kontoblick bringt die Finanzverwaltung ins Web

Einnahmen, Ausgaben und alles rund um das Thema Finanzen sind in Deutschland noch immer ein kleines Tabuthema. Höchstens einer Desktop-Finanzsoftware vertrauen einige Zeitgenossen ihre Daten an. Die abgeschottete Umgebung auf dem heimischen Rechner […]

Einnahmen, Ausgaben und alles rund um das Thema Finanzen sind in Deutschland noch immer ein kleines Tabuthema. Höchstens einer Desktop-Finanzsoftware vertrauen einige Zeitgenossen ihre Daten an. Die abgeschottete Umgebung auf dem heimischen Rechner sorgt dabei für das entsprechende Sicherheitsgefühl. Christopher Cederskog und Philipp Erler wollen das Thema Finanzverwaltung mit kontoblick (www.kontoblick.de) nun fit fürs Internetzeitalter machen. Über die webbasierte Finanzverwaltung ist es möglich, seine Einnahmen und Ausgaben jederzeit zu überprüfen. “In die benutzerfreundliche Anwendung von kontoblick kann das Girokonto direkt eingebunden und die Umsätze verschlüsselt importiert werden. Die einzelnen Kontotransaktionen werden dann mit Hilfe eines Erkennungssystems von kontoblick automatisch kategorisiert und graphisch ansprechend und verständlich aufbereitet”, erklärt Gründer Cederskog, der früher bei der Deutschen Bank in der Konzernentwicklung arbeitete und dort strategische Akquisitionen betreute. Seinen Mitgründer Erler lernte er während des BWL-Studiums an der WHU in Vallendar kennen.

Für die Anmeldung bei kontoblick genügt die Angabe einer E-Mailadresse und Postleitzahl. Somit ist zumindest eine weitgehend anonyme Nutzung der Plattform möglich. Die persönlichen Finanzdaten lassen sich via Direktabruf des eigenen Kontos einspielen. Und wie sieht es mit der Sicherheit dieses Services aus? “Wir nutzen für den Direktabruf ein signiertes Java-Applet, das im Browser des Nutzers ausgeführt wird. Dies garantiert, dass die sichere Verbindung zum Bankserver vom Rechner des Nutzers und nicht über uns hergestellt wird. Wir nehmen nicht nur keine PIN-Speicherung vor und sehen diese niemals ein”, sagt Cederskog. Zusätzlich können kontoblick-Nutzer ihre Daten auch per Upload pflegen. Die meisten Banken werden unterstützt. Wenn dies vollbracht ist, kategorisiert kontoblick die vorhandenen Daten. Mit der Zeit arbeitet dieses System immer besser. Nutzer können ihre Einnahmen und Ausgaben anschließend über verschiedene Auswertungstools genau verfolgen und überprüfen.

Das Ziel: Optimierung von Langzeitverträgen

In Deutschland sieht Cederskog keine vergleichbare Konkurrenz für seinen kostenlosen Web-Finanzdienst. “Wir sehen unsere Konkurrenz vor allem in den klassischen Desktop-Lösungen wie StarMoney, WISO Mein Geld oder Quicken.” Beim Wettstreit mit diesen etablierten Anbietern werden die kontoblick-Macher von den Samwer-Brüdern und ihrem European Founders Fund sowie Holtzbrinck Ventures (beide auch an deutsche-startups.de beteiligt) unterstützt. Bei der Finanzierung ihres kostenlosen Dienstes setzen die Macher zunächst auf die “Optimierung von Langzeitverträgen”. Künftig soll den Nutzern beispielsweise genau vorgerechnet werden, wie viel sie durch den Wechsel seines Stromanbieters sparen könnten.

Ziel ist die “gesamte persönliche Finanzverwaltung” der Nutzer zu unterstützen. Im Gegenzug sollen dann Provisionen für abgeschlossene Verträge in der Kasse von kontoblick landen. Die Finanzverwaltung wäre dann auch ein Finanzoptimierer. “Unsere Vision ist es gewissermaßen, diese drei Ordner, die wahrscheinlich jeder Deutsche in seinem Schrank stehen hat und nur mit Widerwillen aufmacht, durch eine intelligente Weblösung zu ersetzen.” Parallel dazu wollen die Bajuwaren weiter in das Sicherheitskonzept investieren. Um Erfolg zu haben, wird dies auch notwendig sein: kontoblick muss quasi das Fort Knox unter den Finanzverwaltern werden. Nur so werden viele Mitmenschen dem Dienst ihre sensiblen Daten anvertrauen.

Alexander Hüsing, Chefredakteur von deutsche-startups.de, arbeitet seit 1996 als Journalist. Während des New Economy-Booms volontierte er beim Branchendienst kressreport. Schon in dieser Zeit beschäftigte er sich mit jungen, aufstrebenden Internet-Start-ups. 2007 startete er deutsche-startups.de.

  1. Ich hab mir in den letzten Wochen einige “Finanzverwaltungstool” im Netz angeschaut.

    Wieso kriegen Banken das beim OnlineBanking nicht hin?! So muss mit meinen Daten erneut quer durchs Web zu einem mir bisher unbekannten Webdienstleister..

    Evt. kann Kontoblick Ihre Lösung als Whitelabel-Lösung an Banken verkaufen!? Ich würds sofort nutzen, wenn es fest in meinem OnlineBanking integriert und von meiner Bank zertifiziert wärde.



  2. keez

    Als White Label bei einer Bank könnte ich es mir auf vorstellen. aber keinesfalls ohne jeglichen Zusammenhang mit meiner Hausbank, ich wüsste nicht warum ich meine Hoch sensiblen Daten bei einem Unternehmen bunkern sollte das ich nicht kenne, geschweige den wie sicher meine Daten sind…

  3. Selbst mit meiner ländlichen VR Bank funktioniert http://www.Kontoblick.de – das Team ist klasse!

    Viel Erfolg und schön, dass Ihr auch bei uns Kunde seid :-)



  4. Mr. CopyCat

    ich sage nur: http://www.mint.com

    es ist ja unglaublich, wie Holtzbrinck dem EFF hinterher rent… Eigentlich könnten sie doch Ihre Fondsmanager einsparen.

  5. If there is no competition, there probably is no market. Eine derartige Lösung scheiterte bisher ja nicht an Technik oder Konzept, sondern an der Akzeptanz seitens der Kundschaft.

    “Die Finanzverwaltung wäre dann auch ein Finanzoptimierer” klingt für mich nach OVB & Co. online und die verkaufen Versicherungen. Und sehr gern diejenigen, die die besten Provisionen zahlen. Dieser Widerspruch zwischen Anspruch und Realität besteht bereits seit 20 Jahren.

  6. Hey Torsten, WHU-lern kannst du blind vertrauen ;)



  7. Sophia Siebert

    Ich bin ein großer Fan von den Funktionen von Mint, meiner Meinung nach funktioniert das Konzept aber nur, da amerikaner ein wesentlich “breiteres” Spektrum an Finanzidienstleistungen, v.a. mehrere kreditkarten etc. nutzen. In Deutschland sehe ich a) den Optimierungsbedarf einer entsprechenden Seite wesentlich geringer und vor allem b) ein großes Vertrauensproblem gegenüber start-ups wie kontoblick. Einzig breit angelegte kooperationen mit verschiedenen Banken (à la die Postbank empfiehlt Kontoblick) könnten hier helfen, ob dies gelingt ist allerdings nicht unbedingt wahrscheinlich. Trotzdem: VIEL ERFOLG!



  8. Michael

    Die externen Seiten überzeugen mich, ich werde Kontoblick mal testen (erstmal mit meinem 2. Konto).

    Habe nicht den Eindruck, dass es sich hier einfach nur um ein weiteres CopyCat-Startup handelt. Auch (Sicherheits-)Technisch scheinen die Jungs sich schon einige Gedanken gemacht zu haben.
    Den deutschen HBCI-Standard (und die Eigenheiten der einzelnen deutschen Banken) sauber einzubinden, das Java-Applet und die Regel-Engine, die Ausgaben sinnvoll kategorisiert sind absolut keine Kleinigkeiten. Hier kann man auch mit einem Blick auf die Oberfläche von Mint wenig anfangen sondern muss selber ran. Ich habe mir das Thema Mint selbst einmal angeschaut vor ein paar Monaten und Kontoblick scheint mir ein gelungener Ansatz.



  9. Angelos

    zwischen demjenigen, der die transparenz verspricht (kontoblick) und demjenigen, der mit finanzprodukten verdienen will (banken, versicherungen etc.) darf es keine verbindung geben, sonst gibt es kein vertrauen

    das provisionsmodell wird deswegen wohl kaum funktionieren

  10. Hi!

    Vielen Dank für den guten Beitrag und die Kommentare! Wir freuen uns immer über Feedback.

    Christopher – kontoblick.de



  11. Dieter Müller

    Respekt! Endlich mal eine Seite mit einem Sinn und Zweck UND dazu auch noch professionell umgesetzt.
    Drücke euch die Daumen, dass die Hürde seine Finanzdaten in einen onlinedienst einzustellen nicht zu viele Abschrecken wird.



  12. blub

    An für sich ist das eine Anwendung, die mir gefällt und die ich auch für mich persönlich als nützlich erachte. Ich kann mir auch vorstellen, dass es dafür viele potentielle Kunden geben kann.

    Meine Finanzdaten an ein Startup zu geben erfordert natürlich einen großen Vertrauensvorschuss meinerseits. Wenn allerdings das Unternehmen angibt, sich über Provisionen/Finanzoptimierung finanzieren zu wollen, ist das Vertrauen leider nicht mehr gegeben!

    Das ist doch eine nützliche und scheinbar hochwertige Anwendung, wieso kann man dafür nicht ein Abomodell einführen?? Produkte wie Starmoney können mit Linzenzen ja scheinbar auch Geld verdienen.

    Das Geschmäckle mit der Sicherheit (die ja keiner so richtig beurteilen kann…) bleibt dabei natürlich bestehen…

    Insofern wäre es wohl am besten, wenn die Banken selbst einige dieser Features in ihrem Onlinebanking anbieten würden [Die hätten im Übrigen auch keine Skrupel, dafür noch Zusatz-Gebühren zu kassieren]. Vielleicht schaffen sie es ja sogar irgendwann einmal ein vertrauenswürdiges Konsortium auf die Beine zu stellen, was eine Banken-übergreifende Lösung betreiben kann.

    Bis dahin bleibe ich lieber bei StarMoney – die Firma ist “alt” genug, um ihr zu vertrauen.

  13. Nette Idee, aber wieso soll ich neben der Bankverbindung – die nicht wirklich geheim ist – meine Online-PIN in einem Fenster von Kontoblick eingeben? Da hilft mir auch kein SSL und Zertifikat und auch kein Hinweis a la:

    “Der Direktabruf verbindet nebenstehendes Programm direkt mit Ihrer Bank. Ihre PIN wird direkt von Ihrem Rechner hochverschlüsselt an die Bank gesendet. Wir sehen Ihre PIN nicht. Nur die Umsätze selbst werden nach erfolgreichem Abruf an unsere Anwendung gesandt.”

    Ob die PIN gesehen wird oder nicht… sie könnte aber definitiv in die Hände eines Dritten gelangen und dafür habe ich – wie auch jeder andere Online-Banking Nutzer – gerade zu stehen, dass dieses nicht geschieht!

    Das ist wie bei den ganzen Login-Portalen… in den eigenen AGBs steht in großen Lettern, dass die Zugangsdaten nicht an Dritte weitergegeben werden dürfen, aber die ganzen fremden Zugangsdaten werden fein gespeichert. Tolle Logik!

    Herzlichen Gruß
    Lorenz Isbeih

  14. Ich habe Christopher und Philipp beim idealab letztes Jahr kennengelernt und war da schon von dem Konzept überzeugt. Für einen Selbständigen, der einen guten Überblick über seine Finanzen braucht, sich privat versichert (Krankenvers., Altersvorsorge, Rechtsschutz, usw.) und mehrere Einnahmequellen hat ist das total nützlich und hilfreich.

    Ich wünsche euch viel Erfolg, Christopher und Philipp. Mit dem Backing kann das ja kaum schief gehen…



  15. jimmy k

    Jetzt fehlt nur noch die Applikation für das Iphone.



  16. Tobis

    Den Samwers werde ich meine Kontodaten mit Sicherheit nicht geben…

  17. Ja iPhone wäre cool, und dann bitte mit “charger” oder mobile payment auf dem Apple Iphone – so ala Chip Variante. Good luck Guys!



  18. Yella

    Wünsche den beiden auch viel Erfolg, finde das ein wirklich gutes Produkt für den deutschen Markt adaptiert. War damals schon neidisch Mint nicht gescheit nutzen zu können. Vertrauen und Co sind klar Themen, ich glaube aber dass man alte Denkweisen mal ein wenig aufbrechen muss.

  19. Finde kontoblick auf den ersten Blick richtig klasse und wünsche den Gründern, dass es nicht am mangelnden Vertrauen scheitert.

  20. Der Markt ist auf jeden Fall vorhanden, lässt sich ja leicht durch Mint abwiegen. Die Funktionalität und das Vertrauen ist absolut entscheidend.

    Wenn solche Sachen wie “Sofortüberweisung” schon als kritisch betrachtet wird, bin ich ja mal gespannt wie der Markt auf Kontoblick reagiert.

    Ich speicher selber PIN + komplette TAN Liste im System ab, um nicht jedes Mal nach einer Liste kramen zu müssen. Wenn ich das auch von unterwegs aus machen könnte, wäre das auf jeden Fall cool!

    Viel Glück den Gründern, die Plattform sieht auf jeden Fall schon mal TOP aus!



  21. Martin

    Ich bin kein Pessimist, sehe aber zwei gigantische Probleme (die schon angesprochen wurden), die man kaum “mal so eben” überwinden wird.

    1. Das Vertrauen: viele Nutzer aus dem deutschsprachigen Raum sind im Vergleich zu Amerikanern wesentlich misstrauischer, was Geldgeschäfte angeht. Das sieht man nicht zuletzt daran, dass gerade bei der Generation Ü30 mit wachsendem Alter die Skepsis gegenüber EC- und KK-Zahlungen und der Verwendung von Online-Banking zunimmt. Das ist aber der Massenmarkt, den man letztlich erreichen möchte und muss, um langfristig profitabel zu sein. Diese Zielgruppe dazu zu bringen, einem jungen und unbekannten Unternehmen ohne bekannte und vertrauenswürdige Marke sensible Login-Daten anzuvertrauen, halte ich für gelinde gesagt ambitioniert.

    2. Die Monetarisierung: Hier gilt das typische deutsche Paradoxon aus der Offline-Finanzwelt. Niemand will für Beratungsleistungen im Finanzbereich bezahlen; jeder weiß aber, dass bei der augenscheinlich “kostenlosen” Beratung das Geld über die Provision reingeholt wird und man daher dem Berater nicht vertrauen kann. Auf kontoblick wird nicht jeder Anbieter frei werben können, und welche Wechselangebote präsentiert werden hängt nicht zuletzt davon ab, wer am meisten an kontoblick abdrückt. Und das wird den meisten Nutzern schnell klar sein.

    Nichtsdestotrotz eine spannende Idee! Ich bin gespannt, wie diese aufgenommen wird.



  22. Max

    Vertrauen und Monetarisierung siehe ich nicht unbedingt als die größten Herausforderungen für Kontoblick, sondern vielmehr die Tatsache, dass ein normaler Konsument in Deutschland nur ein sehr geringen Anteil (Schätzung 5-7%) seiner monatlichen variablen Ausgaben über eine EC-Karte/Kreditkarte tätigt. Die Bezahlung in bar ist die dominante Zahlungsform in D. Das Mint/Kontoblick Geschäftsmodell ist mehr geeignet zur Steuerung von monatlichen variablen Kosten als Fixkosten (Miete, Versicherungen,..).

    Vergessen wir erstmal die Verwendung von Kreditkarten in D., denn das ist nicht gängig. In den USA, sieht es aber ganz anders aus, da wird sogar bei Wendys, KFC, Burger King, Five Guys, etc sogar mit Kreditkarte/EC-Karte bezahlt.

    Fazit.: Da die Ausgaben von Konsumenten in D. überwiegend bar bezahlt werden, enthalten Bankauszüge keine Informationen hierüber. Kontoblick kann daher keine Zusammenfassung dieser Ausgabendaten vornehmen.

    Es wäre meiner Ansicht nach interessanter so eine Art Haushalts-Budgetplanner in Kombination mit Kombination mit Kontoblick anzubieten.

    Wünsche den Jungs das Beste für Kontoblick



  23. Martin

    @ Max: Deinen Punkt kann ich nicht so ganz nachvollziehen, denn erfasst werden ja Barabhebungen. Da hat man zwar keine direkte Zuordnung zu bestimmten Posten, zumindest aber kann man erfassen, wieviel in Bar bezahlt wurde. Quicken 9 macht das ähnlich.



  24. Stefan Vosskoetter

    finde das produkt sehr sauber umgesetzt – habe mich angemeldet und es funktioniert! ich denke, da werden noch sehr spannende funktionen kommen. ich wünsche dem team viel erfolg. ich warte nur drauf per drag&drop überweisungen von einem aufs andere konto machen zu koennen. wann kommt das :-)

  25. Pingback: Web 2.0 Sammelalbum - Web2Null - Kontoblick



  26. joachim

    Ich kann mir nicht vorstellen daß es Menschen gibt die freiwillig einem privaten Unternehmen einen vollstndigen Einblick in Ihre Kontodaten geben.
    Da ist doch alles drin. Miete (mit Adresse), Einkünfte, Kapitalerträge, Unterhalt, Einkäufe, Beiträge für Versicherungen aller Art, bei Privatpatienten die Arztrechnungen ect.
    Ferner verpflichtet man sich seiner Bank gegenüber seine Logindaten nicht weiterzugeben und sorgfältig zu verwahren. Sie an dritte weiterzugeben dürfte als grob fahrlässig gelten mit allen daraus resultierenden Konsequenzen bei einem Betrugsfall.

  27. Vielen Dank für den Artikel und Eure Kommentare. Besonders interessant sind neben den kritischen Stimmen natürlich Ideen zur Erweiterung – einige Features sind schon weiter, als es den Anschein haben mag. iPhone-User und Barzahler können sich schon in Vorfreude wiegen… ;-)

    Die Herausforderungen, die unsere Anwendung mit sich bringt, nehmen wir sehr ernst – gerade bei den Themen Sicherheit, Datenschutz und Unabhängigkeit. Vertrauen und Zufriedenheit unserer Nutzer sind schließlich der wertvollste Baustein unseres Unternehmens.

    Schönen Abend!

    Philipp

  28. @joachim:

    Die Verpflichtung gegenüber der Bank ist ein wichtiger Punkt. Unsere Anwendung ist genau deshalb auch so aufgebaut, dass der geheimzuhaltende Parameter (nämlich die PIN) nie gespeichert wird oder auch nur über unsere Server läuft. Das Applet verbindet sich (wie auch jedes andere Online-Banking-Programm) direkt mit der Bank. An unsere Server sendet das Applet nach dem Abruf nur die Transaktionen selbst bzw. Fehlermeldungen.

    Rechtlich sind unsere Nutzer (und wir) da auf der sicheren Seite. Für genauere Infos stehen wir und unser Datenschutzbeauftragter gerne zur Verfügung.

    Schönen Abend,

    Philipp



  29. mariechen

    Das Monetarisierungsproblem sehe ich nicht – wenn ich zu OVB/AWD o.ä. wandere, lege ich auch alles vor, was spricht also dagegen wenn die Daten, die eh im System sind, dann automatisch “hier lässt sich sparen”, oder “die Versicherung gibts günstiger” als Service ausgeben?

    “Vertrauen”? Nun ja, “vertraut” man Google, Holidaycheck, Verifox, Toptarif und Check24, Freemail u.a.? Ja. Arbeiten diese Anbieter mit oder nur durch Provisionen? Ebenfalls ja. Sind Sie deswegen streng genommen abhängig? ja. Werden Sie dadurch intransparenter, ihr Service schlechter? Nein.

    Es ist doch Unsinn bzw. absurd in oder von jeden Unternehmer zu erwarten praktisch für lau zu arbeiten oder nur durch Abo-Systeme verdienen zu können – wenn das alles auf Informationsbasis läuft spricht doch nichts dagegen (ausser der Sicherheitsaspekt).



  30. matthias

    könnte sowas mal jemand für epayment dienste aufziehen? ich habe z.b. 3 paypal accounts und accounts bei verschiedenen anderen diensten wie moneybookers uvm. ..da bräuchte man mal nen zentrierten überblick.

  31. @matthias: Wir schauen uns im Moment die Integrationoptionen für die Payment-Dienstleister an. Solltest Du Anregungen für Sonderfunktionen oder besondere Vorstellungen für diese Integration haben, würde ich mich über eine Nachricht an support@kontoblick.de freuen!

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  33. blub

    Nochmal wegen Sicherheit/Vertrauen:

    Ich glaube ja, dass kontoblick ernsthaft bemüht ist, so sicher wie möglich zu handeln und ich unterstelle mal, dass die Kometenz und Integrität auch vorhanden ist (was letztendlich aber keiner so genau weiß..).

    Die Gefahr, dass der Laden selbst Opfer von Kriminellen Datendieben wird, ist doch nicht so gering, sobald sich nennenswerte Anteile der geschätzten Mitbevölkerung dort angemeldet haben. Wie hoch die kriminelle Energie ist, kann doch an der Phishing-Problematik gesehen werden, dagegen sind auch große, professionell handelnde Banken nicht immun. Ebenso der PIN-Klau per Hardware direkt an den Geldautomaten.

    In so einem Umfeld sollte ich als Verbraucher doch bemüht sein, die -scheinbar ja für viele wertvollen- Informationen etwas beisammen zu halten. (ich würde allerdings die Daten auch niemals AWD etc. geben, aus den gleichen Gründen)

  34. Sorry,
    wenn ich hier als Spaßbremse auftrete aber in Deutschland wird es für so einen Dienst nicht ausreichend Kunden geben.
    Nur weil einige meinen sie müssten dem AWD ihre kompletten Finanzunterlagen vorlegen, bedeutet das noch nicht, dass sie die Daten auch ins Internet stellen.
    Die Meisten die dem AWD ihre Daten zur Verfügung stellen, sind gar nicht in der Lage so einen Dienst sinnvoll zu nutzen.

  35. @thomas:

    Guck Dir mal http://www.collmex.de an! Dort können Unternehmen ihre komplette Buchhaltung online machen, ich glaube diese Daten sind weitaus kritischer als die Kontendaten von Privatleuten. Und Collmex funktioniert, schon mehrere Jahre.

    Deine Feststellung “der Markt wäre nicht da”, ist also irgendwie doch unbegründe ;)



  36. matthias

    schade, dass collmex seine software nicht verkauft, um die auf einem lokalen webserver selbst zu betreiben, so könnte man das glatt benutzen ;-)

    frage: ist es nicht möglich (php-) code zu verschlüsseln aber so dass der trotzdem ausgeführt wird? wenn ja, dann sollte sich collmex das vielleicht mal überlegen. ich wäre der erste kunde.

  37. auch die Datev hat alle Daten ! Why not fuer privat personen?

  38. Naja, auch die Bank und das Finanzamt haben die Daten und die werden auch irgendwo gespeichert.
    Die angeführten Beispiele – auch collmex – ist für mich wie Äpfel mit Birnen vergleichen.
    Die Zukunft wird es zeigen.

    Aber vielen Dank für den Hinweis auf Collmex, ich suche sowas schon länger für die Vereinsverwaltung, das werde ich mal testen.

    Gruß
    Thomas

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  41. Hallo,

    ich bin auf Phillip, bzw. kontoblick.de, durch XING aufmerksam geworden. Sicherlich denkt man im ersten Moment, soll ich da wirklich meine Daten eingeben? Ich bin zum Endschluss gekommen, dass ich es mal versuchen möchte, denn meine Transaktionen speichern und meine PIN verschlüsselt übergeben hört sich im ersten Moment sicherer an als auf eine abgelegene Bank zu gehen und dort die EC-Karte in eine Öffnung zu schieben, bei der ich nicht weiß welche Daten da abgelesen werden.

    Also ich habe es mir angesehen und finde es toll, übersichtlich und auch ausbaufähig. Ich freue mich daher auf Dinge die da noch kommen werden.

    VG
    Patrick

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  43. Lukas

    Hi,
    nur mal so:
    1.) Wenn ich bei meiner Bank einen Nennenswerten Betrag vom Tagesgeld auf mein Girokonto bewege klingelt ein paar Stunden später das Telefon “Wieso ich denn soviel Geld auf meinem Giro-Konto liegen habe?” -> Was geht die das an?
    2.) Die Volksbank weiß in welchen Vereinen du bist (durch Mitgliedsbeiträge) und richten damit ihr Sponsoring auf ihre Kundenkreise aus!
    3.) Wieso können die Banken sich wohl so pompöse Gebäude leisten? Bestimmt nicht weil du anonym Geldbeträge über deine Konten schiebst…

    Alle online Finanzverwaltungen (kontoblick.de, myguv.de, .mint.com, …) speichern keinerlei Bezug zu einer Person. Also ich sehe da keine größeren Bedenken als bei allen anderen persönlichen Daten (Facebook, Fotoalben, …). Wieso in Deutschland ums Geld immer so ein Radau gemacht werden muss…

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