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25 Kommentare

Autor: Alexander Hüsing

Kategorie: Aktuell

wer-kennt-wen.de überholt studiVZ

Montag, 08. Dezember 2008 10:29

Aus David ist ein Goliath geworden: Die RTL-Beteiligung wer-kennt-wen.de (www.wer-kennt-wen.de) steht in der IVW-Hitliste nach Page Impressions erstmals vor studiVZ (www.studivz.net). Bei wer-kennt-wen.de stoppte der IVW-Zähler im November bei rund 4 Milliarden und bei studiVZ bei knapp 3,9 Milliarden Seitenzugriffen. Nach Visits führt hingegen weiter die Studenten-Community aus dem Hause Holtzbrinck (auch an deutsche-startups.de beteiligt). wer-kennt-wen.de erreicht 127,9 Millionen und studiVZ 166,3 Millionen Visits. Zum Vergleich: Noch im Januar dieses Jahres klickten die Nutzer studiVZ auf knapp 6,3 Milliarden Page Impressions. Die Bestmarke bei den Visits stammt aus dem März und lautet 178,3 Millionen.

Auch wenn sich die enorme Zahl der Seitenabrufe ohnehin nicht vermarkten lässt und sich ein Teil des riesigen Rückgangs sicherlich auf technische Veränderungen (Ajax-Technologie) zurückführen lässt, ist dies ein enormer Verlust – vor allem auch ein Imageverlust. Trotz aller Dementis zählt Größe in der Online-Branche halt doch. An der Spitze der IVW-Charts steht weiter studiVZ-Ableger schülerVZ (www.schuelervz.net). Mit knapp 141 Millionen Visits und 4,9 Milliarden Page Impressions hat die Schüler-Community allerdings ebenfalls weiter den Rückwärtsgang eingelegt. Noch im Oktober verbuchte schülerVZ knapp 6 Milliarden Seitenabrufe. Im Juli waren es sogar rund 6,8 Milliarden. Die 141 Millionen Visits sind allerdings das zweitbeste Ergebnis seit der IVW-Premiere im Dezember des vergangenen Jahres. meinVZ (www.meinvz.de) wiederum legte bei den Visits leicht von 54,8 auf 57,1 Millionen zu. Die Zahl der Page Impressions ging dagegen leicht von 1,52 auf 1,46 Milliarden zurück. “Wie im dritten Quartal bereits angekündigt, setzten wir nicht auf möglichst viele Page Impressions, sondern auf die stetige Produktoptimierung und eine hohe Benutzerfreundlichkeit. Den daraus resultierenden Klick-Rückgang, der für unsere Vermarktung ohnehin nur eine geringfügige Rolle spielt, nehmen wir dafür gerne in Kauf. Für Social Communities sind insbesondere die Kennzahlen Aktivität, also Nutzerwachstum und Log-In Rate, sowie Unique User und Verweildauer von entscheidender Bedeutung. Und mit der Entwicklung dieser Faktoren sind wir sehr zufrieden”, sagt Clemens Riedl, der neue Chef von studiVZ.

Neue Rekordwerte für die Lokalisten

Weiter auf der Überholspur sind dagegen die Lokalisten (www.lokalisten.de): 35,1 Millionen Visits und 1,7 Milliarden Page Impressions bedeuten neue Rekordwerte für den Ableger der TV-Sendergruppe ProSiebenSat.1. Zum Vergleich: Im November des vergangenen Jahres kamen die Lokalisten gerade einmal auf 20,1 Millionen Visits und 938,9 Millionen Seitenabrufe. Erstmals in der IVW vertreten sind unter anderem die Spieleseite Coolespiele.com (www.coolespiele.com), der Social-Bookmark-Dienst Mister Wong (www.mister-wong.de) und spickmich.de (www.spickmich.de). Auf 1,4 Millionen Visits und 79,9 Millionen Page Impressions bringt es die Lehrerbenotungsseite bei der Premiere. Mister Wong kommt auf 6,1 Millionen Visits und 10,5 Millionen Seitenabrufe, Coolespiele.com auf 3,1 Millionen Visits und 12,5 Millionen Page Impressions. Erstmals die Kurve gekriegt hat die Social-News-Community Yigg (www.yigg.de). Der Abwärtstrend seit dem Relaunch ist gestoppt: Nach 559.036 Visits und knapp 1 Million Seitenabrufe im Oktober langte es im November für 673.130 Visits und 1,2 Millionen Seitenabrufe. Vor dem Relaunch lag die News-Community allerdings bei 2,3 Millionen Visits und knapp 3,6 Millionen Seitenabrufen.

Anmerkung: Die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) misst derzeit die Zugriffszahlen von 820 Online-Angeboten. Online-Größen wie Google, eBay, Wikipedia werden von der IVW nicht gezählt. Andere wie ARD, ZDF oder GMX werden von der IVW zwar gezählt, die Unternehmen weisen die Zahlen aber nicht aus.

Artikel zum Thema
* RTL-Beteiligung wer-kennt-wen.de sitzt studiVZ im Nacken
* IVW-Premiere für Flickr
* Klickschwund bei studiVZ
* RTL-Beteiligung wer-kennt-wen.de stürmt die IVW-Charts
* studiVZ-Klickberg schmilzt weiter

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25 Kommentare »

1.

“Auch wenn sich die enorme Zahl der Seitenabrufe ohnehin nicht vermarkten lässt und sich ein Teil des riesigen Rückgangs sicherlich auf technische Veränderungen (Ajax-Technologie) zurückzuführen lässt, ist dies ein enormer Verlust – vor allem auch ein Imageverlust.”

*stirnrunzel*

Siehe hier:
“Die StudiVZ-Truppe verliert wieder einmal rund 1 Milliarde Page Impressions. Das ist ein gutes Zeichen. Nicht, weil es StudiVZ schwächt, sondern weil es ein weiterer Sargnagel für den PI-Wahn im deutschen Web ist.”
http://off-the-record.de/2008/12/08/studivz-vernichtet-eine-milliarde-klicks/

Kommentar von Lucas von Gwinner — 08. Dezember 2008 @ 10:40

2.

Bei vielen Mediaplaner ist diese Sichtweise noch längst nicht angekommen. Oftmals wird nur nach Größe geschaut und gebucht. Die ganze Branche muss in diesem Punkt umdenken und endlich andere Meßgrößen etablieren. Besonders um die Vergleichbarkeit der vielen Angebote zu verbessern. Wenn nur einige Anbieter den PI-Wahn nicht mehr mitmachen, ändert sich noch lange nichts.

Kommentar von Alexander Hüsing — 08. Dezember 2008 @ 11:07

3.

Wenn ich lese, das Facebook einen TKP von unter 50 Cent hat und im Gegesatz ein Portal wie Statiste 40 Euro nehmen kann, mat diese tollen Milliarden keine Sinn.

Mann muss ja auch die Kosten für Infrastruktur sehen die notwendig ist um den Traffic abzuarbeiten. Damit wird das Verhältniss noch schlechter.

Wenn ich also mal auf den basierend TKP den Faktor 100 auf die Seitenzugriffe nehmen bleiben von den 3,9 Milliarden gerade mal 39 Millionen übrig!

Kommentar von jk — 08. Dezember 2008 @ 11:08

4.

so richtig überraschend finde ich das nicht. aber schön, dass man mal die zahlen sehen durfte.

Kommentar von Sebastian — 08. Dezember 2008 @ 11:33

5.

Mensch Leute ich könnte schon wieder heulen als ich den Titel in meinem RSS-Reader gelesen habe!

Es war mir klar das danach sicher nur wieder IVW-Geschwafel usw. kommt.

WKW ist für mich ein minderwertiges Netzwerk wo meine Freunde NICHT angemeldet sind.

Aber laut IVW-Charts muss es natürlich “besser” oder “voller” sein als StudiVZ.

Aus Vermarktersicht kann man natürlich mehr Werbung draufklatschen, aber nur weil ich mich nicht ständig bei StudiVZ einloggen muss ist das Netzwerk deswegen gleich zweitklassig?!

Ich kann auch ein Netzwerk hochziehen das für jede Aktion eine extra Seite aufrufen muss Hauptsache viele PIs! Das hat nichts mehr mit Web2.0 oder 2008 zu tun…

Kommentar von bernd — 08. Dezember 2008 @ 11:34

6.

@bernd

Die IVW-Zahlen sagen doch rein gar nichts darüber aus, ob ein Angebot “besser” als ein anderes ist. Die IVW liefert Zahlen zu Visits und Page Impressions auf einer Seite. Die Zahl der PIs lässt sich leider mit vielen Dingen in die Höhe treiben. Und natürlich ist studiVZ deswegen nicht zweitklassig.

Kommentar von Alexander Hüsing — 08. Dezember 2008 @ 11:43

7.

Wenn ich das richtig sehe, dann hat studivz seit einigen Tagen die “PI-sparende-Ajax-Technologie” auch schon wieder ausgebaut und setzt wieder auf maximal PI ;-)

Kommentar von Lars — 08. Dezember 2008 @ 13:56

8.

Hi Alexander,

dann war die heutige Pressemeldung von StudiVZ “Erfolgreiche Einführung des Instant Messengers in den VZ-Netzwerken sorgt für geplanten Rückgang der Page Impressions”(http://www.presseportal.de/print.htx?nr=1316136) also eine Art vorauseilende Schadensbegrenzung, um nicht als Verlierer im PI-Contest dazustehen.

Ich bin weder Mitglied noch Fan von StudiVZ, aber wen kümmert es, ob die nun im PI-Ranking auf Platz 2 abgerutscht sind? Was ich nichts verstehe: Einerseits fordert die Onlinebranche, dass die Leitwährung PI endlich vom Unique User abgelöst werden soll, andererseits gibt es immer noch diesen Hype um PI-Rankings. Also entweder die PI als Messgröße ist veraltet – dann dürfte es ziemlich egal sein, ob nun StudiVZ oder Wer-kennt-wen vorne steht. Oder die Branche redet mal wieder progressiver als sie handelt. Viele Grüße, Ully

Kommentar von Ulrike Langer — 08. Dezember 2008 @ 14:42

9.

@Ulrike Langer

Zumindest ist dem studiVZ-Team klar, dass sie den Rückgang erklären müssen. Deswegen ist Schadensbegrenzung wohl auch das richtige Wort.

Der Hype um PI-Rankings wird nie verstummen. Auch wenn wir künftig wirklich vielleicht mal die Verweildauer als Maßstab haben. Und auch studiVZ hat sich lange genug mit dem ersten Platz im Ranking gebrüstet. Es wurde einfach von vielen Branchenteilnehmern zu viel Schindluder mit der Maßeinheit PI getrieben (siehe Kreuzworträtsel etc.).

Kommentar von Alexander Hüsing — 08. Dezember 2008 @ 15:01

10.

Das PI Ranking wird auch nach wie vor bei Personen Interesse erzeugen, die zum einen keine Ahnung haben und zum anderen auch nicht im Entscheidungsprozeß involviert sind. Ansonsten hat spätestens mit der Einführung der AGOF die Anzahl der Unique User das PI Ranking abgelöst.

Kommentar von pissflitsche — 08. Dezember 2008 @ 15:46

11.

“Das PI Ranking wird auch nach wie vor bei Personen Interesse erzeugen, die zum einen keine Ahnung haben und zum anderen auch nicht im Entscheidungsprozeß involviert sind. Ansonsten hat spätestens mit der Einführung der AGOF die Anzahl der Unique User das PI Ranking abgelöst.”

Da bin ich gleicher Meinung PI Ranking gehört spätestens seit dem breiten Einsatz von AJAX der Vergangenheit an.

Kommentar von H. Schloss — 08. Dezember 2008 @ 16:58

12.

Siehe Lars Kommentar… StudiVZ hat die besagten AJAX Technologien wieder ausgebaut (Fotoalben und Co. sind jetzt wieder völlig normal, d.h. PI Generatoren.)

Kommentar von Phil — 08. Dezember 2008 @ 17:53

13.

@Phil

In der Tat. Sehe ich auch gerade. Alle Fotoalben sind wieder wie früher und somit wieder waschechte Klickmaschinen…

Kommentar von Alexander Hüsing — 08. Dezember 2008 @ 17:57

14.

Alle Achtung. Und ich war immer der festen Meinung, dass StudiVZ die größte Community ist und bleibt. Schließlich kennt so ziemlich jeder die Seite und angemeldet ist auch fast jeder aus meinem Bekanntenkreis.
Hätte nicht erwartet, dass eine Konkurrenzseite so schnell größer werden kann.

Kommentar von Heiko — 08. Dezember 2008 @ 23:48

15.

Ganz wie früher sind sie nicht, haben z.B. Diashow.
(und da wird gewiss auch nur 1 PI gezählt)

Kommentar von Tobias — 09. Dezember 2008 @ 00:01

16.

StudiVZ verliert Klicks, weil die Leute in Scharen davonlaufen. Es gibt nun mal keinen Grund, nicht bei Facebook zu sein.

Kommentar von pass — 09. Dezember 2008 @ 09:29

17.

Irgendwann ist jeder bei WKW ;) Also alle meine Freunde sind bei WKW und bei StudiVZ aber bei StudiVZ sind sie nur noch angemeldet und gehen selten rein. Ein Netzwerk für alle!

Kommentar von Martin — 09. Dezember 2008 @ 10:33

18.

@Martin

Für Nutzer wäre es vermutlich ein Traum, wenn alle Menschen nur bei einem Netzwerk angemeldet sind. Für viele ist so ein Monopol aber auch ein Albtraum. Derzeit hat wkw in Deutschland noch nicht alle Regionen erobert. Meine Heimat, das Ruhrgebiet, ist nur sehr wenig vertreten.

@pass

Dann hat Facebook noch sehr viel Arbeit vor sich. Ein Beispiel: Aus meinem persönlichen Umfeld (Schule, Uni, Ruhrgebiet) ist fast niemand bei Facebook. Diese Leute treffe ich weiter bei studiVZ, viele sogar nur bei stayfriends.

Kommentar von Alexander Hüsing — 09. Dezember 2008 @ 11:05

19.

Ich verstehe gar nicht, wie das bei wer-kennt-wen so schnell gehen konnte. Klar spricht studi erstmal die Studenten an und irgendwannist man da raus. Aber die Lokalisten machen doch das selbe schon seit Jahren für alle. Warum jetzt wkw? An RTL kann es auch nicht unbedingt liegen, die Lokalisten haben auch prosieben und dort finde ich die Seite auch stärker gepusht.
Gibt hierbei sicher noch was, das mir entgagen ist.

Kommentar von Alexander Stengelin — 09. Dezember 2008 @ 11:07

20.

Der ganze PI-Wahn ist doch verrückt!

Die einzig wichtigen und interessanten Zahlen einer Community sind die Anzahl “aktiver” Member und wie lange diese online sind.

Bei WkW ist bei manchen die Sucht ausgebrochen möglichst viele Bekannte zu sammeln, egal ob man sie kennt oder nicht. Nach ein paar Monaten ists dann vorbei und diese Menschen sind nicht mehr online. Das gleiche gilt auch für StudiVZ, Facebook & Co.

Kommentar von Peter R. — 09. Dezember 2008 @ 11:52

21.

@Alexander Stengelin

Ganz einfach “lokalisten” was ist das? Der gemeine Pöbel kommt damit nicht klar.

“Wer kennt wen” einfach und doch genial, das ist der Trick.

Aus meiner sicht aber auch der Nachteil, wkw ist nunmal nur “wer kennt wen” und sonst nichs, deshalb wirds spannend zu sehen wie wkw mehr aus Ihrer Community machen wollen.

Kommentar von Peter R. — 09. Dezember 2008 @ 11:55

22.

Immer wieder erstaunlich wie DE hinterhängt…kann mich auf jeden Fall nicht an den letzten englisch-sprachigen Artikel erinnern, bei dem es um wer-hat-die-meisten-PI ging *kopfschüttel*

Kommentar von Petar — 09. Dezember 2008 @ 12:07

23.

Das PI- oder AI-Spiel ist seit Jahren vollkommen nervig. Ich habe noch nie eine einzige PI gesehen, die jemals einen Kauf abgeschlossen hätte.
Das bleibt immer noch bei den Visits. Allerdings kann ich doch die oben genannten Seiten nur bedingt mit einander vergleichen. WKW erreicht den User anders als Lokalisten oder wer auch immer.
Natürlich sind beides Netzwerke, aber wo ist der Wert einer PI bei WKW oder bei den Lokalisten oder StudiVZ.

Ich freue mich, wenn die Seiten endlich lernen Ihren Traffic zu monetarisieren. Es gibt für nahezu jede Community irgendeine Möglichkeit Umsätze zu erzielen.
Direkt, durch bestimmte Gebühren oder indirekt durch Partnereinbindung.
Hier sind die Partner natürlich gefordert, Lösungen anzubieten, die zur Community passen.

Kommentar von Andreas Huesch — 09. Dezember 2008 @ 19:06

24.

wkw ist nicht mehr zu stoppen … ihr werdet es sehen .. *G* ..

Kommentar von wkw — 11. Dezember 2008 @ 13:45

25.

WKW klaut das Konzept von StudiVZ und StudiVZ hat es von facebook… Sogar das Design ist fast 1:1 das gleiche gewesen in der Anfangsphase!!!

Zu der Mitgliederanzahl:
Man muss dabei die Zielgruppen beachten. Warum? StudiVZ, ist wie der Name indiziert, ein Netzwerk für Studenten. Da ist es kein Wunder, dass mehr Leute bei WKW sind als bei StudiVZ. (Können ja nicht mehr Studenten in Deutschland leben als es Einwohner hat).

Gewinner sind hierbei aber nur die Plattformen selber, denn sie verdienen Millionen durch Werbung oder den Verkauf der Plattform. Und das mit euren Daten. Würde damals jeder StudiVZ Benutzer das Geld ausgezahlt bekommen, zu dem Verkaufspreis, hätte JEDES Mitglied 500€ bekommen. Ein Hoch auf das Marketing der Firmen…. Soviel ist denen Euer Profil wert!

Kommentar von Timo — 07. März 2009 @ 12:15

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