Acton steigt bei Glasses Direct ein
Acton Capital Partners steigt neben Highland Capital Partners und Index Ventures beim britischen Online-Optiker Glasses Direct (www.glassesdirect.co.uk) ein. Die drei Geldgeber statten das Start-up mit 11,5 Millionen Euro aus. Der Großteil dieser zweiten Finanzierungsrunde stammt von Acton Capital Partners. Für die Münchner Beteiligungsgesellschaft ist der Einstieg bei Glasses Direct das erste Investment im Rahmen des 2008 aufgelegten Wachstumsfonds. Acton Capital Partners wurde 2008 von Christoph Braun, Paul-Bernhard Kallen, Jan-Gisbert Schultze und Frank Seehaus ins Leben gerufen. Das Quartett arbeitete zuvor für das Medienhaus Burda und baute Burda Digital Ventures auf. Das Portfolio des Risikokapitalgebers wird inzwischen von Acton Capital Partners verwaltet. Das Geld für den aufgelegten Acton-Wachstumsfonds stammt ebenfalls in weiten Teilen von Hubert Burda Media. Acton definiert sich aber als “unabhängiger, partnergeführter Wachstumsfinanzierer”.
Das frische Kapital will Glasses Direct einsetzen, “um die Marktführerschaft im britischen Heimatmarkt auszubauen und die Grundlage für die internationale Expansion zu schaffen”. Der Online-Shop für Brillengestelle, optische Gläser und Sonnenbrillen ging bereits 2004 an den Start. “Mit Glasses Direct investieren wir in einen zukunftsträchtigen Absatzweg im Markt für Brillen”, sagt Braun von Acton. “Das Unternehmen hat sich in einem großen und wachsenden Markt eine hervorragende Ausgangsposition erarbeitet. Die hohe Innovationskraft des Teams und der ausgezeichnete Kundenservice sind die Basis für das weitere Wachstum – in Großbritannien, aber auch international.” Auf die deutschen Brillen-Shops scheint somit finanzstarke Konkurrenz zuzukommen. Die wichtigsten Anbieter hierzulande sind Mister Spex (www.misterspex.de), Brille24.de (www.brille24.de) und Netzoptiker (www.netzoptiker.de). Zusammen dürften diese drei Online-Shops in diesem Jahr einen zweistelligen Millionen-Umsatz erwirtschaften. Weiteres Wachstum ist sicher, denn der Online-Verkauf von Brillen steckt noch in den Kinderschuhen. Ein starker Mitbewerber könnte das Geschäft der deutschen Anbieter sogar beflügeln, denn der Markt würde dann von mehreren Seiten bearbeitet und so auch geschaffen.
Was meinen Sie: Haben deutsche Brillen-Shops gegen den Brillen-Pionier aus Großbritannien eine Chance? Anmerkungen bitte in den Kommentaren unter dem Artikel hinterlassen.
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Pingback von Acton steigt bei mytheresa.com ein :: deutsche-startups.de — 19. Januar 2010 @ 10:33
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[...] beschäftigt mittlerweile 40 Mitarbeiter. Abseits von Deutschland muss sich Mister Spex allerdings auf finanzstarke Konkurrenz einstellen: Acton Capital Partners stieg neben Highland Capital Partners und Index Ventures kürzlich beim [...]
Pingback von Online-Optiker Mister Spex fährt 2009 4,5 Millionen Euro Umsatz ein :: deutsche-startups.de — 01. Februar 2010 @ 19:16
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[...] dem britischen Online-Optiker Glasses Direct (www.glassesdirect.co.uk) messen lassen. Das Start-up sammelte kürzlich imposante 11,5 Millionen Euro ein. Netzoptiker will gegen die versammelte Konkurrenz vor allem mit [...]
Pingback von Crédit Agricole investiert in Brillen-Start-up Netzoptiker :: deutsche-startups.de — 11. März 2010 @ 11:12
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Als Träger einer etwas komplizierteren Brille ist mir der Online-Einkauf von Brillen und Kontaktlinsen eher ziemlich suspekt. Allerdings gibt es ja auch Menschen mit geringeren Anforderungen — für die könnte es schon einen Markt geben.
glassesdirect.co.uk finde ich ganz übersichtlich und gut strukturiert, das ist aber Mister Spex insbesondere auch — aus meiner Sicht wird es also vor allem darauf ankommen, wie gut sich die Engländer auf die Anforderungen des deutschen Marktes anpassen werden und welche Marketing- und PR-Strategie sie in Deutschland fahren werden.
Ich bin gespannt, ob wir bald von ganzseitigen Anzeigen für Online-Optiker erschlagen werden
Kommentar von Martin — 22. April 2009 @ 15:16
Meine Kontaktlinsen (Tageslinsen) bestelle ich online.
Aber die Brille online kaufen würde ich persönlich nicht. Die muss vorher mal aufgesetzt werden. Dennoch haben die bisherigen Shops sicher ihre Daseinsberechtigung.
Wahrscheinlich gehen einige Käufer wie bei anderen Produkten vorher ins Fachgeschäft, lassen sich umfassend beraten und kaufen die Brille anschließend beim günstigeren Online-Shop und der Fachhändler vor Ort schaut in die Röhre.
Kommentar von Martin R. — 22. April 2009 @ 15:51