Aktuelle Neuigkeiten aus der Internetwelt in Kurzform.
* Das Business-Netzwerk Xing (www.xing.com) übernimmt die New Yorker socialmedian Inc. Durch die Übernahme will sich das Hamburger Unternehmen einen “Entwicklungsvorsprung für die Integration beruflich relevanter Nachrichten” in sein Angebot sichern. Jason Goldberg, der Gründer und Vorstandsboss von socialmedian, heuert als Vice President Xing Applications Platform in Hamburg an. “Xing bietet Geschäftsleuten ein weltweit einzigartig aktives Netzwerk mit einer Vielzahl innovativer Features für echten beruflichen Mehrwert. Die Kombination mit der innovativen Social-News-Technologie von socialmedian bietet großes Potential, um Berufstätige mit intelligent gefilterten Content und Services zu versorgen”, sagt Goldberg. Eine spannende Übernahme, die Xing und vor allem den vielen Nutzern einige interessante Dienste bescheren könnte.
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* Das Social Network Lokalisten (www.lokalisten.de) will seine Nutzer ebenfalls mit Anwendungen und Diensten bei der Stange halten. Vor wenigen Tagen schickte die ProSiebenSat1-Beteiligung erste Anwendungen ins Rennen, welche die Nutzer mit wenigen Klicks in ihre Profilseite integrieren können. Zum Start gibt es vier Spaßanwendungen, denen hoffentlich schon bald weitere – auch nicht-spaßige Applikationen – folgen. Mit rund 75.500 Nutzern ist der Avatardienst BuddyPoke derzeit am beliebtesten.
* Das Social Network onsari (www.onsari.de), welches im vergangenen Jahr vor allem durch irrwitzige Ankündigungen und skurille Investitionsmeldungen auf sich aufmerksam machte, gibt es nicht mehr. Der Betreiber Onsari Ltd. & Co. KG ist insolvent, die Website abgeschaltet. Aus den großen Plänen von Marc Antwertinger und Patrick Landrock wurde rein gar nichts. Auch wenn nicht die angepeilten “über zwei Millionen Mitglieder” um Onsari trauern, findet das großmäulige Konzept einen würdigen Platz auf unserem Dotcom-Friedhof.
* Die Live-Shopping-Plattform sportlet.de (www.sportlet.de) verabschiedet sich – vorerst. Auf der Website heißt es: “Liebe Sportlet Freunde, das Sportlet Team geht in Winterpause und organisiert für Euch neue Schnäppchen zu gewohnt unschlagbar günstigen Preisen.” Im Frühjahr soll der Dienst wieder an den Start gehen – und zwar “noch größer, heißer und besser”. Hoffentlich folgen der Ankündigung auch Taten. Im vergangenen Monaten strich bereits der gut inszenierte Live-Shoppingdienst schutzgeld.de die Segel.
* Der Fotoservice Picabee (www.picabee.de) kooperiert mit der Nightlife-Community Virtual Nights (www.virtualnights.com). Registrierte Mitglieder von virtualnights können sich ab sofort ohne Wartezeiten bei Picabee anmelden, um kostenlos Fotos zu bestellen. Erst kürzlich schickte Picabee eine entsprechende Programmierschnittstelle ins Rennen. Picabee will sich darüber an neue Zielgruppen ranpirschen. Betreiber von Netzwerken können sich so neue Einnahmequellen erschließen.

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Kommentare
3 : 2 für die (noch) Lebenden, wenn sich dauerhaft ändert, könnt ihr meine Domain deutsche-fuckups.de gegen einen kleinen 2-stelligen Millionenbetrag mitnutzen. (zuviel? jammert nicht, Holtzbrink hat die Kohle…)
Das ist deutlich würdiger als so ein verstecktes Web2.0 Krematorium hier auf Deutsche-Startups.de
Ausserdem wollen wir doch nicht den rosarot-bebrillten Gründern ihren baldigen Exit(us) vor Augen führen…
Oder?
in diesem Sinne, frohe Weihnachten 2.0
Chris
Kommentar von Christian 19. Dezember 2008 @ 17:12onsari? …ich lach mich tot.
allen ein frohes fest!
Kommentar von Sven 19. Dezember 2008 @ 21:06Lustig eigentlich, dass man jetzt schon weiß, dass Lokalisten keine Zukunft hat.
Wer bitte braucht Lokalisten.
Meine Glaskugel sagt auch, dass Studivz weiter an User verlieren wird.
Braucht keiner. Facebook wird über kurz oder lang Studivz komplett schlucken. Nur ob Sie dafür auch nur einen Cent zahlen müssen, wage ich zu bezweifeln
Grüße
Kommentar von Mark 19. Dezember 2008 @ 21:09Mark
Wer bitte braucht Facebook?
Ich kann nur hoffen, dass Du unrecht hast. Jedenfalls kämpfe ich aktiv dagegen an. Persönlich stören mich viele Dinge an Facebook, wie überwiegend englischsprachige Applikationen, Usability und kaum alte Bekannte.
Wir brauchen hier nicht noch ein USA-Platzhirsch!
Kommentar von Timotheus 19. Dezember 2008 @ 22:11wer-kennt-wen.de :)
Kommentar von Martin 19. Dezember 2008 @ 23:38vor dem Hintergrund einiger Kamingespräche schätze ich das Insolvenzrisiko von etlichen namhaften StartUps mit zzt 40% ein.
Diese Nachricht stellt keine Handlungsempfehlung dar.
Kommentar von onkeldr 20. Dezember 2008 @ 09:55Hab in einem Artikel gelesen, dass es um StudiVZ wirklich nicht so gut steht, weil die die finanziellen Mittel nicht wieder reinbekommen.
Kommentar von Mike 20. Dezember 2008 @ 10:16Auf der Überholspur übrigens: WerKenntWen.de
Aber die Lokalisten waren meiner Meinung nach immer nur eine Randerscheinung, oder täusch ich mich da? Und von Osari habe ich noch garnicht gehört.
Naja aber studiVZ ist ein billiger Abklatsch von Facebook, da nutze ich lieber wer-kennt-wen :)
Kommentar von mario 20. Dezember 2008 @ 14:52geheimer favorit:
Kommentar von videoandfun 20. Dezember 2008 @ 23:53http://www.eraffe.de
Wer kennt wen ist für mich wahrlich ein Phänomen. 0% investitionen in Design und Usability und dennoch Resonanz.
Kommentar von l2t 21. Dezember 2008 @ 11:49Ist das mit eraffe.de wirklich ernsgemeint oder ein Scherz ? funktioniert die Seite ?
Viele Grüße
Kommentar von Maik 21. Dezember 2008 @ 16:03Maik
@videoandfun: eraffe (was ist das überhaupt für ein name) wird genauso wie onsari ein Rohrkrepierer werden.
Nur schade, dass hierbei auch noch gutes Design und Kreativität mit den Bach runter geht. Die Seite an sich gefällt mir sehr gut.
Ansonsten unterstütze ich die Aussage von onkeldr. ich würde den Wert lediglich auf 75% hochkorrigieren wollen.
Kommentar von Sven 21. Dezember 2008 @ 20:19lol @ eraffe! Mit ihrer tollen V4 haben sie es mal ziemlich versaut, die Usability ist ein Witz und die Wachstumsraten sehen auch sehr bescheiden aus. Einzig im oberbayerischen Raum gut vernetzt, aber das wars auch schon. Mehr Potential hat hier sicherlich: http://www.weblife1.com
Kommentar von Stefan 21. Dezember 2008 @ 21:29Ansonsten kann ich mich den kritischen Kommentaren der Vorsprecher anschließen!
@Stefan
eraffe ist selbstverständlich eine andere Liga. Die AGOF zählte zuletzt 0,06 Millionen Unique User monatlich. PI-Zahlen waren zuletzt sehr konstant – rund 30 Millionen laut IVW.
@Sven
Im Gegensatz zu onsari ist eraffe damit kein Rohrkrepierer. Sie haben ein kleines (regionales) Netzwerk aufgebaut.
Kommentar von Alexander Hüsing 22. Dezember 2008 @ 10:18Warum redet denn hier keiner über eins.de? Wenn eraffe, dann auch eins.de. Oder?
Kommentar von ckbooster 22. Dezember 2008 @ 10:22@ Alexander,
Kommentar von Stefan 22. Dezember 2008 @ 21:41klar ist eraffe eine andere Liga. Ich hätte es auch nie zu den großen gezählt. Sie haben ne regional basierte Community aufgebaut, aber das wars dann auch schon. Die USP liegt eben in der regionalen Beschränkung, denn für Party, Nightlife, Singeltreff und Co. interessiert mich als Münchner keine Hamburgerin.
Ich bin mir sicher, dass sich eraffe übernimmt und zu schnell expandieren will. Wären nicht die ersten die daran scheitern. Und wenn man dann noch einen Lokalisten Klon auf die Beine stellt, hilft das auch nichts…
Langfristig werden die kleinen untergehen oder von den großen geschluckt. Große Platformen erreichen eine größere Gemeinschaft, allein die Zugehörigkeit zur Kathegorie social network sorgt wie eine Art Schneeballeffekt für seine wachsende Bekanntheit.
Kommentar von Peter 19. November 2010 @ 06:59Die kleinen müssen jedoch für Ihre wachsende Bekanntheit stetig kämpfen (und bezahlen).