Mit ladenzeile.de zum Frauenschuhversteher

Wenn Frauen Schuhe kaufen ist das generell schwierig. Etwas Erleichterung verschafft ladenzeile.de (www.ladenzeile.de). Ein klassisch aussehender Peep-toe-Pump in silber soll es sein? Über die Bilder- und Ähnlichkeitssuche spuckt der brandneue Dienst Exemplare aus […]
Mit ladenzeile.de zum Frauenschuhversteher

Wenn Frauen Schuhe kaufen ist das generell schwierig. Etwas Erleichterung verschafft ladenzeile.de (www.ladenzeile.de). Ein klassisch aussehender Peep-toe-Pump in silber soll es sein? Über die Bilder- und Ähnlichkeitssuche spuckt der brandneue Dienst Exemplare aus 30 verschiedenen Online-Shops aus. Dann muss Frau (oder Mann) nur noch eines auswählen und bestellen. Mit ihrer Idee wollen der BWLer Robert Maier und der Informatiker Johannes Schaback Modewilligen unnötiges Suchen im Internet ersparen. Ende April starteten sie mit ihrer Idee offiziell durch. Seitdem sind sie beständig dabei, die Suchfunktionen durch weitere Filter zu erweitern – eine Volltextsuche ist bereits hinzugekommen. Die Einzigen mit der Idee einer Modesuchmaschine sind sie allerdings nicht. Stylight beispielsweise ist ein bekannter Mitstreiter. “Was uns unterscheidet: Bei Stylight wird vor allem angezeigt, was zu einem Artikel passt – wir bleiben dagegen in einer Produktkategorie. Zudem haben wir eine genauere Filtersuche, zum Beispiel kann nach Material oder Muster gefiltert werden.”

Die Nutzer von ladenzeile.de sind überwiegend Frauen zwischen 16 und 40 Jahren. Maier und Schaback sind sich aber sicher, dass die Männer nur etwas “hinterherhängen” und sich das bald regulieren werde. “Unsere Seite ist lila, da denken Männer sofort, dass es nur etwas für Frauen gibt!” Ob eine andere Farbe in diesem Fall nicht doch besser wäre? In der Startphase waren für die Gründer vor allem die technischen und logistischen Probleme herausfordernd, die sich bei den Suchtechnologien und der Bildbearbeitung auftaten. Auch die Standardisierung der Produktangebote nach unterschiedlichsten Kategorien sei schwierig gewesen.

Geplant: Taschen, Klamotten und Modeaccessoires

Die Mode-Plattform, die bereits erste Umsätze einfährt, finanziert sich über Provisionen. Maier und Schaback haben sich bewusst gegen Werbefinanzierung entschieden: “Wir glauben, dass das krisenresistenter ist!” Für die kommenden Monate haben die beiden großen Pläne. Bald wollen sie neben Schuhen und Taschen auch Klamotten und andere Modeaccessoires anbieten. Darüber hinaus möchten sie noch mehr Partnershops miteinbeziehen. Bei alldem bleibt vor allem eine Frage übrig: Hat ihre Geschäftsidee sie zu Frauenverstehern gemacht? “Nein, nur zu Frauenschuhverstehern”, freut sich Maier.

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Seit Mai 2009 schreibt Yvonne für deutsche-startups.de Gründerportraits, Start-up-Geschichten und mehr – ihre besondere Begeisterung gilt Geschäftsideen mit gesellschaftlich-sozialer Relevanz. Sie tummelt sich auch im Ausland – immer auf der Suche nach spannenden Gründerpersönlichkeiten und Geschäftsideen.

  1. Ich gehöre zu den Frauen zwischen 16 und 40 ;) Habe mal reingeschaut und bin auf den ersten Blick begeistert! Eine riesen Auswahl und das Design finde ich persönlich auch sehr ansprechend.

    Gleich fürs nächste Schuh-Shopping in den Lesezeichen gespeichert. Viel Erfolg mit diesem Projekt! :)

  2. Viel Erfolg. Sieht top aus und finde ich sogar besser als Stylight. Ich mag die Zielgruppe auch! ;-)

  3. Pingback: ladenzeile.de | ShopTrainer

  4. Visual C, C#, Java, Cake PHP, Ruby on Rails und jetzt Peep-toe-Pump, die technische Weiterentwicklung ist einfach nicht aufzuhalten ;-)

    Scherz beseite, ich glaube an E Commerce, aber kann mir nicht vorstellen einen Schuh zu kaufen ohne in anzuprobieren. Die Frage ob das System funktioniert ist deshalb vor allem, wie hoch sind Rücksendungen. Aus einem großen Versandhaus kenn ich Zahlen von rund 50% bei Kleidung.

  5. Obwohl die Seite ordentlich farbig (bunt wäre zu viel gesagt) ist, wirkt das Layout doch arg steril. Die großen Bilder sind nett, aber ob das reicht, um die Zielgruppe anzusprechen?



  6. pissflitsche

    Online Kaufhäuser mögen ja noch funktionieren, wenn sie ihre eigene Ware verkaufen – gibt ja doch genüngend Kunden, die nicht mehr in Bar zahlen können und daher auf Pump die Ware im Kaufhaus erwerben.

    Derartige Partnershops hingegen werden m.E. in der Versenkung verschwinden – zumindest wenn Produkte verkauft werden, bei denen es im Normalfall ohne Anprobieren zu keiner Kaufentscheidung kommen kann.

    Daher sage ich schon mal leise im Vorfeld ciao und wünsche den Betreibern für die Zukunft alles Gute.

  7. @ Sascha – ein excellentes Beispiel, wie e-Commerce auch im Schuhbereich funktioniert, ist http://www.zappos.com. Lt. dem CEO soll in 2010 ein Umsatz von 1 Mrd. USD erreicht werden.



  8. sucrox

    @pissflitsche:

    Ich stimme Dir vollkommen zu! Der Laden hier ja
    soll ja auch so gut wie keinen einzigen Schuh ohne Anprobieren verkaufen: http://www.zappos.com/shoes

    :)

  9. lol wahnsinn wie wenig ahnung manche kommentatoren doch vom ecommerce haben… zappos macht millionenumsätze und die rückläufer sind gering. ebenso kenne ich ein großes deutsches schuhhandelsunternehmen das auch online gute umsätze macht und sich schon seit jahren rechnet…

    genauso könnte man sagen ich kauf keine bücher bei amazon weil ich vorher nicht mal durchblättern kann… aber amazon verkauft ja auch nichts online… kleiner laden – überlebt grad so! ;-)



  10. ron

    naja… zwei Links geklickt, einer auf “Die Seite wurde nicht gefunden” und der andere ging auf Affili.net Produktverzeichnis.
    Dann schon keine Lust mehr gehabt die Bestellungen von meinem Shop bearbeitet.

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