Im schönen München schlägt der Reputationsdienst myON-ID (www.myonid.de) gerade seine Zelte auf. Der Standortwechsel von Köln in die Isar-Metropole geht einher mit dem Abschluss der zweiten Finanzierungsrunde. Der T-Online Venture Fund investiert einen einstelligen Millionenbetrag in das im August des vergangenen Jahres von Mario Grobholz und Roman Pritzkow gegründete Start-up. “Mit dem T-Online Venture Fund haben wir einen professionellen Partner gefunden, der unsere Vision teilt und uns hilft, das Online-Reputation-Management für unsere Kunden weiter auszubauen”, sagt Grobholz. Neben T-Online Venture bleiben die Nexum AG, Tochter der Pironet NDH AG, sowie die Gründungsgesellschafter am Unternehmen beteiligt.
Das Konzept von myON-ID ist schnell erklärt: Nach der Anmeldung können Mitglieder über eine Websuche Artikel, Netzwerkprofile und andere Webhinterlassenschaften ihrem eigenen Profil zuordnen, kommentieren und mit Tags versehen. Andere Nutzer dürfen diese Zusammenstellungen anschließend bewerten. Künftig sollen die Nutzer weitere Möglichkeiten haben, “ihre Online-Identität zu managen und zu beobachten”. Neben der kostenlosen Version wird es zudem eine kostenpflichtige Variante geben. Bereits im Sommer dieses Jahres expandierte myON-ID nach Großbritannien, Spanien, Italien, Frankreich, Holland, Polen und die Türkei. Die schnelle Auslandsexpansion sollte vor allem dazu dienen, frühzeitig Erfahrungen in anderen Märkten zu sammeln. Künftig arbeiten Grobholz und seine Mitstreiter quasi rund um die Uhr um myON-ID. Aktuell kümmert sich Grobholz als Director Business Development noch um die Umsetzung der Web-2.0-Strategie von Eurosport in Deutschland. Künftig ist Reputationsmanagement im Auftrag von myON-ID sein Vollzeitjob.
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Kommentare
Mario und Team,
Kommentar von Thomas Schulze 02. Dezember 2008 @ 11:40herzlichen Glückwunsch! TS
Ich frag mich wirklich wie man mit so wenig Traffic (http://www.alexa.com/data/details/traffic_details/myonid.de http://trends.google.com/websites?q=myonid.de,+yasni.de&geo=all&date=all&sort=0) so viel Geld einsammelt… imho weniger als 1000 Visits am Tag.
Kommentar von Klaus 02. Dezember 2008 @ 12:03Der Case ist das THEMA, das Teil funktioniert – Und mit Cash kann man es skalieren! That´s the point. Deshalb sind Sie gerne unser Partner :-)
Kommentar von Thomas Schulze 02. Dezember 2008 @ 12:36das Teil funktioniert ?
Ha ha ha
my on ID? wie wäre es, einfach von selbst drauf kommen, weniger Daten zu hinterlassen?
Kommentar von JAR 02. Dezember 2008 @ 15:05Alles easy, alles einfach. – Web 3.0 (und umsonst ;-)!
Das “das Teil funktioniert”, halte ich ebenfalls für ein Gerücht.
Über Zugriffe kann niemand etwas sagen außer den Betreibern – daher schenk ich mir, darüber zu mutmaßen, spielt auch keine Rolle. Über den Sinn des Ganzen kann man philosophieren, oder es lassen – ich hab schon Sinnloseres gesehen, was mit VC ausgestattet wurde. Aber absolut unverzeihlich ist, daß das Ding definitiv noch keinen Software-Ergonom gesehen hat. Es ist schlicht und ergreifend viel zu umständlich zu bedienen, viel zu vage erklärt, was das Ganze überhaupt soll, und das -kann ich mir vorstellen- schreckt potentielle Benutzer nun mal ab. Zumal die (besser besuchte, besser bei Google platzierte) Konkurrenz das deutlich besser drauf hat.
Was aber hervorragend funktioniert:
“Der Case ist das THEMA, das Teil funktioniert – Und mit Cash kann man es skalieren! That´s the point.”
… ist das perfekte Zitat, um das ganze Dilemma der Web 2.0-Branche auszudrücken. Ich gebe den Tipp, sich diese zwei “Sätze” mal bis auf die letzte Silbe auf der Zunge zergehen zu lassen.
Ich hoffe, daß dieses Zitat wortwörtlich in den Nachruf übernommen wird, der geschrieben wird, wenn der ganze derzeit (!) stattfindende Web 2.0-Spuk irgendwann mal vorbei ist.
Vor allem hoffe ich aber, daß sowohl die nächste als auch die vorherige Webgeneration aus den Fehlern der jetztigen lernt.
Kommentar von Jörg 03. Dezember 2008 @ 12:50Mehrere Millionen für My ON-ID? Also Sorry aber mehr als ein Praktikantengehalt pro Monat ist die Seite doch echt nicht wert.
Kommentar von Malte Landwehr 14. Dezember 2008 @ 18:14