.

Welchen Tipp geben Sie anderen Gründern mit auf den Weg?
Meditieren lernen. Rückschläge als wichtige Erfahrung genauestens analysieren und immer davon ausgehen, dass es länger dauert, als ursprünglich geplant.

Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Gründungsstandort Deutschland von ihm wünschen?
Das er sich mit mehr Fachkompetenz umgibt und noch gezielter Programme auflegt, die zum Gründen animieren. Dabei sollten Förderprogramme so aufgelegt und formuliert sein, dass man als Gründer auch eine Chance hat, sie zu bekommen.
Als zweites ein Konjunkturpaket mit Gutscheinen vom GutscheinPony, das den Konsum anheizt. (Ist aber natürlich reines Wunschdenken).

Was würden Sie beruflich machen, wenn Sie kein Start-up gegründet hätten?
Ich hätte im Zweifel noch meine Eventagentur.

Bei welchem deutschen Start-up würden Sie gerne mal Mäuschen spielen?
Brands4friends.

Sie dürften eine Zeitreise unternehmen: In welche Epoche reisen Sie?
Ich würde in die späten 60er Jahre reisen. Der italienische Einrichtungsstil dieser Ära hat´s mir besonders angetan. Dasselbe gilt für amerikanischen Musclecars aus der Zeit.

Sie haben eine Million Euro zur persönlichen Verfügung: Was machen Sie mit dem ganzen Geld?
Spenden, spendieren und investieren.

Wie verbringen Sie einen schönen Sonntag?
Mit Freunden.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden?
Mit den Albrecht Brüdern. Mit ihnen würde ich das Thema Gutscheine in Aldi Märkten besprechen.

Zur Person
Für Axel Hesse, Jahrgang 1968, ist GutscheinPony.de (www.gutscheinpony.de), ein Internetangebot für Gutscheine und Gutscheincodes angeschlossener Online-Shops und Versandhäuser, schon das zweite Shopping-Projekt. Zuvor startete er bereits extrabonuscard.de. Nach seinem Fachabitur bereiste Hesse die Welt, bevor er an der Leuphana Universität Lüneburg sein BWL-Studium begann. Parallel zum Studium baute Axel Hesse die Eventagentur Universal Eventsauf.