Online-Spiele sind ein Renner – dies bestätigt auch zwei.null trends (PDF), eine Kooperationsstudie von deutsche-startups.de und dem Internet-Marktforscher Innofact. Demnach wagen 75 % aller Internetnutzer gerne ein Spielchen. Wobei mehr Frauen (78 %) als Männer (72 %) sich als Spieler outen (Grafik 1). Der hohe Anteil an spielenden Frauen dürfte vor allem dem Boom von Casual Games, also kurzweiligen Spielchen für Zwischendurch zu erklären sein.

Besonders hoch im Kurs stehen bei den daddelnden Frauen Denksportspiele (91 %), Funspiele (39 %) und Aufbauspiele (33 %). Actionspiele ( 53%), Strategiespiele ( 46 %) und Rennspiele (42 %) sind dagegen eher ein männliches Phänomen (Grafik 2). Bei der Nutzungsfrequenz ist dagegen noch Spiel nach oben – nur 7 % der Gamer, die Online-Spiele daddeln, spielen täglich. Bei Fans von Browserspielen sind es dagegen immerhin schon 12 % (Grafik 3)


Interessant auch ein Blick auf die Zahlungsbereitschaft von Online-Gamern: 77 % der befragten Internet-Nutzer möchten zwar nichts für Browsersspiele zahlen, akzeptieren aber die Einblendung von Werbung. 12 % würden für “zusätzliche Features” zahlen. Diese Gruppe spricht sich aber gleichzeitig für kostenlose Basisversionen aus. 10 % zahlen, wenn sie dafür von Werbung verschont bleiben. Gute Aussichten für junge Firmen in diesem Segment. (Grafik 4).

Die Leser von deutsche-startups.de sehen in Bezug auf die Finanzierung von Online-Spielen (Grafik 5) großes Potenzial für Product Placement (61 %), in die Spiele integrierte Werbung (59 %) und Sponsoring (46 %). Alles in allem sehen unsere Leser das Thema Spiele sehr optimistisch und denken, dass die Bedeutung der verschiedenen Spielformen an Bedeutung gewinnt – allen voran Massively Multiplayer Online Games (Grafik 6).


Für die Kooperationsstudie zwei.null trends haben deutsche-startups.de und der Internet-Marktforscher Innofact Trends und Entwicklungstendenzen im Internet untersucht. Dafür wurde im August dieses Jahres eine internet-repräsentative Online-Umfrage im Online-Access-Panel meinungsplatz.de sowie eine On-Site-Befragung unter den Besuchern von deutsche-startups.de durchgeführt. Im Rahmen der Panelstudie wurden über 1.000 Internetnutzer zu den Schwerpunktthemen Web 2.0, Tendenzen im Online-Shopping, Mobiles Internet sowie Gaming befragt. Bei der On-Site-Befragung unter den Lesern von deutsche-startups.de wurden 297 Besucher zu den selben Entwicklungstendenzen im Web befragt – allerdings aus Sicht der Internet-Professionals. Die komplette Studie gibt es auch als Download.
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Kommentare
Sehr interessante Aufstellung! Hätte mir die Ergebnisse etwas anders vorgestellt. Der Online Gaming Markt gehört sicherlich zu den interessanteren Märkten.
Kommentar von Stefan 22. Dezember 2008 @ 09:38Eine wirklich interessante Studie. Ich denke auch, dass sich die Spiele in den letzten Jahren wirklich sehr positiv entwickelt haben und dies wohl auch noch weiterhin tun werden.
Das “kurze spielen zwischendurch” steht einfach am höchsten im Kurs des normalen Bürger, und da gibt es wirklich noch viel Platz für tolle neue Spiele und tolle neue Unternehmen.
Kommentar von Medienflackern 22. Dezember 2008 @ 09:45Problem ist nur, dass es keinen wirklich Mehrwert für die Gesellschaft liefert. Es bekämpft weder Hunger, Armut noch Krankheit.
Kommentar von Benjamin Roos 22. Dezember 2008 @ 14:50Spiele werden oft von den intelligentesten Köpfen unserer Gesellschaft entwickelt, wenn die sich mit richtigen Problemen beschäftigen würden, wäre die Welt für mehr als 5 min des Spielens ein besserer Ort!
Ich war früher selbst viel in der Szene unterwegs, mir war also bereits bewusst, dass diese Gruppe groß ist.
Kommentar von Kay Dollt 23. Dezember 2008 @ 14:33Dieses Ergebnis überrascht mich jetzt aber doch.